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Verlustängste

  1. #1
    xniceinz
    Neuling

    Unglücklich Verlustängste

    Hallo Zusammen,


    ich bin derzeit auf der Suche nach einer Lösung für mich, um folgende Probleme aus meinem Leben zu verbannen.


    Vorab alle nötigen Randinformationen zu mir und meiner Lage.


    Ich bin derzeit 21 Jahre alt, mache meine Ausbildung und habe auch rundum ein glückliches Leben.
    Wirklich gute Freunde hatte ich nie, da ich nach außen zwar sehr extrovertiert wirke, allerdings eher der introvertierte Typ Mensch bin.
    Bekannte habe ich genug, aber wirkliche Freunde habe ich tatsächlich keine.
    Ich bin kein Mensch der gerne feiern geht oder wirklich lange abends weg bleibt, wodurch ich bestimmt auch einiges verpasst habe bisher.
    Ich bin seit Ende letztem Jahres nicht mehr mit meiner Ex-Freundin zusammen (knapp 4 Jahre Beziehung) und habe die Zeit danach ein wenig genutzt um neue Bekanntschaften zu knüpfen und ein wenig die verpasste Single Zeit auszunutzen.
    Gegen Ende der Beziehung war es ein echtes Drama, ich habe mich total darein gesteigert und mir immer und immer wieder Gedanken gemacht und damit dann das aus der Beziehung besiegelt.
    Ich muss dazu sagen, die ersten zwei Jahre war mir die Beziehung auch nicht so wichtig, da ich sie als selbstverständlich angesehen habe und niemals gedacht hätte, dass es ein aus dafür gibt.
    Sie hat aber auch nie den Mund auf gemacht. Sie war eher dieses anhängliche kleine Mädchen, die nie den Mund aufmacht.
    Als sie genau das dann nicht mehr war wurde es immer schwieriger und es ging dann irgendwann zuende.
    Dank einiger Aktionen von ihrer Seite aus habe ich auch jede Sache hinterfragt und tue das auch heute noch. Wo wir zu meinem Problem kommen.
    Ich wurde abhängig. Nach viel Input durch diverse Motivationsseiten und Videos, dachte ich, dass ich genau das in der nächsten Beziehung besser machen werde...




    Nach so einer Trennung treibt man sich ja in meinem Alter mehr oder weniger auf Lovoo, Tinder und co. rum. Über eine ähnliche, nicht so auf Sex ausgerichtete App habe ich dann ein junges Mädel kennen gelernt, mit der ich mich von Anfang an ganz gut verstanden habe.
    Wir haben uns gegenseitig in die Freundschaftsschiene gedrängt und wollten auch nicht mehr, da wir beide nicht bereit waren dafür.
    Nach und Nach haben wir uns immer wieder mal auf eine Cola getroffen, nicht oft aber es war immer wieder schön sie zu sehen und so zu hören, was für verrückte Storys sie wieder zu erzählen hat.


    Wir haben nach und nach beide verschiedene Dates/ONS gehabt und uns gegenseitig davon erzählt bei unserer nächsten Cola.
    Zwischen diesesn Treffen waren immer mehrere Wochen wenn nicht sogar mal 1-2 Monate.
    Irgendwann an einem treffen kamen wir auf die Idee eine Liste mit Dingen zu erstellen die wir unbedingt machen wollen.
    Quasi eine Bucket Liste nur für uns beide.


    Jeder Punkt entstand aus lustigen Erzählungen oder "Hey hast du schon mal", "Nein habe ich noch nicht, aber würde ich gerne."
    Wir gingen durch die Stadt und sie sah solche glitzer Schuhe. (Sie ist absolut kein Typ Mädchen für solche Schuhe)
    Aber sagte, hey die hatte ich schon lange nicht mehr an.
    Daraufhin entstand ein neuer Punkt, "Schicki Micki essen gehen, natürlich mit Ihren glitzer Schuhen"
    Und Und Und


    Noch in derselben Woche fragte ich sie ob wir unseren ersten Punkt der Liste abarbeiten wollen und wir verabredeten uns zum Billiard, diesmal als Date, obwohl auch das eher als Spaß gemeint war.
    Dort hat es dann auch das erste mal gefunkt zwischen uns. Sie hat mich ständig berührt und angestupst und meine Nähe gesucht, zu mehr ist es nicht gekommen.
    Am nächsten Wochenende verabredeten wir uns auf zusammen Känguru Fleisch kochen, wir kochten zusammen und hatten einen schönen Abend.
    Daraufhin trafen wir uns immer und immer wieder, bis sie mich eines Abends küsste.
    Wir gehen mittlerweile viel spazieren und ich mache genau das richtig, was ich in meinen bisherigen Beziehungen falsch gemacht habe.
    Nun sind wir schon einen Monat zusammen und waren zum Beispiel letzte Woche über die Feiertage zusammen in Urlaub.


    Sie ist ein ähnlicher aber dennoch komplett anderer Mensch als ich.
    Sie liebt mich, Ich liebe sie. Alles ist gut, allerdings mache ich mir viel zu viele Gedanken.
    Sie hat mir bisher keinen Grund gegeben, mir Gedanken machen zu müssen, sondern will mir dabei helfen, dass es mir dabei besser geht.
    Sie erzählt mir, wenn sie angesprochen wird von irgendwelchen Typen und ist auch ein echt toller und offener Mensch.
    Ich habe starke Verlustängste und das total unbegründet.
    Ich male mir die schlimmsten Szenarien aus und koche innerlich vor wut, alles ohne wirklichen grund...

    Ich mache mich selbst fertig, wenn ich sehe, dass sie online ist und mir nicht antwortet.
    Ich habe schon alle Sozialen Netzwerke (bis auf Whatsapp) deaktiviert um mich unter Kontrolle zu haben, aber das hilft auch nichts.

    Im Endeffekt, weiß ich wo meine Probleme sind, sprich ich bin kein Sturkopf, sondern will aktiv daran arbeiten, allerdings habe ich absolut keine Lösungsansätze.
    Geht es jemand ähnlich oder habt ihr tipps wie ich an mir arbeiten kann?
    Was kann ich tun um mich selbst auch glücklich zu machen bei dem ganzen und sie nicht langfristig mit diesem verhalten zu vergraulen?
    Wie kann ich dieses ständige Gefühl zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen wegbekommen?
    Ebenso möchte ich nicht so abhängig sein, bzw. meine Laune nicht abhängig von ihr machen bzw. mich nicht so runter ziehen lassen, wenn meine Gedanken mir wieder was komplett anderes vorspielen.

    Wir sind im Endeffekt ja glücklich, lachen viel, machen viel miteinander und schreiben aktiv...
    Geändert von xniceinz (07.11.2017 um 15:33 Uhr)

  2. #2
    Rapante

    Standard

    Hallo xniceinz, Du brauchst wie jeder Mensch - Bestätigung.

    Deine Partnerin kann dieses Bedürfnis allein niemals abdecken, also mußt Du Deine sozialen
    Kontakte so weit ausbauen, dass sie nicht als Einzige Deine Lasten schultern muß.

    Familie, Freunde, der Job - all das sind sichere Bezugsquellen um Dein Selbstwertgefühl zu
    steigern, mach in Deinem Rahmen Gebrauch davon. Hast Du keine Freunde - dann mach Dir welche.

    Tust Du das nicht, wirst Du die Zuneigung Deiner Partnerin und ihre Kräfte aufbrauchen und es
    kommt zu dem wovor Du Dich am meisten fürchtest, Du wirst wieder ganz allein sein.

    Zu einer Trennung kann es aus anderen Gründen natürlich trotzdem kommen, aber auch dann zählt
    ein stabiles soziales Umfeld - denn es fängt Dich auf.

    Gruss, Rapante
    Don´t touch my soul with dirty fingers.

  3. #3
    Gruber

    Standard

    Hallo.

    Zitat Zitat von xniceinz Beitrag anzeigen
    Ich male mir die schlimmsten Szenarien aus und koche innerlich vor wut, alles ohne wirklichen grund...
    Ich denke Verlustängste können in einem gewissen Rahmen relativ normal sein. Aber du scheinst dich sehr stark hinzusteigern, wenn du in Folge dessen grundlos vor Wut kochst. Außerdem scheint übertriebene Eifersucht auch eine große Rolle dabei zu spielen. Ich meine, ihr seid gerade mal einen Monat (!) zusammen.

    Insofern schließe ich mich Rapante an, konzentriere dich darauf, neue Bekanntschaften und vor allem Freunde zu gewinnen. Dazu musst du ja nicht unbedingt feiern gehen und wie andere junge Leute sich volllaufen lassen. Es funktioniert auch über Hobbies bzw. Aktivitäten wie z.B. Sport.

    Ich denke dein Problem liegt darin, dass du zu sehr auf sie fixiert bist. Jedes Detail wird überwacht, jedes Tun in sozialen Netzwerken kontrolliert. Sich bei sozialen Netzwerken abzumelden scheint mir eher ein Schnellschuß zu sein da du damit dem ursächlichen Problem aus dem Weg gehst und quasi nur versuchst, die "Symptome zu lindern".

    Abgesehen davon, sich professionelle Hilfe für professionelle Lösungsansätze zu suchen und die Ursachen zu ergründen (die mutmaßlich in deiner Kindheit oder Jugend liegen) wäre es eine Überlegung wert, wieder an sozialen Netzwerken teilzunehmen und in den Momenten in denen du denkst: "Warum tut sie jenes oder dieses?" diese Gedanken bewusst zu unterbinden und dich auf etwas anderes zu konzentrieren. Ich denke es ist besser sich dem Problem zu stellen um aktiv daran zu arbeiten. Die Abmeldung von sozialen Netzwerken stellt sich für mich wie eine Flucht dar.

    Ich glaube jedoch nicht, dass du es schaffst die Defizite, die du offenkundig hast, alleine aufzuarbeiten.
    Träumerei wird gerne mit echten Gefühlen verwechselt, und nicht selten kommt danach die Ernüchterung. ( © DerSteinwerfer)



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