Wie verhalte ich mich richtig - Wir wohnen zusammen, sind aber getrennt

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Gast
#1
Hallo zusammen.
Nach vielen Ups und Downs, 1,5 Jahren Beziehung , habe ICH die Beziehung beendet. Nicht weil ich ihn nicht liebe, sondern weil ich mich nicht respektiert , nicht geliebt und nicht genug beachtet fühlte. Mehrere Anläufe mit ihm reden zu wollen scheiterten, so sah ich nur noch den Ausweg, Schluss zu machen. Dies ist nun 2 Monate her. Wir leben noch zusammen, weil wir beschlossen haben dies so durchzuziehen, bis ich eine Wohnung habe. Hatte bereits eine, die dann doch nicht wie geplant bezugsfertig war. Nun kann es sich noch 4-8 Wochen hinziehen. Er sagt es ist egal wie lange es dauert , ich soll warten bis ich eine ordentliche Wohnung habe.

Um es mal kurz zu erklären , ich denke wir haben beide Gefühle füreinander , sind aber beide durch zu viel Vorsicht bindungsunfähig. Wir hatten beide ständige Zweifel und Ängste , wie es sich aus den letzten Gesprächen heraus gestellt hat. Einer Zukunft sehen wir beide scheu entgehen, weil Aussenwirkungen gegen uns sprechen. Unsere Familien machen es uns nicht leicht , weshalb auch keiner von uns zu den Eltern gehen möchte.
Wir hatten beide nie viel Zeit für einander , da wir beide selbstständig separat voneinander sind und täglich bis 15 Stunden arbeiten - er 7 Tage die Woche , ich 5-6.

Im Streit sagte er mir ich hätte es beendet , nun wäre ihm egal was ich mache , er würde auch nicht mehr an mich denken. Ich wäre nicht die richtige.
In einem Gespräch Tage danach sagte er , er habe überreagiert. Er sei gekränkt , ein zurück momentan undenkbar , weil ich nicht genug für ihn da war , und zu viel schief gelaufen ist. Er denke aber ständig an mich , und daran , was ich so tue. Wie es mir geht , etc. pp.

Die Tage verlaufen wie folgt: Wir schlafen in einem Bett, laufen tut aber nichts mehr (am Anfang der Trennung hatten wir ein paar mal Sex , woraufhin wir gesagt haben , dass uns dies nur zurück wirft) über den Tag verteilt telefonieren wir wie früher auch , sprechen über den Tag , der einzige Unterschied ist, dass wir uns nicht Schatz nennen , und kein ich liebe dich kommt. Sonst alles gleich. Abends liegen wir zusammen auf der Couch , teilweise auch unter einer Decke oft kuscheln wir uns auch aneinander. So vergehen die Tage. Und ich denke , ich mache hier einiges falsch.
Oft wünsche ich mir Sex mit ihm. Ich weis nicht wieso, weil eine Zukunft wirklich Magenschmerzen in mir verursacht.
Aber irgendwie kann ich mich nicht richtig lösen. Ist es nicht möglich auch unter einem Dach auf Distanz zu gehen ?!
Ich frage mich wie es wird , wenn ich ausziehe.

Dann von 0 auf 100 garkein Kontakt mehr , wäre wohl das vernünftigste , aber das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich Habe Angst , dass es so weiter geht , wir uns besuchen , zusammen an und an Dinge unternehmen , es nie wirklich endet und wir uns ab und an nah kommen. Einerseits will ich das , andererseits weis ich , dass es auf die Zukunft gesehen , völlig unangebracht ist.

Mein Text ließt sich bestimmt etwas seltsam , aber es ist nunmal wie es ist. Und ich weis nicht wo mir der Kopf steht. Ich möchte ihm nicht den Eindruck vermitteln als wäre ich allzeit da und allzeit bereit. Immer greifbar für ihn und sein Spielball. Auch wenn er mir an Silvester mitteilte , dass ihm alles Sehr schwer fällt, er es nie beendet hätte wenn ich es nicht getan hätte und gewisse Dinge äußerte , die mir das Gefühl gegeben haben als würde er einen Neustart wollen, so ist er doch stellenweise sehr kühl und so ist für uns beide eigentlich klar das ich ausziehe.

Was kann ich tun, um erstmal auf ihn freundlich , aber trotzdem distanziert zu wirken?? Unabhängig und attraktiv ?? Ich habe Angst das ich hier aus der Nummer als klettende Abhängige raus gehe , was ich nicht sein möchte.
Wie kann ich uns das Leben unter einem Dach erträglich gestalten , ohne das einer von uns als depp darsteht?! Was soll ich tun und was muss ich unterlassen ? Manchmal würde ich ihn so gerne küssen , aber damit würde ich mich ja zum volldeppen machen. Ich mag meine derzeitige Abhängigkeitsrolle garnicht , weil das hier Seine Wohnung ist.
Ich habe Angst die bequeme Ex zu sein, die wie blöd die Wäsche macht und da ist, ich hier somit Auf ihn immer unattraktiver wirke. Ich möchte mein Gesicht bewahren und wenn ich gehe , möchte ich schon , dass er mich vermisst. Denn ich werde ihn vermissen.... Ich möchte im Guten auseinander gehen , aber bitte nicht mit dem Gedanken in seinem Kopf : endlich ist die alte Klette weg, mit der ich alles machen konnte. Ich möchte stärker sein und das Ding mehr in der Hand haben. Im Moment heule ich ständig und kann mit der Situation so schlecht umgeben , und es wirkt so als würde ihm das leicht fallen.

Soll ich nochmal mit ihm reden?!
Wir sind beide 31.... Auch wenn das hier klingt , als wären wir 16.
wenn ich mit ihm reden würde , würde ich ihm sagen das ich dankbar bin hier bleiben zu dürfen , und auch dankbar für die freundschaftliche, loyale Verbindung... Ich es aber nicht mehr für gut heiße , dass wir wie ein Pärchen auf dem Sofa liegen und uns teilweise auch küssen oder Sex haben.
Aber was passiert danach ? Ich habe keine Lust auf krieg hier.
Ich weis einfach nicht was ich will. Ich glaub. , er auch nicht.
Soll ich mich einfach etwas distanzieren ?! Freundlich sein aber bestimmte Dinge unterlassen ?! Und weiter hier leben ? Ich weis es nicht.
Ich will aber nicht das seine Erinnerungen An mich , wenn ich gehe , nur die sind , dass ich die bin, die schwach war und alles mit sich hat machen lassen. denn so komme ich mir im Moment vor. Wenn er auf mich zukäme um mich zu küssen etc. könnte ich nicht nein sagen. Ich mache immer mit.
 
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Dabei
5 Jun 2015
Beiträge
2.164
#2
Hallo Gast
du stellst ganz viele Fragen
aber eigentlich ist es gar nicht so kompliziert.
du weißt innen drinnen nicht, ob du ihn wirklich verlassen willst.
und dein Problem scheint mir auch nicht mangelnde Sympathie auf beiden Seiten zu sein.
sondern falscher Stolz.
du machst dir Gedanken, wie er dich sehen könnte, jetzt oder nach der Trennung.
das ist doch, eintschuldige Mal Sche......egal.
Es geht darum, das es dir gut geht, sonst ist erst mal nichts relevant.

und wenn du mit ihm immer noch unter einer Decke kuscheln magst
und dir heimlich Sex mit ihm wünscht, dann sind da doch jede Menge Gefühle.

und wie du ihn beschreibst, von seiner Seite doch auch!
mir scheint, ihr habt euch nie wirklich aufeinander eingelassen,
seid nicht wirklich als Paar zusammengewachsen, denn dann kämen solche
Vorstellungen, bllige verfügbare Haushälterin zu sein, nicht.
dann tut jeder das in den "Topf Beziehung" was er grad hat und leisten kann.
Euch fehlt das Vertrauen und die Hingabe.

Liebe funktioniert nur so.

Das kann man lernen, sich wirklich einzulassen. Wünsche und Hoffnungen zu äußern.
Statt Erwartungen und Vorstellungen einzufordern.

mir scheint, das ihr ganz viel aneinander habt.
Doch euch beiben fehlt es an Selbstbewußtsein.
Ihr geht beide nicht davon aus, dass jeder das Beste ist,
was dem Gegenüber passieren kann.
ihr lastet eure Defizite jeweils dem Anderen an.

Nutz die Zeit, die dir in der Wohnung bleibt mal um einen neuen Blickwinkel einzunehmen.
nämlich zu DIR, nicht was er wohl von dir denken könnte.

Mache alles weiter wie bisher, es besteht grad kein aktueller Anlass etwas zu ändern,
ihr habt eine Verschnaufpause.

Versuche doch einfach mal Liebevoll darum zu bitten, um das,
was du dir von ihm wünscht.
sag ihm doch mal, was du an ihm magst,
du kannst es ja so formulieren, was du an ihm vermissen wirst,
wenn ihr gertrennte Wege geht.
du wirst sehen, das sich dann bei ihm auch wieder verschlossene Türen öffnen.
denn das würde ich zur Zeit erst mal nicht laut in Frage stellen,
ehe ihr euch nicht mit neuem Blickwinkel begegnen könnt.
und häre auf zu analysieren und zu diskutieren.
das trifft die Warheit sowieso nie,
denn es gibt mmer nur das Gefühl des Augenblicks.
und das ändert sich ständig.

vielleicht geht ihr aus dieser Kriese gestärkter hervor, als ihr je ward.
vielleicht führt sie nicht zu einem weiteren gemeinsamen Weg,
aber sie könnte euch wertvolle Erkenntnisse über euch bringen
und in offeneres und liebevolleres Verhältnss zu euch und dem nächsten Menschen in eurem Leben
 
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