verflossene Liebe

Dabei
27 Feb 2013
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#1
Hey ihr Lieben,

ich habe in letzter Zeit ein paar Mal folgende Aussage gehört: „Jeder hat eine verflossene Liebe, der er (ein bisschen oder in gewisser Weise) nachtrauert.“

Wie seht ihr das, habt ihr die auch?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#3
Naja, ich hab das nicht.

Für mich hatte es immer einen Grund, wieso etwas vorbei war. Ging ich, dann ging ich für immer, wurde ich verlassen, habe ich zwar eine Zeit lang gelitten, aber hab das irgendwann überwunden.

Aber es gibt keine Liebe, der ich nachhänge. Ich würde mit keiner alten Liebe wieder zusammen kommen wollen. Ich hab wirklich drüber nachgedacht... da gibt es überhaupt niemanden.

Es geht hier um meinen Ex. Ich habe hier schon mal über ihn geschrieben: er war meine Liebe auf den ersten Blick. Ich glaube, ich war auch seine.

Das ist jetzt etwa 20 Jahre her.

Ich habe neulich mit einer Cousine von mir telefoniert, die ein Restaurant hat und sie erzählte mir, dass dieser Ex bei ihr mal essen war - ganz zufällig. Sie hätten etwa eine Dreiviertelstunde miteinander geredet und da ging es fast ausschließlich um mich. Er erzählte ihr, dass er nie eine andere Frau geliebt hat, auch seine aktuelle nicht, mit der er Kinder hat. Und schwelgte in Erinnerungen. Ich habe dieses Gespräch aber auf ein anderes Mal verschoben, ich weiß nicht exakt, was sie geredet haben, ich möchte das nicht per Telefon, sondern lieber, wenn wir uns gegenüber sitzen (also mit meiner Cousine).

Damals schon, als ich ihn verließ, hatte er lange keine Freundin. Er erzählte jedem, wenn er heiratet, dann nur mich.

Bis er eine schwängerte... und sie, das muss man ihm zugute halten, dann geheiratet hat. Damals hat mich seine Cousine angerufen und mir von der bevorstehenden Hochzeit erzählt und wollte dass ich interveniere (die haben mich alle super gern gehabt). Aber das wollte ich nicht. Ich war nicht glücklich mit ihm, er war furchtbar eifersüchtig.

Vor einiger Zeit erzählte mir auch mein Schwager, dass er ihn getroffen hat und erzählte mir ähnliches.

Und beide (Schwager und Cousine) sagten mir, weil ich eben nicht verstand, wieso er mir noch nach so langer Zeit nachhängt, dass doch jeder eine Liebe hat, der er nachhängt. Ich habe das aber nicht.

Ich habe dann alte Fotos rausgekramt und fand ein paar mit diesem Ex, wo ich unfassbar glücklich aussehe. Mir ist dann bewusst geworden, dass ich nie wieder so unbeschwert und von ganzem Herzen geliebt habe. Hat mich ziemlich nachdenklich gemacht. Aber er hat einfach meine Liebe zu ihm im Keim erstickt. Vor lauter Angst mich zu verlieren, hat er mich vertrieben.

Es tut mir auch irgendwie leid, dass er offenbar so unglücklich ist, dass ich ihm noch immer im Kopf herumgeistere. Weil nur das kann der Grund sein. Hätte er eine neue Liebe gefunden, wäre ich vielleicht längst vergessen.

Schmeichelt mir aber irgendwie, auf der anderen Seite erschreckt es mich auch. Manchmal denke ich mir, ich sollte ihn kontaktieren und ihm zeigen, dass ich nicht mehr die bin von damals und ihn das vielleicht abschreckt, weil er idealisiert mich vielleicht einfach nur, was aber, wenn es ihm sogar besser gefällt, wie ich heute bin... Auf der anderen Seite sollte es mir egal sein.

Ich sagte meiner Cousine jedenfalls, dass man die Vergangenheit ruhen lassen sollte.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#4
Hallo Peachy, nein so ist es bei mir nicht, ich möchte auch niemanden zurück,
es gab bei mir, wie bei dir auch nur dieses Gefühl von glücklich und unbeschwert wie bei dir.
Der Mann paßte auch nicht zu mir und es war auch nur eine kurze Romanze bei mir,
aber bei ihm war ich irgendwie so leicht und sorglos.
Mir fallen sonderbarerweise immer wieder so kleine Scenen
ein, was wir miteinander machten.
Auf jeden Fall hat mir diese kurze Liasion ein Stück Welt geöffnet,
die ich vorher nicht kannte und ich bin sehr dankbar dafür.
Ich glaube, so wie deinem damaliegen Freund ging es meinem ersten Ehemann.
Wir waren insgesamt 18 Jahre zusammen,
er war meine erste Beziehung und wir haben zwei Töchter miteinander,
darum gibt es wenigstens daher noch eine vage Verbindung.
Er ist äußerlich ein sehr extrovertierter Mann, der viel bewegt hat im Leben,
aber auf eine wirkliche Beziehung hat er sich nie wieder eingelassen.
Bei einem Gespräch damals, über Unterhaltszahlungen,
hatte er mir von seiner derzeitigen Freundin erzählt,
die er nach unserer Trennung kennengelernt hatte,
er erzählte mir zu meiner großen Verwunderung über sexuelle Details.
Und wie anstrengend sie wäre.
Er hatte danach noch eine kurze Geschichte,
seit dem ist er solo.
Wir haben gemeinsam zuvor nie über Sex gesprochen,
auch sonst niemals über Gefühle oder Intimitäten.
Ich hatte es zwar versucht, aber wußte damals auch nicht wie.
Er hat mir in diesem Gespräch auch gesagt,
wie sehr er meinen Umgang mit unseren Kindern bewundert hat.
Er war von seiner Mutter und seiner Tante aufgezogen worden
Die Mutter hatte gegen den Vater jahrelang prozessiert.
Ach das sind wirklich alles sehr alte Geschichten,
aber ich habe auch irgendwie so ein Bedauern und es ist auch heute noch
kein schönes Gefühl ihn so nachhaltig unglücklich gemacht zu haben.
Aber ich war es, in den meisten Jahren, meiner nach außen so perfekten Ehe.
Wir wachsen halt durch Beziehungen.
ich habe in jeder Begegnung etwas Neues von mir gelernt.
in meiner jetztigen Beziehung gibt es sehr viel Tiefe und Leidenschaft,
das ist Streckenweise zutiefst erfüllend und beglückend.
Aber wir fallen auch beide immer mal wieder raus.
wegen Winzigkeiten ist da plötzlich ein Loch und Stille.
Sehr sonderbar.
Aber es gibt auch heute noch viel zu lernen und zu wachsen....
 
Dabei
27 Feb 2013
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#5
kein schönes Gefühl ihn so nachhaltig unglücklich gemacht zu haben.
Ich denke, das ist es vielleicht bei mir, was mich so beschäftigt.

Meine erste Reaktion war "die arme Frau, wie schlimm muss das sein, zu wissen oder zu ahnen, dass der Mann eine andere liebt". Ich hab mich gleich mit ihr solidarisiert. Und da kam die Antwort meiner Cousine. Ähnlich hab ich wohl auch damals bei meinem Schwager reagiert, da antwortete er das Gleiche.

Es ist ja auch okay, wenn man sich an schöne Momente erinnert, wie du von deiner unbeschwerten Romanze schilderst - aber offensichtlich trauert mir mein Ex nach so langer Zeit noch immer richtig nach. Meinem Schwager (den trifft er hin und wieder, weil sie in der selben Branche arbeiten) sagte er mehrmals, dass er es bitter bereut, wie er zu mir war.

Ich finde es auch irgendwie merkwürdig, wie er sich bei meiner Familie ausjammert.

Was erwartet er sich dadurch?

Ich hab mir dann überlegt, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich ihn geheiratet hätte (das wollte er) - Fazit: ich bin froh, dass es nicht so gekommen ist und ich heute mein jetziges Leben habe. Ich kann mich erinnern, dass ich, als das Thema Heiraten aufkam, Alpträume hatte :lol:

Er hat mir direkt keinen Antrag gemacht, aber wenn ihn andere angesprochen haben gemeint, dass es in einem Jahr sicher soweit sein wird. Ich hab innerlich immer gedacht, frag mich du mal^^. Ich wollte nie heiraten. Und schon gar nicht, wenn es nicht passt.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#6
Wie seht ihr das, habt ihr die auch?
Rate mal ;-)

Nein, im Ernst... ich lasse das Aktuelle mal außen vor.
Im Normalfall gibt es ja immer einen Grund, warum es auseinander ging.
Schwierig finde ich, wenn keine von beiden wirklich eine Trennung wollte, aber die Umstände es nötig machen.

Long Story short:
Gerade kennengelernt, sie musste weg wegen ihrer Ausbildung und ich wegen meines Studiums.
Blöder Zeitpunkt, aber wenn man frisch verliebt ist, schiebt man solche Tatsachen gerne weit weg.

Es ist kein wirkliches "hinterher trauern" , aber man erwischt sich oft bei dem Gedanken "Was wäre wenn..."

Ich höre jetzt noch Bekannte sagen "Was ist denn mit einer Fernbeziehung?"
Aber sind wir mal ehrlich, dazu muss eine Beziehung schon ein wenig gereift sein um der Distanz zu trotzen.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#7
Hi Izzy,

ich meinte nicht "was wäre wenn".... Ich war mit dem Mann 1,5 Jahre zusammen - es war also kein falscher Zeitpunkt und kein Umstand, der eine Trennung nötig machte.

Das "was wäre wenn" hab ich schon auch manchmal. Am falschen Ort kennengelernt, weil man weiterziehen musste, oder man die Situation nicht nützte.... Aber da idealisiert man ja in diesem Falle nur diese Person und malt sich etwas aus, was hätte sein können, ohne zu wissen, was das für ein Mensch ist.

Ich frage mich ja auch, wieso Menschen (ich schreibe absichtlich nicht Männer oder Frauen), wenn sie jemanden wirklich lieben, so gemein und herrscherisch sind. Ich versteh da die Logik überhaupt nicht. Man kann ja niemanden zwingen, bei einem bleiben, indem man ihn kleinhält.

Wieso kappieren es manche nicht, dass die Chance am höchsten ist, dass der Partner bleibt, wenn man liebe- und respektvoll zu dieser Person ist, sie fördert, unterstützt und einfach kurz gesagt will, dass sie glücklich ist.

Und dann leiden sie, weil sie es verbockt haben. Unverständlich für mich.
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#8
ich meinte nicht "was wäre wenn"
Okay, dann habe ich es wohl nur falsch verstanden.

Aber da idealisiert man ja in diesem Falle nur diese Person und malt sich etwas aus, was hätte sein können, ohne zu wissen, was das für ein Mensch ist.
Natürlich, so ist es immer bei diesen "Was wäre wenn"-Gedanken.
Was denkt immer in eine positive Richtung, obwohl es keinen Grund gibt. Schließlich könnte bei "Was wäre wenn" auch Schlimmeres bei rum kommen.
Wissen kann man es nie...

Wieso kappieren es manche nicht, dass die Chance am höchsten ist, dass der Partner bleibt, wenn man liebe- und respektvoll zu dieser Person ist, sie fördert, unterstützt und einfach kurz gesagt will, dass sie glücklich ist.
Prinzipiell hast du natürlich Recht. In der Realität gestaltet es nur leider nie so einfach.
Das Problem ist, dass es zwei Individuen sind mit unterschiedlichen Vorstellungen sind und wie in jeder Beziehung herrscht eine Informations-Asymetrie.
Sprich:
-Was für den einen Liebevoll ist, ist für den Anderen schon erdrückend.
-Der eine denkt es ist Respektvoll, der Andere denkt "Er gibt mir keinen Gegenwind".
-usw...

Dabei geht es nicht darum, dass sie glücklich ist und daher bleibt, sondern das beide Parteien glücklich sind. Daher ist es auch so schwierig.
Je unterschiedlicher die Ansichten der jeweiligen Partei ist, desto besser muss man an der "Informationsasymetrie" arbeiten.
Kurz gesagt; Miteinander ehrlich und offen reden, Kompromisse finden und an sich arbeiten.
Aber schon dort kommt das nächste Problem. Wie gesagt, individuelle Persönlichkeiten... der Eine ist kompromissbereiter als der Andere... der eine kann mit Kritik besser umgehen als der Andere.
Der Eine kann besser an sich arbeiten, als der Andere... usw...
 
Dabei
5 Jun 2015
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#9
Dabei geht es nicht darum, dass sie glücklich ist und daher bleibt, sondern das beide Parteien glücklich sind. Daher ist es auch so schwierig.
Je unterschiedlicher die Ansichten der jeweiligen Partei ist, desto besser muss man an der "Informationsasymetrie" arbeiten.
Kurz gesagt; Miteinander ehrlich und offen reden, Kompromisse finden und an sich arbeiten.
Aber schon dort kommt das nächste Problem. Wie gesagt, individuelle Persönlichkeiten... der Eine ist kompromissbereiter als der Andere... der eine kann mit Kritik besser umgehen als der Andere.
Der Eine kann besser an sich arbeiten, als der Andere... usw...
das hast du schön geschrieben Izzy
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#10
Naja, "Jeder" ... Ich denke die Wahrscheinlichkeit wächst, je älter man ist bzw je mehr verflossene Lieben man hat. Und dann ist es natürlich ganz individuell was das damit verbundene Gefühl und die Konsequenz daraus zB für künftige Lieben ist.

Ich habe einen Ex, da finde ich es schon schade, dass er als Mensch nicht mehr in meinem Leben ist. Das wäre er wohl noch, wenn wir damals nicht eine Beziehung begonnen hätten, sondern es bei einer Freundschaft belassen hätten. Nach der Beziehung konnten wir/ ich nicht mehr zu einer Freundschaft zurück. Beendet hat er die Beziehung, weil es auf lange Sicht eine Fernbeziehung bleiben musste und er damit nicht klarkam. Wahrscheinlich denke ich deswegen noch manchmal mit einer gewissen Traurigkeit daran zurück, weil das ein Trennungsgrund war, der mit der Art unserer Beziehungsführung und mit mir als Mensch nichts zu tun hatte.

Das hat für mich aber keinen Einfluss auf spätere Beziehungen gehabt.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#11
Ja, ich finde es auch schön geschrieben Izzy.

Wir waren damals beide noch sehr jung, aber ich habe diese Beziehung einmal unterbrochen und ihm auch gesagt, wies mir geht - er hatte keinen Grund die Sache zu beenden, klar, er hatte auch nichts zu beanstanden, ihm gings super gut mit mir. Aber mir gings nicht gut und ich sagte ihm auch die Gründe. Nach einer kurzen Trennung wollte er es nochmal versuchen und ich kann mich an seine Worte erinnern "Jetzt werde ich der Freund sein, den du dir wünschst". Ging vielleicht zwei Monate gut und dann verfiel er wieder in sein altes Muster.

Ich denke auch, dass er jetzt nach 20 Jahren, sollten wir es nochmal versuchen wollen (schließe ich aus, ich mein das theoretisch), wieder in das gleiche Muster fallen würde.

Twin, weil du geschrieben hast, er hat das damals beendet - vermutlich "trauert" (du weißt, wie ich das meine) nur der Verlassene. Der, der geht, will ja nicht mehr und hat die Schnauze voll.

Was aber jetzt deinen Fall betrifft (macht mich auch ein bisschen traurig) - das ist dann noch bitterer, wenn es eigentlich zwischen euch gepasst hat und nur ein äußerer Grund euch auseinander gebracht hat. Das kann ich sogar ein bisschen nachvollziehen, weil ich ähnliches erlebt habe - da knabbert man schon länger dran.

Aber das, was mein Ex liefert, finde ich ziemlich schlimm. Eine Ehe mit einer Frau zu führen, die er nicht liebt und unsere Beziehung nie verarbeitet zu haben. Gesund ist das nicht. Da denk ich mir, lieber nicht in Kontakt treten, weil wer weiß, was das auslösen würde.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#12
Twin, weil du geschrieben hast, er hat das damals beendet - vermutlich "trauert" (du weißt, wie ich das meine) nur der Verlassene. Der, der geht, will ja nicht mehr und hat die Schnauze voll.

Was aber jetzt deinen Fall betrifft (macht mich auch ein bisschen traurig) - das ist dann noch bitterer, wenn es eigentlich zwischen euch gepasst hat und nur ein äußerer Grund euch auseinander gebracht hat. Das kann ich sogar ein bisschen nachvollziehen, weil ich ähnliches erlebt habe - da knabbert man schon länger dran.
Ich glaub gar nicht mal, dass auf lange Sicht in jedem Fall nur der Verlassene trauert. Auch Verlassende könnten später auf die Idee kommen, das zu bereuen. Und in meinem Beispiel hat der Verlassende, obwohl er es nicht bereut hat (sonst hätte er die Entscheidung rückgängig gemacht) garantiert mindestens so stark getrauert wie ich, auch wenn das unlogisch wirkt. So (unlogisch) wirkte die ganze Trennung auf mich: jemanden verlassen, weil man ihn nicht oft genug sieht, um ihn danach überhaupt nicht mehr zu sehen - kann ich mir für mich nicht vorstellen. Er war aber absolut kein Wirrkopf, sondern er hat diese Entscheidung ganz bewusst getroffen, für ihn war das tatsächlich logisch.

Was war dein ähnliches Erlebnis bzw was war da der Trennungsgrund?
 
Dabei
2 Mrz 2015
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#13
Nach einer kurzen Trennung wollte er es nochmal versuchen und ich kann mich an seine Worte erinnern "Jetzt werde ich der Freund sein, den du dir wünschst". Ging vielleicht zwei Monate gut und dann verfiel er wieder in sein altes Muster.
Es ist ein Unterschied, ob man etwas ändern möchte weil man es selbst will oder weil man es der Partnerin zuliebe macht.
Zweiteres ist natürlich besonders schwierig nicht in alte Muster zu verfallen.

Aber das, was mein Ex liefert, finde ich ziemlich schlimm. Eine Ehe mit einer Frau zu führen, die er nicht liebt und unsere Beziehung nie verarbeitet zu haben. Gesund ist das nicht.
Ich glaube, dass solche Ehen bzw. Beziehung keine Seltenheit sind.
Aus Angst vorm Alleinsein, Pflichtgefühl ggü. dem Kind oder schlicht und einfach "weil man nichts besseres findet" werden Beziehungen geführt.

Da denk ich mir, lieber nicht in Kontakt treten, weil wer weiß, was das auslösen würde.
Ich glaube auch nicht, dass es direkt um dich geht.
Das ist immer eine Sache des Blickwinkels.
Redet er so, weil er die Beziehung mit dir so toll fand oder weil er mit seiner jetzigen Beziehung einfach nur nicht glücklich ist und eine vergangene Beziehung idealisiert !?
Meiner Meinung nach existiert da immer ein Zusammenhang; Je unglücklicher man in der jetzigen Beziehung ist, desto mehr idealisiert man die vergangenen Beziehungen.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#14
Vielleicht hat ihn die sich wiederholende Sehnsucht mehr mitgenommen als eine Trennung. Dich immer wieder sehen, um dann wieder unter der starken Sehnsucht zu leiden, weil ihr euch nicht immer sehen könnt, war für ihn vielleicht unerträglich. Da hat er lieber einen sauberen Cut gemacht und einmal richtig doll gelitten, um dann wieder offen zu sein für wen neuen. Also lieber einmal richtig leiden statt ständig immer wieder.

Naja bei mir war es nur ähnlich. Ich habe mich auf einen Mann eingelassen, als ich keine Beziehung wollte (da war ich noch recht verstört von der letzten), wo es von vornherein klar war, dass das nur auf Zeit war. Nur deswegen habe ich mich auch auf ihn eingelassen, weil ich so nicht Gefahr lief, dass er mehr von mir wollte.

Wir verstanden uns dann aber so gut, dass es, als der Zeitpunkt kam, richtig weh tat. Also wir trennten uns auch nicht, weil es nicht mehr gepasst hat, sondern wegen der Umstände.

Aber anders als bei dir war mir das von Anfang an bewusst und ich habe es kommen sehen.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#15
Ich glaube, dass solche Ehen bzw. Beziehung keine Seltenheit sind.
Aus Angst vorm Alleinsein, Pflichtgefühl ggü. dem Kind oder schlicht und einfach "weil man nichts besseres findet" werden Beziehungen geführt.
Ja diesen Eindruck habe ich auch. Da schüttelt es mich gleich durch. Sowas kam für mich nie in Frage.

Ich glaube auch nicht, dass es direkt um dich geht.
Das ist immer eine Sache des Blickwinkels.
Redet er so, weil er die Beziehung mit dir so toll fand oder weil er mit seiner jetzigen Beziehung einfach nur nicht glücklich ist und eine vergangene Beziehung idealisiert !?
Meiner Meinung nach existiert da immer ein Zusammenhang; Je unglücklicher man in der jetzigen Beziehung ist, desto mehr idealisiert man die vergangenen Beziehungen.
Ich nehme an, weil er die Beziehung mit mir so toll fand. Er hat, als ich mich trennte, sehr gelitten. Wie oben erwähnt, ewig lang (zwei Jahre oder mehr?) keine Freundin gehabt. Er ist aber ein super hübscher Kerl gewesen.

Ich denke, dass er mich aber auch wegen seiner offensichtlich unglücklichen Ehe idealisiert.

Dass er mir nachtrauert, weiß ich schon lange. Schon vor mehreren Jahren hat mir mein Schwager schon erzählt. Ich wusste zwar, dass ihm die Trennung schwer fiel, aber hab den Worten meines Schwagers keine große Gewichtung gegeben. Aber jetzt, wo ich das auch von meiner Cousine gehört hab, nehm ich das schon ernster.

Ich denke, es ist eine Kombination von seiner Liebe zu mir und unserer Beziehung und seinem Unglück.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#16
Vielleicht hat ihn die sich wiederholende Sehnsucht mehr mitgenommen als eine Trennung. Dich immer wieder sehen, um dann wieder unter der starken Sehnsucht zu leiden, weil ihr euch nicht immer sehen könnt, war für ihn vielleicht unerträglich. Da hat er lieber einen sauberen Cut gemacht und einmal richtig doll gelitten, um dann wieder offen zu sein für wen neuen. Also lieber einmal richtig leiden statt ständig immer wieder.
Ja ich denke genau so hat er das gesehen.

Wir verstanden uns dann aber so gut, dass es, als der Zeitpunkt kam, richtig weh tat. Also wir trennten uns auch nicht, weil es nicht mehr gepasst hat, sondern wegen der Umstände.
Was waren das denn für Umstände? Ich kann mir für mich keine Beziehung auf eine bestimmte Zeit vorstellen - also zB wenn ich 1/2 Jahr im Ausland arbeite dann für ein halbes Jahr. Ich würde von Anfang an davon ausgehen, dann eben später eine Fernbeziehung zu versuchen (oder auf längere Sicht im gleichen Land zu leben, wenn das Jobtechnisch hinhaut).

Aber anders als bei dir war mir das von Anfang an bewusst und ich habe es kommen sehen.
Mir war das auch von Anfang an bewusst. Er war da von Anfang an recht klar. Ich bin der Typ der bei sowas das Risiko immer bewusst eingeht und es nicht lässt, auch wenn ich es von Anfang an für wahrscheinlich halte dass sich das Risiko verwirklichen wird. Es hätte ja auch anders kommen können, und in jedem Fall war diese Zeit ein "Gewinn" für mich.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#17
Ich kann mir für mich keine Beziehung auf eine bestimmte Zeit vorstellen
Ich mir auch nicht. Ich hatte und wollte ja auch keine Beziehung mit ihm, ich würde es anfänglich als rein sexuelles Vergnügen bezeichnen, dass sich zu einer Freundschaft Plus entwickelt hat. Ich hatte nie vor, eine Beziehung mit ihm einzugehen.

Die Umstände waren ähnlich wie bei dir, er ging wegen einem Job ins Ausland.

Die Zeit bereue ich auch nicht und alles ist gut wie es ist - nur war die Zeit unerwartet schön und als sie vorbei war, etwas schmerzhaft, obwohl ich es ja gar nicht anders erwartet habe.

Und es waren sicherlich auch nicht so große Gefühle wie bei dir im Spiel. Wie lange wart ihr denn ein Paar?

Aber ich kann es dennoch ein wenig nachempfinden.

Mir war das auch von Anfang an bewusst.
Dann bist du ja doch eine Beziehung auf eine bestimmte Zeit eingegangen. Wenn man es genau nimmt... oder? Es hätte zwar anders kommen können, aber eben auch nicht. War bei euch klar, dass er ins Ausland gehen wird?
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#18
Wir waren knapp 3 Jahre ein Paar. Wir haben zuvor und während dieser Beziehung sehr intensiv kommuniziert. Da das auch nicht als Beziehung geplant war sondern eine Art Freundschaft (ohne Plus), hatten wir eine Kommunikation miteinander und Kenntnisse übereinander, die bei einem potenziellen Paar eher unüblich ist/ sind.
 
Dabei
2 Sep 2016
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#19
Hm, es ist doch immer eine "Was-wäre-wenn-Frage" impliziert? Sonst wäre es schlicht keine verflossene Liebe.
Meine Erfahrung damit ist, dass ich mich in das (klar subjektive) Potential eines Menschen verliebt habe und nach der Trennung diesem Menschen in der Form, wie er meiner Meinung nach hätte sein können, nachgetrauert habe.
Insofern war ich froh, dass die Beziehung zum Menschen, wie er im Hier und Jetzt war, zu Ende war, habe aber den Möglichkeiten nachgetrauert, wenn gewisse Umstände anders gewesen wären. Da ist doch immer ein was wäre wenn?

Mich interessiert, wie Du, Peachy, es 1.5 Jahre lang mit einem sehr eifersüchtigen Menschen hast aushalten können?
Erst kürzlich habe ich eine ziemlich aufwühlende Erfahrung gemacht, bei der ich schlussendlich meinem Bauchgefühl gefolgt bin und Schluss gemacht habe, wobei mein Kopf doch noch ein paar mal fragt "Hast du wohl die richtige Entscheidung getroffen?"

Wir lernten uns kennen und es lief sehr gut, wir hatten sehr ähnliche Ansichtsweisen, was Beziehungen anging, wie ich meinte. Er schrieb oft und wollte viel mit mir machen, was mir in meiner letzten Beziehung eher gefehlt hat. Jedoch habe ich innerhalb kürzester Zeit eine regelrechte Abneigung gegen ihn entwickelt, weil er so sehr gestresst hat mit allem und ein extremer Sturkopf war.
Pläne aller Art schmieden, Zusammenziehen etc., wobei wir uns erst seit ca. 3 Monaten kannten. Er war auch ständig am motzen bei mir, meine Wohnung sei doof, die Böden knarren, der Hund schnarcht zu laut, die Matratze ist zu weich, die Kissen zu hart. Er hatte Trotz-Anfälle, bei denen er extrem unleidig war ohne Vorwarnung und das in der Kennenlernphase.
Er hat mich psychisch und auch physisch regelrecht erdrückt, an einem gewissen Punkt hatte ich das Gefühl, dass ich nicht mehr atmen konnte um ihn rum.
Meinen Freiraum hat er mir auch nach wiederholtem kommunizieren überhaupt nicht gelassen, eher noch mehr geklammert. Er wollte ganz klar der Chef sein, aber nicht, weil er so selbstsicher war, sondern eher, weil er extrem unsicher war und unbedingt jemanden an seiner Seite gebraucht hat, der ihn konstant bestätigt. So gern ich ihn am Anfang hatte und so glücklich und dankbar ich auch war, dass er sich so viel Mühe um mich gemacht hat, mir sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt hat, so sehr konnte ich ihn nichtmal mehr anschauen, geschweige denn umarmen oder küssen am Schluss.
War einfach nur heilfroh, als ich es beendet habe.
Mein Bauch sagt mir ganz klar immer ein deutliches "Nein!", wenn ich an ihn denke und trotzdem passiert es manchmal, dass mein Kopf sich fragt, ob ich einfach nur undankbar bin und eine an und für sich sichere Zukunft einfach nur wegen meiner freiheitsliebenden Art aufgegeben habe. Doof, aber es ist so. Ist das auch schon einer verflossenen Liebe nachtrauern?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#20
Wir waren knapp 3 Jahre ein Paar. Wir haben zuvor und während dieser Beziehung sehr intensiv kommuniziert. Da das auch nicht als Beziehung geplant war sondern eine Art Freundschaft (ohne Plus), hatten wir eine Kommunikation miteinander und Kenntnisse übereinander, die bei einem potenziellen Paar eher unüblich ist/ sind.
Hach Twin, da zieht es mir das Herz zusammen.

Wie lange ist das her?
 
Dabei
27 Feb 2013
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#21
Meine Erfahrung damit ist, dass ich mich in das (klar subjektive) Potential eines Menschen verliebt habe und nach der Trennung diesem Menschen in der Form, wie er meiner Meinung nach hätte sein können, nachgetrauert habe.
Insofern war ich froh, dass die Beziehung zum Menschen, wie er im Hier und Jetzt war, zu Ende war, habe aber den Möglichkeiten nachgetrauert, wenn gewisse Umstände anders gewesen wären. Da ist doch immer ein was wäre wenn?
Da ist was dran!

Mich interessiert, wie Du, Peachy, es 1.5 Jahre lang mit einem sehr eifersüchtigen Menschen hast aushalten können?
Es war meine erste richtige Beziehung. Und er war ja nicht von Anfang an so. Das erste halbe Jahr war richtig toll und nach und nach wurde es immer einengender.

Man darf nicht vergessen - früher gabs kein Internet, wo man sich Ratschläge holen konnte oder lesen, wie das bei anderen ist. Ich hoffte natürlich auch, dass sich das bessert.



Erst kürzlich habe ich eine ziemlich aufwühlende Erfahrung gemacht, bei der ich schlussendlich meinem Bauchgefühl gefolgt bin und Schluss gemacht habe, wobei mein Kopf doch noch ein paar mal fragt "Hast du wohl die richtige Entscheidung getroffen?"

Wir lernten uns kennen und es lief sehr gut, wir hatten sehr ähnliche Ansichtsweisen, was Beziehungen anging, wie ich meinte. Er schrieb oft und wollte viel mit mir machen, was mir in meiner letzten Beziehung eher gefehlt hat. Jedoch habe ich innerhalb kürzester Zeit eine regelrechte Abneigung gegen ihn entwickelt, weil er so sehr gestresst hat mit allem und ein extremer Sturkopf war.
Pläne aller Art schmieden, Zusammenziehen etc., wobei wir uns erst seit ca. 3 Monaten kannten. Er war auch ständig am motzen bei mir, meine Wohnung sei doof, die Böden knarren, der Hund schnarcht zu laut, die Matratze ist zu weich, die Kissen zu hart. Er hatte Trotz-Anfälle, bei denen er extrem unleidig war ohne Vorwarnung und das in der Kennenlernphase.
Er hat mich psychisch und auch physisch regelrecht erdrückt, an einem gewissen Punkt hatte ich das Gefühl, dass ich nicht mehr atmen konnte um ihn rum.
Meinen Freiraum hat er mir auch nach wiederholtem kommunizieren überhaupt nicht gelassen, eher noch mehr geklammert. Er wollte ganz klar der Chef sein, aber nicht, weil er so selbstsicher war, sondern eher, weil er extrem unsicher war und unbedingt jemanden an seiner Seite gebraucht hat, der ihn konstant bestätigt. So gern ich ihn am Anfang hatte und so glücklich und dankbar ich auch war, dass er sich so viel Mühe um mich gemacht hat, mir sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt hat, so sehr konnte ich ihn nichtmal mehr anschauen, geschweige denn umarmen oder küssen am Schluss.
War einfach nur heilfroh, als ich es beendet habe.
Mein Bauch sagt mir ganz klar immer ein deutliches "Nein!", wenn ich an ihn denke und trotzdem passiert es manchmal, dass mein Kopf sich fragt, ob ich einfach nur undankbar bin und eine an und für sich sichere Zukunft einfach nur wegen meiner freiheitsliebenden Art aufgegeben habe. Doof, aber es ist so. Ist das auch schon einer verflossenen Liebe nachtrauern?
Ich weiß nicht. Ich würde sagen, du hast sie noch nicht verarbeitet, weil sie erst kürzlich war. Und noch nichts besseres nachgekommen ist. Ich denke, es ist nach so kurzer Zeit irgendwie normal, darüber nachzudenken, wie es hätte sein können oder ob die Entscheidung richtig war. Heute würde ich meinen, wenn ich mich wohler ohne ihn fühle, dann ist es Zeit zu gehen.

Eine Weile nachtrauern ist ja auch total im grünen Bereich - aber 20 Jahre lang?
 
Dabei
2 Sep 2016
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#23
Also ab 6 Monaten hast Du angefangen, es zu bemerken...wurdest Du denn nie unleidig, ihm gegenüber, weil Du Dich eingeengt gefühlt hast? Warst Du nie innerlich so richtig sauer, dass er quasi die Frechheit besass, solchen Dir unverständlichen Anspruch an Dich zu stellen? Oder gehst Du das immer eher ruhig und geordnet an?

Ja, naja, 20 Jahre ist schon eher sehr lang. Und dass er davon spricht, keine ausser Dir geliebt zu haben, ist schon recht krass...

Twi-n-light, wenn ich mir solche Fragen stelle, weckt das eher meine Fantasie ein wenig, die Fragen muss ich nicht unbedingt beantwortet haben. Wohl überlege ich mir solche Dinge in den Phasen, in denen mein Liebesleben eher "langweilig" verläuft. Ist für mich, wie ein Buch lesen und da ist dann auch ein wenig Überdramatisierung mit dabei. Da bin ich dann gegenteilig zu Dir überhaupt nicht pragmatisch.
 
Dabei
27 Feb 2013
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#24
Also ab 6 Monaten hast Du angefangen, es zu bemerken...wurdest Du denn nie unleidig, ihm gegenüber, weil Du Dich eingeengt gefühlt hast? Warst Du nie innerlich so richtig sauer, dass er quasi die Frechheit besass, solchen Dir unverständlichen Anspruch an Dich zu stellen? Oder gehst Du das immer eher ruhig und geordnet an?
Puh, du fragst mich Dinge, das ist schon so lange her. Ich denke, da er meine erste richtige Beziehung war, meine große Liebe auf den ersten Blick, wusste ich es irgendwie nicht besser und dachte wahrscheinlich, dass das normal ist? Dass man in einer Beziehung eben Dinge "nicht darf"? Ich seine Eifersucht anfangs vielleicht als eine Art Liebeszeichen sah? Ich kann mich noch erinnern, wie mir unser erster Streit nahe ging. Wie er mir dann zunehmend auf die Nerven ging und ich plötzlich mit der Zeit anfing, einer vorherigen Liebe nachzutrauern. Mich zu fragen, ob ich das mein ganzes Leben so haben will. Ich wurde einfach zunehmend enttäuschter. Ich kann mich erinnern, dass ich es ihm immer wieder sagte, dass er mich kränkt. Aber so genau weiß ich das irgendwie nicht mehr. Irgendwann fing er an, mich runterzumachen, weil er nicht klar kam damit, dass ich mehr Schulbildung hatte wie er, mehr Sprachen sprach... Ich weiß es nicht. Irgendwann freute ich mich nicht mehr auf ihn. Wenn ich so nachdenke, ist das echt schade - weil ich ihn unglaublich geliebt habe vorher.

Ja, naja, 20 Jahre ist schon eher sehr lang. Und dass er davon spricht, keine ausser Dir geliebt zu haben, ist schon recht krass...
Finde ich auch! Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich hab schon öfter geliebt im Leben - nicht nur einmal. Und freue mich auf mein nächstes Verliebtsein (kanns kaum erwarten, wann es wieder einschlägt hihi).

Ich mein, irgendwie schmeichelts mir auch. Ich bin so hin und her gerissen. Einerseits ist das irgendwie abnormal, andererseits schön zu hören, dass man noch immer die Nr. 1 ist :lol:

Twi-n-light, wenn ich mir solche Fragen stelle, weckt das eher meine Fantasie ein wenig, die Fragen muss ich nicht unbedingt beantwortet haben. Wohl überlege ich mir solche Dinge in den Phasen, in denen mein Liebesleben eher "langweilig" verläuft. Ist für mich, wie ein Buch lesen und da ist dann auch ein wenig Überdramatisierung mit dabei. Da bin ich dann gegenteilig zu Dir überhaupt nicht pragmatisch.
Ich finde, manchmal helfen einem diese "Was wäre wenn"-Fragen festzustellen, wo man aktuell steht.
 
Dabei
17 Jan 2016
Beiträge
573
#25
...wo ich unfassbar glücklich aussehe... ...dass ich nie wieder so unbeschwert und von ganzem Herzen geliebt habe...
...Ich hab mir dann überlegt, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich ihn geheiratet hätte...
Da beantwortest du dir die Frage doch selbst... ER ist deine verflossene Liebe. Diese Zeilen lesen sich wie: Ach, wie schön hätte es doch werden können, wenn - ja wenn nur nicht seine Eifersucht gewesen wäre... Die verflossene Liebe muss man nämlich nicht unbedingt zurück wollen, finde ich.

Deine Zeilen sagen mir auch, dass du eventuell die Liebe und Zuneigung zu deinen späteren Partnern unbewusst mit eben der Liebe zu IHM verglichen hast - was einer neuen dauerhaften Bindung im Wege stand und steht... Du liebst ihn vielleicht nicht mehr, aber du würdest gerne noch einmal so intensiv lieben wie damals...
 
Dabei
27 Feb 2013
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#26
Hey Sepp, find ich schön, dass du dich beteiligst ;)

Ja, irgendwie ist er wohl wirklich eine verflossene Liebe - aber sind das Ex-en nicht in der Regel alle? Letztlich?

was einer neuen dauerhaften Bindung im Wege stand und steht...
Nein, definitiv nicht. Ich hatte danach sogar längere Beziehungen.

Liebt man denn in der ersten Beziehung nicht immer einmalig unbeschwert und ohne Vorbehalte?

Aber eines kann ich definitiv mit JA beantworten:

du würdest gerne noch einmal so intensiv lieben wie damals...
Und das werd ich wieder, das weiß ich. Darauf freue ich mich auch schon. Hab ich im Gefühl.
 
Dabei
17 Jan 2016
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#27
...aber sind das Ex-en nicht in der Regel alle? Letztlich?
Ich würde sagen nur die, bei denen es FAST perfekt war...


Nein, definitiv nicht. Ich hatte danach sogar längere Beziehungen.
Da definieren wir "dauerhaft" wohl anders. Wie dauerhaft konnten deine Beziehungen denn gewesen sein, wenn du mit erst 44 Jahren schon mehrere hattest..? Meiner Meinung nach können wir hier nicht von "dauerhaft" reden - und letztendlich sind alle gescheitert. Warum? Hat die Liebe nicht gereicht?


Liebt man denn in der ersten Beziehung nicht immer einmalig unbeschwert und ohne Vorbehalte?
Meine erste solche Liebe hatte ich erst mit ende 20. War die dritte oder vierte Beziehung... Die davor waren auch einigermaßen unbeschwert, aber ich habe sie nicht ernst genommen - von Liebe gar nicht zu sprechen...


Und das werd ich wieder, das weiß ich. Darauf freue ich mich auch schon. Hab ich im Gefühl.
Ich würde es dir gönnen - wie eigentlich jedem (auch jedem Proll und Möchtegern, jeder Tussie und Millionärsjägerin - denn gerade das ist es was ihnen so fehlt und warum sie so sind, wie sie sind)... Versteif dich aber nicht darauf und idealisiere es nicht. Es wird nie wieder so wie mit diesem Typen. Es wird auch nicht besser - einfach nur anders. Und wenn es ein Leben lang hält, dann ist es auf alle Fälle besser - und zwar eben deswegen...
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#28
Liebt man denn in der ersten Beziehung nicht immer einmalig unbeschwert und ohne Vorbehalte?
Auch da gibt es keine Regeln. Man kann das auch umdrehen und sagen: Je Beziehungserfahrener man ist, desto besser schaut man hin bei der Partnerwahl und desto gelassener geht man Beziehungen an. Stimmt als Regel natürlich genausowenig :002:
 
Dabei
27 Feb 2013
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#29
Es wird nie wieder so wie mit diesem Typen.
Na das will ich doch hoffen! ;)

Ich habe das Gefühl, du hast mich missverstanden - ich hänge diesem Mann nicht nach.

Meine Anfangsfrage war, ob es tatsächlich so ist, dass jeder irgendeiner alten Liebe nachhängt. Und habe mehrmals geschrieben, dass ich das nicht tue.

Tust du es denn?

Ich hatte nach ihm zwei längere Beziehungen. Mit 44 ist das doch legitim. Ich habe nicht geschrieben "mehrere".
 
Dabei
27 Feb 2013
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#30
Auch da gibt es keine Regeln. Man kann das auch umdrehen und sagen: Je Beziehungserfahrener man ist, desto besser schaut man hin bei der Partnerwahl und desto gelassener geht man Beziehungen an. Stimmt als Regel natürlich genausowenig :002:
Wie Recht du hast, meine Liebe ;)

Ich denke, man ist bei der ersten Liebe meistens noch unverletzt und unerfahren. Deswegen ist es zumindest anfangs so unbeschwert und es gibt keine Wunden, die berührt werden könnten.

Ich finde es schön, das erlebt zu haben. Auch wenn nichts daraus wurde. Sowas passiert nicht oft, dass man jemandem vorgestellt wird und es sofort einschlägt und man weiß, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Voll schön.

Ich denke gern daran zurück - aber zurückhaben möchte ich ihn nicht. Die Zeit zurückdrehen auch nicht.

Nur Gulasch schmeckt aufgewärmt ;)
 

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