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Gast
Liebe Leute,
ich habe ein eher seltsames Problem und hoffe, Ihr könnt mir einen Rat geben.
Vor vielen Jahren, ich war gerade in eine neue Stadt gezogen um zu studieren, hatte ich einen (wie ich dachte) guten freund, der mir dann aber sagte, dass er in mich verliebt wäre.
Ich fand ihn zwar nett, aber mehr war es nicht für mich.
Das sagte ich ihm auch, das erstemal war das noch soweit ok. Da wir aber in einer WG zusammengewohnt haben, war sich aus dem Weg gehen nicht so ohne weiteres möglich.
Die Lage spitzte sich immer mehr zu, je öfter und heftiger er nach einer Zustimmung verlangte: er glaubte nämlich, ich liebe ihn doch heimlich und wollte das nur nicht zugeben.
Vielleicht war das meine Schuld, denn ich war nach wie vor freundlich zu ihm und habe versucht, meine Unbehaglichkeit dabei zu überspielen. Ist halt schwierig mit einem Mitwohner...
Die Folge war, dass ich dann ziemlich kurzfristig auszog, weil er einfach keinen Frieden gab.
Er besuchte mich noch einmal in meinem neuen Studi-Wohnheim und wollte sich "im guten von mir trennen".
Danach begann es aber erst so richtig: Er verfolgte mich und beobachtete das Haus in dem ich wohnte, wie mir von anderen Bewohnern dort mitgeteilt wurde. Diese hatten ziemliche Angst und machten nun mich dafür verantwortlich.
Wann immer ich abends ausging, das war nicht so oft, begegnete mir dieser Typ und glotzte mich waidwund an. Sorry, das ich hier so emotional werde, aber obwohl Jahre her, ist dies immer noch irgendwie ein Trauma für mich.
Angst hatte ich anfangs keine, aber mit der zeit wurde es mir sehr unheimlich. Damals war ich sehr viel mutiger als heute, oder auch unbewußter, wie mans nimmt.
Ich habe mich allerdings total falsch verhalten. Stalkern soll man in der Situation nicht einen Schritt entgegenkommen. Ich habe ihn u.a. einmal in so einer Verfolgungs-Situation gefragt, ob er sich in die Disco zu mir und meinen Bruder (der gerade dabei war) zu gesellen.
Einmal hat ein gemeinsamer Bekannter von uns (im Suff) deshalb vor seiner Tür randaliert und ihn laut und übelst mit Schimpfworten belegt. Und das in meinem Beisein. War schrecklich für mich, aber ich konnte ihn nicht stoppen.
Doch dann zog er um, weil er woanders studieren wollte, kann auch sein, dass er sich selber da raus holen wollte.
Nach drei Monaten Verfolgung war ich nun endlich frei. Von diesem Typ habe ich nie wieder gehört.
Bis vor kurzem. Nun möchte er wieder mit mir Kontakt aufnehmen. Rein freundschaftlich.
Ich glaube, das das damals so eine Art Obsession von ihm war. Da wir eine zeitlang wirklich recht gut befreundet waren, überlege ich, soll ich antworten, oder nicht? Kann man jemandem vertrauen, der einen früher mal verfolgt hat? Ich bin heute sehr glücklich verheiratet, meinem Mann habe ich diese Geschichte noch nicht erzählt: 1. hat er selber kaum alte Geschichten zum aufwärmen, und 2. ist mir das ganze peinlich, vor allem mein Verhalten dabei.
Der einzige Grund, der für einen Brief, oder gar ein Treffen sprechen würde, wäre, diese alte Geschichte in Ordnung zu bringen und vielleicht eine Entschuldigung von ihm zu hören. Das würde mir, selbst nach all den Jahren sehr gut tun.
Was sollte ich also tun, oder was würdet ihr tun in meiner Lage?
Viele Grüße,
Ein ziemlich ratloses Wesen.
ich habe ein eher seltsames Problem und hoffe, Ihr könnt mir einen Rat geben.
Vor vielen Jahren, ich war gerade in eine neue Stadt gezogen um zu studieren, hatte ich einen (wie ich dachte) guten freund, der mir dann aber sagte, dass er in mich verliebt wäre.
Ich fand ihn zwar nett, aber mehr war es nicht für mich.
Das sagte ich ihm auch, das erstemal war das noch soweit ok. Da wir aber in einer WG zusammengewohnt haben, war sich aus dem Weg gehen nicht so ohne weiteres möglich.
Die Lage spitzte sich immer mehr zu, je öfter und heftiger er nach einer Zustimmung verlangte: er glaubte nämlich, ich liebe ihn doch heimlich und wollte das nur nicht zugeben.
Vielleicht war das meine Schuld, denn ich war nach wie vor freundlich zu ihm und habe versucht, meine Unbehaglichkeit dabei zu überspielen. Ist halt schwierig mit einem Mitwohner...
Die Folge war, dass ich dann ziemlich kurzfristig auszog, weil er einfach keinen Frieden gab.
Er besuchte mich noch einmal in meinem neuen Studi-Wohnheim und wollte sich "im guten von mir trennen".
Danach begann es aber erst so richtig: Er verfolgte mich und beobachtete das Haus in dem ich wohnte, wie mir von anderen Bewohnern dort mitgeteilt wurde. Diese hatten ziemliche Angst und machten nun mich dafür verantwortlich.
Wann immer ich abends ausging, das war nicht so oft, begegnete mir dieser Typ und glotzte mich waidwund an. Sorry, das ich hier so emotional werde, aber obwohl Jahre her, ist dies immer noch irgendwie ein Trauma für mich.
Angst hatte ich anfangs keine, aber mit der zeit wurde es mir sehr unheimlich. Damals war ich sehr viel mutiger als heute, oder auch unbewußter, wie mans nimmt.
Ich habe mich allerdings total falsch verhalten. Stalkern soll man in der Situation nicht einen Schritt entgegenkommen. Ich habe ihn u.a. einmal in so einer Verfolgungs-Situation gefragt, ob er sich in die Disco zu mir und meinen Bruder (der gerade dabei war) zu gesellen.
Einmal hat ein gemeinsamer Bekannter von uns (im Suff) deshalb vor seiner Tür randaliert und ihn laut und übelst mit Schimpfworten belegt. Und das in meinem Beisein. War schrecklich für mich, aber ich konnte ihn nicht stoppen.
Doch dann zog er um, weil er woanders studieren wollte, kann auch sein, dass er sich selber da raus holen wollte.
Nach drei Monaten Verfolgung war ich nun endlich frei. Von diesem Typ habe ich nie wieder gehört.
Bis vor kurzem. Nun möchte er wieder mit mir Kontakt aufnehmen. Rein freundschaftlich.
Ich glaube, das das damals so eine Art Obsession von ihm war. Da wir eine zeitlang wirklich recht gut befreundet waren, überlege ich, soll ich antworten, oder nicht? Kann man jemandem vertrauen, der einen früher mal verfolgt hat? Ich bin heute sehr glücklich verheiratet, meinem Mann habe ich diese Geschichte noch nicht erzählt: 1. hat er selber kaum alte Geschichten zum aufwärmen, und 2. ist mir das ganze peinlich, vor allem mein Verhalten dabei.
Der einzige Grund, der für einen Brief, oder gar ein Treffen sprechen würde, wäre, diese alte Geschichte in Ordnung zu bringen und vielleicht eine Entschuldigung von ihm zu hören. Das würde mir, selbst nach all den Jahren sehr gut tun.
Was sollte ich also tun, oder was würdet ihr tun in meiner Lage?
Viele Grüße,
Ein ziemlich ratloses Wesen.