Mein Freund möchte nicht, dass ich bei ihm schlafe

Dabei
21 Jul 2019
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#1
Hallo ihr Lieben,

ich habe lange überlegt, hier einen Beitrag zu schreiben, doch ich weiß langsam nicht mehr was zu tun ist. Ich bin seit 1,5 Jahren mit meinen Freund zusammen. Kurz zu seiner Person: Er ist 29 Jahre alt, wohnt allein und ich bin seine erste längere Beziehung. Vor mir hielt es mit anderen Frauen nur knapp 3 Monate.

Alles läuft an sich wirklich super. Was ich jedoch vermisse ist das gemeinsame Einschlafen und Aufwachen. Das kommt schon mal vor, jedoch relativ selten (vielleicht einmal pro Monat und dann nur am Wochenende). Als ich ihn darauf angesprochen habe, sagte er, dass er einfach lieber alleine schlafe. Ist an sich ja auch okay, aber ich habe den Eindruck, dass er meine Wünsche dabei völlig außer Betracht lässt. Für mich ist es beispielsweise sehr wichtig mit dem Partner einzuschlafen und das auch öfters als einmal im Monat. Gerade nach mehr als einem Jahr Beziehung. Selbst Freunde, die gerade mal 3 Monate zusammen sind, verbringen mehr gemeinsame Nächte miteinander als wir. Wenn ich zB Samstags mal bei ihm bin und wir uns einen schönen Abend machen (auch mal bis 1 Uhr nachts) schmeißt er mich förmlich raus mit der Aussage, dass er jetzt total müde ist und ins Bett möchte oder weil er zocken möchte, bietet mir aber nichtmals an, bei ihm zu bleiben (Normalerweise freut sich der Partner doch, wenn seine bessere Hälfte über Nacht bleibt oder nicht?) Ich fühle mich sehr oft vor dem Kopf gestoßen, weil ich ihn dennoch über alles liebe. Insgesamt fühlt es sich immer so an, als gäbe es eine fixe Uhrzeit, wann unsere gemeinsame Zeit an dem Tag vorbei ist. Dass wir einfach mal so in den Abend reinleben und ich mal spontan bei ihm übernachte, hat es bisher nie gegeben. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob er einfach keine Lust auf mich hat oder ob er vielleicht gar nicht weiß, was in einer Beziehung selbstverständlich ist und was nicht.
Alles andere ist perfekt. Wir sind unterwegs, unternehmen sehr viel und ständig sagt er mir, dass er mich liebt. Er ist aber generell ein Mensch, der die Kontrolle über sich und alles behalten will (er möchte beispielsweise auch nicht, dass ich allein in seiner Wohnung bleibe, wenn er zum Sport geht für eine Stunde. Ich muss dann erst nach Hause fahren, damit er zum Sport gehen kann und dann sehen wir uns ein paar Stunden später wieder (wir wohnen 25km auseinander)Selbst dort wäre es für mich völlig normal, bei ihm zu warten, ihm vielleicht sogar was schönes zu kochen etc. Aber keine Chance!) Dennoch liebe ich ihn wirklich sehr und möchte ihn nicht verlieren, ich möchte lediglich nur, dass er nach und nach etwas daran ändert. Wie soll es werden, wenn wir vielleicht mal zusammen ziehen? Dieses Gespräch steht von ihm aus schon mal gar nicht zur Debatte, auch nicht, wenn Freunde uns darauf ansprechen.
Gibt es hier vielleicht jemanden, der Ähnliches durchmacht? Wie sind eure Erfahrungen und was würdet ihr tun? Ist es möglich, dass er einfach nur keine Erfahrungen mit langjährigen Beziehungen hat, weil sie bei Ihm nie länger als 3 Monate gehalten haben oder liebt er mich womöglich nicht? Vielen Dank für eure Antworten 😘
 
Dabei
27 Mrz 2012
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#2
Was heißt das Gespräch steht gar nicht zur Debatte?
Gut ihr seid erst 1,5 Jahre zusammen, aber ihr nähert euch jetzt den 30 (wie alt bist du?). Die Beziehung muss sich ja auch irgendwohin bewegen... da sie kann noch so "perfekt" sein, ohne ein gemeinsames Ziel wird es langweilig. Gewohnheit okay, Stagnation schlecht! Eine gewisse Weiterentwicklung braucht es immer...
Warum? Weil sich die Erde sich dreht und die Zeit voranschreitet.. das Leben verändert sich unweigerlich!

Habt ihr so etwas bei euch? Wollt ihr irgendwann mal Kinder bekommen? Reisen gehen, Projekte starten... Insofern wird dieses Gespräch unweigerlich irgendwann kommen. Wenn er vollständig abblockt, ist das kein gutes Zeichen. War tut er das? Hast du da schon mal nachgebohrt?

Du bist verliebt und lässt dich deswegen mit einem "ich schlaf gerne alleine" abspeisen? Masturbiert er auch lieber gerne alleine als Sex zu haben? Was ist das für eine Argumentation?
Hey JJ08, wach auf und steh zu dem was du willst und denkst!
 
Dabei
19 Mrz 2008
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#4
Ich bin mir einfach nicht sicher, ob er [...] vielleicht gar nicht weiß, was in einer Beziehung selbstverständlich ist und was nicht.
Niemand muss einem Protokoll folgen.

Für ihn hat das überraschenderweise (aber immerhin) 1 1/2 Jahre mit dir funktioniert. Andere waren wohl weniger leidensfähig.
 
Dabei
6 Mrz 2013
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#5
Selbst Freunde, die gerade mal 3 Monate zusammen sind, verbringen mehr gemeinsame Nächte miteinander als wir.
(Normalerweise freut sich der Partner doch, wenn seine bessere Hälfte über Nacht bleibt oder nicht?)
ob er vielleicht gar nicht weiß, was in einer Beziehung selbstverständlich ist und was nicht.
Vergleiche mit anderen bringen dir hier nichts, und auch wie das die meisten Menschen halten ( was in diesem Sinne "normal" ist), hilft dir da nicht weiter.
ich möchte lediglich nur, dass er nach und nach etwas daran ändert. Wie soll es werden, wenn wir vielleicht mal zusammen ziehen? Dieses Gespräch steht von ihm aus schon mal gar nicht zur Debatte,
Was heißt "lediglich"? Du WILLST dass er da was ändert, er WILL das aber offensichtlich nicht. Es gehört anscheinend zu seiner bevorzugten Lebensform, alleine zu leben und auch viel von seiner Zeit allein zu verbringen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals mit jemandem zusammenziehen will, das passt nicht zu dem wie du ihn beschreibst.

Ich möchte auch alleine leben. Das heißt überhaupt nicht, dass ich meinen Freund nicht liebe. Mit Zusammenleben ist mir das halt zu eng, so ein Nähebedürfnis habe ich offenbar nicht. Natürlich klappt sowas nur, wenn der Partner das zumindest locker akzeptieren kann (auch wenn er vielleicht gerne zusammenleben würde). Von einem Mann, der mit mir eine Familie gründen wollte, habe ich mich getrennt, von einem Mann der zwingend mit mir zusammenziehen möchte, würde ich mich auch trennen, wenn er versuchen würde, mich diesbezüglich unter Druck zu setzen.
Du kannst das bei ihm anscheinend nicht akzeptieren. Das ist absolut in Ordnung, du hast eben ein anderes Nähebedürfnis und vermutlich überhaupt eine andere Vorstellung von "Beziehung" als er. Wenn da so sehr unterschiedliche Bedürfnisse bestehen, dann ist das schwierig. Nach meiner Erfahrung ist so eine Beziehung nicht von Dauer - der eine fühlt sich eingeengt, der andere fühlt sich ungeliebt.
 
Dabei
27 Mrz 2012
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#6
Du WILLST dass er da was ändert, er WILL das aber offensichtlich nicht.
Erstes ja, Letzteres ist nicht bekannt.
Sie wartet zwar lieber eine Runde ab, aber er spielt mit verdeckten Karten. So funktioniert das nicht...

Scheinbar haben die beiden in den 1,5 Jahren noch nie wirklich offen darüber geredet: Sie ist ver"liebt und will ihn nicht verlieren", weswegen sie nie weiterfragte und es auf "später" verschob. Und er blockt und speist sie mit "schlaf gerne alleine" ab.
So kommt natürlich nie eine vernünftige Diskussion zustande... und die Bedürfnisse werden nicht abgeklärt.
 
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