Gehen oder bleiben?

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Gast
#1
Guten Morgen,

ich (22) bin seit 4 Jahren mit meinem freund (23) zusammen. Wir haben von anfang an eine fernbeziehung geführt (550 km entfernung). er ist mein erster freund.
Am anfang war alles romantisch und wie im märchen. lange anrufe, wir hatten uns immer was zu sagen, liebesbriefe etc. er ist sogar für ein jahr zu mir gezogen aufgrund eines FSJ.

seit ungefähr 1 1/2 jahren hat es sich jedoch extrem gewandelt: der alltag hat uns vollkommen im griff, wir reden kaum noch, sehen uns (ausbildungs- und arbeitsbedingt, haben beide keinen führerschein) nur noch alle 2 monate wenn ich ferien habe. Und auch dann ist von romantik nichts zu finden. er wirkt ständig distanziert, deprimiert, geht auf meine vorschläge was zu unternehmen nicht ein, ist unaufmerksam, wortkarg, vollkommen hobbylos und seit neustem sexisitsch (verallgemeinert ständig frauen sind so, männern sind so). Auch kompromisse zu finden ist ihm fremd.
diese art und weise findet sich auch in seiner familie wieder, sie essen nicht zusammen, unternehmen nichts und begrüßen sich nicht (und wenn nur per internet) obwohl alle in einem haus leben.

Das problem ist jedoch, dass er meine kritik oder meine probleme damit nicht ernst nimmt bzw. mich als meckertante darstellt, wenn ich ihn auf diese situation anspreche. Im gegenteil, er geht dann sofort in die opferrolle und stellt mich als übeltäter dar. außerdem setzt er mich sehr oft unter druck, dass ich öfters zu ihm fahren soll oder zu ihm ziehen soll. was er dabei nicht versteht, ist, dass ich hier meine freunde und meine familie habe, die ich nicht verlassen will. auch meine ausbildung ist mir super wichtig. er hat im gegensatz zu mir keine ausbildung und arbeitet nur, kann sich widerrum jedoch nicht vorstellen, zu mir zu ziehen.

Ein weiteres hauptproblem ist meine familie. ich bin streng katholisch aufgewachsen, er ist widerrum überzeugter atheist und kann mit jedweder religion nichts anfangen. seine abfälligkeit darüber verbirgt er auch nicht. ich muss mir öfters kommentare anhören, wie schlimm doch christentum, islam etc. seien. dabei scheint er nicht zu verstehen, dass das ein teil von mir ist.
ich habe es deswegen bis heute vermieden, ihm meine eltern vorzustellen. das wirft er mir (verständlicherweise) immer wieder vor, aber dennoch kann ich es einfach nicht über mich bringen. meine schwester und meinen bruder kennt er dagegen schon, aber auch das treffen war nicht sooo prickelnd.

ich frage mich seit längerem, ob die beziehung noch sinn macht. einerseits liebe ich ihn trotzdem noch und vermisse ihn wenn wir uns nicht sehen. andererseits nervt er mich mit seiner art und ich hab das gefühl, dass ich irgendwie was im leben verpasse, weil er auch nie da ist. auch das mit der familiensituation gibt mir zu denken, besonders hinsichtlich der zukunft.

ich weiß das beziehungen nicht immer einfach sind, allerdings streiten wir uns in letzter zeit so oft, dass ich nicht mehr weiß, wie ich mit ihm umgehen soll.

vielen dank fürs lesen :/
 
Dabei
18 Okt 2012
Beiträge
856
#2
Hallo Gast, du musst dich registrieren um antworten zu können - kostenlos.

Von welcher Beziehung redest du? Aus deinem Text lese ich nichts heraus - zumindest nicht aus den Beschreibungen über eure Beziehung bzw. deinen Partner.

Ihr seid seit 4 Jahren zusammen. Seht euch seit 1,5 Jahren nur alle 2 Monate (also 7 Mal in den letzten 1,5 Jahre). Weiterhin lässt du kein gutes Haar an ihm, was ich jetzt nicht mal bewerten möchte.

Deine Eltern kennen ihn nicht mal.

Schreibe uns doch mal, warum ihr eigentlich noch zusammen seid? Gibt es auch was positives in eurer Beziehung/an ihm? Wie läuft es sexuell?
 

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