Freund wird immer fauler und hat auf nicht mehr lust

Dabei
6 Mai 2019
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#1
Hallo!

Ich bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Am Anfang war alles Perfekt, ich habe wirklich gedacht den Mann fürs Leben gefunden zu haben.
Wir waren beide zum Thema Sex sehr aufgeschlossen und haben sehr sehr viel experimentiert und hatten sehr oft Lust. Auch im Alltag hat alles gepasst, wir haben gemeinsam mit Freunden etwas unternommen, er mochte auch meinen Freundenkreis, mit meiner Familie hat er ich auch super verstanden sowie ich mit seinen Freunden und Familie. Oft waren wir auch zu zweit weg und haben uns einen schönen Abend gemacht.
Mittlerweile ist alles anders. Er hat überhaupt keine Lust mehr, wirklich null Lust und wenn man ihn darauf anspricht oder es versuchen möchte, zieht er alles ins lächerliche, womit mir die Lust dann auch vergeht. Unternehmungen machen wir so gut wie keine mehr und wenn muss alles schnell ablaufen, damit wir schnell wieder zuhause sind. Mit meinen Freuden oder auch seinen eigenen Freunden will er kaum noch etwas machen. Leider muss man dazu sagen, dass er Kifft, mache ich auch aber ich habe noch alles unter Kontrolle: Ich gehe 40 Stunden arbeiten, an einigen Wochenenden gehe ich meinen Hobby nach um damit auch Geld zu verdienen, gehe Trainieren und will aber trotzdem noch etwas unternehmen oder intimer mit meinem Freund werden. Nur er nicht. Mittlerweile ist mir einfach Langweilig und bin Sexuell frustriert, darum gehe ich sehr oft alleine mit meinen Freudinnen fort und hole mir aufmerksamkeit von anderen Männern ( Nicht falsch verstehen.. ich würde nicht fremd gehen- es tut einfach gut zu wissen dass man begehrt wird. Geredet hab ich auch schon mit ihm darüber(mehrmals) , er schiebt alles auf das Kiffen und meint das muss sich ändern aber seit einem Jahr merke ich nichts davon. Habt ihr Vorschläge für mich? Was könnte ich tun? Oder bringt es überhaupt etwas zu machen? Ich weiß echt nicht weiter
 
Dabei
18 Okt 2012
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#2
Was hältst du davon mal in die Offensive zu gehen und ihm zu zeigen, dass wenn er nichts ändert du Konsequenzen ziehen wirst.

Als erstes könntest du von dir aus aufhören zu kiffen und somit ein erstes Signal setzen und zeigen, wie ernst es dir ist.

Mir kommt es nämlich so vor, als nimmt er dich nicht für ernst. Das Menschen in Verbindung mit Drogenkonsum Probleme teilweise nicht so ernst nehmen ist ja allseits bekannt.

Was sagst du. Hier scheint eine klare Ansage nötig zu sein.
 
Dabei
24 Sep 2017
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#3
Hallo miam,
sorry, wenn ich mich jetzt darauf versteife, aber ich finde es doch etwas einleuchtend und ich habe das Gefühl, dir geht es genauso...
Wie viel hat er denn vorher konsumiert?
Findet er selbst und/oder andere Menschen in seinem Umfeld auch, dass es außer Kontrolle gerät? Hat er Freunde, die ebenfalls so viel kiffen wie er? Ist er schneller überfordert? Wird er auch aggressiv oder ist er noch der klassische Hängie mit Weed dick? Oder nur auf dem Weg dorthin?
 
Dabei
6 Feb 2017
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#4
Das finde ich super schwierig.. Ich finde es auch schwierig etwas von Menschen einzufordern. Bzw ich mag es nicht und mache es auch nicht.
Ich hab mal eine ähnliche Situation erlebt, nur aus der Sicht der Schwester, nicht der Freundin. Ich habe meinem Bruder damals nahegelegt mit unserer Mutter darüber zu reden. Ich finde jeder Mensch hat irgendwie so seine Rolle im Leben eines anderen Menschen. Meine Mutter hat eine Position aus der sie ihren Kindern ins Gewissen reden kann, auch wenn wir schon "ausgewachsen" sind. Ich als Schwester habe meine Rolle eher darin gesehen nicht zu urteilen und nur da zu sein, sollte er mal was brauchen. Ich war dann auch sehr dankbar, als mein Bruder eines Tages fragte, ob er einige Zeit bei mir wohnen könne, weil er aufgehört hatte und mit den Halluzinationen und der Paranoia nicht gut zurechtkam.
Als Freundin finde ich es aber noch mal schwieriger. Ich weiß noch, wie ich meinem Bruder damals (als er aufgehört hatte) gegenübersaß, seinen Verschwörungstheorien zugehört habe und dachte "Ich hab meinen Bruder verloren. Der Typ ist verrückt." Aber er war halt mein Bruder, das ist ja nicht zu ändern. Aber als Freundin hängt man irgendwo noch so viel tiefer mit drin und es beeinflusst so viel mehr das eigene Leben, da ist irgendwo dann auch das Ziehen von Grenzen angebracht, denke ich. Das kann niemand erwarten, dass man das auf Dauer hinnimmt und sein restliches Leben so verbringt.
Ich würde mir auf jeden Fall ein zeitliches Limit setzen. Ein Jahr wäre bei mir vermutlich schon längst diese Grenze.. Dann würde ich gehen und nur noch als befreundete Person für den Menschen da sein. So ist das dann auch machbarer.
Ich glaube Twin hat irgendwo hier mal geschrieben, dass man besser für andere da sein kann, wenn es einem selbst gut geht. Das finde ich einen guten Gedanken zur Orientierung.
 
Dabei
6 Mai 2019
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#5
Hallo miam,
sorry, wenn ich mich jetzt darauf versteife, aber ich finde es doch etwas einleuchtend und ich habe das Gefühl, dir geht es genauso...
Wie viel hat er denn vorher konsumiert?
Findet er selbst und/oder andere Menschen in seinem Umfeld auch, dass es außer Kontrolle gerät? Hat er Freunde, die ebenfalls so viel kiffen wie er? Ist er schneller überfordert? Wird er auch aggressiv oder ist er noch der klassische Hängie mit Weed dick? Oder nur auf dem Weg dorthin?
Hii
Erstmal danke für deine Antwort.
Naja ich mache das nur wenn ich schlafen gehe um vom tag runter zu kommen und um besser zu schlafen. Ich unternehme viel mit freunden manchmal auch mit seinen freunden ..wenn ich frag ob er lust hat was zu machen oder mitkommen will.. dann ist die erste antwort.. mal schaun und kurz davor hat er dann ausreden .. wie er ist müde .. er hat kopfweh oder will einfach nicht... ich habe versucht trainieren als hobby für uns auf zu bauen weil ich weiß das er das früher gern gemacht hat...jetzt is er nie dabei und findet ausreden damit er nicht mit muss und ich geh ohne ihn.....jetzt gibt es für ihn nur mehr seine tüte .. es nimmt total überhand .. ich kenne ihn gar nicht mehr nüchtern... in unserem umfeld machen das alle .. aba eher um einfach mal zu genießen und nicht jede minute damit zu verbringen... und es fällt jedem auf.. auch seinen eigenen freunden.. manchmal haben sie das gefühl das er nur desswegen bei ihnen vorbeischaut.. und nein aggresiv ist er überhaupt nicht er... eher das gegenteil und geht allen konfrontationen aus dem weg oder belächelt sie
 
Dabei
30 Nov 2014
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#6
Hat bzw. habt ihr denn schon im selben Ausmaß gekifft, als ihr euch kennengelernt habt? Ich frage weil ich nicht vermute, dass es ursächlich am Kiffen liegt. Wie meistens bei einer Drogensucht wird die Ursache in der Psyche liegen. Dennoch kann es sich auch verselbständigen und dann trägt der Konsum natürlich erheblich zu den Problemen bei.

Dass er deine Avancen ins Lächerliche zieht und offenbar nicht die geringste Fähigkeit zur Selbstkritik aufweist finde ich sehr unreif. Womöglich ist er in der Beziehung einfach unzufrieden, gesteht es sich aber nicht ein.

Du kannst und sollst nicht seine Therapeutin und/oder Mutter sein die ihm vorschreibt, was er zu tun oder zu lassen hat. Wenn er nicht willens oder dazu in der Lage ist etwas für dich zu ändern - und wenn er dich aufrichtig liebt dann würde er es ernst nehmen und für den Anfang zumindest versuchen etwas zu ändern - solltest du gehen.
 
Dabei
18 Okt 2012
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#7
Ich würde noch immer den Ansatz verfolgen selber erst mal mit dem Kiffen aufzuhören. Das ist ein erstes Ausrufezeichen in seine Richtung. Ich würde ihm das auch so begründen, dass du das nicht mehr möchtest und im Moment unzufrieden damit bist. Vielleicht kommt er ja auch selber in die Richtung. Dafür kenne ich ihn aber zu wenig. Ansonsten beschreibt das @Gruber ganz gut.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#8
Ich bin da auch bei Gruber.
Das hört sich wirklich nach einem massiven Problem an.
So eine Art Sinn und Lebenskrise.
Was macht dein Freund denn beruflich?
Und wie kommt er da zurecht?
Wie ist sein Elternhaus? Gab es da viel Druck?
 
Dabei
30 Nov 2014
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#9
Ich würde noch immer den Ansatz verfolgen selber erst mal mit dem Kiffen aufzuhören. Das ist ein erstes Ausrufezeichen in seine Richtung.
Zweifellos richtig und pädagogisch auch wertvoll.

Aber sie hat ja nun beschrieben, dass sie aus nachvollziehbaren Gründen gerne mal einen raucht und damit ja auch keinerlei Schwierigkeiten hat. Ich persönlich hätte daher auf diesen Verzicht wenig Lust - zumindest was eine bewusste Entscheidung angeht. Sollte es jedoch schwer fallen, das Kiffen zumindest vorübergehend einzustellen um ein Zeichen zu setzen könnte man auch hier schon von einer Gewöhnung oder gar Abhängigkeit ausgehen - was dann wiederum in Frage zu stellen wäre.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#10
Ich glaube nicht, das der Verzicht einer abendlichen 'Tüte' irgend einen Eindruck macht.
Wenn jemand schon so verpeilt ist, das er an allen möglichen Sachen keine Lust hat, ist es ihm sicherlich ziemlich wurscht, ob die Freundin sich abends einen raucht oder nicht.
Ich glaube nicht, dass da eine Vorbildfunktion besteht.
 
Dabei
18 Okt 2012
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#11
Ich glaube nicht, das der Verzicht einer abendlichen 'Tüte' irgend einen Eindruck macht.
Wenn jemand schon so verpeilt ist, das er an allen möglichen Sachen keine Lust hat, ist es ihm sicherlich ziemlich wurscht, ob die Freundin sich abends einen raucht oder nicht.
Ich glaube nicht, dass da eine Vorbildfunktion besteht.
Hier geht es nicht um Vorbild oder so was. Es geht darum, dass man ihm zeigt, dass man die Schnauze voll hat von dem Zeug und es aus seinem Leben verbannen will. Etwas ändern will. Wenn ich mir jeden Abend ne Tüte ziehen muss um gut schlafen zu können, dann finde ich dass nicht mehr normal - darum geht es hier aber nicht.

Bei manchen Menschen löst so was ein innerliches Unbehagen aus, dass man vielleicht auch mal wieder etwas machen möchte, eine Art schlechtes Gewissen sich selber gegenüber. Wenn man sieht, dass der Partner sich ändert, sein Leben ändert und es ihm dabei auch noch besser geht als vorher, könnte was passieren. Natürlich muss man das auch aktiv kommunizieren.

Natürlich muss dein Freund ein grundsätzliches Interesse an der Beziehung haben. Ansonsten ist, egal was für die Katz.
 
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