Emotionale Abhängigkeit

Dabei
3 Jan 2019
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#1
Hallo! Ich befinde mich seit 4 Jahren in einer Beziehung und habe eine starke emotionale Abhängigkeit von meiner Freundin entwickelt. Insbesondere macht es mir sehr zu schaffen, dass es mir in letzter Zeit nicht mehr gelingt, sie zum Lachen zu bringen. Nun war meine Freundin noch nie so der extrovertierte Typ oder die totale Partymaus, dennoch gelang es mir immer wieder mal, sie aus der Reserve zu locken und zu erheitern. In letzter Zeit klappt das nicht mehr. Dann tut es mir besonders weh bzw. macht es mich eifersüchtig, wenn jemand anders damit mehr Erfolg hat. In letzter Zeit wurde dieser Wunsch in mir so stark, dass ich es fast krampfhaft versuche und dann klappt es noch weniger. Meine Freundin meinte schon, ich müsste aufpassen, dass ich nicht zwanghaft werde und solle mich nicht so abhängig von ihr bzw. ihren Reaktionen machen und stattdessen lieber daran erfreuen, dass ihre Schwester z.B. derzeit gerne mit mir lacht. Irgendwo hat sie sicher recht, aber dann frage ich mich wieder: Begehrt sie mich überhaupt noch? Sie spricht auch immer wieder davon, dass sie mehr Freiraum braucht. Ich hingegen wünsche mir mehr (emotionale) Nähe. Ich weiß, dass diese starke Abhängigkeit nicht gut ist, weil ich darunter leide und auch unsere Beziehung darunter leidet und sich mein Ziel in einer angespannten Stimmung nicht realisieren lässt, aber ich kann so schwer aus meiner Haut. Was soll ich tun?
 
Dabei
18 Okt 2012
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#2
Hallo. Gib uns doch mal ein wenig mehr Input. Wie sieht eurer Beziehung sonst aus? Alter, Unternehmungen, Sex, Zweisamkeit, gemeinsame Interessen, Kommunikation.

Bringen sie denn andere Menschen/Freunde mehr zum Lachen bzw. dass sie aus sich raus kommt? Also bei dir ruhig und introvertiert aber unter anderen auf einmal ganz anders?
 
Dabei
3 Jan 2019
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#3
Hallo goodbrother! Danke für dein Interesse. Wir sind 39 bzw. 42 Jahre alt, reisen, wandern und sporteln sehr gerne zusammen und leben nach anfänglicher Fernbeziehung nun 2/3 der Zeit zusammen. Da sie bereits eine Wohnung neben ihrem Elternhaus abgezahlt hatte und beruflich nicht so flexibel war wie ich (bin selbstständig) bin ich zu ihr gezogen, habe mir aber eine kleine Unterkunft als Rückzugsort in meiner Heimat (ca. 80 km entfernt) bewahrt. Meine Freundin stammt aus einer Großfamilie, die sie auch sehr gerne um sich hat, ich habe eher schlechte Erinnerungen an meine Kindheit und bin lieber mit Freunden als mit Familie unterwegs. Allerdings habe ich hier noch nicht so viele Freunde gefunden, denn es ist doch ein sehr ländlicher Bereich und meine Interessen (Sprachen, Bücher, Musik) stoßen bei Feuerwehr und Trachtenverband nicht unbedingt auf großes Interesse. Außerdem ist mir die Zweisamkeit in einer Beziehung sehr wichtig. Da schlummern wahrscheinlich zwei Seelen in meiner Brust: Zum einen erzähle und plaudere ich für mein Leben gern (bin extrovertierter als meine Freundin und komme auch schneller mit Leuten ins Gespräch), zum anderen bin ich aber auch beziehungs- und zweisamkeitsorientierter, weil es mir einfach viel mehr bedeutet, die Frau, die ich liebe zu beeindrucken und zu begeistern als irgendwen anders. Das Problem ist vielleicht, dass meine Freundin in einer Beziehung nicht unbedingt Unterhaltung sucht, sondern mehr eine Schulter zum Anlehnen, Ausweinen, jemanden, der für sie da ist. In Freundschaften ist es ihr auch wichtiger zu erfahren, wie es den anderen geht als bespaßt zu werden, aber vom Gefühl her geht sie dort mehr aus sich heraus und lacht leichter. Also ja, es gelingt anderen manchmal besser, sie zum Lachen zu bringen. Am meisten steht sie allerdings auf unbeabsichtigte Situationskomik. Mit Sprachspielen kann sie wenig anfangen. Zweisamkeit: Die meisten Wochenenden verbringen wir schon zusammen, meist aktiv in der Natur, manchmal aber auch zu Hause. Manchmal etwas zu viel für ihren Geschmack. Ab und an unternimmt sie etwas mit ihrer Lieblingsschwester oder mit Freundinnen. Unter der Woche bleibt oft wenig Zeit, da sie spät von der Arbeit kommt und fast immer irgendwelche Familienmitglieder klingeln. Die Urlaube verbringen wir zu zweit, was ein Novum für sie ist, denn in ihren bisherigen Beziehungen fuhren immer irgendwelche Freunde mit. Erotik: Dauerbrenner-Problem, da ich drei Mal so viel Lust habe wie sie.
 
Dabei
18 Okt 2012
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#4
Genau das habe ich erwartet. Somit bist du bzw. ihr einer von vielen. Der letzte Satz bestätigt das nochmal deutlich. Ihr wirkt auf mich, als seid ihr auch menschlich einfach sehr verschieden, was ja nicht unbedingt schlimm sein muss. Getreu nach dem Motto: Gegensätze ziehen sich an. Wenn dabei beide Parteien miteinander aufgehen also von den Stärken bzw. Charaktereigenschaften des Anderen positiv beeinflusst werden, dann kann das alles sehr gut und lange funktionieren. geht aber einer dabei unter, in dem Fall du, dann ist das problematisch.

Ein wichtiger Punkt außer eurer fehlenden Sexualität (wie würdest du diese beschreiben), ist auch, dass du in der neuen Umgebung eben nicht so den Anschluss findest wie gewohnt und es wohl auch nicht deinem gewünschten Umfeld entspricht. Somit bist du natürlich unzufrieden und suchst auch irgendwo in ihr einen auch emotionalen/zwischenmenschlichen Halt. Den kann/will sie dir aber nicht geben. Also kommt es so, wie es jetzt ist.

Für sie scheint so eine Beziehung anscheinend zufriedenstellend zu sein. Für dich aber nicht. Sie scheint auch sehr festgefahren zu sein (Großfamilienleben, Urlaube, Heimat, usw.) und sieht nicht unbedingt einen Grund oder eine Gefahr für deine innere Unzufriedenheit. Ich denke sogar, dass es ihr relativ egal ist, da sie nicht so großen Wert wie du darauf legt.

Eine Lösung? Ein oder mehrere klares/klare Gespräch/e, in der du ihr mitteilst, was du denkst und fühlst. Vom Ergebnis würde ich dann die Zukunft abhängig machen. Ich glaube, ich weiß was du fühlst und das du sie auf biegen und brechen glücklich machen willst aber wenn sie das auf deine Art (welche ich nicht unbedingt schlimm finde) nicht möchte, dann musst du das Akzeptieren. Das Glück zu erzwingen, wäre in dieser Situation falsch, da es sehr wahrscheinlich nur vorgespielt wäre.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#5
Ich habe schon oft mit ihr darüber geredet und sie meint immer, ich solle gelassen bleiben, auf ihre emotionalen Reaktionen (Lachen etc.) habe sie keinen Einfluss. Sie meint, ich soll das wo anders ausleben. Aber es fällt mir so schwer, diesen Wunsch loszulassen, weiß nicht, wie ich es bewerkstelligen soll. Beim Sex war sie schon immer mehr ein Mauerblümchen, sagt, sie braucht ihn nicht so oft bzw. trennt sie Sexualität und Liebe. Mir zuliebe macht sie einen (relativ harmlosen, gewaltfreien) Fetisch mit, wobei ich da aber natürlich immer in der Bitt-Stellung bin, denn sie teilt ihn ja nicht. Sie meint, dass sie mich liebt und bereits viel auf mich eingeht, sich aber auch nicht ganz verbiegen kann und mehr Freiraum wünscht. Ab und an haben wir schon das Wort Trennung in den Mund genommen, aber die starken Gefühle beiderseits haben uns Abstand davon nehmen lassen. Immerhin kennen wir uns von einer sehr intimen Seite, wissen sehr genau, was dem jeweils anderen wichtig ist und was ihn bewegt. Nur, dass wir uns das nicht so ganz geben können.
 
Dabei
18 Okt 2012
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#6
Immerhin kennen wir uns von einer sehr intimen Seite, wissen sehr genau, was dem jeweils anderen wichtig ist und was ihn bewegt. Nur, dass wir uns das nicht so ganz geben können.
Also ich weiß ja nicht wie oft und wie deine Anstrengungen da aussehen aber es hört sich schon so an, als würde sie es auf eine gewisse Art nerven. Ist das so, vielleicht sogar zurecht? Ich habe das Gefühl, dass du dir einfach etwas positiveres Feedback wünschst und dies auch spüren möchtest. Du möchtest das kommuniziert wissen und auch emotional spüren. Tja Fluivial, dafür seid ihr aber in dieser Hinsicht wahrscheinlich einfach zu verschieden. Sie sagt es dir ja auch direkt. Also werdet ihr wohl auch in Zukunft immer wieder da aneinanderstoßen.

Du musst für dich selber überlegen und auch mal reflektieren, wie denn Stand der Dinge ist, auch dich selber und dein Verhalten mal reflektieren.

Der Einzige der sich hier aber zu verbiegen scheint, bist du und zwar wegen ihr. Du wünschst dir diese Frau mit der und der Zusatzausstattung um es mal etwas anders auszudrücken. Gibt es aber nicht.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#7
Ich weiß, dass ich es im Augenblick zu krampfhaft versuche. Aber es fällt mir eben auch unendlich schwer, meinen Wunsch loszulassen. Wie soll ich das hinbekommen? Auf der einen Seite sind da starke Gefühle für diese Frau, die doch sehr fürsorglich und liebevoll ist. Auf der anderen Seite wünsche ich mir sie ein wenig emotionaler und kämpfe mit starker Eifersucht, wenn sie anderen gegenüber mehr positive Emotionen zeigt. Aber ich weiß auch, dass sie treu und beständig ist, was mir auch viel bedeutet. Ein Teil von mir sagt: Du bist unglücklich, das ist die falsche Frau. Ein anderer meint: Ohne sie ginge es dir aber noch schlechter und mit einem Partygirl, das leicht und schnell lacht, könntest du auch nichts anfangen. Ich stecke da wirklich in einem enormen Zwiespalt. Am leichtesten wäre es wahrscheinlich, wenn ich wieder zu mehr Gelassenheit finden könnte, aber das ist soooo schwer umzusetzen.
 
Dabei
18 Okt 2012
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#8
ich bin mir nicht so sicher, wie ich das einschätzen soll. Wenn du natürlich penetrant versuchst zu gefallen und zu sie zu bespaßen, dann ist das nervig. Vor allem fällt es auf und du kommst unglaubwürdig rüber. Wenn dies auch noch in Verbindung mit Eifersucht geschieht, dann liegt ein Großteil des Problems wirklich bei dir und du solltest erst mal mit dir einig werden. Ist deine Freundin aber wirklich nicht empathisch dir gegenüber und einfach kalt, dann ist es das oben beschriebene Problem. Das kannst du uns aber nur sagen, dann können wir auch helfen.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#9
Ist wahrscheinlich ein Mittelding. Penetrant versuche ich es nicht, also ich gebe schon auch mal Ruhe und/oder höre ihr zu bzw. rede über ernstere Dinge. Aber die Absicht habe ich ihr schon klar kommuniziert und auch, dass es mir sehr wichtig ist. Kann sein, dass dadurch Druck bei ihr entsteht, da sie mir ja auch gefallen will - sie hat ja auch Gefühle für mich. Aber das kommt dann nicht authentisch rüber, weil sie ständig denkt, dass sie jetzt lachen muss, damit es mir nicht schlecht geht. Das hatten wir alles schon mal unverkrampfter. Eifersucht beschränkt sich auf diesen Bereich, da er mir sehr wichtig ist, also es stört mich nicht, wenn sie mal länger bei ihrer Familie ist, sich mit Freundinnen trifft etc. Ich kontrolliere sie auch nicht oder dergleichen.
 
Dabei
16 Okt 2018
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#10
Hallo, was tust du denn gegen deine Eifersucht? Arbeitest du an dir? Das wäre meiner Meinung nach ein Sinnvoller Schritt :)
Seit ihr denn ein Commitmend eingengangen? Was fast in jeder Beziehung sowieso mit das wichtigste ist?
Bist du mit ihr zusammen weil du es willst? Oder weil du nicht allein sein willst?
wichtige Punkte die ich erstmal klären würde...

Grüße
 
Dabei
3 Feb 2013
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#11
Du solltest dir folgende Fragen stellen:


- Liebt ihr euch?
- Respektiert ihr euch?
- Vertraut ihr euch?

Die dreiFragen sind einfach beantwortet. Einfach mit Ja oder Nein.
Und wenn die Antwort auf alle drei Ja ist. solltest du dir Folgende Fragen stellen.

- Warum ist dir das so wichtig Witzig zu sein? Vor allem ihr gegenüber.

Bist du immer schon eher so der Typ Klassenclown gewesen? Weil die Sache ist die...ich kann hier jetzt nur von mir ausgehen...und ich habe so ne gewisse Klassenclown Qualität. Aber bei mir ist das eigentlich so ich bin im Grunde nur dann lustig wenn ich nicht versuche Lustig zu sein. Ich denke mir dass dann nicht groß aus ich denke nicht "Ha wenn sie das jetzt sagt dann sag ich was lustig ist" die Sachen kommen mir einfach so Spontan in den Kopf und ich sage dass dann nicht mit Hintergedanken. Ich denke zwar manchmal "Das sag ich jetzt besser nicht manche finden das zwar vielleicht lustig aber andere finden das sicher unangebracht." Der Punkt ist...du bist so vermutlich Witzig genug, versuch nicht extra Witzig zu sein nur um Witzig zu sein...denn das wirkt oft nicht witzig.

- Warum ist es dir so wichtig sie zu beeindrucken?

Ihr seid 4 Jahre zusammen, sie ist mit dir Zusammen gekommen und ihr seit zusammen geblieben.
Denkst du nicht du so wie du bist beeindruckend genug für Sie?
Was genau ist denn deine Angst wenn jemand anders sie zum Lachen bringt und du sie nicht?

Was das angeht:

Allerdings habe ich hier noch nicht so viele Freunde gefunden, denn es ist doch ein sehr ländlicher Bereich und meine Interessen (Sprachen, Bücher, Musik) stoßen bei Feuerwehr und Trachtenverband nicht unbedingt auf großes Interesse. Außerdem ist mir die Zweisamkeit in einer Beziehung sehr wichtig.
Ich weiß jetzt nicht wie Ländlich für dich Ländlich ist, aber ich wohne auch eher Ländlich und die nächste größere Stadt ist 30 Kilometer weg, das ist aber ein weg den man auch auf sich nehmen kann und da finden sich bestimmt Gleichgesinnte.
Über Internet (Facebook, etc.) kannst du auch recht leicht nach Gleichgesinnten in deiner Wohngegend suchen.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#12
Danke für eure Antworten und entschuldigt bitte die späte Reaktion. Geht hier drunter und drüber in Sachen Arbeit und Verkehr.

Arbeite ich an meiner Eifersucht? Ja und nein. Im Wesentlichen beschränkt sie sich ja auf diesen einen Bereich. Ich vertraue meiner Freundin hinsichtlich ihrer Treue, habe kein Problem damit, wenn sie sich mit anderen Leuten trifft, ihren Hobbys nachgeht etc., kontrolliere sie auch nicht. Okay, sie braucht mehr Freiraum als ich, was manchmal zu Spannungen führt, aber so lange sie den nicht dafür nutzt, um Kabarett und Comedy anzusehen, komme ich damit klar.

@thecaliforniakid:

Liebt ihr euch? Ja.
- Respektiert ihr euch? Meistens ja.
- Vertraut ihr euch? Ja.

Die dreiFragen sind einfach beantwortet. Einfach mit Ja oder Nein.
Und wenn die Antwort auf alle drei Ja ist. solltest du dir Folgende Fragen stellen.

- Warum ist dir das so wichtig Witzig zu sein? Vor allem ihr gegenüber.

Weil ich eine Stärke von mir darin sehe (so wie generell im Erzählen, auch wenn es um Abenteuergeschichten etc. geht), die ich zum Teil auch beruflich nutze und weil es im Grunde schon immer so war. Ich will jetzt nicht zu weit ausholen (schwierige Kindheit etc.). Jedenfalls war Humor damals ein Mittel für mich, mir Respekt zu verschaffen und Distanz zu Leuten herzustellen, die mir nicht wohlgesonnen waren. Das Lachen der anderen war für mich eine Form der Anerkennung, die mir in anderen Bereichen versagt geblieben ist. Inzwischen weiß ich schon, was ich kann und nicht kann, brauche nicht ständig Bestätigung, aber in meiner Beziehung wünsche ich mir natürlich Wertschätzung für meine Stärken, die ich umgekehrt ja auch gebe. Und wenn es da so schlecht gelingt, tut das weh. Die Leute in meinem Umfeld waren schon ziemlich überrascht, dass ich eine Freundin gewählt habe, die eher introvertiert ist und wenig lacht, aber wer verliebt sich schon bewusst in jemanden? Jetzt ist es so wie es ist und ich leide darunter. Wenn meine Freundin das zu spüren bekommt, macht es sie natürlich auch traurig und was dann passiert ist klar: Ich entferne mich noch weiter von meinem Ziel, denn die Stimmung ist dann ja nicht mehr gut. Seltsamerweise übertragen sich schlechte Stimmungen viel schneller auf sie.

Ihr gegenüber deshalb, weil ich ein Beziehungsmensch bin und mich viel über meine Partnerschaft definiere.

Denkst du nicht du so wie du bist beeindruckend genug für Sie?
Was genau ist denn deine Angst wenn jemand anders sie zum Lachen bringt und du sie nicht?


Hm, ist es Angst? Eher Schmerz und Traurigkeit, die ich dabei empfinde. Und Wut auf mich selbst, dass mir das nicht gelungen ist. Mich zieht das echt runter. Natürlich kann ich ihr nicht verbieten, mit anderen zu lachen, ich will ja auch, dass sie froh ist, und doch bringt es mich manchmal buchstäblich zum Heulen. Kann es auch nicht besser erklären.


Bist du immer schon eher so der Typ Klassenclown gewesen?

Nicht unbedingt der typische Sprücheklopfer oder Witzeerzähler. Bei mir läuft das eher über das Erzählen. Ich schlachte an sich banale Alltagsbegebenheiten aus, komme dann ins Fabulieren und kann auch recht gut Leute imitieren, Missgeschicke, die mir passiert sind, bildlich erzählen und ausschlachten, Geschichten ausdenken etc.

fluvial
 
Dabei
3 Feb 2013
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#13
Danke für eure Antworten und entschuldigt bitte die späte Reaktion. Geht hier drunter und drüber in Sachen Arbeit und Verkehr.

Arbeite ich an meiner Eifersucht? Ja und nein. Im Wesentlichen beschränkt sie sich ja auf diesen einen Bereich. Ich vertraue meiner Freundin hinsichtlich ihrer Treue, habe kein Problem damit, wenn sie sich mit anderen Leuten trifft, ihren Hobbys nachgeht etc., kontrolliere sie auch nicht. Okay, sie braucht mehr Freiraum als ich, was manchmal zu Spannungen führt, aber so lange sie den nicht dafür nutzt, um Kabarett und Comedy anzusehen, komme ich damit klar.
Ich sehe da jetzt deine Eifersucht auch eher als Begleiterscheinung, ein Symptom das durch den Auslöser erst dazu kommt.
Wieso soll deine Freundin ihren Freiraum nicht dafür nutzen um Kabarett und Comedy zu gucken?

@thecaliforniakid:

Liebt ihr euch? Ja.
- Respektiert ihr euch? Meistens ja.
- Vertraut ihr euch? Ja.
Meistens Ja?
Das hätte ich gerne näher ausgeführt.


- Warum ist dir das so wichtig Witzig zu sein? Vor allem ihr gegenüber.

Weil ich eine Stärke von mir darin sehe (so wie generell im Erzählen, auch wenn es um Abenteuergeschichten etc. geht), die ich zum Teil auch beruflich nutze und weil es im Grunde schon immer so war. Ich will jetzt nicht zu weit ausholen (schwierige Kindheit etc.). Jedenfalls war Humor damals ein Mittel für mich, mir Respekt zu verschaffen und Distanz zu Leuten herzustellen, die mir nicht wohlgesonnen waren. Das Lachen der anderen war für mich eine Form der Anerkennung, die mir in anderen Bereichen versagt geblieben ist. Inzwischen weiß ich schon, was ich kann und nicht kann, brauche nicht ständig Bestätigung, aber in meiner Beziehung wünsche ich mir natürlich Wertschätzung für meine Stärken, die ich umgekehrt ja auch gebe. Und wenn es da so schlecht gelingt, tut das weh. Die Leute in meinem Umfeld waren schon ziemlich überrascht, dass ich eine Freundin gewählt habe, die eher introvertiert ist und wenig lacht, aber wer verliebt sich schon bewusst in jemanden? Jetzt ist es so wie es ist und ich leide darunter. Wenn meine Freundin das zu spüren bekommt, macht es sie natürlich auch traurig und was dann passiert ist klar: Ich entferne mich noch weiter von meinem Ziel, denn die Stimmung ist dann ja nicht mehr gut. Seltsamerweise übertragen sich schlechte Stimmungen viel schneller auf sie.

Ihr gegenüber deshalb, weil ich ein Beziehungsmensch bin und mich viel über meine Partnerschaft definiere.
OK, wir nähern uns Antworten und Lösungsmöglichkeiten.
Um das nur vorher klar zu Machen ich hab zwar IRL eine therapeutische Ausbildung genossen und kenne mich auch mit solchen Themen durchaus aus, bin da auch sehr belesen und habe selber Erfahrungen gemacht oder Erfahrungen im engsten Umfeld. Aber hier in diesem Forum bin ich gerade nur ein Fremder aus dem Internet. Das Heißt ich kann dir hier nur die Türen zeigen aussuchen und durchgehen musst du selber.

Ich glaube dass hier schon der größte Teil des Kerns deines Problems liegt.
Die meisten Verhaltensmuster (ob Schädlich oder nicht) haben wir uns als Kinder angewöhnt.
Um es ganz leicht am Rand zu skizzieren.
Für dich hat das etwas mit Respekt zu tun. Jemand der dich nicht lustig findet Respektiert dich nicht.
Spekulieren würde ich jetzt die Leute die dir nicht wohlgesonnen waren fanden dich damals auch nicht lustig.
Dein Gehirn denkt "Findet mich nicht lustig = Respektiert mich nicht"
Das ist aber quatsch das hast du nur so verinnerlicht aber deswegen ist es nicht wahr.
Im Grunde sind das Neuronen in deinem Gehirn die defekt sind. Unser Gehirn ist im Grunde ein Gewohnheitstier, der Sinn von Denken ist nicht zu Denken...das über geordnete Ziel von dem Ding zwischen unseren Ohren ist das Automatisieren von Abläufen. Wenn du also dieses Verhalten an den Tag legst.
Sie lacht nicht -> Sie respektiert mich nicht -> Das macht mich Traurig/Tut mir weh.
Aktion -> Denkprozess -> Reaktion.
Der Denkprozess ist der Fehler. Das sie nicht lacht ist ne Tatsache, es ist verständlich dass dich das Traurig macht wenn du nicht respektiert wirst aber es stimmt eben nicht, der Gedanke ist falsch. Das deine Freundin nicht über deine Witze lacht hat nichts damit zu tun. Würde sie dich nicht respektieren wäre sie nicht mit dir zusammen.
Du musst im Grunde dein Gehirn Neu Programmieren das ist der beste weg wenn du sagst du willst auf jeden Fall mit deiner Freundin zusammen bleiben und alles tun damit diese Beziehung funktioniert und besser wird.
Einfacher gesagt als Getan.
Wichtig ist dass du dir nicht zu viel auf einmal Vornimmst und das du Konstant bist.
Du musst dir selbst klar machen dass der Respekt und die Liebe den deine Freundin für dich empfinden nicht an deine Fähigkeit gekoppelt sind das du sie zum lachen zu bringst. Das wird aber lange dauern da du erreichen musst dass dieser Denkprozess sich ebenfalls automatisiert und den alten ersetzt. Du musst dir immer wieder bewusst machen in solchen Situationen "Sie liebt mich, Sie Respektiert mich, Sie fand das jetzt einfach nur nicht witzig das hat mit den anderen Sachen nichts zu tun."

Alternativ kannst du auch versuchen dein Kindheitstrauma aufzuarbeiten um der Ursache für dieses Verhaltensmuster genau auf den Grund zu gehen.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten die Psychotherapie hat da eine breite Palette. Aber das Problem beim Aufarbeiten von Traumen ist wenn es einmal angeschaltet ist kannst du es nicht mehr abschalten. Es kann gut sein das es dir danach erstmal schlechter geht als Vorher (langfristig wird dir das aber sicher helfen) es kann auch sein das deine Beziehung mit deiner Freundin das nicht übersteht.


Denkst du nicht du so wie du bist beeindruckend genug für Sie?
Was genau ist denn deine Angst wenn jemand anders sie zum Lachen bringt und du sie nicht?


Hm, ist es Angst? Eher Schmerz und Traurigkeit, die ich dabei empfinde. Und Wut auf mich selbst, dass mir das nicht gelungen ist. Mich zieht das echt runter. Natürlich kann ich ihr nicht verbieten, mit anderen zu lachen, ich will ja auch, dass sie froh ist, und doch bringt es mich manchmal buchstäblich zum Heulen. Kann es auch nicht besser erklären.
Ja ich würde sagen das ist Angst, wie oben schon geschrieben, die Angst vor zurückweisung/keinem respekt, der Schmerz und die Traurigkeit ist dann nur die Reaktion auf die Angst.


Bist du immer schon eher so der Typ Klassenclown gewesen?

Nicht unbedingt der typische Sprücheklopfer oder Witzeerzähler. Bei mir läuft das eher über das Erzählen. Ich schlachte an sich banale Alltagsbegebenheiten aus, komme dann ins Fabulieren und kann auch recht gut Leute imitieren, Missgeschicke, die mir passiert sind, bildlich erzählen und ausschlachten, Geschichten ausdenken etc.

fluvial
Das war jetzt etwas locker formuliert, ich wollte damit wissen ob du immer schon Witzig warst, Witzig sein wolltest das hast du ja oben geschrieben dass dem so ist.
Vielleicht hilft es dir auch wenn du akzeptierst das Humor auch immer Geschmackssache ist und bei Menschen Unterschiedlich ist und das es immer irgendjemanden geben wird der witziger ist als du.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#14
Was mir noch dazu einfällt:
Mich würde es als Frau sehr stören, wenn ein Mann eine bestimmte Reaktion auf sein Verhalten von mir erwartet.
Das käme mir irgendwie mechanisch vor.
Wie ein Deal, ich biete dir Komik an, du lachst.
Das läuft so nicht.
Wo bleibt da meine Freiheit? Mein Bedürfnis.
Das ist nun sehr überspitzt formuliert und gedacht, aber letztendlich auf den Punkt gebracht.
Und wenn ich es noch mehr überspitze und zu Ende denke, ist es ein typisches Männchen und Weibchen Ding.
Männchen zeigt was es kann ( Balz) Weibchen klatscht.
Natürlich funktioniert das meistens.
Aber in meinen Beziehungen nur in der Anfangs und Werbephase.
Später, wenn wir zu unseren 'tieferen ' Anteilen vordringen, funktionieren andere Mechanismen.
Da möchte ich von meinem Liebsten gefragt werden, was ich mir von ihm wünsche, dass heißt,
ICH möchte von IHM gesehen werden.
Genauso wie ich IHN frage, was er sich von mir wünscht und ich versuche ihn genau zu sehen.
Und noch ein Tipp, je mehr mein Liebster mir dieses Bedürfniss befriedigt,
desto mehr kann ich, aus meinen Glüchklichsein heraus, auch mit und über ihn lachen.
Wenn eine Frau dir nicht aus ganzem Herzen gibt, was du dir von ihr wünscht,
Dann kann es gut sein, dass ihr etwas fehlt, in eurer Beziehung.
Nähmlich deine Hingabe an sie, statt das du auf ihre Reaktion wartest und dich nicht gesehen fühlst.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#15
@thecaliforniakid: Danke für Denkanstöße und Ausführungen. Hm, wie würden denn ein solches Umprogrammieren funktionieren? Wobei ich nicht weiß, ob es wirklich mit fehlendem Respekt zu tun hat. Ich glaube eigentlich schon, dass meine Freundin mich respektiert, auch wenn sie nicht lacht. Mir liegt nur einfach sehr viel an ihrer Reaktion. Bei anderen Leuten ist mir die Reaktion ziemlich egal.

Vielleicht hilft es dir auch wenn du akzeptierst das Humor auch immer Geschmackssache ist und bei Menschen Unterschiedlich ist und das es immer irgendjemanden geben wird der witziger ist als du.

Der erste Satzteil hilft mir ein wenig auf der rationalen Ebene, aber die Eifersuchts-/Wutgefühle, wenn es jemand anders mal wieder besser gelingt, treten trotzdem auf. Und sie können stark sein. So stark, dass sie mich in meiner Lebensqualität einschränken.

@Cybele: Natürlich geht es auch um ihre Bedürfnisse. Das ist ein Geben und Nehmen, nicht immer leicht, wenn die Bedürfnisse in Widerspruch zueinander stehen, etwa wenn sie sich mehr Freiraum und ich mir mehr emotionale Nähe wünsche. Ich finde es aber auch nicht okay, zu sagen, ihre Bedürfnisse sind richtig und meine sind falsch oder ich muss mich "umprogrammieren." Ich wüsste gar nicht, wie ich das bewerkstelligen sollen.

fluvial
 
Dabei
3 Jan 2019
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#16
Genauso wie ich IHN frage, was er sich von mir wünscht und ich versuche ihn genau zu sehen.

Nun ja, mein Wunsch dürfte ja recht eindeutig sein. Mir ist schon klar, dass sie das nur zum Teil beeinflussen kann, weil es sich um eine spontane Reaktion handelt. Darin liegt das Dilemma.
 
Dabei
5 Jun 2015
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#17
Es geht nicht um falsch und richtig und schon gar nicht um umprogramieren.
Es geht n deinem Fall um Sicherheit.
du vequickst hier zwei Dinge.
Du möchtest sie anhänglicher haben, mehr auf dich bezogen,
Weil DU Angst hast, nicht der Größte für sie zu sein, nicht das Wichtigste.
Das wird sie dir nicht geben.
Je mehr sie das spürt, desto weiter entfernt sie sich.
Denn das ist ein Naturgesetz in Beziehungen.
Nur deine Sicherheit und Soveränität sind atraktiv.
Eine Frau (ein Mensch) will einen starken Partner.
Wir können alle mal und vorübergehend mit den Schwächen unserer Partner umgehen,
Solange es keine Grundlegenden Probleme sind.
Aber Partner, die aus einem Mangel heraus
( und das Bedürnis nach Beifall wie du es beschreibst, zähle ich unbedingt dazu)
An uns klammern und unterbewußte oder laut ausgesprochene Vorstellungen vermitteln,
verunsichern ihr Gegenüber mehr, als das sie Nähe schaffen.
Wenn ich sage, frage eine Frau, was sie von dir will,
Dann meine ich von DIR und EURER Beziehung nicht von anderen Menschen, nicht in ihrem Freizeitverhalten.
Es geht um Euer miteinander und wie es so attraktiv werden kann, dass sie möglichst viel Zeit mit dir verbringen will.
Und nicht dasitzen muß und dein begeistertes Publikum spielen, um es mal krass zu sagen.
Was möchte sie von DIR?
 
Dabei
3 Feb 2013
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#18
@thecaliforniakid: Danke für Denkanstöße und Ausführungen. Hm, wie würden denn ein solches Umprogrammieren funktionieren?

So stark vereinfacht.
Du hast ein Verhalten was auf ein Denkmuster zurückzuführen ist das in deinem Gehirn Tief verankert ist oft Aufgrund von einer oder mehreren spezifischen Erinnerungen (die nicht selten in der Kindheit liegen).
Wenn das Denkmuster bleibt wird dein Verhalten immer wieder dasselbe sein.
Unser Gehirn automatisiert gerne deswegen ist es wichtig das du dir selber immer wieder sagst "Stop!" "So ist das nicht!"
Ich weiß nicht ob du schon mal von dem Vier Ohren Model von Schulz von Thun gehört hast. Auch als Kommunikations- oder Nachrichtenquadrat bekannt. Das besagt im Grunde das es vier Ebenen gibt auf der wir Nachrichten (also Informationen die wir optisch oder akustisch oder auch anders empfangen) senden und empfangen.
Wenn du jetzt etwas witziges erzählst und deine Freundin lacht nicht dann scheinst du das auf der Beziehungs- und Appel ebene zu sehen.
Bei dir im Gehirn kommt an. "Sie findet mich nicht witzig" "Ich muss witziger sein" weil man auf der Beziehungsebene alle auf sich bezieht und auf der Appel ebene immer ein Appel hinter dem besagten vermutet. Es wäre aber für dich sehr viel besser das auf der Sach- und Selbstoffenbarungsebene zu empfangen. Das ist dann "Sie lacht nicht" "Sie findet das erzählte nicht lustig" das hat dann nichts mehr mit dir zu tun.
Aber es wird dich Zeit und Arbeit kosten da du dich immer wieder so oft bewusst daran erinnern musst und dir diesen Gedankengang bewusst klar machen musst bis der bewusste Gedankengang den Automatisierten Ersetzt.
Du kannst das mit Kontakt Sportarten (Kampfsport, Football, Rugy) vergleichen wo jedem Anfänger erstmal die Angst vor dem Kontakt mit dem Gegenspieler abtrainiert werden muss.
Wenn du darüber mehr reden willst und mehr spezifische Fragen hast frag mich ruhig. Gerne auch per PM.


Wobei ich nicht weiß, ob es wirklich mit fehlendem Respekt zu tun hat. Ich glaube eigentlich schon, dass meine Freundin mich respektiert, auch wenn sie nicht lacht. Mir liegt nur einfach sehr viel an ihrer Reaktion. Bei anderen Leuten ist mir die Reaktion ziemlich egal.
Du missverstehst mich, aber das ist ein gutes Beispiel hier. Es hat natürlich nichts mit fehlendem Respekt zu tun aber du scheinst das zu denken. Ich bin mir relativ sicher das sie dich respektiert und du weißt dass das nichts mit ihrem nicht Lachen zu tun hat. Du weißt auch dass das eigentlich nicht so ist. Aber in diesen Momenten empfindest du es so.
Natürlich ist dir das bei anderen Egal die sind dir ja nicht so wichtig.
Der Punkt ist einfach das ihre Reaktion nichts darüber aussagt ob sie dich mehr oder weniger liebt/respektiert/etc. du fragst dich aber ob das eine Rolle spielen könnte (wenn vielleicht auch unter bewusst).
Und die Basis für dieses Gefühl ist Angst...das ist auch nichts schlimmes Angst ist ein Fundament menschlichen Lebens. Angst vor Dunkelheit, Angst vor Feuer, Angst vor wilden Tieren, die Angst zu kurz zu kommen. Angst spielt eine ganz große Rolle in der Verhaltenspsychologie.
Aber mit Angst kann man umgehen.
Wenn eine Spinne in deiner Badewanne sitzt nimmt man die dann in die Hand? Die meisten Leute sagen Nein bloß nicht...ist auch klar Spinnen sind Ekelhaft und manche sind Giftig. Aber wenn man drüber Nachdenkt die meisten Spinnenarten sind gar nicht giftig und selbst von den Giftigen gibt es nur wenige deren Biss wirklich gefährlich ist, also was im Grunde bleibt ist der Ekel (die Angst). Das sind einfach Urängste die in uns drin sind. Also was machst du? Wenn eine Spinne das nächste mal in deiner Badewanne ist nimmst du sie einfach in die Hand, schau vielleicht vorher nochmal ob es nicht gerade ne Schwarze Witwe ist aber wenns keine ist...und bei der nächsten wieder und wieder und wieder und wieder und irgendwann wenn du mal 100 Spinnen in der Hand hattest wirst du fest stellen du hast gar keine Angst mehr davor, es kostet dich nicht mehr diese Überwindung die du beim ersten mal gebraucht hast.
Selbes Prinzip.
Sie fand den Witz nicht lustig aber OK so ist sie halt.
Aber sie respektiert mich trotzdem, sie schätzt mich, sie liebt mich.
Mach dir das immer wieder bewusst.

Vielleicht hilft es dir auch wenn du akzeptierst das Humor auch immer Geschmackssache ist und bei Menschen Unterschiedlich ist und das es immer irgendjemanden geben wird der witziger ist als du.

Der erste Satzteil hilft mir ein wenig auf der rationalen Ebene, aber die Eifersuchts-/Wutgefühle, wenn es jemand anders mal wieder besser gelingt, treten trotzdem auf. Und sie können stark sein. So stark, dass sie mich in meiner Lebensqualität einschränken.
Ich muss jetzt gleich meine Eltern vom Flughafen und danach meine Freundin vom Bahnhof abholen.
Daher kann ich da jetzt nicht so genau drauf eingehen.
Aber im Grunde ist es dasselbe Prinzip wie weiter oben. Eifersucht hat auch viel mit Angst zu tun und mit mangelndem Selbstvertrauen/Selbstbewusstsein. Ich bin zum Glück überhaupt kein Eifersüchtiger Mensch aber auch ich habe natürlich schon Momente gehabt in denen ich Eifersüchtig war oder Gefühle hatte die in die Richtung gehen. Das ist völlig normal und Menschlich, wichtig ist aber dass diese Gefühle nicht dein Handeln und Denken bestimmen und deine Lebensqualität einschränken.
Meine Freundin hatte neulich eine Ausstellung in Zürich und wir sind anschließend noch etwas trinken gegangen mit zwei Fotografen sie haben sich dann an einem Punkt an diesem Abend sehr Lebhaft über Photografie und bestimmte Photos unterhalten und da ist mir bewusst geworden das ich mich nie mit ihr über Photographie so unterhalten können wie die beiden, natürlich fühle ich mich in dem Moment nicht so toll aber dann denke ich wieder "Sie liebt mich ja nicht weil ich so viel von Photographie verstehe sondern wegen vieler anderer Sachen.
Dann war es so, ich hatte ein Photo von ihr in ihrem Atelier gemacht und ich fand das Bild voll gut, und sie auch und sie meinte "Hey das ist voll gut du hast ein Auge dafür" und der eine von den Photographen hat das gesehen und meinte "Hey das Motiv gefällt mir das können wir auch mal machen." Dann hat er ne Woche drauf das gemacht und sein Bild sieht einfach 100 mal besser aus als meins. Natürlich hab ich meins mit nem iPhone gemacht er seins mit ner Professionellen Kamera aber hey...Ich dachte eigentlich mein Foto wär gut gewesen...ist natürlich nicht der optimale Vergleich aber ich denke du verstehst worauf ich hinaus will.
Versuch vielleicht mal deine Angst abzubauen das sie andere Witziger finden könnte als du, da gibt es im Grunde nur zwei Wege Konfrontation oder Durchleben.
Schaut doch mal zusammen irgendeinen Comedian an den sie besonders lustig findet erstmal im TV/auf Youtube und dann vielleicht next Level live.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#19
Danke für die Antworten.

@Cybele: Ich kann dir prinzipiell schon folgen und glaube auch, dass meine Erwartungshaltung ein Teil des Problems ist. Aber wie soll ich die ablegen?

Wenn eine Frau dir nicht aus ganzem Herzen gibt, was du dir von ihr wünscht,
Dann kann es gut sein, dass ihr etwas fehlt, in eurer Beziehung.
Nähmlich deine Hingabe an sie, statt das du auf ihre Reaktion wartest und dich nicht gesehen fühlst


Ist das nicht ein Geben und Nehmen? Ich sage ja nicht, dass ihre Bedürfnisse auf der Strecke bleiben sollen. Ich helfe ihr im Haushalt, höre ihr zu, bringe ihr immer wieder kleine Geschenke mit und versuche ihr den nötigen Freiraum zu lassen, auch wenn es mir nicht immer leichtfällt. Es ist ja nicht so, dass ich einen Wutanfall bekomme, wenn sie nicht lacht. Eher gehe ich mit mir selbst ins Gericht, aber das bekommt sie natürlich auch mit und trägt nicht gerade zu einer Entspannung der Situation bei. Am besten wäre wohl, Druck rauszunehmen, dann würde es mir wohl auch wieder besser gelingen und vor allem gleichgültiger zu werden, wenn jemand anders sie erheitert.

@thecaliforniakid: Hm, ich weiß nicht. Ich zweifle nicht an ihrer Liebe, mir sind Humor und ihr Lachen nur einfach sehr wichtig, weil ich mich stark darüber definiere. Ich denke, dass jeder so einen Punkt hat, der ihm am Herzen liegt. Ich habe in diesem Bereich auch einen gewissen Ehrgeiz. Den komplett abzulegen, ist ein Ding der Unmöglichkeit ebenso wie mit ihr irgendwelche Comedians anzusehen. Ich glaube, wenn sie das verstärkt tun würde, wäre es für mich ein Trennungsgrund, zumal ich ihr ja auch offenbart habe, wie wichtig mir dieser Aspekt in der Beziehung ist. Umgekehrt darf sie auch Wünsche einbringen, die berücksichtigt werden. Ich habe ihr zuliebe schon mein gewohntes Umfeld zurückgelassen.
 
Dabei
3 Feb 2013
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#20
Ich kann dir prinzipiell schon folgen und glaube auch, dass meine Erwartungshaltung ein Teil des Problems ist. Aber wie soll ich die ablegen?
Durch üben.
Ist das nicht ein Geben und Nehmen? Ich sage ja nicht, dass ihre Bedürfnisse auf der Strecke bleiben sollen. Ich helfe ihr im Haushalt, höre ihr zu, bringe ihr immer wieder kleine Geschenke mit und versuche ihr den nötigen Freiraum zu lassen, auch wenn es mir nicht immer leichtfällt. Es ist ja nicht so, dass ich einen Wutanfall bekomme, wenn sie nicht lacht. Eher gehe ich mit mir selbst ins Gericht, aber das bekommt sie natürlich auch mit und trägt nicht gerade zu einer Entspannung der Situation bei. Am besten wäre wohl, Druck rauszunehmen, dann würde es mir wohl auch wieder besser gelingen und vor allem gleichgültiger zu werden, wenn jemand anders sie erheitert.
Naja das ist schon was anderes findest du nicht?

Dein Bedürfnis das sie über deine Witze lacht.

Und ihre "Bedürfnisse" das sie den Haushalt nicht alleine machen muss und du ihr zuhörst...

Das sind eigentlich keine Bedürfnisse was du bei ihr aufzählst.
Haushalt muss halt gemacht werden und es ist verständlich in einer Partnerschaft das nicht einer die ganze Arbeit macht.
Und das man einander zuhört sollte doch eigentlich eine Grundvoraussetzung für jede Beziehung sein.

@thecaliforniakid: Hm, ich weiß nicht. Ich zweifle nicht an ihrer Liebe, mir sind Humor und ihr Lachen nur einfach sehr wichtig, weil ich mich stark darüber definiere. Ich denke, dass jeder so einen Punkt hat, der ihm am Herzen liegt. Ich habe in diesem Bereich auch einen gewissen Ehrgeiz. Den komplett abzulegen, ist ein Ding der Unmöglichkeit ebenso wie mit ihr irgendwelche Comedians anzusehen. Ich glaube, wenn sie das verstärkt tun würde, wäre es für mich ein Trennungsgrund, zumal ich ihr ja auch offenbart habe, wie wichtig mir dieser Aspekt in der Beziehung ist. Umgekehrt darf sie auch Wünsche einbringen, die berücksichtigt werden. Ich habe ihr zuliebe schon mein gewohntes Umfeld zurückgelassen.[/QUOTE]

Aber woran zweifelst du dann?
Ist es dir wichtig Witzig zu sein? Oder ist es dir wichtig dass sie dich Witzig findet?
Im ersteren Fall
Solltest du dir klar machen dass Humor eben Ansichtssache ist und es nun mal so ist dass sie dein "Programm" einfach nicht lustig findet weil es ihr Humor ist. Sie denkt aber deswegen nicht geringer von dir und sie hat sehr wohl das Recht dazu andere Leute lustig zu finden.
Im zweiten Fall wird es schwierig.

Du kannst sie ja nicht ändern, du kannst nicht ändern dass sie dich nicht so witzig findet wie andere das tun.
Das einzige was du ändern kannst ist deinen Umgang damit.

Versuch mal folgendes:
- Löse dich von der Vergangenheit
Dein Humor/dein Witzig sein war für dich in deiner Kindheit und Schulzeit enorm wichtig um dir Respekt zu verschaffen und Distanz herzustellen, Das Lachen der anderen war für dich eine Form der Anerkennung, die dir in anderen Bereichen versagt blieb. Das ist Heute nicht mehr wichtig und hilft dir auch nicht mehr weiter dass das damals so gewesen ist. Du bist jemand anders heute als damals du hast dich weiter entwickelt. Es ist wichtig dass du dir das bewusst machst damit du nicht in alte Verhaltensmuster aus dieser Zeit zurückfällst.
- Sei Radikal ehrlich zu dir selbst und übernimm Verantwortung für deine weniger positiven Angewohnheiten. Das Problem ist wie gesagt dein Umgang damit das sie das nicht lustig findet, das sie andere lustiger findet. Du projizierst deine Ängste (die du aus deiner Kindheit mit dir trägst) auf Sie. Versuche dir die Situation mal Vorzustellen in der dich das wütend/eifersüchtig macht dass sie über das was jemand anders sagt macht und dann stelle dir vor wie du eine andere emotionale Reaktion hast...eine neutralere als Wut, Angst oder Eifersucht.
- Sei Verantwortlich für dein Verhalten
Du must deinen Verstand trainieren um ihm klar zu machen dass DU ein Wahl hast wie du auf solche Situationen reagierst. Du fühlst dich aktuell verletzt und bist eifersüchtig und wütend aber das musst du nicht, es gibt objektiv keinen Grund dafür. Du hast die Wahl drauf zu reagieren oder nicht zu reagieren wie du willst aber das erfordert viel Übung. Dafür ist auch wichtig das du dir klar machst dass das dein Problem ist und deins ganz allein. Du musst der Versuchung wiederstehen deiner Freundin irgendeinen Teil der Schuld daran zu geben. Das ist nicht leicht, das fühlt sich sehr schlecht an bevor es sich gut anfühlt.
- Bleib dran
Wenn du dich dafür entscheidest muss dir klar sein das ist nichts was du innerhalb von 2-3 Monaten bewerkstelligst das wird 12-18-24 Monate vielleicht länger dauern und du musst dran glauben du musst dran glauben das du die Kraft hast deine Denkweise zu ändern das DU der Chef bist und nicht deine Instinkte.

Und du musst es wirklich wollen...
Wenn du einfach nur willst dass deine Freundin dich lustig findet dann such dir besser eine die über deine Witze lacht.
Wenn du glaubst dass deine Freundin es Wert ist das du eine dir zwar wichtige aber objektiv nicht Hilfreiche Eigenart ablegst dann ist das ein Versuch wert und wie gesagt ich Helfe dir auch gerne wenn du weitere Fragen hast.
 
Dabei
3 Jan 2019
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#21
Naja das ist schon was anderes findest du nicht?

Dein Bedürfnis das sie über deine Witze lacht.

Und ihre "Bedürfnisse" das sie den Haushalt nicht alleine machen muss und du ihr zuhörst...

Warum ist das was anderes?

Oder ist es dir wichtig dass sie dich Witzig findet?

Dieses hier. Manchmal findet sie mich ja auch witzig, nur nicht so oft und so viel, wie ich es mir wünsche.

Versuche dir die Situation mal Vorzustellen in der dich das wütend/eifersüchtig macht dass sie über das was jemand anders sagt macht und dann stelle dir vor wie du eine andere emotionale Reaktion hast...eine neutralere als Wut, Angst oder Eifersucht.

Hm, die Frage ist: Kann man das wirklich wählen? Ich meine, die Gefühle sind ja da. Und sie sind stark und schmerzhaft. Ich war noch nie gut darin, Gefühle zu verdrängen. Bin ein emotionaler, nach außen gekehrter Mensch, d.h. man merkt mir schnell an, wenn etwas nicht passt. Im schlimmsten Fall kann ich sogar mal aufbrausend werden, auch wenn sich die Wut nur gegen mich richtet. Deine Anregungen klingen sehr gut, aber ich sehe hier eine unlösbare Aufgabe vor mir. Seit ich denken kann, ist es mir wichtig, mit diesen meinen Stärken bei meinen Bezugspersonen zu punkten.

Schluss zu machen trotz starker Gefühle ist hart. Zudem respektiert meine Freundin ja auch, dass sie Unterhaltung nicht extra wo anders suchen soll, z.B. in Form von Comedy und Kabarett. Gottlob legt sie darauf auch nicht so viel Wert. Mit jemand anderem zu lachen kann ich ihr natürlich nicht verbieten, auch wenn ich es gerne tun würde. Umgekehrt wäre ich auch bereit, Opfer für sie zu bringen, z.B. Kontakte abzubrechen etc., aber sie verlangt es nicht. Also kann ich es umgekehrt auch nicht von ihr verlangen. Außerdem würde der Schuss nach hinten losgehen.

Ich würde schon gern daran arbeiten, denn wie du sagst, kann sie hier nichts ändern. Ich denke aber, dass nur realistische Ziele hilfreich sind. Eine völlige Gleichgültigkeit ihre Reaktion auf mich betreffend erscheint mir utopisch. Mir würde schon etwas mehr Gelassenheit in diesem Punkt reichen. Im Augenblick spukt mir das Thema ständig durch den Kopf, obwohl ich mich auf die Arbeit konzentrieren muss und nicht ganz fit bin. Ich überlege schon untertags, mit welchen News und kleinen Anekdoten ich sie abends unterhalten könnte und bin dann jedes Mal enttäuscht, wenn es nicht entsprechend klappt. Je weniger es klappt, desto mehr forciere ich. Mir wäre schon geholfen, mal aus diesem Kreislauf auszubrechen, der mir ja auch Energie kostet. Comedy etc. mit ihr zu schauen wäre im Moment eine krasse Überforderung und ich weiß auch nicht, ob ich so weit je komme oder kommen will. Mein erstes Ziel wäre einfach mal etwas Druck rauszunehmen. Die mentalen Übungen klingen gut, sind in der Situation aber schwer umzusetzen. LG
 
Dabei
3 Feb 2013
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#22
Naja das ist schon was anderes findest du nicht?


Dein Bedürfnis das sie über deine Witze lacht.

Und ihre "Bedürfnisse" das sie den Haushalt nicht alleine machen muss und du ihr zuhörst...

Warum ist das was anderes?
Weil ihr beide ja in dem Haushalt zusammen lebt und ihr beide daher ein Interesse daran habt dass dieses Haus Bewohnbar bleibt und euer Alltag reibungslos abläuft. Indem das Haus Sauber ist, Lebensmittel Vorhanden sind, Sauberes Geschirr, Klamotten etc.
Das der Haushalt gemacht wird ist also keines ihrer Bedürfnisse es ist vielmehr Grundvoraussetzung das ihr beide in diesem Haus Wohnen könnt und ihr in eurem Alltag funktioniert. Dass sie da nicht die ganze Arbeit allein machen sollte ist in einer modernen Beziehung einfach nur logisch.
Das du Uhr zuhörst ist auch kein Bedürfnis von ihr sondern vielmehr Grundvoraussetzung für menschliches Zusammen leben. Ohne dass man einander zuhört kann es weder Respekt noch Vertrauen geben und Respekt und Vertrauen sind die Basis für jede Beziehung.

Oder ist es dir wichtig dass sie dich Witzig findet?

Dieses hier. Manchmal findet sie mich ja auch witzig, nur nicht so oft und so viel, wie ich es mir wünsche.

Versuche dir die Situation mal Vorzustellen in der dich das wütend/eifersüchtig macht dass sie über das was jemand anders sagt macht und dann stelle dir vor wie du eine andere emotionale Reaktion hast...eine neutralere als Wut, Angst oder Eifersucht.

Hm, die Frage ist: Kann man das wirklich wählen? Ich meine, die Gefühle sind ja da. Und sie sind stark und schmerzhaft. Ich war noch nie gut darin, Gefühle zu verdrängen. Bin ein emotionaler, nach außen gekehrter Mensch, d.h. man merkt mir schnell an, wenn etwas nicht passt. Im schlimmsten Fall kann ich sogar mal aufbrausend werden, auch wenn sich die Wut nur gegen mich richtet. Deine Anregungen klingen sehr gut, aber ich sehe hier eine unlösbare Aufgabe vor mir. Seit ich denken kann, ist es mir wichtig, mit diesen meinen Stärken bei meinen Bezugspersonen zu punkten.

Schluss zu machen trotz starker Gefühle ist hart. Zudem respektiert meine Freundin ja auch, dass sie Unterhaltung nicht extra wo anders suchen soll, z.B. in Form von Comedy und Kabarett. Gottlob legt sie darauf auch nicht so viel Wert. Mit jemand anderem zu lachen kann ich ihr natürlich nicht verbieten, auch wenn ich es gerne tun würde. Umgekehrt wäre ich auch bereit, Opfer für sie zu bringen, z.B. Kontakte abzubrechen etc., aber sie verlangt es nicht. Also kann ich es umgekehrt auch nicht von ihr verlangen. Außerdem würde der Schuss nach hinten losgehen.

Ich würde schon gern daran arbeiten, denn wie du sagst, kann sie hier nichts ändern. Ich denke aber, dass nur realistische Ziele hilfreich sind. Eine völlige Gleichgültigkeit ihre Reaktion auf mich betreffend erscheint mir utopisch. Mir würde schon etwas mehr Gelassenheit in diesem Punkt reichen. Im Augenblick spukt mir das Thema ständig durch den Kopf, obwohl ich mich auf die Arbeit konzentrieren muss und nicht ganz fit bin. Ich überlege schon untertags, mit welchen News und kleinen Anekdoten ich sie abends unterhalten könnte und bin dann jedes Mal enttäuscht, wenn es nicht entsprechend klappt. Je weniger es klappt, desto mehr forciere ich. Mir wäre schon geholfen, mal aus diesem Kreislauf auszubrechen, der mir ja auch Energie kostet. Comedy etc. mit ihr zu schauen wäre im Moment eine krasse Überforderung und ich weiß auch nicht, ob ich so weit je komme oder kommen will. Mein erstes Ziel wäre einfach mal etwas Druck rauszunehmen. Die mentalen Übungen klingen gut, sind in der Situation aber schwer umzusetzen. LG
Ja, du hast eine Wahl.
Jedes Verhaltensmuster was wir an dem Tag legen haben wir uns irgendwann angeeignet, das haben wir irgendwann gelernt und genauso können wir das auch wieder verlernen und etwas neues lernen.
Nur Erfordert dass eben viel Zeit, Geduld und das man sich sehr hart und sehr ehrlich mit sich selbst auseinander setzt.
Das ist den meisten zu viel weil das nicht wirklich angenehm ist sich mit sich selber Auseinander zusetzen.

Du scheinst gerade sehr in der Mitte festzustecken.
Aber wenn das so weiter geht wie bis jetzt wird das Irgendwann schief gehen.
Man merkt ja jetzt schon hier im Forum wie sehr dich das belastet. Du schreibst es ja auch selber wie viel du dich am Tag damit beschäftigst.
Wenn du so weiter machst wie jetzt werden diese Negativen Gefühle und der Druck zunehmen.
Und irgendwann wirst du dann entweder die Beherrschung verlieren oder doch deiner Freundin die Schuld geben.

Ich sage ja nicht dass es dir von jetzt auf nachher Gleichgültig sein soll. Sondern dass du Schritt für Schritt das reduzieren sollst. Das es dir etwas gleichgültiger wird, das deine Reaktion nicht mehr so negativ ist und beim nächsten mal wieder etwas gleichgültiger und wieder und wieder und irgendwann stehst du dann vielleicht relativ neutral dazu. Du solltest dir auf keinen Fall zu viel vornehmen.

Die mentalen Übungen klingen gut, sind in der Situation aber schwer umzusetzen.
Deshalb sollst du es ja vorher visualisieren. Stell dir diese Situationen vor. Nimm eine ganz bestimmte Situation die du schon erlebst hast und stell sie dir vor und dann stell dir vor wie du anders reagiert hättest und wie du dich dann gefühlt hättest.
Du kannst auch wie ein Tagebuch über deine Reaktionen und Gefühle führen und das Aufschreiben.
 

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