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Gast
#1
Liebe Leute,

ich habe ein ungewöhnliches Problem... Ich langweile mich schnell im Job und bin schnell unzufrieden. Ich kann nicht sagen wieso :/. Also ich habe Sozialpsychologie studiert und immer schon gearbeitet. Neben der Schule hab ich im Krankenhaus gejobbt. Neben dem Studium als Kellnerin und Kassiererin. Nach dem Studium hab ich zuerst mit psychisch Kranken gearbeitet. Das lief drei Jahre, aber schon im letzten Jahr bemerkte ich, dass es nicht das Richtige ist. Ich machte also einen Plan, was ich möchte und heraus kam, dass ich mit Jugendlichen arbeiten will. Also arbeitete ich mit Jugendlichen. Nach sechs Monaten wollte ich etwas anderes machen. Ich arbeitete mit behinderten Kindern. Das machte ich sechs Monate, dann wollte ich etwas anderes machen und arbeitete mit Krippenkindern in der Frühförderung. Nach sechs Monaten wollte ich etwas anderes machen, nun bin ich Lehrerin... Ihr erkennt sicher ein Muster. Ich kann es selbst nicht nachvollziehen. Ich beginne einen Job und mache ihn gern, jedes Mal. Ich mache ihn auch gut, ich habe hervorragende Zeugnisse und die Arbeitsstellen lassen mich nur ungern gehen. Ich habe keine Probleme mit Kollegen und finde auch nicht, dass einer der Jobs zu belastend für mich war/ist... Es ist eher so, dass ich irgendwann anfange mich zu langweilen... Sobald alles seinen Rhythmus gefunden hat, denke ich "Um-Himmels-Willen, ich muss etwas anderes machen"...Die Probezeit ist um, ich werde entfristet und nehme die Beine in die Hand, weil etwas anderes plötzlich viel interessanter ist... So kann es einfach nicht weitergehen. Ich habe tausende dieser Berufstests gemacht, war auch zur Beratung beim Arbeitsamt. Das Ergebnis war immer, ich bin im richtigen Bereich, Kinder und Jugendliche, Bildung, Psychologie. Aber konkret gebracht hat das nichts. Ich weiß einfach nicht, was ich will und wo ich gut aufgehoben wäre. Ich wünsche mir, länger in einem Job zu bleiben ohne, dass ein unangenehmes Gefühl eintritt. Ich habe auch schon versucht, es einfach "durchzuziehen", aber wurde dann genervt, unleidlich und bin einfach nicht mehr gern zur Arbeit gegangen. Kennt dieses Gefühl jemand? Hat jemand ein ähnliches Problem gern dauernd etwas anderes machen zu wollen?
 
Dabei
6 Feb 2017
Beiträge
1.159
#2
Hi :)
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Ich bin verwundert, dass es soziale Berufe sind, von denen du dich immer wieder so leicht lösen kannst. Entwickelst du keine Bindung zu den Menschen? Oder ist das das Problem? Wie läuft das ab, wenn du dann Arbeitsplatz wechselst.. Hältst du Kontakt zu den alten Kollegen? Bleibst du in Berührung mit den Geschichten deiner ehemaligen Schützlinge?

Zeigt sich dieses Muster noch in anderen Bereichen bei dir? Dass du dich vielleicht einfach nicht gerne langfristig auf etwas festlegst?
Wie lief denn dein Studium? Hast du das einfach konsequent durchgezogen?
 
Dabei
27 Mrz 2012
Beiträge
5.403
#3
Hallo Gast!

Ich kenne dein Gefühl (nicht auf joblicher Basis)! Ich habe ähnlich viele Interessen und würde gerne einfach mal alles ausprobieren! Disziplin um etwas richtig gut zu machen habe ich aber nicht...

Es war wirklich ein Wendepunkt für mich als ich mir den TED Talk "Why some of us don't have one true calling" angesehen habe.

Ich kann dir nur raten ihn dir anzuschauen... und dann deine Eigenschaften nicht als Problem anzusehen, sondern als Stärken!
 
Dabei
30 Nov 2014
Beiträge
1.137
#4
Falls diese wiederholt auftretende Unzufriedenheit tatsächlich nur auf den Job zurückzuführen ist, ist es vielleicht einfach nicht dein Ding, auf Dauer die selbe Tätigkeit auszuüben. Oftmals neigen wir aber dazu, Unzufriedenheiten die von innen heraus kommen auf andere Lebensbereiche wie Job oder Beziehung zu projizieren. Um das näher beurteilen zu können müsstest du erklären, was dich ganz konkret an den bisherigen Jobs gestört bzw. gelangweilt hat.

Ansonsten stellt sich die Frage, welcher Job in den genannten Bereichen genug Abwechslung für dich mit sich bringt. Da fällt mir spontan nichts zu ein, komme aber auch aus einer ganz anderen Ecke.
 

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