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Sex nach "Terminkalender"

  1. #1
    Izzy

    Standard Sex nach "Terminkalender"

    Meine Frage richtet sich vor allem an die berufstätigen Eltern unter euch.

    Wie macht ihr es, dass der Sex nicht zu kurz kommt ?

    Wir erwischen uns selbst immer wieder das unser Sexleben "geplant" ist und quasi nach Terminkalender verläuft.
    Wir erwischen uns selbst dabei, wie beide (oder einer von uns) gar keine Lust hat. Ganz nach dem Motto "Jetzt haben wir mal eine Stunde für uns, jetzt müssen wir auch Sex haben".

    Natürlich haben wir darüber gesprochen und uns gefragt, wie andere Paare sowas handhaben.

  2. #2
    Gruber

    Standard

    Ich befinde mich zwar nicht in dieser Situation denke aber, dass man sich nicht in dieser Form zum Sex "zwingen" sollte. Ich könnte mir vorstellen, dass dies die zukünftige Unlust eher noch fördert. Wenn bei beiden die Libido so gering ist, dass keine Lust aufkommt dann passt es im Prinzip doch gut zusammen. Ein Problem ist es erst dann, wenn dies einseitig stattfindet. In dem Fall kann man versuchen, die konkreten Ursachen dafür zu ergründen.

  3. #3
    Frau Holle

    Standard

    ...ich habe selber keine Kinder, allerdings sind wir seit bald 4 Jahren zusammen. Auch bei uns ist ein Alltagstrott da und wir haben beide anspruchsvolle Berufe.
    Ich denke, wichtiger als die Quantität ist die Qualität. Wenn man sich immer noch begehrt und die "Qualität" gut ist wenn man miteinander schläft. Dabei ist es auch wichtig, dass
    man nicht die grosse Erwartung hat, dass es jedesmal extrem leidenschaftlich ist. Ich denke, nach einer gewissen Zeit schläft man eher miteinander, weil man sich aus Liebe
    nahe sein möchte. Aber man sollte den anderen trotzdem noch begehren...

  4. #4
    josephus
    Neuling

    Standard

    Unsere Situation ist ähnlich, wir haben Kinder und sind beide berufstätig. Freie Zeit ist ein knappes Gut und ich kann das Gefühl, jetzt Sex haben zu "müssen", weil die Kinder grad nicht da sind, gut nachvollziehen.

    Nach der Geburt unseres zweiten Kindes hat unser Sexleben eine Krise durchlaufen, weil meine Frau zunächst keine Lust mehr hatte und als ihr Verlangen wieder erwachte, bei mir Erektionsprobleme auftauchten. Ich fühlte mich unter Druck, mit meiner Frau schlafen zu "müssen", wenn die Gelegenheit da war, auch wenn ich nicht besonders Lust hatte.

    Wir haben lange und immer wieder darüber gesprochen und es so irgendwie geschafft, das Ganze locker zu nehmen. Wenn wir Lust haben und sich die Gelegenheit ergibt, haben wir Sex, ansonsten halt nicht und das ist dann auch o.k. Wir schlafen miteinander, wenn wir beide wollen und lassen uns nicht mehr unter Druck setzen. Das hört sich banal an, aber uns hat es sehr geholfen, zu erkennen, dass es o.k. ist auch mal eine Woche keinen Sex zu haben und dass das nichts mit unserer Beziehung und den Gefühlen zueinander zu tun hat.

    Natürlich geben die Kinder größtenteils den Takt vor, wie es halt in vielen Lebensbereichen ist, wenn man Kinder hat. Aber es bleibt trotzdem Platz für Spontaneität, wenn man sich darauf einlässt. Wir schließen uns dann schon mal schnell im Bad ein. Oder wir erlauben den Kindern Sonntagvormittag ausnahmsweise den Fernseher einzuschalten und gehen nochmal ins Schlafzimmer. Auch die Küche wurde mehrmals Schauplatz, als die Kinder gerade in ihrem Zimmer beschäftigt waren. Unsere Skrupellosigkeit kennt inzwischen kaum noch Grenzen ;)

    In der Regel haben wir aber den typischen Eltern-Sex am späten Abend, wenn die Kinder schlafen. Aber auch da kann man variieren, wir gehen inzwischen sehr gerne spätabends zusammen duschen :) Natürlich sind wir abends nach Büro und Kinderversorgung erst mal erledigt, aber wenn man seine Müdigkeit (und Trägheit) überwinden kann, ist das eine schöne Belohnung für die Strapazen des Alltags.

    Insgesamt finde ich unser Sexleben fast besser als vor den Kindern, weil es eben nicht mehr so selbstverständlich mitläuft, sondern wir uns damit auseinander setzen mussten, viel darüber reden und es damit intensiver wurde.

  5. #5
    Izzy

    Themenautor

    Standard

    Ich fühlte mich unter Druck, mit meiner Frau schlafen zu "müssen", wenn die Gelegenheit da war, auch wenn ich nicht besonders Lust hatte.
    Genau das sind auch meine Gedanken. Und das ihr öfters die Lust fehlt, merke ich auch.
    Ich habe das Gefühl, wir kommen nicht auf einen Nenner.

    Wir schlafen miteinander, wenn wir beide wollen und lassen uns nicht mehr unter Druck setzen.
    Das Gleiche versuchen wir zur Zeit. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir der Verzicht leichter fällt, als ihr.
    Bei mir ist es momentan sehr stressig und bin manchmal einfach nur froh die Füße hochzulegen.
    Aber gerade von ihrer Seite her merke ich Frustration.

    Was wir im Moment viel machen ist, uns versaute SMS hin und her zu schicken. So kann man sich gegenseitig schon mal ein wenig anheizen und hat Abends auch mehr Lust.
    Auch versuchen wir uns zu zeigen, dass es auch seinen Reiz hat mal mehrere Tage auf Sex zu verzichten.
    So ist momentan unser Status.

  6. #6
    Fabi-Colonia

    Standard

    Ich kenne das "Problem" auch, als es mal mit ner Ex-Partnerin aus beruflichen Gründen kaum noch Zeit gab, dass wir Sex haben konnten. Sich selbst unter Druck setzen und quasi zu planen, wann ihr Sex habt, weil die Kinder nicht da sind, funktioniert nicht gut oder lange.
    Wir hatten ähnliches und es war furchtbar! Das war dann wirklich so, "Du musst jetzt - auch wenn Du keinen Bock hast und jetzt lieber was anderes machen würdest!" Entsprechend beschissen war die Nummer dann auch. Wir haben es nach einigen Versuchen gelassen und darüber gesprochen.

    Unsere Lösung war es damals spontan zu versuchen, wenn einer wirklich Lust hatte. Derjenige hat dann mit Liebkosungen leicht angefangen und wenn der andere drauf eingestiegen ist, ging es weiter. Das war qualitativ viiiiiiiel besser, auch wenn es dann seltener war.

    Vögeln nach Plan, hat selten was mit echter Leidenschaft und Lust zu tun



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