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Brauche ich Hilfe?

  1. #1
    hyks

    Standard Brauche ich Hilfe?

    Hi!

    Ich weiß nicht wie ich anfangen soll... Nun gut.

    Ich bin seit 2 1/2 Jahre mit meiner jetztigen Freundin zusammen (Ich 30, Sie 29). Die ersten 2 Jahre waren eigentlich auch ganz toll. Ich habe mich geborgen und sicher bei ihr gefühlt, unser Sexualleben war auch gut.

    Nur seit Sommerbeginn kriselt es bei uns sehr gewaltig.
    Ihr Vater ist gestorben (Mit dem sie schon länger keinen Kontakt gehabt hat) und hat dann angefangen nach und nach sich immer mehr zurück zu ziehen. Anfangs dachte ich okay, ihr Vater ist gestorben, sie braucht halt die Zeit für sich alleine. Also den Freiraum lassen den sie braucht um zu Trauern.

    Das ist jetzt mittlerweile fast 4 Monate her. Seit dem sie halbwegs wieder auf den Beinen ist, hat sie angefangen sich von mir zu distanzieren. Anfangs dachte ich mir nichts dabei und hab halt gehofft dass das vielleicht eine Phase ist. Nur mittlerweile habe ich sie darauf mal angesprochen was den los ist und warum sie sich von mir so distanziert? Auf die Frage hat sie extrem aggressiv reagiert und gemeint ich habe irgendwelche Hirngespinster und ich solle sie nicht mit der Frage drängen. Nun ja, daraufhin bin ich natürlich ziemlich erschrocken weil ich sie eben nicht so kenne.

    So ist es ungefähr seit 2 Monaten gegangen. Mittlerweile haben wir auch schon seit fast 3 Monaten kein Sex mehr.
    Ich kann es natürlich irgendwie nachvollziehen. Ich könnte es dann wahrscheinlich auch nicht.

    Nur mittlerweile hat sich das so verfahren, dass ich mir immer mehr unsere alte Zeit herbei wünsche wo eigentlich noch alles okay war. Wir streiten mittlerweile fast jeden Tag darüber dass ich das gar nicht gut finde wie sie seit rund 3 Monaten mir gegenüber sich verhält.

    Heute war quasi so die Explosion schlecht hin. Heute hat sie mir viele Sachen gesagt die sehr verletzend waren. Wie z.b. es wird nie wieder so sein wie früher und ihr wäre es lieber wenn ich sie in Ruhe lassen würde. Natürlich kam dann auch fas Wort Trennung vor. Nur das möchte sie widerrum nicht.

    Ich verstehe einfach nicht was die eigentlich will? Liegt es an mir? War ich wirklich zu aufdringlich? Was würdet ihr mir raten? Brauche ich vielleicht selber Hilfe?

    Ich versuche mich mittlerweile so gut es geht mich abzulenken mit Freunden, paar Serien etc. Nur diese Sache belastet mich doch sehr. Ich weiß nicht, wie ich weiter machen soll? Ich bin im Moment sehr unglücklich. Dabei will ich doch nur dass es wieder besser läuft.

    Wäre sehr dankbar über jede hilfreiche Antwort.
    Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

  2. #2
    Peachy

    Standard

    Hallo hyks,

    nach vier Monaten ist sowas noch nicht überwunden. Eine Trauer durchlebt Phasen.

    Sie hat sich mit ihrem Vater offensichtlich auch nicht gut verstanden, was meinst du, wie sehr das an ihr nagt, sich nie wieder mit ihm aussöhnen zu können? Das ist in vier Monaten nicht erledigt und man kann wieder zum Alltag übergehen.

    Die Aggression, die sich nun zeigt, ist wohl in Wahrheit die gegen sich selbst.

    Du hast vielleicht noch keinen Elternteil verloren, ich schon und deine Freundin hat Recht, es wird nie wieder so sein wie vorher, vor allem wenn man viel zu früh in so jungen Jahren einen Elternteil verliert. Das reißt dir ein Loch in die Seele, eine klaffende Wunde bleibt zurück.

    Es ist schwer, dir zu raten, was du tun sollst. Du kannst eigentlich nichts machen, du kannst ihr den Schmerz, die Verzweiflung nicht nehmen.

    Deine Freundin macht gerade etwas Furchtbares durch, was man jemanden, der das noch nicht in der Form erlebt hat, nicht erklären kann.

    Deine Frage, was denn los ist - oh ich hab die damals auch gestellt bekommen und bin auch in Tränen ausgebrochen - mein Vater ist tot - das ist los!!!

    Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich gelernt habe, damit zu leben. Nach vier Monaten hatte ich wohl auch grad eine Wutphase.

    Nimms ihre Gefühlsausbrüche nicht persönlich. Das ist das einzige, was ich dir raten kann.
    Alle sagten: "Das geht nicht".
    Dann kam einer, der wusste das nicht
    - und hat es gemacht.

  3. #3
    hyks

    Themenautor

    Standard

    Hallo Peachy,

    zuerst danke für deine Antwort!

    Ich habe mit 16 meine Mutter verloren. Von dem her kann ich ihren Schmerz nach empfinden.
    Ich denke mir allerdings dass sie in die Hand beisst die ihr nur helfen will. Aber wie du ja schon richtig gesagt hast, wahrsceinlich kann man ihr nicht helfen. Sie muss sich wahrscheinlich selbst erst im klaren werden. Nur ich weiß nicht, wie ich in dieser Zeit mich verhalten soll ihr Gegenüber. Sie zeigt mir auch in letzter Zeit irgendwie wenig Interesse an meinen Leben (wie war es heute in der Arbeit etc.). Klar, sind belanglose Dinge. Aber genau diese Dinge vermisse ich doch sehr.

    Ich liebe sie, aber ich weiß nicht warum sie so eine Distanz mir gegenüber an den Tag legt. Das ist verletzend. Auch wenn ich (wahrscheinlich) den Grund kenne.
    Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

  4. #4
    hyks

    Themenautor

    Standard

    Vielleicht liegt es auch an mir. Ich bin 2 mal betrogen worden von 2 Menschen die ich sehr geliebt habe. Vielleicht zeige ich in diesen Punkt etwas Misstrauen. Klar, sie hat das auf keinen Fall verdient und wäre einfach nur ihr unfair gegenüber. Ach ich bin vielleicht auch ein "Schusserl" der sich nur viele Gedanken macht um nix.
    Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

  5. #5
    Peachy

    Standard

    Na gut, dass sie in letzter Zeit wenig Interesse an deinem Leben hat, ist irgendwie nachvollziehbar und heißt nicht, dass sie dich nicht mehr liebt, sondern sie einfach mit sich selbst so beschäftigt ist, dass nichts anderes Platz hat.

    Ich versteh es total gut, dass du das alles vermisst. Aber das ist halt egoistisch und um dich gehts halt jetzt grad nicht.

    Das nennt sich Krise. Krisen sind scheußlich und man könnte gut darauf verzichten. Aber so ist das Leben.

    Ihr werdet es schon meistern. Ich würde vorschlagen, dass du mal ganz in Ruhe mit ihr redest und ihr sagst, dass du nicht genau weißt, wie du dich verhalten sollst und ob sie dir das bitte sagen kann, damit du sie nicht nervst. Es ist wirklich furchtbar, wenn man sich so ohnmächtig fühlt und nicht weiß, was man machen soll - bzw. wie mans richtig machen soll.
    Alle sagten: "Das geht nicht".
    Dann kam einer, der wusste das nicht
    - und hat es gemacht.

  6. #6
    Papatom

    Standard

    Moin,
    vielleicht braucht sie auch eher die Hilfe? Trauer ist ok. Aber wenn da verdeckte Probleme mit dem Vater aufbrechen und die auf Dir abgeladen werden, ist das nicht ok. Ich meine, wenn es mit dem Vater schwer war, dann kam das trotzdem aber vorher nicht vor?
    Klar kann alles Mögliche plötzlich in einem vorgehen, aber Agression gegen Dich, kein Gespräch und keine Erklärung? Das wäre nicht ok. Das würde ich über ein halbes Jahr auch nicht hinnehmen wollen. Man ist ja als Partner nicht automatisch Fußabtreter, ohne dass da ein Wille zur Besserung erkennbar wäre. Wenn der Verlust tatsächlich der Auslöser sein sollte und das eine eklatante WEsensveränderung hervorruft, dann sollte sie sich wirklich überlegen, Hilfe aufzusuchen.

    Die zunächst einfacheren Fragen waären allerdings: Bist Du sicher, dass bei Euch alles in Ordnung war/ ist? Kann es nicht auch sein, dass Du tatsächlich zu viel Druck ausübst? Das Der Tod Ihr eigentlich nur gezeigt hat, dass sie mit Dingen unzufrieden ist in ihrem Leben?

    Ich meine, nicht alles muss immer sofort tiefenpsychologische Gründe haben.

    Manchmal schaut man nur nicht genau genug hin....

    Grüße
    Das größte Problem in der Kommunikation ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen, sondern um zu antworten...



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