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Zweifel an der Beziehung

  1. #1
    Leo
    Neuling

    Standard Zweifel an der Beziehung

    Hallo zusammen!

    Ich bin neu hier und bräuchte eure Meinungen als Außenstehende über meine Beziehung. Ich fange am Besten mal an.

    Mein Freund und ich sind nun schon seit über 3 Jahren ein Paar und wir wohnen auch zusammen.
    Als wir zusammen gekommen sind, ist er auch relativ schnell nach 2 oder 3 Monaten zu mir gezogen. Er ist auch mein erster richtiger fester Freund. Übrigens bin ich 23 und er 25 Jahre alt. Jedenfalls am Anfang unserer Beziehung habe ich ihm gleich gesagt, dass ich psychische Probleme habe und habe ihm die versucht zu erklären und dass das alles nicht so einfach ist. Er hat gesagt, dass wir das schon schaffen. Man muss dazu sagen, dass er das schon kennt von seiner Familie aus. Da gibt es auch 2 von ihm, die psychisch angeschlagen sind. Im Nachhinein wurde ihm das aber zuviel, was ich ihm auch nicht übel nehmen kann und es gab dadurch ziemlich viel Streit und Tränen und er hat versucht, seinen Frust und Ärger mit Party weg zu machen. Im Endeffekt hat er dann fremd geknutscht. Danach habe ich ihn rausgeschmissen und eine Auszeit genommen. Er hatte es auch wirklich bereut und ich hatte ihm verziehen.
    Nun bin ich auch seit gut einem Jahr über meine psychischen Probleme hinweg. Da gibt es auch keine Probleme mehr. Wir sind jetzt auch Februar in unsere gemeinsame Wohnung gezogen.
    Aber seit Wochen fühle ich mich nicht mehr wohl in unserer Beziehung. Es ging bei uns schon immer rauf und runter wie bei einer Achterbahnfahrt. Aber mich stören so viele Dinge an ihm. Er kann nicht mit Geld umgehen, er trinkt jeden Tag, er übernimmt keine Verantwortung. Auch hat er wieder mit einem alten Freund zu tun, der ihm gar nicht gut tut. Für mich hat er vor einem Jahr seinen Freundeskreis aufgegeben. Ich habe ihm das jetzt nicht verboten - nicht das es falsch verstanden wird. Er hat es von sich selbst getan. Aber jedesmal hält er mir vor, dass er es wegen mir gemacht hat. Dabei tut ihm das richtig gut. Es waren falsche Freunde gewesen, die nur ständig Party, saufen, saufen und nochmals saufen im Kopf haben. Hätte er mit denen noch rumgehangen, hätte er schon gar nicht mehr seine Arbeit gehabt, weil er nur noch dauerbreit gewesen wäre. Mit dem jetzigen Freund ist es nicht anders. Er hat jetzt 2 Wochen frei und hängt jeden Tag mit ihm von morgens bis abends ab und sie trinken so lange, bis nix mehr geht.
    Ich habe ihm auch schon gesagt, dass er ein Alkoholiker ist, denn er trinkt jeden Tag. Er kann nicht ohne. Aber er sieht es nicht ein. Auch bekommt er Gehalt und nach 2 Wochen hat er nichts mehr. Das ist nicht normal. Sobald Probleme auftauchen, steckt er den Kopf in den Sand.
    Ich möchte einfach nur einen Freund haben, mit dem ich mir was aufbauen kann, der Verantwortung übernimmt für sein Handeln und tun, der mit mir gemeinsam was macht und der nicht trinkt. Ist das zu viel verlangt? Das geht mit ihm nicht. Wir haben schon so viel diskutiert. Er versteht mich nicht.
    Ich bin einfach nur noch frustriert. Auch wundert er sich, warum im Bett fast nichts mehr läuft. Ich hab da einfach kein Verlangen mehr nach mit ihm intim zu werden. Auch unternehmen wir zusammen nichts. Er ist immer kaputt und kann nicht. Aber kaum meldet sich sein Kumpel. Dann kann man. Ich weiß nicht. In mir schlummert auch noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass es vllt. irgendwann besser wird. Ob ich ihn wirklich noch Liebe, ich kann es nicht sagen. Irgendwas hält mich noch bei ihm.

  2. #2
    TüteMücken

    Standard

    hallöle leo,

    hut ab das du das alles so noch mit machst.

    die geschichte errinnert mich an mein ex schwager da war genau die gleichen probleme in der beziehung wie bei euch.ich würde mir das an deiner stelle nicht weiter bieten lassen.setzte ihn ein ultimatum,das er mit dem trinken aufhören soll ggf. ein entzug machen.

    mache bei der suchtberatungsstelle ein termin und schleppe ihn mit.stelle ihn vor die wahl der alk oder du liegt ihn was an dir geht er mit.

    es ist nicht einfach für ein alkoholiker sich einzugestehen,das er ein alkoholproblem hat aber dafür sind die leute bei der beratungsstelle geschult. die sind da ziemlich feinfühlig.

    sollte das ganze nicht wirklich was bringen,würde ich ihn vor die tür setzen und sagen das er erst zurück kommen kann wenn er eine therapie macht und diese konsequent durchzieht. man merkt immer erst wenn es zu spät ist was man an einen menschen hatte.

    wenn sich das alles zum positiven geändert hat,denn würde ich ihm vorschlagen das du die finanzen übernimmst.jetz damit zu ihm zu kommen wäre unsinnig,wenn er eh nie klar im kopf ist.

    aber der erste schritt ist das ihr zu einer beratungsstelle geht.bei dem alk liegt das hauptproblem.

    viel glück

    grüßle steffen

  3. #3
    flyingapi

    Standard

    Ich seh das skeptisch...........

    Das wird mit euch nichts,, weil die gleichen Wertvorstellungen fehlen ! Es ist gut sich in einigen Dingen zu unterscheiden, und Interessen gemeinsam und teilweise zusammen zu haben, aber wenn verschiedene Vorstellungen von Zukunft und Wertigkeit da sind geht es zwangsläufig auseinander.

    Und mach dir bitte klar, das er für sein Leben selbst verantwortlich ist........d.h. alles was er in den Sand setzt oder macht und unterlässt kannst du nicht für Ihn ändern.

    Du bist Partnerin nicht seine Mutter !

    Ich lebe auch mit einem Alkoholiker zusammen, .....aber zumindest teilen wir unsere Sichtweisen und Wertvorstellungen, der geht arbeiten, ist super sparsam, kocht, wäscht und beteiligt sich am Haushalt (tatkräftig).
    Wäre er nicht so, würde es nicht funktionieren.

    Klar hat man das Prinzip Hoffnung,,.......aber so wie es bei dir läuft ist es Zeitverschwendung


  4. #4
    SergioLeone

    Standard

    Leo, ich finds ziemlich cool dass du deine Probleme in den Griff bekommen hast und nun nach einer zukunftsorientierten Beziehung strebst

    Leider glaube ich nicht, dass dein jetztiger Freund die richtige Person dafür ist. Er ist offensichtlich alkoholkrank, hat eine ganz andere Lebensphilosophie und wahrscheinlich auch psychische Probleme, denn sonst würde er sich nicht jeden Tag die Kante geben. Unter Umständen musst du mit ihm einen ganz harten Weg gehen, der von Eskalation, Streit und Alkoholentzug geprägt sein wird. Wenn deine Gefühle so stark sind, dass du bereit bist, diese harte Zeit in Kauf zu nehmen, würde ichs machen und ihn massiv unter Druck setzen. Wenn nicht ist eine Trennung unausweichlich


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