Hallo, ich könnte jetzt eine ellenlange Geschichte schreiben, versuche aber, mich auf das wesentliche zu beschränken. Kurzfassung:
Seit ca. 1,75 Jahren bin ich (39 Jahre) mit meinem Freund (27 Jahre) zusammen. Ich habe einen 10 jährigen Sohn. Ich bin seit 6 Jahren getrennt lebend (noch nicht geschieden aus finanziellen Gründen).
Zu Anfang lief unsere Beziehung toll. Bis seine Mutter Bedenken äußerte. In seinem Freundeskreis wurde gespottet ('bist Du jetzt in der Altenpflege tätig'). Er kaufte sich ein Haus. Erst 'durfte' ich noch helfen bei der Renovierung, dann nicht mehr. Ihm missfiel plötzlich, dass ich noch nicht geschieden bin. Er wüßte nicht, wie das weiter gehen sollte. Außerdem wüsste er auch nicht, wo wir denn alle wohnen sollten. Ausbauen könne er nicht, schließlich wolle er das Haus in 10 Jahren abbezahlt haben. Zunehmend wurden gemeinsame Aktivitäten weniger, bis sie sich auf Fernsehen, Essen und Sex beschränkten. Ab und zu wurden Ausflüge mit Kind gemacht.
Letztes Jahr Weihnachten 'knallte' es dann. Mein Sohn und ich sind mit Hund bei ihm gewesen, um Heiligabend zu feiern. Meinem Freund wurde das zu viel...Wir trennten uns.
Kurze Zeit später wieder zusammen. In der Öffentlichkeit hat er sich mit uns nicht blicken lassen. Fast jedes Wochenende habe ich alleine verbracht. Er ging feiern und trinken (er trinkt gerne und viel Alkohol am Wochenende). Oftmals hat er mich angelogen. Hat mir erzählt, er müsse noch hier und da hin, wäre nicht zuhause usw. . Seit Weihnachten verleugnet er mich bei Freunden.
Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass er Anfang des Jahres (angeblich) in der Heines-Klinik war, wo er ganz kurzfristig von seinem Hausarzt hin überwiesen wurde. Dort wurde ihm Citalopram verordnet. Die Tabletten habe ich nie gesehen. Lediglich die Packungsbeilage. Vom Verhalten würde ich sagen, hat er sie genommen. Allerdings hat er sie jetzt in Absprache mit dem Arzt abgesetzt. -
Im Juni nun haben wir uns wieder getrennt. Meine Vermutung, er wolle nur eine Bettbeziehung, verneinte er. 5 Wochen Funkstille.- In dieser Zeit habe ich in meinem Leben einiges geregelt. Ich bin noch selbstständig (zuhause). Habe ab 01.09. einen festen sozialversicherungspflichtigen Job. Zum 01.11. ziehe ich mit meinem Sohn in eine kleinere und günstigere Wohnung.-
Und keiner von uns konnte ohne den anderen. Seit guten 3 Wochen haben wir wieder Kontakt. Ich habe einen Stacheldraht um mich herum. D.h. sehen aber nicht anfassen. Meine Bedingung zur Stacheldrahtbeseitigung: 1. Sag mir, woran ich bei Dir bin; 2. Stehe in der Öffentlichkeit (Eltern, Freunde, Bekannte, etc.) zu mir und meinem Sohn -Es passiert aber nichts...
Mein Sohn ist gerade für 3 Wochen beim Vater. Ich bin also recht ungebunden. Mein Freund bezieht mich aber weiterhin nicht in seine Aktivitäten mit ein. Wenn, dann kommt er hierher und das spät. Ich werde immer unzufriedener. Er beschwert sich, dass ich ja nur am meckern und maulen wäre. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum er so handelt.
Ich liebe ihn, weiß aber nicht, wie ich an ihn herankommen kann. Im Grunde warte ich die ganze Zeit. Bekomme meine alltäglichen Sachen nur mit Mühe auf die Reihe. Habe zu nichts Lust... Ich weiß nicht, wie ich sein Verhalten deuten soll!
Dieser Beitrag ist doch länger geworden, als gedacht, sorry! Bin dankbar für Eure Meinung/Hilfe!!!
Liebe Grüße Pomma


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