hallo! ich weiss eigentlich gar nicht, wieso ich hier schreibe, aber ich konnte letzte nacht vielleicht zwei stunden schlafen und ansonsten bin ich nur am weinen... ich denke, es tut mir gut, wenn ich mir hier meinen schmerz von der seele schreiben kann.
ich habe meinen exfreund vor gut fünf monaten kennengelernt. es war bei beiden liebe auf den ersten blick... ich war vorher sechs jahre single und dachte nicht, dass ich mal so einen mann kennenlerne... wir verstanden uns super, obwohl wir eigentlich so gut wie keine gemeinsamkeiten bzw. gemeinsame interessen hatten. wir wohnen gut zwei autofahrstunden auseinander und wussten, dass es alles andere als einfach werden würde. aber wir versuchten es einfach und anfangs liefs auch gut. nun ist in dieser zeit sehr viel in meinem leben geschehen... ich habe gekündigt und eine neue stelle angefangen... alles neu und eine grosse herausforderung... meine mutter war überraschend im krankenhaus... ist fast gestorben und wurde ins künstliche koma versetzt.... all diese dinge aufs mal, haben mich total überfordert und wir hatten fast nur noch diskussionen und streitereien, wenn wir uns mal gesehen hatten. trotzdem war ich mir sicher, dass wir diese situation irgendwie meistern würden.
gestern nun hatten wir uns verabredet. er kam zu mir bzw. wir haben uns in der stadt getroffen, hatten einen tollen, lustigen nachmittag... machte mir komplimente, wie sehr er es geniessen würde, mit mir zusammen zu sein... ich eine wunderbare frau wäre.... als wir dann später am nachmittag kaffee trinken waren, sagte er auf einmal, er könne nicht mehr so mit mir zusammen sein, wies bisher gewesen ist. er hätte ja schon ein schlechtes gewissen mit mir zu schlafen, da es sich so nach "wochenendsexbeziehung" anfühle und dies wolle er nicht... da wir uns aber so selten sehen würden, kämen wir nicht übers verliebt sein hinaus bzw. könne sich unsere beziehung gar nicht weiterentwickeln, vertiefen... ich meinte dann, dass ich dies zwar auch bemerkt hätte, aber dachte, dass wirs schaffen würden... irgendwie... die einzige lösung wäre, dass wir näher zueinander ziehen... er meinte aber dann, er denke zwar, dass es mit uns zu 70% funktionieren würde, aber er hätte angst, sein ganzes leben, so wies jetzt ist, aufzugeben... andern job suchen, hobbies, kollegen...
was hätte ich da noch erwidern sollen? es kam mir vor, als würde alles einfach so hingeworfen, ohne zu kämpfen... mir sind einfach nur noch die tränen runtergelaufen... da er noch einige sachen bei mir hatte, bat ich ihn, diese bitte noch mitzunehmen... kommentar: ich kann sie auch mitnehmen, wenn wir uns das nächste mal sehen.... er möchte den kontakt zu mir unbedingt bewahren und als ich sagte, dass ich dies nicht möchte bzw. nicht könne, kam lediglich: hab ich zur kenntnis genommen, aber ich möchte den kontakt behalten... telefonieren, sich treffen... er würde mir jetzt aber ein paar wochen zeit geben und sich dann wieder melden. er wolle mich als menschen nicht verlieren.
auf der einen seite weiss ich, dass ich ihn als menschen auch nicht verlieren möchte, weil er das beste war, was mir hat passieren können... andererseits habe ich so tiefe gefühle, es zerreisst mir das herz, wenn ich "nur" mit ihm befreundet sein kann...