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Was ist los mit mir?

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Standard Was ist los mit mir?

    Hallo!

    Vor ca 4 Monaten habe ich erfahren, dass mein Opa zu dem ich und meine ganze Family ein sehr gutes Verhältnis haben einen Gehirntumor hat. Die Diagnose hat uns alle sehr fertig gemacht, weil dieser Tumor eines der bösartigsten von dieser Krebsart ist.
    Er hat zwar die Op gut überstanden, aber trotzdem tut es uns einfach weh zu sehen, wie r er sich sehr verändert und darunter leidet. Ausserdem wird der Tumor immer wieder nachwachsen und irgendwann wird er an einer Stelle sein, wo man ihn nicht mehr operieren kann.
    Früher war er sehr fit und hat alles alleine gemacht. Jetzt ist er durch seine Krankheit viel eingeschränkt und nicht mehr "der alte". Wir versuchen ihn so gut wie es geht zu helfen, indem wir ihn Mut zu sprechen und gemeinsam den Weg mit ihm gehen und fest zusammen halten. Denn ich denke dass es gerade in so einer Zeit sehr wichtig ist, dass man ihn wo es nur geht unterstützt und ihn nicht mit seinen Ängsten und Sorgen alleine lässt.

    Trotzdem waren wir seit dieser Diagnose alle sehr verzweifelt, weil wir nicht wussten bzw wissen wo der Weg noch hinführt. Ausserdem hatte ich in dieser Zeit ziemlichen prüfungsstress sowie ein ziemliches Gefühlschoas was meinem Ex Freund betrifft.

    Jetzt habe ich bzw wir noch erfahren, dass meine Tante mit 42 Jahren unheilbar an einer sehr seltenen Krebsart erkrankt ist und evtl noch ein halbes Jahr zu leben hat. Was mich bzw uns auch sehr belastet.

    Nun zu "meinem Problem": Seitdem merke ich dass mir das ganze "zu viel" wird.
    Es gibt Tage da geht es mir gut, aber dann wieder solche wie z.B jetzt, wo ich einfach eine innere Traurigkeit und einen ich nenn es mal "Druck auf der Brust" spühre dass ich einfach nur noch weinen könnte.
    Ich war früher eigentlich immer fröhlich doch seitdem merke ich, dass ich sehr oft traurig bin und mein fröhlich sein, wenn dann nur vorspiele. Ich war jetzt gerade auch ein wenig mit Freunden weg, um mich abzulenken doch ich bin nach 2 Stunden nach Hause, weil mir der ganze Rummel zu viel wurde und ich auch keinen wirklichen Spaß hatte.

    Meine Frage: Kennt jemand dieses Gefühl von Euch? Ist das durch die Situation bedingt "normal" oder sollte ich einen Arzt aufsuchen?!

    Würde mich über eine Antwort freuen!
    Viele Grüße

  2. #2
    Franzi91
    Gast

    Standard

    ich denke ich kann sagen ich kenne das gefühl sehr gut. das ist normal in der situation. bei mir ist die situation nicht ganz so hart aber auch nicht einfach. das gefühl ist ganz normal und so lange tut mir leid wenn ich das so sage dein opa oder deine tante nicht gestorben sind wirst du nicht sehr viel leichter damit umgehn. erst wenn sie gestorben sind, kannst du deren tod verarbeiten voerher musst du aber immer den tod, den du sogar ständig vor augen hast, denken. aber 2h ablenken ist schon mal nicht schlecht, mach das öfter es ist immerhin für 2h. ich gehe fast gar nicht mehr außer haus weil ich meine oma zu hause pflege und meine mutter nicht damit alleine lassen möchte. glaub mir mit der zeit dreht man durch. deswegen gönns dir und geh ab und zu trotz allem mit deinen freunden raus. dein opa und tante wollen bestimmt nicht, dass du deswegen nicht mehr am leben teilhast. das gefühl was du hast ist ganz normal. du wirst es auch nicht weg bekommen es wird da sein, wie schong gesagt, bis sie tot sind, aber du kannst wenigstens versuchen damit umzugehen. Mein opa war auch schwer krank bevor er starb habe das zwar "nur" 2mon ungefähr mitgemacht aber war auch nicht leicht und mein anderer opa war auch schon sehr krank er hat jetzt zwar keinen tumor aber er seine nieren haben versagt und er hängt an der dialyse und wir wissen, dass das auch nur eine verlängerung seines lebens ist.
    Ich hoffe das hilft dir.

  3. #3
    ratls

    Standard

    hallo du,

    ich bin krankenschwester und habe so gut wie jeden tag mit sterbenden und schwerkranken menschen zu tun, auch mit deren angehörige...ich gebe ihnen tips und ratschläge...aber die angst kann ich ihnen leider auch nich nehmen!

    wenn es dir so schlecht geht, und du merkst das dir alles zuviel wird, nimm dir unbedingt zeit für dich...deiner familie bringt es nichts wenn du auch noch schlapp machst...such dir ein hobby, geh wie du sagtest mit freunden raus und unternimm was!
    das soll jetz nich heißen das du dich nichmehr um deine verwandten kümmern sollst...aber du musst unbedingt lernen abzuschalten!

    wenn du denkst das du es nichmehr schaffst, dann würde ich dir empfehlen mal einen psychologen aufzusuchen...dieses drücken auf der brust sind erste alarmzeichen das du völlig überlastet bist...und zwar seelisch!
    er kann dir tips und hilfestellungen geben, wie du lernst dich gezielt zu entspannen, trotz der schweren situation!

    ich wünsche dir viel kraft und durchhaltevermögen, und das deine familie weiter so gut zusammenhält wie bisher!

    glg die ratls
    Und ich fleh zu den Sternen,
    und ich kniete vor dem Mond,
    ich bließ meine Fahne in die Nacht,
    ich flehte um nur einen Tag,
    an dem wieder Schatten bei mir sind,
    und die Sonne für mich lacht!

    http://de.youtube.com/watch?v=1PZ6cPRELwI


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