Es gehört zwar nicht zum Thema der Forums im engeren Sinn, wo es bekanntlich um die Liebe und ihren Kummer geht, aber die Dinge hängen zusammen.
Ich war zwei Wochen in einer Spezialklinik, weil ich mich einer schwierigen Operation an der Hauptschlagader unterziehen musste (Bauchaorten-Aneurysma). Es wurde mir gesagt und war mir bewusst, dass es ein schwieriger Eingriff sein würde. Aber es ging alles sehr gut und ich befinde mich auf dem Weg der schnellen und guten Genesung.
Wie damit umgehen? Ich bin kein religiöser Mensch in dem Sinn, dass ich daran glaube, dass äußere Mächte und Kräfte mein persönliches Leben bestimmen. Für mich ist das Leben bestimmt durch eine Verkettung von Ursachen und Folgen. Wenn es glückliche Verkettungen sind, dann ist es so wie bei mir jetzt, dass alles im wesentlichen gut läuft. Aber es können auch unglückliche Verkettungen sein, dann könnte ich jetzt oder in unmittelbar überschaubarer Zeit auch Tod sein. Der Arzt sagte mir, dass das Original noch dramatischer aussah, als die Röntgenaufnahmen, im der Regel ist es eher umgekehrt. Es war also höchste Zeit.
So wie ich es jetzt übersehe, hatte ich Glück im Unglück. Es gab klare Anzeichen, dass an meinem Körper etwas nicht stimmt. Viele aufwendige Untersuchungen. Aber zunächst hat es kein Arzt richtig gedeutet. Bis ich einen fand, der es richtig deutete, die richtigen Untersuchungen anordnete und mich an diese Spezialklinik verwies. Wo ich von einem guten und erfahrenen Arzt operiert wurde. Und bisher alles so glücklich ausging.
Meine Religiosität besteht in der Dankbarkeit, dass ich die richtigen Ärzte fand und dass mein soziales Umfeld mich stärkte und stützte, dass ich im Gefühl gefasst und voller Vertrauen war, als es zur OP ging.
Oder was bestimmt unser Leben? Was ist für Glück oder Leid verantwortlich?


LinkBack URL
Über LinkBacks



Themenautor

