Hallo Forenteilnehmer,
ich wende mich mit einer wirklich komplizierten Frage an Euch.
Ich bin 28 Jahre alt, bin seit zwei Jahren Abteilungsleiter in einem gut aufgestellten Unternehmen, ledig und habe mich tierisch in meine Chefin verguckt.
Sie ist Anfang 40, unglaublich Attraktiv, wirkt keinen Tag älter als 30, alleinstehend und wirkt immer sehr unsicher wenn wir uns zufällig z.B. im Serverraum treffen und ich spüre dann dieses knistern zwischen uns, dieses beidseitige Begehren und das ohnmächtige Gefühl von ihr als sei sie irgendwie zwischen zwei Welten gefangen.
Seit ein paar Tagen schaut sie mich immer häufiger ganz verträumt an, so als sei ich unsichtbar, um dann ganz plötzlich verlegen, ja beinahe erschrocken, wegzuschauen.
Oder wenn sie mir einen Auftrag überträgt wirkt sie anders als sonst auf mich, beinahe besonders bemüht nicht aus versehen das falsche zu sagen.
Sie rennt dann in meinem Büro hektisch umher, kein Augenkontakt, wirkt durcheinander und meidet auch nur die geringste Distanzunterschreitung.
Aber kurz vor Feierabend wirkt sie unglaublich mutig, setzt sich locker und fröhlich in mein Büro nur so um zu quatschen über Gott und die Welt.
Doch am nächsten Morgen wieder dieser gezwungen wirkende Abstand und das ganze Spiel geht von vorne los...Annäherung, Distanz, Unsicherheit.
Ich hoffe ich kann so ungefähr mitteilen wie sie sich mir gegenüber verhält.
Mal Glücklich, dann verträumt und immer wieder traurig.
Bei den anderen Mitarbeitern verhält sie sich wie immer sehr freundlich, gelöst aber bestimmend.
Den ersten Schritt wage ich nicht, immerhin ist sie mein Boss, ich respektiere sie uneingeschränkt und möchte sie nicht in Bedrängnis bringen.
Ich habe das Gefühl, und das bilde ich mir nicht nur ein, daß sie sich in einem Konflikt befindet.
Verhältnis Angestellter/Chef, der Altersunterschied, was werden die anderen denken und eben ihrem Bedürfnis sich mir anzunähern.
Heute bin ich krankgeschrieben und bemerke wie sehr ich sie vermisse.
Bereits das vergangene Wochenende habe ich nur an sie gedacht.
Dann ruft sie mich heute auch noch in der Mittagspause an und wünscht mir gute Besserung und wir reden über eine Stunde über das scheußliche Wetter, die vielen dunklen Stunden, die kommende Weihnachtszeit und die helleren Tage die noch unerreichbar entfernt erscheinen.
Ich fühle wie sehr sie dieses unverfängliche Gespräch genossen hat.
Wie soll ich mich verhalten?
Ich habe schon überlegt sie in die Operette einzuladen (wir haben mal darüber gesprochen und festgestellt das wir beide noch in keiner waren die Musik aber sehr mögen) doch mir fällt einfach kein passender Anlass dazu ein????
Vielen Dank für Euer Verständnis
Karsten


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