Hallo ihr Lieben,
Ich weiß nicht recht, wo ich anfangen soll, am besten ganz von vorne.
Also: In der fünften und sechsten Klasse war ich eine allseits beliebte Schülerin, sowohl bei den Lehrern als auch den Schülern. Ich hab mein Leben geliebt. In der siebten Klasse schließlich, kam ein neuer Referendar zu uns. Ein netter Mensch, jeder mochte ihn auf Anhieb, auch ich. Aber ich mochte ihn nur. Wir fuhren mit ihm auf Klassenfahrt und als wir einen Abend Wahl, Wahrheit oder Pflicht gespielt haben, musste er meine Klassenlehrerin küssen. Und da hatte ich einen Stich im Herzen. Und da fing der Horror an. Wie es so läuft, bekamen wir ihn, nach seinem erfolgreich abgelegten Referendariat als Klassenlehrer. Ich war glücklich, schwebte auf Wolke sieben wegen ihm. Ach ja, er ist übrigens verheiratet. Ich begann, meine Hobbies und Freunde zu vernachlässigen und Tagelang pausenlos an ihn zu denken. Ich steigerte mich da in etwas rein und zog nie einen Schlussstrich. Jeder Tag, an dem ich mich, wenn auch nur gaaanz kurz - mit ihm unterhalten habe, war ein erfolgreicher Tag. Ich entwickelte einen besonderen Ehrgeiz für seine beiden Fächer. Ab der neunten Klasse spürte ich, wie es mir immer schlechter ging. Jedoch kam ich aus der Nummer nicht mehr raus, erzählte meiner (auch jetzt noch) besten Freundin davon und sie versuchte mir zu helfen. Aber es ging nicht. Sowohl das Leben in meiner Familie, als auch unter Gleichgesinnten verschlechterte sich immer mehr. Ich fühlte mich einsam und nur noch die Stunden, die ich bei ihm hatte waren ein Trost für mich. Eines Taages sprach er mit mir über meine Probleme, da ich mich so verändert hatte. Ich steigerte mich noch mehr rein, da er Verständins gezeigt hat und genau das sagte, was ich hören wollte. Als er dann auch noch Vater wurde, war für mich alles noch schlimmer. Umso glücklicher er wurde, desto schlechter ging es mir. Dieses Jahr kam ich dann in die Oberstufe. Ich habe ihn in keine meiner Kurse, bin jdoch noch hoffnungslos in ihn verliebt. Ich habe Minderwertigkeitskomplexe. Ich habe Schwierigkeiten damit, mich vor anderen Leuten nicht zu verstellen, kann schlecht auf Gleichaltrige zugehen, im Gegensatz zu vor 4 Jahren. Ich bin ein recht stilles Mäuschen geworden, habe zwar Freunde und nette Menschen um mich rum, jedoch macht mir nichts mehr Spaß. Auch nicht mit ihnen. Ich fühle mich nirgends mehr zugehörig und vermisse ihn mehr denn je. Ich war öfters mal kurz davor, ihm meine Gefühle zu offenbaren, nur damit er davon weiß. Aber ich glaube, das bringt sowohl mich als auch ihn in eine doofe Situation. Ich weiß, dass ich nichts mit meinen Lehrern anfangen darf und dass da selbst wenn ich das dürfte, da nichts draus werden würde, da er sehr glücklich verheiratet zu sein scheint. Aber ich will ihn sehen. Mit ihm reden. Am besten jeden Tag. Was soll ich tun? Liegt das wirklich nur an ihm, dass ich so "seltsam" geworden bin?
Danke für Antworten, ich freue mich.


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