Mit 15 habe ich mich in einen 19 Jahre älteren Mann verliebt. Nachdem ich ihm meine Liebe gestanden habe, hat sich auch etwas zwischen uns entwickelt, aber es war immer schwierig, da er einerseits verheiratet war und ein Kind hatte und zum anderen ... egal.
Jedenfalls zog sich das alles einige Jahre hin. Jahre, die geprägt waren von vielen schmerzhaften Momenten und auch vielen, aber dennoch weniger, schönen Momenten.
Irgendwann traf ich dann einen anderen und glaubte endlich neu anfangen zu können. Aber die Beziehung habe ich dann beendet, da ich gemerkt habe, dass ich nach wie vor noch für IHN empfand.
Nachdem ich im Jahr 2006 nach einem halben Jahr aus Frankreich zurück kam - folglich genügen Abstand zu der Vergangenheit hatte - war zum ersten Mal das Gefühl in mir, dass ich es geschafft und endlich mit IHM abgeschlossen hätte.
Was ist es dann, dass ER dennoch immer wieder in meinen Träumen auftaucht? Dass ich dann morgens aufwache und nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht und wie ich damit umgehen soll, dass ER wieder in meinem Traum war?
Auch ist es so, dass ich seit ich IHN hatte, es nicht geschafft habe, je wieder eine richtige Beziehung aufzubauen. Vielmehr war es so, dass ich es schön fand, begehrt und langsam erobert zu werden. Aber wenn es dann so war, dass es an eine Beziehung ging, dann habe ich schnell Angst bekommen - Angst erneut wieder so enttäuscht und verletzt zu werden, dass man glaubt, dass das Leben nicht mehr lebenswert sei. Es ist so, dass ich dann in einer Beziehung sehr schnell erkühle, fast so als würde ich eine Art Schutzwall aufbauen und wenn man versucht, diesen zu durchbrechen, ich die Flucht ergreife.
Was ist das? Hat das jemand von euch auch schon so erlebt?


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