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Synapsenmikado mit Insomnia

  1. #1
    Alekto

    Rotes Gesicht Synapsenmikado mit Insomnia

    Werter Leser,
    das Internet ist voll von Text. Na ja, das ist nicht ganz richtig, streng genommen ist der Text nicht wirklich da, es sieht nur so aus, den Rest erledigen die Quellcode[wunsch]feen (die tragen Dreitagebart und haben Minimöpse *petz*). Im Grunde ist das jedoch egal, schließlich gelangt der Text, der nur so aussieht als gäbe es ihn wirklich, schnurstracks in unser Gehirn und dort ist er dann wirklich vorhanden, als Erinnerung nämlich. Nun ja, ganz so einfach ist das nicht. Wer mal Vokabeln gepaukt hat oder Gedichte auswendig lernen wollte, der weiß das. Dennoch stolpere ich öfter mal über Worte, die irgendwie hängen bleiben. Manche, weil sie urisch witzig sind, andere, weil sie so berührend sind und wieder andere, weil sie einen wirklich aus der Fassung bringen, positiv wie negativ.

    Worte - Im Anfang war das Wort. (powered by Holy Bible)

    Seit ich mich im Internet herumtreibe, hat mich diese, aller sonstigen Eindrücke weitestgehend beraubte, buchstäbliche Wörtlichkeit in der Virtualität, ungeheuer fasziniert. Ich habe viele Texte darüber verfasst, über das Netz und seine Frustrationen. Denn als ich vor gut einem Jahrzehnt mit der Nutzung begann, da begegnete ich diesem Medium noch sehr viel unbedarfter und mit viel zu hohen Erwartungen. Ich nahm die Worte wörtlich - im wahrsten Sinne des Wortes. Und brach mir damit buchstäblich das Genick.

    Man verzeihe mir diese Wortspielereien zu später Stunde. Ich bin nun den fünften Tag des Nachtschlafs beraubt und erreiche langsam ein Stadium, in dem ich die Stunden zähle bis mein angetrauter Gefährte wieder hier sein wird, wir uns dann zusammen ins Bett hauen werden - und ich endlich werde unverzüglich schlafen können wie ein Murmeltier. Und dann hat er endlich drei Wochen Urlaub. Gott sei es getrommelt und gepfiffen.

    Was das jetzt alles mit Liebe zu tun hat? Okay, wer sie findet, der darf sie behalten. Ich meine das jetzt mal so ganz generell. Man darf, aber man muss nicht. Im Grunde betrachte ich sie als Geschenk - kein Muss sondern ein großes DARF. Ich darf lieben und ich darf mich geliebt fühlen, was mich wiederum lieben dürfen lässt. So funktioniert das mit dem Kreislauf. Nicht jeder Kreis gehört zum Teufel.

    Und manchmal, wenn ich ganz sentimental bin, dann schreibe ich sogar Gedichte. Sowas wie das hier (Wer's scheiße findet, darf es sich gerne ausdrucken und rituell verbrennen.):

    Wo ich bin
    da bist auch du.
    Sanft geborgen in Gedanken
    dargebracht in Herzlichkeit.

    Wie ich bin
    so bist auch du.
    Eingekuschelt in Vertrauen
    getragen durch die Zweisamkeit.

    Was ich bin
    das bist auch du.
    Hoffnungsvoll im kleinen Leben
    wärmend in der Einsamkeit.

    Was ich will
    das willst auch du.
    Hingegeben dem Verbündnis
    liebevoll zum Selbst be(f)reit.

    _____________________________



    Ich brauche Schlaf. Echt jetzt.

    ....

  2. #2
    Johnjo

    Standard

    Schönes Gedicht
    "Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles!
    Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick." - Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  3. #3
    Wissenmachtah!

    Standard

    An was denkst Du wenn Du schlaflos bist?

    Ich kann fast an nichts denken, es ist alles in Ordnung!!!
    Mir wird es schnell langweilig und schlafe dann ein.
    Mental limitiert sein (Ich meine dabei exklusiv mich) hat auch seine Vorteile!

  4. #4
    flyingapi

    Standard

    Mental limitiert sein (Ich meine dabei exklusiv mich) hat auch seine Vorteile!
    Willst du damit sagen, das du mental minimalist bist =.= ?


  5. #5
    Wissenmachtah!

    Standard

    Minimalist impliziert schon Grauzellen anzustrengen!
    Naaaa


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