Es tut mir wirklich leid, aber ich konnte mich beim besten Willen nicht kürzer fassen, da ich finde, dass die Vorgeschichte mit all ihrem Umständen ziemlich wichtig ist, um so genau wie möglich über alles bescheid zu wissen. Ich hoffe ihr werdet nicht davon abgeschreckt und jemand macht sich die Mühe, das alles zu lesen und mir zu helfen.
DANKESCHÖN an alle, die sich mit meinem Problem auseinandersetzen!!
Vorgeschichte:
Ich habe einen Jungen (bzw Mann, er ist 20) im vergangenen Sommer durch meine jüngere Schwester kennengelernt, denn er ist der ältere Bruder ihrer besten Freundin. Wir verstanden uns von Anfang an super (wir hatten vorerst nur durchs Internet Kontakt), denn wir fanden heraus, dass wir einige Gemeinsamkeiten hatten (die größten sind wohl die Vorliebe für die alten Animes, die früher auf Rtl 2 liefen, und die Leidenschaft fürs Zocken xD). Irgendwann hatte mich dann die Neugier gepackt, als ich ihn schließlich nach einem Treffen fragte. Ich dachte mir nichts Böses dabei, immerhin war es "ein ganz einfaches Treffen", nach dem ich fragte, deswegen lies mich seine Reaktion darauf etwas stutzen. Zuerst sagte er nur, er wüsste nicht so recht; darauf fragte ich natürlich wieso und er gab zu, dass er sich nicht traute sich mit mir zu treffen, da er schüchtern war. Ich sagte ihm, dass auch ich schüchtern sei (was auch der Wahrheit entspricht) und nach noch einigen gewechselten Worten planten wir unser erstes Treffen. Geplant, durchgeführt. Alles lief super, wir verstanden uns immer besser und entwickelten immer mehr Sympathie für den anderen.
Alles lief darauf hinaus, dass wir beide eine Liebesbeziehung eingehen wollten, mit dem kleinen aber bedeutenden Unterschied, dass er da einige Zweifel hatte. Zuerst war da, dass er rücksichtsvoll war und so gut wie immer auf eine Bestätigung meinerseits gewartet oder selbst nachgefragt hat, ob und was für mich inwiefern okay ist, weil er genau wusste, dass er mein erster Freund sein würde. Dann kam jedoch noch dazu, dass er sich Unsicher war, weil er (während wir uns näher kennengelernt hatten) wieder in Kontakt mit einer früheren Bekannten getreten war und er "irgendwie immer an sie denken musste". Er sagte, er wollte nicht, dass er etwas eingeht, es dann aber zwangsläufig wieder beenden muss, weil er merkt, dass es nicht das Wahre ist und ich mir so "verarscht" vorkomme. Außerdem hatte seine Unsicherheit auch noch den Ursprung, dass er in der Vergangenheit offensichtlich schon schlechte Erfahrungen gemacht hatte, weshalb er wohl auch so vorsichtig dabei ran ging. Hierbei erinnere ich mich an etwas, das er mal gesagt hat: "Du nimmst mich so, wie ich bin und bist eigentlich genau das, was ich will, deshalb verstehe ich mich selber nicht."
Später stellte sich heraus, dass die andere einen Freund hatte und so kamen wir doch zusammen. Die Beziehung an sich war schön, aber kurz, denn schon nach wenigen Wochen machte er Schluss mit der Begründung er würde die andere nicht aus dem Kopf bekommen und er wollte ehrlich zu mir sein und keine Grfühle vorheucheln, die nicht mehr da waren, denn er wollte nur noch Freundschaft mit mir. Ja ich weiß, dieser typische Satz "Wir können doch noch Freunde bleiben". Aber er hätte das nicht gesagt, hätte er es nicht ernst gemeint, und auch ich wollte ihn als guten Freund nicht verlieren. Ich finde nämlich, wenn es doch möglich ist, sollte mit einer gescheiterten Beziehung nicht auch noch die übrig bleibende Freundschaft zum Scheitern verurteilt werden.
Jedoch war das abschließende Gespräch zwischen uns vorerst der letzte Kontakt für mehr als zwei Monate. (Es sei hunzugefügt, dass er, kurz nachdem er Schluss gemacht hatte, im Umzugsstress war, was ein Grund dafür sein könnte, dass er sich nicht gemeldet hatte. Außerdem denke ich, er wollte es mir einfacher machen über ihn hinweg zu kommen. Ich hatte zu der Zeit beschlossen [und ziehe es immer noch durch], dass ich ihm nicht hinterherrenne, sondern warte, bis er den Kontakt wieder aufnimmt.)
Momentane Situation:
Vor genau einer Woche, hat er sich dann auf einmal wieder bei mir gemeldet (Genau zu dem Zeitpunkt, an dem er vollständig umgezogen war, was meine Vermutung unterstützt, dass das auch ein Grund für die längere Funkstille zwischen uns war). Wir schreiben wieder fast so miteinander, als wäre nichts gewesen, was ich auch wirklich gut so finde, denn ich möchte keine unnötig belastende Anspannung zwischen uns, sodass jeder immer acht darauf geben muss, was er schreibt. Jedenfalls habe ich nur zu deutlich gemerkt, wie sehr ich diese Gespräche wirklich vermisst habe und wie sehr ich ihn offensichtlich vermisst habe. Überraschenderweise hat er in den letzten Tagen mehr als vor der Trennung, deutlich gemacht, wie sehr er mir (noch) vertraut, denn er hat mit mir über Sachen gesprochen, über die er nicht mal mit seinem langjährigen besten Freund spricht, da er Angst hat seine Schwachpunkte preiszugeben und den Menschen somit die Macht zu geben ihn verletzen zu können. Bei mir jedoch hat er beinahe von alleine erzählt und berichtet. Daraus schließe ich, dass er mir so sehr vertraut, dass er keine Angst hat, von mir verletzt zu werden, obwohl ich nach einer solchen Trennung wohl eigentlich allen Grund dazu gehabt hätte alles zu tun, um ihm dieselben Schmerzen zuzufügen, die ich nach der Trennung gehabt hatte. Aber so etwas kann und werde ich sicherlich nicht tun. Dazu bin ich weder fähig, noch ist es meine Absicht ihn zu verletzen, denn er ist mir sehr wichtig.
Wir haben auch Späße gemacht, wie früher, und nicht selten laufen diese auf "perverse" Dinge hinaus. So habe ich spaßeshalber angefangen über Sex zu reden und es hat sich aus dem Gespräch ergeben, dass er sich körperlich immer noch von mir angezogen fühlt und er hat angedeutet und des öfteren bestätigt, dass er Sex mit mir haben wollen würde.
Problematik:
Dem "Angebot" bin ich wirklich nicht abgeneigt und wenn es wirklich nur um die simple Frage "Wollen oder nicht wollen" gehen würde, wäre mein Problem schon gelöst, doch ich habe starke Bedenken, was die Folgen angeht. Ich habe ihn die vergangene Woche, seit wir wieder Kontakt haben, noch nicht wieder gesehen, deswegen denke ich, dass ich noch besser darüber urteilen können werde, wenn ich ihn demnächst mal treffe. Und trotzdem frage ich mich, ob ich noch etwas für ihm empfinde, sodass ich mir mit dem Eingehen auf das "Angebot" nur selbst wieder Schmerzen zufügen würde. Allerdings denke ich das im Moment weniger, da es sich anders anfühlt mit ihm zu schreiben, verglichen mit dem Gefühl, das ich hatte, als ich wirklich in ihn verliebt war.
PS. Es wäre zwar mein erstes Mal, aber ich persönlich finde es wird ein viel zu großes Trara um das erste Mal gemacht. Sex ist Sex. Nichts weiter. Alle sagen immer, dass man es nur mit einem Menschem machen sollte, den man von ganzem Herzen liebt. Aber diejenigen, die das nicht getan haben, sind ja auch nicht dran getorben oder? Klar, mit einem Wildfremden sollte man es natürlich auch nicht tun, aber das ist bei mir ja auch nicht der Fall.


LinkBack URL
Über LinkBacks


Angst ich spüre Du hast, vorsichtig sein Du musst, Angst führt zu Wut, und Wut führt zu Hass.... Hass ist der Weg zur dunklen Seite....

Themenautor
