Hallo zusammen,
ich muss mir hier einfach einmal meinen Kummer vom Herzen schreiben, weil ich nicht weiter weiß... Vielleicht wird mir das ja irgendwie helfen oder mich erleichtern, obwohl ich es nicht so recht glauben will. Es gibt einfach keine Lösung für mein/unser Problem.
Ich bin seit 4 1/2 Jahren mit einem Mann zusammen. Er ist verheiratet mit seiner Cousine und hat vier Kinder. Da er Moslem ist, hätte er theoretisch die Möglichkeit, mich als zweite Frau zu heiraten. Ich liebe ihn mehr als alles auf der Welt und seine Kinder und Verwandten auch (zumindest die, die ich kenne). Er liebt mich auch, aber er hat Angst, dass seine Familie kaputt geht. Seine Frau ahnt von uns und akzeptiert es natürlich verständlicherweise nicht. Seit Beginn unserer Beziehung schwanken wir beide zwischen Hoffnung, dass es einen Weg gibt und Verzweiflung. Ich habe vor einem Jahr bereits einmal versucht mich umzubringen wegen dieser verzwickten Lage. Dann sah es so aus, dass er eine Lösung finden würde, weil mich inzwischen sogar die Brüder seiner Frau akzeptieren. Aber jetzt hat ihn wieder der Mut verlassen und er sagt, er kann das Risiko nicht eingehen, dass unser aller Leben kaputt geht, wenn er mich als zweite Frau nimmt. Sein Vater hat auch zwei Frauen und da muss es wohl ziemlich übel zugehen. Scheiden lassen kann er sich sowieso nicht, weil das die ganze Verwandtschaft niemals zulassen würde.
Ich kann aber ohne ihn nicht leben, ich habe es versucht. Jeder Tag, an dem ich ihn nicht sehe, ist einfach nur mies. Uns verbindet so viel. Ich habe noch nie so etwas erlebt wie zwischen ihm und mir. Niemals könnte ich ihn verlassen. Vorher möchte ich lieber tot sein als ohne ihn leben zu müssen. Hinzu kommt, dass alle Menschen, die mir etwas bedeuten mit ihm verwandt sind. Also wäre sowieso alles sinnlos ohne ihn und ich ganz alleine. So ein Leben will ich nicht. Aber ich kann auch nicht auf Dauer als Geliebte nebenher leben. Ich bin jetzt fast 28 und möchte auch mal Kinder haben, ein halbwegs geordnetes Leben... Als Ausweg sehe ich wirklich nur noch den Tod, habe hin und her überlegt, aber ich glaube nach all dieser Zeit nicht mehr daran, dass alles gut wird.
Bestimmt denken jetzt einige, ich bin bescheuert, dass ich mich überhaupt auf so etwas einlasse, dass ich keinen Stolz habe und doch einfach gehen soll. Aber ich KANN es nicht! Allein die Vorstellung, ohne ihn weiterleben zu müssen, ihn nicht mehr zu sehen, mit ihm nicht mehr reden zu können... Daran darf ich nicht einmal denken. Wie gesagt, da ist es besser gar nicht mehr zu leben.
Wir wollen die nächsten Tage noch mal reden, aber er macht mir wenig Hoffnung, dass es eine Lösung gibt. Ich glaube nicht, dass er es wagt, sich gegen seinen Onkel (Vater seiner Frau) zu stellen - nicht weil er mich nicht liebt, sondern weil das da wo er herkommt undenkbar ist.
Seit er mir vor zwei Wochen gesagt hat, dass es wohl doch keine Hoffnung gibt für uns, habe ich kaum mehr geschlafen, gegessen... Und wieder sind da diese Selbstmordgedanken, die immer konkreter werden. Ich war schon einmal in Behandlung deswegen (auch wegen ihm). Habe versucht, durch eine Psychotherapie von ihm loszukommen, aber es hat nicht funktioniert. Ich bin einfach nur noch am Ende...


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