Also ich stell dann mal fest, dass ich zu naiv und gutgläubig bin. Ich glaub nämlich, dass Männer doch schon zu irgendwas zu gebrauchen sind, und wenn es dazu ist, Ruhe auszustrahlen und Quatsch zu erzählen.
Gut, wenn ich mitten in den Wehen liege, wird mich ein "Schatz, ist schon nicht so schlimm, Du schaffst das." auch nicht beruhigen. Aber so lange es soweit noch nicht ist, kann ich auch dem "unqualifizierten" Zuspruch eines Mannes was beruhigendes abgewinnen. Zumindest hätte er es versucht, mich zu beruhigen. Und wahrscheinlich würd ich mich sogar bis zu den Wehen auch einigermaßen beruhigen lassen.
Klar, erfahrene mehrfache Mütter könnten mich sicherlich noch mehr beruhigen. Aber wenigstens den Versuch zu helfen, könnte man dem Mann ja mal anrechnen.
Dass Ängste vor der Geburt dennoch berechtigt sind und man die wohl nicht einfach so wegdiskutieren kann, bestreite ich ja nicht. Auch nicht, dass Informationen über die Geburt und angeeignetes Wissen darüber hilfreich, und vermutlich auch hilfreicher sind, als ein Kopfstreichler und eine "Alles wird gut"-Floskel. Aber total wirkungslos finde ich den "Am Ende wird alles gut"- Gedanken auch nicht. Und von daher: wenigstens das dürfte mein Mann beitragen.
