Als ich mit meinem Freund zusammen kam wusste ich, es würde nicht einfach werden. Ich war bereit es einzugehen, ich dachte zu wissen was auf mich zukommt.
Und eigentlich bin ich überzeugt, sobald man unglücklich in einer Beziehung ist, sollte man sofort Schluss machen und sich selbst wichtiger sein.. Aber momentan
überwiegt noch die Liebe und das Glück wenn wir zusammen sind. Es ist quasi Schmerz auf Zeit. Es ist für beide die erste Fernbeziehung und das mit Studium und
Ausbildung.. Wir versuchen uns so oft zu sehen wie es geht, das wäre ja noch gerade auszuhalten.
Jetzt aber kommt der Knackpunkt. Dass diese Beziehung eine Dauerhafte Fernbeziehung werden würde war mir nämlich nicht klar! Das hat er mir so nie gesagt und
ich denke, dass ihm in dem Moment sein Wille, seine Verliebtheit und sein Glück für ihn im Vordergrund stand und er das nicht gefährden wollte.. Hätte ich das aber
früher gewusst, hätte ich tatsächlich anders gehandelt und es mir zweimal überlegt da wirklich mein Herz so weit reinzuhängen. Er ist mitten im Studium und möchte
die Uni nicht wechseln, sich nebenbei keinen Umzug antun und lieber so weiter machen wie davor, zumal er meint sich da eingelebt zu haben. (Dass er zu mir zieht
ist Situationsbedingt die einzige Möglichkeit) Verstehe ich, ich habe Geduld und Verständnis. Aber er möchte nicht vor Ende des Studiums und erst nach seinem Master
einen Ortswechel angehen, was mir eindeutig zu lang ist. Ich leide sehr darunter, bin einsam. Wenn wir uns mal wegen Prüfungen noch länger nicht sehen können und
einsame Wochen ins Land ziehen, bekomme ich Depressionen habe Schlafprobleme und spiele mit dem Gedanken Schluss zu machen.. Allein der Gedanke dass ich noch
eineinhalb Jahre warten muss bis wir uns täglich sehen könnten macht mich traurig und ich verzweifel. Es gleicht einer Zweitbombe die mir nicht gut tut und die hochgeht,
wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem es einfach nicht mehr weitergeht wie es ist. Ich will das nicht..
Natürlich weiß er das, ich sage ihm alles. Meist gibt er sich dann auch ganz besonders Mühe und versucht öfter Zeit für mich zu finden und mal herzukommen. Oder ich
fahre mal für eine Weile zu ihm. Ist aber nun mal auch nicht schön, wenn man hört, der Partner spielt mit Schlussmachgedanken. Er ist wirklich süß, wenn er sich dann
so Mühe gibt, ich weiß ja er hat auch Probleme und viel zu lernen, er scheint auch viel stärker als ich was das angeht.. Ich kann es aber so nicht, ich leide und halte das keine so lange Zeit aus. Ich komme mir regelrecht vor, als würde ich gegen eine Wand reden, gegen die ich einfach nicht ankomme. Er sagt gar nicht wirklich was dazu
und nimmt mich irgendwie nicht ernst genug.. Einmal hat er was gesagt: Er meinte, dass er das mit dem Umzug dann mit seinen Eltern besprechen müsste und dass sie
ihn dann hoffentlich auch unterstützen würden. Ich freute mich, dachte voran zu kommen, wenn er schon mit solchen Gedanken spielte. Aber danach kam dann wieder
nichts mehr. Es ist eigentlich immer das Gleiche und dann widerholt er sich nur in seinen Sätzen..
Brauche ich mehr Verständnis und sollte weniger auf meine Bedürfnisse achten?
Mich eventuell mehr ablenken damit ich nicht zu viel darüber nachdenke?
Oder sollte ich weiter hartnäckig bleiben damit er mich ernster nimmt.
Wenn ja, wie kann ich zu ihm durchdringen, ihm die schwierige Lage bewusster machen?
Oder meint ihr, es sei doch besser es zu beenden, wenn man so darunter leidet?
Ich liebe ihn wirklich und meine es sehr ernst mit ihm, zumal die Beziehung auch schon eine ganze Weile geht. Ich würde gerne erst jede Möglichkeit abwägen, ehe ich
wirklich den Gedanken in die Tat umsetze es dann besser zu beenden, weil es keine Zukunft für uns beide gibt.


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