Hallo, ich bin 22 Jahre alt und mein Name ist Michael. Ich hab ein Problem mit meiner Freundin Nadine. Sie ist genau so alt wie ich. Das wird nun ein langer Text, also Achtung.
Anfangen will ich damit, dass ich mich verändert habe. Mit bestimmten, alten Freunden mach ich zur Zeit sehr wenig. Nein zu wenig. Obwohl eigentlich garnichts mehr. Das macht mich traurig. Das Problem daran liegt wiederum zum Teil an meiner Freundin und zum anderen Teil an mir. Nadine war, als ich sie kennen lernte, nicht schlecht auf Alkohol zu sprechen. Das war ziemlich lustig und auch ziemlich anregend. Wir haben öfter zusammen getrunken, aber leider hat Nadine einige Male ziemlich übertrieben. Einmal hatte ich echt verdammte Angst um sie, danach hatte ich für ein ganzes Weilchen auch keine Lust mehr. Aber kurz danach ging es wieder, auch mit ihr. Das letzte Mal, dass sie was getrunken hat war ein Zeltfest. Dort trank sie, aber wieder ein bisschen zu viel und musste sich übergeben. Eigentlich nichts ernstes aber danach fasste sie den Entschluss keinen Alkohol mehr zu trinken. Eine gute Entscheidung, die ich auch respektiere, aber da fingen die Probleme an. Dadurch nämlich, dass sie nichts mehr trank, wäre es ihr am liebsten gewesen, ich würde auch aufhören zu trinken. Nun habe ich es auch fast getan, aber es fehlt mir so, auf Partys zu gehen oder auch einfach nur beim DVD schauen mit meinen Freunden zu trinken. Ich würde ja auch etwas ohne trinken mit meinen bestimmten, alten Freunden machen, aber irgendwie hat das meiste was sie machen, mit Alkohol zu tun. Ob das nun gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten, nicht jedoch darüber, dass es in der heutigen Zeit völlig normal ist, dass in meinem Alter auf Partys geht und da eben auch trinkt. Aber es liegt nicht nur daran, dass Nadine es nicht mag, dass ich Alkohol trinke, sie mag es nicht, wenn ich etwas ohne sie unternehme. Ich kann auf keine Party mehr gehen ohne einen Streit vom Zaun zu brechen. Eigentlich kein wirklicher Streit, aber sie ist immer so traurig und bekommt schlechte Laune und es lässt sich einfach besser mit ihr auskommen, wenn ich nichts unternehme. Das liegt aber nicht nur am Alkohol, sondern weil sie Angst hat mich zu verlieren. Dabei weiß sie, dass ich ihr immer treu bin. Leider weiß sie nicht, dass dadurch, dass sie mich so einengt sie genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie möchte. Doch dafür fehlt ihr die Erfahrung. Manchmal denke ich, ich wäre mit einem unerfahrenen Jugendlichen zusammen und nicht mit einer erwachsenen Person. Das finde ich am aller traurigsten. Aber das hat sie nun mal so an sich. Damit kann ich auch leben. Aber ich weiß nicht, ob ich damit leben kann oder will, dass sie mich so einengt. Ich würde liebend gern wieder etwas mit meinen Freunden unternehmen, auf Partys gehen (auf keinen Fall der anderen Weiber wegen). Und das alles ohne, dass ich den Kopf voller Gedanken um sie haben muss. Ich habe wirklich Angst um sie, weil sie sich auch ritzte und es in schlimmen Zeiten immer noch tut. Und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich würde sie auch gern mitnehmen, aber ich weiß, dass sie sich nicht wohl fühlen würde. Ich habe auch versucht mit ihr darüber zu reden, aber sie meint, dass wenn sie es könnte, damit aufhören würde, es aber nicht kann.
Das Problem dabei ist auch, dass Nadine auch keine wirklichen Freunde sondern nur Bekannte hat und sich an mich klammert. Ich hätte es liebend gern, wenn sie Freunde hätte und auch mal mit ihnen weggehen würde, aber so ist es nun mal nicht. Das ist auch ein Grund, warum sie es schlimm findet, wenn ich weg gehe, denn sie ist dann alleine, denkt komische Sachen, bekommt schlechte Laune und ich fühle mich dort wo ich bin, beschissen. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Auch schlimm finde ich, dass sie nun so herablassend über Alkohol und die Menschen die ihn konsumieren spricht (hier sind keine Alkoholiker gemeint), dabei war sie doch nicht besser und es ist auch nicht schlimm, mal Alkohol zu trinken.
Was ich auch nicht gut finde, ist, dass sie mich ständig über meine Ex-Freundinnen ausfragt. Einmal darüber reden finde ich ja noch in Ordnung, aber sie fragt mich immer und immer wieder danach. Und irgendwie wirkt sie danach von mir enttäuscht. Sie hatte vor mit noch keine Beziehung. Deshalb fehlt ihr auch die Erfahrung (das beziehe ich übrigens nur auf den Aspekt Beziehung und nicht auf den Sex). Aber ich meine, ich kannte sie ja noch nicht mal als ich mit meinen Ex-Feundinnen zusammen war und es waren insgesamt zwei Stück, was ja auch keine wirklich hohe Zahl bis zu dem Alter von 20 Jahren ist, als ich sie kennen lernte. Aber sie fragt und fragt immer wieder danach, dabei will ich nicht darüber reden und sie hat mich mittlerweile so weit, dass ich mich dafür schäme was ich getan habe, obwohl ich weiß, dass es nichts gibt, wofür ich mich schämen bräuchte. Und irgendwie ertrage ich das alles nicht mehr, ich fühle mich, als ob ich die gesamte Zeit mit ihr, auf dem Prüfstand bin und mich anstrengen müsste. Dabei will ich mich eigentlich bei ihr fallen lassen und geborgen fühlen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich wirklich ich selbst bin, wenn ich mit ihr zusammen bin. Und ich bin verzweifelt und ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Vielleicht sollte ich sie so akzeptieren wie sie ist. Nur eins weiß ich ganz sicher, nämlich, dass ich sie liebe. In Zeiten, wo wir uns in den Armen liegen, da weiß ich ganz genau, dass ich immer richtig gehandelt habe. Aber in Zeiten, in denen sie schlechte Laune hat, weil ich am Abend mit ein paar männlichen Freunden Filme schauen will und sie nicht dabei sein kann, weil sie am nächsten Tag arbeiten muss, da bin ich mir so verdammt unsicher und fühle mich schlecht. Ich weiß, dass ich auch nicht der Erfahrenste bin, darum wende ich mich an euch. Bitte, wenn ihr irgendwas wisst, was mir helfen könnte, dann schreibt es.
Rede mit Ihr,........jeden Abend mindestnes eine Stunde, und nicht nur wenn es Probleme gibt. Du musst die Nähe zu Ihr aufbauen, da hilft echt nur kommunikation. Laß die Glotze aus und mach es kontinuierlich jeden Abend ....!
Habs getestet und bringt wirklich was.
Steck dabei aber auch klar Grenzen, sag Ihr worüber du nicht mehr reden willst weil es für dich vergangen ist.
Und laß dich nicht weiter einengen, sie muss lernen auch mal alleine klar zu kommen.
Um all diese Probleme zu lösen hilft nur reden, auch über deine Gefühle !!
Naja, und Du solltest mal darüber nachdenken, ob nur weil es "normal" ist auf Partys zu gehen und Alkohol zu trinken, das auch was ist was Du tun musst. Es gibt Gesellschaften da war es "normal" dass der mann seine Frau verprügelt - muss man sowas mitmachen, nur weil andere das tun?
Und was hast Du davon Alkohol zu trinken, ausser Deinen Körper kaputt zu machen und viel geld zum fenster rauszuwerfen? Bruauchst Du das so sehr? Trinken mit Freunden auf eine feier ist ja mal o.k., aber wenn man ständig weggehen und Alkohol trinken muss, dann stimmt doch was nicht - sei doch mal ganz ehrlich zu Dir - was hast Du davon wirklich?
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.(Albert Einstein)
Danke flyingapi für deine Antwort. Eigentlich ist es völlig offensichtlich, aber vielleicht musste mir das auch mal gesagt werden. Wir reden schon sehr viel miteinander, aber du hast recht, ich habe bis jetzt keine klaren Grenzen gezogen und auch wenig über meine Gefühle geredet. Das werde ich jetzt ändern und ich hoffe, dass sich dann alles besser wird. Danke nochmal
Dir auch danke, Strassenkatze du hast natürlich recht und ich weiß auch, dass ich das nicht gut für mich ist. Ich habe auch garnicht das Verlangen ständig mich volllaufen zu lassen oder auf Partys zu gehen. Und von dem trinken alleine hab ich überhaupt nichts, aber von der Gesellschaft meiner Freunde hab ich sehr viel. Aber du hast mir schon zu denken gegeben und ich werde nun ein wenig grübeln. Vielen Dank