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Liebe wird nicht - Liebe ist!

  1. #1
    Lassly
    Gast

    Standard Liebe wird nicht - Liebe ist!

    Hallo,
    ich schreibe nicht meinetwilen, sondern möchte auf die Einträge von "Trauriges Herz" und einigen dazu abgegebenen Kommentaren, reagieren.
    Wie kommt ihr darauf, dass ihr eine Therapie helfen könnte?
    Eine Therapie wäre vielleicht insofern hilfreich, mit ihr neue Wege zu erarbeiten, damit sie in ihrer momentanen Situation (durchaus Trennungsschmerz) leichter damit umgehen könnte, aber diese tiefe und über all die Jahre des Stillschweigens, geheim gehaltene Liebe zu dieser Frau, aus ihrem Herzen, oder wie sie es formuliert und empfindet aus ihrer Seele zu bekommen, dazu ist kein Therapeut in der Lage.
    Die Gefühlsstrukturen jedes einzelnen Menschen sind schon sehr kompplex, die von homosexuell veranlagten Menschen noch etwas komplexer und von bisexuell veranlagten Erdenbürgern noch etwas komplizierter.
    Sie selbst benötigte schon einge Jahre um diese Gefühle zuzulassen und sie auch anzunehmen.
    Dass sie nicht in bestehende Partnerschaften eindringen und auch nicht ihre eigene Ehe auf´s Spiel setzen wollte, spricht nicht unbedingt von Besessenheit, Wahn oder Traumwelt, sondern von einem Menschen, der andere Menschen, die ihm nahe stehen, nicht verletzen wollte.
    Wir haben es hier mit einem Menschen zu tun, der seine eigenen Gefühle und diese tiefe Liebe über Jahre für sich behalten hat und dafür einen hohen Preis bezahlte.
    Ein Leben für sein Umfeld zu leben!
    Allerdings wir das Scheitern der Ehe schon seinen Zusammenhang mit dieser unglücklichen Liebe haben, auch wenn "Trauriges Herz" es nicht als solches wahrnimmt.
    Eine Liebe für die Ewigkeit, ja das gibt es und sie muss auch nicht unbedingt gelebt werden - aber die Sehnsucht hat sie bestimmt all die Jahre begleitet.
    Warum sie jetzt ihrer Freundin die Wahrheit gesagt hatte, könnte mit ihrem Alter zusammenhängen .
    Trauriges Herz befindet sich vermutlich in einer Lebensphase (Menopause?), wo sie noch einmal ihr Leben neu sortieren möchte und vor allem KLarheit hinein bringen will.
    Das diese Freundschaft die Wahrheit nicht überstehen konnte, lässt schon tief blicken und kommt sicherlich erschwerdend zur momentanen Bewältigung hinzu, aber an dieser tiefen Liebe, wird auch dieser Schock nichts ändern können.
    Traurigem Herz ist nur zu wünschen, dass sie weiterhin so stark und tapfer ihren, mit Sicherheit nicht einfachen Weg, geht - mit dieser tiefen Liebe in ihrer Seele!
    Liebe wird nicht - Liebe ist!

  2. #2
    Blanche

    Standard

    Schade dass Aussenstehende hier nicht wirklich mitreden können.

    Die Harmonie zwischen zwei Menschen ist niemals gegeben. Sie muss immer wieder neu erobert werden.

    Simone de Beauvoir

  3. #3
    Jesse Blue

    Standard

    Tut mir leid, aber Deine Aussagen sind ausgemachter Blödsinn. Nur weil etwas poetisch und romantisch ist, muss es noch lang keinen Sinn ergeben. Deine Zeilen sind das beste Beispiel dafür.

    Also:

    Sie braucht eine Therapie, weil sie ihr gesamtes Leben nach einer Person ausgerichtet hat. Dabei ist es völlig egal, ob jemand bi-, homo- oder heterosexuell veranlagt ist. Eine Person, die von Liebe spricht, ohne mit der Person jemals zusammen gewesen zu sein, intime Beziehungsmomente erlebt zu haben, ist nicht ernst zu nehmen. Wie soll das auch laufen? Eine selbst tiefgreifende Freundschaft, wie sie offensichtlich zwischen den beiden Frauen war, lebt trotz allem von gewissen Distanzen, um sie aufrecht erhalten zu können. Genau deswegen ist es totaler Unsinn, hier von Liebe zu reden. Ich sagte es damals schon: Würde ein Teeny hier reinkommen und von Liebe zu einer aus der Distanz angeschmachteten Person reden, würde ihn jeder belächeln...."Lern erstmal, was Liebe bedeutet"...."Du musst eine Weile mit der Person zusammen gewesne sein, alles weitere ist nur Schwärmerei"....alles nachvollziehbare Aussagen.

    Wenn jedoch eine reife Frau hier hereinkommt und behauptet, sie würde ein Leben lang eine Person geliebt haben, ohne je mit hr intime Momente einer Beziehung durchlebt zu haben, dies jedoch seit 3 Dekaden annimmt, dann ist das mehr als bedenklich. Da spielt es auch keine Rolle, ob sich die Person in einer Ehe oder Partnerschaft befand. Weil sie überhaupt nichts mit der anderen Frau hatte, abgesehen von einer Freundschaft. Für die Freundin war sie nur eine gute Freundin, nichts weiter. Solch eine Sache 30 Jahre aufrechtzuerhalten, ist jenseits von allem, was man je als gesund betrachten könne. Allein die Zeitspanne führt jegliches Pr-Argument ad absurdum.

    Ergo: Ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens ist die realistische Wahrnehmung der Realität. Dieser Frau hat sich Jahrzehnte lang in einer Traumwelt abgekapselt, anstatt sich der Realität zu stellen. Das ist weder gesund noch mutig, sondern spricht eher von der Feigheit, die Welt, wie sie ist, anzunehmen. Wäre sie mutig gewesen, hätte sie die Freundin bereits im Ansatz darauf angesprochen. Und es bei Ablehnung bedauernd akzeptiert und ihr Leben neu geordnet. Es ist jedoch viel einfacher, sich etwas auszuträumen und wie besessen daran festzuhalten.

    Außerdem: "Liebe" ist nicht, Liebe entwickelt sich, Liebe wird. Wenn Du als Person reifer als ein Preteen angesehen werden willst der Liebe mit Verliebtheit oder einer Fernschwärmerei in einen Topf schmeißt, solltest Du schon klarere Vorstellungen von einer Person haben. Und wissen, dass die eigenen Gefühle echt und nicht ein utopisches Wunschdenken ist, in das man sich aus Feigheit hinein manövriert hat.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  4. #4
    Blanche

    Standard

    Auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung wie Jesse bin, gebe ich ihm hier Recht.

    Die Harmonie zwischen zwei Menschen ist niemals gegeben. Sie muss immer wieder neu erobert werden.

    Simone de Beauvoir

  5. #5
    nixe

    Standard

    Ich find Jesse etwas widersprüchlich ...
    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    Eine Person, die von Liebe spricht, ohne mit der Person jemals zusammen gewesen zu sein, intime Beziehungsmomente erlebt zu haben, ist nicht ernst zu nehmen.
    Blöderweise ist Liebe aber die Voraussetzung dafür, überhaupt eine Beziehung einzugehen. Wenn aber intime Beziehungsmomente wiederum Voraussetzung sein sollen, überhaupt Liebe zu empfinden, haben wir es mit einem Henne-Ei-Problem zu tun.

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    Außerdem: "Liebe" ist nicht, Liebe entwickelt sich, Liebe wird. Wenn Du als Person reifer als ein Preteen angesehen werden willst der Liebe mit Verliebtheit oder einer Fernschwärmerei in einen Topf schmeißt, solltest Du schon klarere Vorstellungen von einer Person haben. Und wissen, dass die eigenen Gefühle echt und nicht ein utopisches Wunschdenken ist, in das man sich aus Feigheit hinein manövriert hat.
    Völlig logisch. Nur blöderweise folgt Liebe den Gesetzen der Logik einfach nicht. Das musste sogar ich - als relativ reife Frau mit ausgeprägt logischem Denkvermögen - gezungenermaßen akteptieren. Ich würde jedem, der mir eine Story wie die erzählt, die ich erlebe, sagen, dass derjenige spinnt, sich etwas einbildet, dass das einfach unmöglich ist - aber trotzdem, ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass es echt ist und weit über Verliebtheit oder Fernschwärmerei hinausgeht. Auch wenn ich es logisch absolut nicht begründen kann.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  6. #6
    Schneemond

    Standard

    Zitat Zitat von nixe Beitrag anzeigen
    Blöderweise ist Liebe aber die Voraussetzung dafür, überhaupt eine Beziehung einzugehen.
    Ist leider nicht so.
    Männer neigen eher dazu das "wir werden mal sehen was so kommt" als Beziehung zu definieren, ohne vorangegangendes tiefergehendes Gefühl. Frauen aber auch teilweise, wenn auch weitaus weniger. Eben pragmatisch. Zumindest ist ein grundlegendes Interesse die Basis, was aber kein intensives Gefühl beinhalten muss. Was aber noch kommen kann bei Eingang der Beziehung.
    Es gibt genug Vernunftbeziehungen. Die werden auch nicht auf "Liebe" sondern auf Kompatibilität aufgebaut.

    Nur blöderweise folgt Liebe den Gesetzen der Logik einfach nicht.
    Das ist eben so. Wenn man liebt.
    Gefühle lassen sich nicht rational und nüchtern erklären und gegebenenfalls beiseite schieben. Wer das vertritt, hat eben (noch) nicht "gefühlt". Vernünftig ist Gefühl nicht. Auch für logisch Denkende nicht.

  7. #7
    bormar

    Standard

    Antwort folgt eins tiefer

  8. #8
    bormar

    Standard

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen

    Ergo: Ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens ist die realistische Wahrnehmung der Realität. Dieser Frau hat sich Jahrzehnte lang in einer Traumwelt abgekapselt, anstatt sich der Realität zu stellen. Das ist weder gesund noch mutig, sondern spricht eher von der Feigheit, die Welt, wie sie ist, anzunehmen. Wäre sie mutig gewesen, hätte sie die Freundin bereits im Ansatz darauf angesprochen. Und es bei Ablehnung bedauernd akzeptiert und ihr Leben neu geordnet. Es ist jedoch viel einfacher, sich etwas auszuträumen und wie besessen daran festzuhalten.
    Voll den Nagel auf den Kopf getroffen. So ist es. Aber nicht ganz so einfach, umzusetzen.

  9. #9
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Schneemond Beitrag anzeigen
    Männer neigen eher dazu das "wir werden mal sehen was so kommt" als Beziehung zu definieren, ohne vorangegangendes tiefergehendes Gefühl.
    Ach ja - da ist sie ja wieder, die leidige Frage nach der Definition einer Beziehung. Für mich war das bis vor einigen Wochen so ziemlich jedes von gegenseitigen Emotionen und körperlichem Begehren geprägte geprägtes Verhältnis zwischen zwei Menschen - aber das sieht wohl jeder anders. Z.B. gibt es ja immer wieder Fragen wie "wir sehen uns regelmäßig, können über alles reden, haben phantastischen Sex, aber ich weiss nicht, ob ich eine Beziehung will".

    Und ist nicht jede Beziehung - unabhängig von ihrer Definition - von dem "wir werden mal sehen was so kommt" geprägt? Man kann doch sowieso nie wissen, was die Zukunft bringt - also ist jeder Schwur ewig währender Liebe und Treue sinnlos. Alles, was möglich ist, ist zu lieben - und sich gemeinsam zu bemühen, diese Liebe nicht durch Vernachlässigungen sterben zu lassen, sondern ihr immer wieder neue Nahrung zu geben. Möglichst jeden Tag. Wahrscheinlich fängt eine Beziehung ja genau dann an - wenn man zu diesem Bemühen bereit ist. Gibt also folglich offensichtlich auch einseitige Beziehungen.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  10. #10
    Blanche

    Standard

    Wissen kann man natürlich nicht was kommt, aber es
    sich wünschen, viel dafür tun und das Ziel verfolgen.

    Die Harmonie zwischen zwei Menschen ist niemals gegeben. Sie muss immer wieder neu erobert werden.

    Simone de Beauvoir

  11. #11
    Jesse Blue

    Standard

    1) Die Liebe ist keine Voraussetzung für das Entstehen einer Beziehung. Das war es noch nie. Verliebtheit, Prickeln und Schwärmerei führen zu einem Kennenlernen, das wiederum vertieft im optimalen Fall das Prickeln und vertieft auch die übrigen Emotionen, die schließlich zu dem führen, was wir im Unterschied zu Verliebtheit als Liebe definieren. Die Vertrautheit und das gemeinsame Erleben und Durchleben von Situationen guter und schlechter Natur....solche Dinge definiert eine Liebe. Wie soll man dies alles fühlen, wenn man jene intime Momente auf diese Weise nicht hatte? Eine - selbst gute und feste - Freundschaft ist sicher kein Ersatz dafür.

    2) Dass Liebe keiner Logik und Rationalität folgt, ist Wunschdenken. Liebe ist, wie alles andere stets ein Produkt aus rational nachvollziehbaren Empfindungen. Ob die Person einen Denkfehler dabei macht oder sich mangels Persönlichkeit in eine Illusion reinsteigert (wie z.B. hier) ist oft schnell erklärt. Wir Menschen glauben, unseren selbst erschaffenen Begriff "Liebe" zu einem Mysterium aufbauschen zu können, lediglich, weil wir uns dabei gut fühlen. Aber auseinander genommen, ist Liebe lediglich ein simples Zusammenspiel aus Egoismus, Triebsteuerung, Angst und die Abhängigkeit, die aus ihr entsteht. Es ist ein höchst rationaler Handel, der zum Ziel die eigene Glückshormonproduktion im Körper auf einem permanent hohen Level halten soll und sichern soll, dass wir nicht einsam im Schaukelstuhl sterben.

    Sorry, dass die Welt nicht aus magischen Fabelwesen besteht. Aber man genießt die Realität und ihre Vorzüge weitaus mehr, wenn man sich nichts darin zusammenspinnt, ohne sich der Wahrheit bewusst zu werden.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  12. #12
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    Aber auseinander genommen, ist Liebe lediglich ein simples Zusammenspiel aus Egoismus, Triebsteuerung, Angst und die Abhängigkeit, die aus ihr entsteht. Es ist ein höchst rationaler Handel, der zum Ziel die eigene Glückshormonproduktion im Körper auf einem permanent hohen Level halten soll und sichern soll, dass wir nicht einsam im Schaukelstuhl sterben.
    Ja, bis vor ein paar Monaten hätt ich das glatt unterschrieben. Jetzt steck in in einer Situation, in der ich meinen Egoismus unterdrücke, um seine Wünsche zu berücksichtigen, in der ich weniger Sex habe als je zuvor, in der ich höchstens Angst um ihn habe, aber nicht um mich - und in der ich völlig unabhängig bin, es mir aber umgekehrt wünsche. Eine Situation, die sich jeglichem Versuch, sie rational zu erklären, verschließt, in der die Glückshormonproduktion definitiv nicht konstant auf einem hohen Level ist und die jede Chance hat sicherzustellen, dass ich einsam im Schaukelstuhl sterben werde - einfach weil ich, nachdem ich diesen Menschen kennenlernen durfte, einfach keinen anderen mehr will. Mir ist bewusst, dass es unlogisch, völlig unpraktisch und total dämlich von mir ist - aber ich bin da offensichtlich über etwas gestolpert, das sich tatsächlich nicht kontrollieren kann. Das von mir verlangt, etwas zu tun, das mir völlig wesensfremd ist - nämlich einfach abzuwarten, statt aktiv etwas zu tun. Ich kann nicht behaupten, dass das für mich das Optimum ist - aber es ist unter den gegebenen Umständen ist es eben das einzige, das ich tun kann, ohne völlig gegen meine Instinkte und Wünsche zu handeln. Ist blöd und irrational, aber es ist nun mal so. Ich wünschte zwar, dass alles etwas leichter wäre - aber wenn die Alternative wäre, ihn und dieses Gefühl nie kennengelernt zu haben, dann will ich es doch lieber genau so, wie es ist.

    Und um Deinen Kommentar mal vorwegzunehmen: Mädel, das ist keine Liebe, das ist ausgemachter Schwachsinn und Du hast echt nen Knall. Obwohl Du es sicher deutlich eloquenter ausdrücken kannst
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  13. #13
    Jesse Blue

    Standard

    Zitat Zitat von nixe Beitrag anzeigen
    Jetzt steck in in einer Situation, in der ich meinen Egoismus unterdrücke, um seine Wünsche zu berücksichtigen, in der ich weniger Sex habe als je zuvor, in der ich höchstens Angst um ihn habe, aber nicht um mich - und in der ich völlig unabhängig bin, es mir aber umgekehrt wünsche. Eine Situation, die sich jeglichem Versuch, sie rational zu erklären, verschließt, in der die Glückshormonproduktion definitiv nicht konstant auf einem hohen Level ist und die jede Chance hat sicherzustellen, dass ich einsam im Schaukelstuhl sterben werde - einfach weil ich, nachdem ich diesen Menschen kennenlernen durfte, einfach keinen anderen mehr will. Mir ist bewusst, dass es unlogisch, völlig unpraktisch und total dämlich von mir ist - aber ich bin da offensichtlich über etwas gestolpert, das sich tatsächlich nicht kontrollieren kann. Das von mir verlangt, etwas zu tun, das mir völlig wesensfremd ist - nämlich einfach abzuwarten, statt aktiv etwas zu tun. Ich kann nicht behaupten, dass das für mich das Optimum ist - aber es ist unter den gegebenen Umständen ist es eben das einzige, das ich tun kann, ohne völlig gegen meine Instinkte und Wünsche zu handeln. Ist blöd und irrational, aber es ist nun mal so. Ich wünschte zwar, dass alles etwas leichter wäre - aber wenn die Alternative wäre, ihn und dieses Gefühl nie kennengelernt zu haben, dann will ich es doch lieber genau so, wie es ist.
    Es entzieht sich keineswegs der Rationalität. Die Antort darauf ist ganz einfach - Du schriebst es nämlich hin: Du bist dämlich. Oder etwas sachlicher ausgedrückt: Du bist das typische Opfer. Du scheinst zu glauben, an hoffnungslosen Fällen festhalten zu müssen. Das kann zum einen daran liegen, weil Du Torschusspanik hast und glaubst, dass es bei Dir zu mehr nicht reichen wird. Und Du deswegen glaubst, auf eine "Lose-Lose"-Zeitverschwendung setzen zu müssen. Zum anderen, weil Du Dir das als Marotte angewöhnt hast. Klingt blöd, aber manche Menschen haben so viel Stress im Leben erfahren, dass sie mit dem Stress umzugehen gelernt haben. Was nichts anderes bedeutet, als dass der Stress sie weniger schnell kaputt macht als andere. Weil sie sich aufgrund Überreizung dafür desensibilisiert haben. Dafür sensibilisieren sich solche Menschen häufig für Dinge, die sie als Ergebnis überbewerten. Sie steigern sich schnell in nichtvorhandene Dinge hinein und halten wie verbissen daran fest. Nicht relevant wahrnehmend, dass die Angelegenheit schon lange nicht mehr auch nur eine Ähnlichkeit mit einer erfüllenden Beziehung zu tun hat.

    Ergo: Angst, Stresstaubheit infolge Überreizung...und niedrige Erwartungen aufgrund Hoffnungslosigkeit, die sich als manisches Festhalten an bestenfalls halbherzigen Ergebnissen manifestiert.

    Nichts Ungewöhnliches, nichts Irrationales, nichts Gesundes.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  14. #14
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    Das kann zum einen daran liegen, weil Du Torschusspanik hast und glaubst, dass es bei Dir zu mehr nicht reichen wird.
    Torschlusspanik .. *lach* Junge, ich bin schon längst durch das Tor durch (was übrigens auch für Trauriges Herz gelten dürfte) - ich hab genug Kinder, genug finanzielle Sicherheit, einen guten Job - es gibt in meinem Leben nichts, wozu ich einen Mann brauchen würde. Wir wissen doch alle, dass kurze Affairen deutlich aufregender und weniger anstrengend sind als langfristige Beziehungen - und bis dieser Mann mir über den Weg gelaufen ist, hat meine Lebensplanung genau das vorgesehen. Und nun hab ich plötzlich überhaupt keinen Plan mehr ... nur noch das Wissen, dass ich nur ihn will. In welcher Form auch immer. Und deshalb versteh ich auch den Nachsatz "zu mehr nicht reichen ... " nicht - was an "mehr" sollte ich denn wollen? Was gibt es, das mich glücklicher machen könnte? Eine praktische, bequeme Beziehung mit dem Mann aus der Nachbarstraße - dem, der mich und meine Kinder stets gut behandelt, immer für uns da ist, mit dem ich prima reden kann, mit dem ich verdammt guten Sex haben kann (zumindest konnte ich das vor paar Monate noch), der mich im haushalt unterstützen kann und der gutes Geld verdient, und das bei pünktlichem Feierabend? Tja, wäre doch der Traum jeder Frau - blöderweise liebe ich ihn aber nun mal nicht.

    Zitat Zitat von Jesse Blue
    Klingt blöd, aber manche Menschen haben so viel Stress im Leben erfahren, dass sie mit dem Stress umzugehen gelernt haben. Was nichts anderes bedeutet, als dass der Stress sie weniger schnell kaputt macht als andere. Weil sie sich aufgrund Überreizung dafür desensibilisiert haben. Dafür sensibilisieren sich solche Menschen häufig für Dinge, die sie als Ergebnis überbewerten. Sie steigern sich schnell in nichtvorhandene Dinge hinein und halten wie verbissen daran fest. Nicht relevant wahrnehmend, dass die Angelegenheit schon lange nicht mehr auch nur eine Ähnlichkeit mit einer erfüllenden Beziehung zu tun hat.
    *grins* Ja, ein wenig stressresistent bin ich wohl tatsächlich. Meine Schwester war in einer ähnlichen Situation nach 7 Tagen krankenhausreif. Aber wieder: auch Stress habe ich genug, kein wirklicher zusätzlicher Bedarf an einer stressigen Beziehung. Oder einer Beziehung überhaupt. Und trotzdem will ich nichts mehr als das - egal, wie viel Stress damit verbunden ist. Es ist nicht bequem, nicht praktisch und auf gar keinen Fall vernünftig - aber ich weiss, dass ich es will. Und ich habe einiges versucht, um mich in das genaue Gegenteil dieses Wunsches "hineinzusteigern", mich davon zu überzeugen, dass es nicht vorhanden ist und ich habe versucht, es loszulassen - aber es hilft nix. Vielleicht stirbt das Gefühl ja irgendwann an anderen Dingen - Alltagsprobleme, Unerwiedertheit, räumliche Distanz oder was weiss ich - ich allein kriege es jedenfalls nicht tot. Es ist da, es ist real, und ich muss einfach lernen, damit zu leben.

    Nee, gegen alle Logik, der Threadtitel passt: Liebe wird nicht - Liebe ist. Und wenn sie mal da ist, lässt sie sich nicht wegdiskutieren.

    Die Liebe stirbt nie einen natürlichen Tod. Sie stirbt, weil wir das Versiegen ihrer Quelle nicht aufhalten, sie stirbt an Blindheit und Missverständnissen und Verrat. Sie stirbt an Krankheiten und Wunden, sie stirbt an Müdigkeit. Sie siecht dahin, sie wird gebrechlich, aber sie stirbt nie einen natürlichen Tod. Jeder Liebende könnte des Mordes an seiner eigenen Liebe bezichtigt werden. (Anais Nin)

  15. #15
    Jesse Blue

    Standard

    Stimmt nicht, aber unsere PNs haben mir schon davor eröffnet, dass Du Illusionen von Realität oft schwer unterscheiden kannst, obwohl Du es Dir nach eigenen Aussagen vornimmst. Du kannst 15 oder 40 sein. Wenn Du nicht fähig bist, den Kopf einzuschalten, ohne Dich dabei selbst zu sabotieren, stolperst Du von einer Enttäuschung in die Nächste. Nur weil Du Dir nämlich vormachst, den Kopf einzuschalten, tust Du es noch lang nicht. Und nur, weil Du Wunschdenken von Realität nicht trennen kannst, ergibt der Titel nicht mehr Sinn.

    Dein Weitblick, den Du ansonsten in diesem Forum durchaus an den Tag legst, bringt Dich in Deinem eigenen Privatleben nicht weiter, weil Du selbst alles ignorierst, was Du hier den Fragestellern in deren Themen predigst und Dich nur auf ein Wunschdenken fixierst, egal, ob real oder nicht.
    ------------------

    Wer unter (um mal wieder zum Threadthema zurück zu finden) diesen Umständen von Liebe redet, ist entweder 12 oder psychisch in irgendeiner Weise gestört.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  16. #16
    nixe

    Standard

    Jesse, die einzige Realität, über die ich mir sicher bin, sind meine eigenen Gefühle. Ich mach mir keine Illusionen darüber, dass ich vielleicht eine Beziehung habe - schon gar nicht eine erfüllte. So etwas kann eine Fernbeziehung überhaupt nicht sein. Und ich werd jetzt garantiert nicht anfangen, hier trübsinnig herumzuschleichen und mein Leben damit zu verbringen, auf irgendetwas zu warten. Die Zunkunft ist eine dermaßen undefinierte Größe ... keinen Gedanken wert. Was kommt, kommt - und was nicht kommt, eben nicht.

    Aber trotzdem: ich kann Trauriges Herz verstehen. Liebe ist eben manchmal einfach da. Es gibt wenig Menschen, die so etwas fühlen können - und einige davon können dieses Gefühl nie leben, sondern tragen es einfach nur mit sich herum. Aber ich bin dankbar und glücklich, dass ich das erleben darf. Und die Hoffnung, dass irgendwann etwas "reales" daraus wird, hab ich noch nicht aufgegeben.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  17. #17
    Jesse Blue

    Standard

    Nichts ist öfters auf Illusionen und verquerem Denken und ungesunden Haltungsweisen begründet, als das, was wir "Gefühle" nennen. Sollte Dir eigentlich bewusst sein. Wenn man dem Emotionen nicht mehr trauen kann, muss der Kopf eingeschaltet werden und womöglich (für den Moment) unangenehme Konsequenzen getroffen werden. Ansonsten braucht man sich nicht zu wundern, wenn man immer kaputter wird.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  18. #18
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    Wenn man dem Emotionen nicht mehr trauen kann, muss der Kopf eingeschaltet werden ....
    Warum sollte man den Emotionen nicht trauen können? Die sind idR zuverlässiger als so manche vermeintliche Realität.

    Und mit Kopf einschalten kann man Gefühle vielleicht unterdrücken, aber damit ist die totale Gefühlsverarmung vorprogrammiert. Mal ganz davon abgesehen, dass es dauerhaft nicht funktioniert - ironischerweise können Gefühle nur sterben, wenn man sie leben kann.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
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  19. #19
    Blanche

    Standard

    Ich würde sagen die Mischung machts. Bissl Kopf sollte immer dabei sein, aber nicht Überhand annehmen.

    Die Harmonie zwischen zwei Menschen ist niemals gegeben. Sie muss immer wieder neu erobert werden.

    Simone de Beauvoir

  20. #20
    Jesse Blue

    Standard

    Zitat Zitat von nixe Beitrag anzeigen
    Warum sollte man den Emotionen nicht trauen können? Die sind idR zuverlässiger als so manche vermeintliche Realität.
    Ganz einfach: Wenn Deine Emotionen Dich in eine bekloppte Dauersituation bringen, kannst Du ihnen nicht trauen. Spätestens ab da sollte Dein Verstand sprechen, wenn Du nicht an vielen anderen zwischenmenschlichen Dingen verarmen möchtest.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  21. #21
    nixe

    Standard

    Hmm, das sind mir jetzt ein paar zuviele Andeutungen ...

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    ... bekloppte Dauersituation .... an vielen anderen zwischenmenschlichen Dingen verarmen ...
    Okay, meine Situation ist nicht unbedingt das, was ich als optimal bezeichnen würde - aber vor ein paar Monaten, ohne Emotionen, war sie deutlich weniger optimal. Also warum bekloppt? Und welche anderen zwischenmenschlichen Dinge meinst Du?
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
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  22. #22
    Jesse Blue

    Standard

    Du bist unerfüllt und nimmst eine Halbherzigkeit hin, um nicht allein zu sein. Das erschließt sich deutlich aus Deinem zuletzt Geschriebenem. Angst vor dem Alleinsein ist zwar ein häufiger Grund für eine Beziehung, aber sicher kein zukunftsträchtiger.
    Das offene Gespräch suchen - die Lösung für 80% aller Probleme hier.

  23. #23
    Blanche

    Standard

    Absolut richtig, schließ mich Jesse an.

    Die Harmonie zwischen zwei Menschen ist niemals gegeben. Sie muss immer wieder neu erobert werden.

    Simone de Beauvoir

  24. #24
    Reak

    Standard

    Wie heisst es immer so schön: Man liebt immer anders.So komplex die Gefühle sind die uns in unserem Leben immer wieder überraschen, so unterschiedlich führen wir auch die Beziehungen.

    Grundsätzlich strebt man nach einer Beziehung um icht alleine zu sein,oder?Das kann physisch und psyschsich sein.Mal überwiegt das eine, mal das andere.

    Es gibt einen Unterschied dahingehend ob es ein Lebensanschnittgefährte ist, oder eine wirkliche Beziehung.Dazwischen gibt es nichts.Nehmen wir an das jemand eine halbherzige Beziehung eingeht um in einem Abschnitt des Lebens nicht alleine zu sein ist das für den moment sicherlich nicht im möglichen Intresse des Partners, jedoch ist es doch mehr als oft so.Sonst wäre dieses Forum nur halb so voll mit all den daraus entstehenden Problemen.

    Wir alle gehen Kompromisse ein, einige mehr, einige weniger.Unbewusst.

    Die diffamierung einer Beziehungsvorstellung halte ich für zu subjektiv.
    "Die Wahrheit ist wie ein nasses Handtuch, Dir selbst nützt sie manchmal garnicht, aber Du kannst sie jemanden um die Ohren hauen..."

  25. #25
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Jesse Blue Beitrag anzeigen
    Du bist unerfüllt und nimmst eine Halbherzigkeit hin, um nicht allein zu sein. Das erschließt sich deutlich aus Deinem zuletzt Geschriebenem. Angst vor dem Alleinsein ist zwar ein häufiger Grund für eine Beziehung, aber sicher kein zukunftsträchtiger.
    Du kapierst es einfach nicht, Jesse - nicht jeder Mensch, der ohne Partner durchs Leben läuft, ist allein oder vermisst die Tatsache, dass jeden Abend jemand bei ihm auf dem Sofa sitzt. Angst habe ich höchstens vor einem Leben, in dem ich nichts mehr fühlen kann - oder meine Gefühle verstecken muss. Oder sie danach auswählen muss, ob sie praktisch oder bequem sind. Heb Dir Deine pseudo-psychoanalytischen Versuche, in denen Du deutlich aus meinen zuletzt Geschriebenen auf meine Motivation schließen willst, für eine andere Gelegenheit auf. Mir Halbherzigkeit zu unterstellen ist übrigens aus mehr als einem Grund absolut skurril

    Sorry, das wird jetzt zu sehr O.T. - kannst gern noch antworten, wenn Du das letzte Wort haben musst, ich werds nicht mehr tun.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  26. #26
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Reak Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich strebt man nach einer Beziehung um nicht alleine zu sein,oder?
    Seh ich völlig anders. Ich strebe nicht nach einer Beziehung, aus welchem Grund auch immer. Hab ich zwar früher (und mit durchaus vorhandenem Erfolg) gemacht, aber jetzt gibt es für mich keinen dinglichen Grund mehr, nach einer Beziehung zu streben (Beziehung jetzt mal als dieses klassische zusammen-leben-Modell definiert ..).

    Allerdings finde ich es schön, zu lieben. Und geliebt zu werden. Und wenn daraus dann der Wunsch entsteht, sich jeden Tag zu sehen, miteinander zu reden, Sex zu haben ... dann kann es irgendwann einmal auf dieses klassische Beziehungsmodell hinauslaufen. Oder auf das Modell "2 Wohnungen und tägliche Besuche". Oder auf irgendein anderes Modell ..

    Also, wenn ich eine Beziehung eingehe, dann nur, um die Liebe, die ich empfinde, leben zu können - aber keinesfalls, um nicht allein zu sein. Oder weil ich den Haushalt allein nicht schaffe. Oder jemanden zum Rasenmähen brauche. Oder nicht auf Sex verzichten kann. Alles keine Gründe - zumindest für mich nicht. Ich kenn aber genug Leute, die das völlig anders sehen.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
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  27. #27
    Reak

    Standard

    Ich meinte "Beziehung" als Wort an sich, ersetze es beliebig.

    Der Grund um eine Beziehung/Affäre/etc zu wollen ist aber nunmal: Man fühlt sich alleine.
    Ich meine macht es Sinn in die Welt hinauszugehen und sich zu sagen "Och,heute ist mir danach zu verlieben, eigentlich brauch ich es ja nicht, ich fühl mich wohl"
    Wie gesagt, Ursache,Auslöser um zwischenmenschlich ,auf emotionaler Ebene aktiv zu werden, ist immer der selbe.Damit meine ich nicht einfach die einsamkeit an sich.Es macht einen großen Unterschied ob man einen Freund trifft oder sehnsucht nach einem Partner hat.Man fühlt sich innerlich alleine und einsam, die Seele leidet.

    Das ist wie die Frage: Was war zuerst da, das Ei oder das Huhn?

    Aus dem Bedürfnis herraus, der Handlung vorrausgehend, der Ursache entsprechend, das Ziel vor Augen.
    So und nicht anders.Alles andere ist oberflächlich und man lügt sich selbst an.
    Dann wären die Kloster überfüllt
    "Die Wahrheit ist wie ein nasses Handtuch, Dir selbst nützt sie manchmal garnicht, aber Du kannst sie jemanden um die Ohren hauen..."

  28. #28
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Reak Beitrag anzeigen
    Ich meine macht es Sinn in die Welt hinauszugehen und sich zu sagen "Och,heute ist mir danach zu verlieben, eigentlich brauch ich es ja nicht, ich fühl mich wohl"
    Komischerweise ist aber genau das der Ansatz, der am häufigsten funktioniert. Schau Dir mal eine beliebige Disko an - welches Mädchen wird angesprochen? Das, dem im Gesicht steht "Hier, bitte, ich brauch ganz dringend einen Partner, und würd mich so gern verlieben"? Oder das, dessen ganze Körpersprache sagt "Hey, mir gehts echt gut - aber wenn ich mich zufällig verlieben sollte, ist das auch okay"?

    Und eine Affäre anfangen, weil man allein ist? Bei Affären geht es um Sex - und nichts lässt die Einsamkeit deutlicher erscheinen als die Minuten nach lieblosem Sex. Kompromiss: Affäre - da kann man sich auch ein bisschen verlieben. Oder es sich wenigstens einreden.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  29. #29
    Reak

    Standard

    Zitat Zitat von nixe Beitrag anzeigen
    Komischerweise ist aber genau das der Ansatz, der am häufigsten funktioniert. Schau Dir mal eine beliebige Disko an - welches Mädchen wird angesprochen? Das, dem im Gesicht steht "Hier, bitte, ich brauch ganz dringend einen Partner, und würd mich so gern verlieben"? Oder das, dessen ganze Körpersprache sagt "Hey, mir gehts echt gut - aber wenn ich mich zufällig verlieben sollte, ist das auch okay"?

    Und eine Affäre anfangen, weil man allein ist? Bei Affären geht es um Sex - und nichts lässt die Einsamkeit deutlicher erscheinen als die Minuten nach lieblosem Sex. Kompromiss: Affäre - da kann man sich auch ein bisschen verlieben. Oder es sich wenigstens einreden.
    Interessanterweise haben wir beide recht.Obwohl ich mehr auf den Umstand des Alleinseins beharre, beides sind Varianten.Deine wie auch meine.Wie würdest Du denn das grundsätzlichste, quasi der kleinste Nenner, nennen?Was ist der Impuls das wir einen Partner suchen?Der reine Forpflanzungstrieb kann es ja nicht sein.
    "Die Wahrheit ist wie ein nasses Handtuch, Dir selbst nützt sie manchmal garnicht, aber Du kannst sie jemanden um die Ohren hauen..."

  30. #30
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Reak Beitrag anzeigen
    Interessanterweise haben wir beide recht.Obwohl ich mehr auf den Umstand des Alleinseins beharre, beides sind Varianten.Deine wie auch meine.Wie würdest Du denn das grundsätzlichste, quasi der kleinste Nenner, nennen?Was ist der Impuls das wir einen Partner suchen?Der reine Forpflanzungstrieb kann es ja nicht sein.
    Ich denke, es hängt von der Lebenssituation ab. Als ich noch jünger war, war es bei mir z.B. mal Interesse an Sex, aber eine wachsende Abneigung gegen Sex mit ewig neuen Typen, kombiniert mit den klassischen Mädchenträumen vom Mann des Lebens und Hochzeit in Weiß. Danach, mit knapp 30, war es ganz klar der Kinderwunsch - so konsequent, dass ich vom potentiellen Kandidaten ein Spermiogramm verlangt habe. Klar, ich hab mich auch in die entsprechenden Herren verliebt - mich aber dann, als das Ziel erreicht war, auch recht schnell wieder entliebt. Dies allerdings erst nach den jeweiligen Männern. Oder relativ zeitgleich.

    Tja, und jetzt war ich in einer Lebenssituation, in der ich nichts gebraucht habe. Vielleicht nur ein bisschen Sex wollte - aber doch bitte keine Beziehung oder Liebe. Verkompliziert das Ganze doch nur unnötig. Dementsprechend habe ich auch keine Ahnung, warum ich mich (mehr als) verliebt habe. Jesse würde sicher ein tiefes Bedürfnis, mein Leben so kompliziert wie möglich zu gestalten, diagnostizieren Ich nenne es einfach Liebe - und davon ausgehend kommen dann Wünsche wie geliebt zu werden, mit dem Mann Zeit zu verbringen, ihm nahe sein zu wollen ... Wobei diese Liebe faszinierenderweise auch unabhängig von der Möglichkeit, diese Wünsche zu erfüllen, existiert. Echt unglaublich ... ich bin gerade dabei, das selbst zu kapieren, also sorry, wenn ich es nicht so genau erklären kann.

    Also, als kleinsten Nenner würde ich sagen: für den Wunsch nach einer Beziehung gibt es immer einen Grund. Und der kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein - Sex, Alleinseinsvermeidung, Kinderwunsch, gemeinsame Hobbys, Arbeitsteilung, Liebe ... uvm. Dafür, dass wir Liebe empfinden, gibt es aber nicht immer einen Grund - manchmal IST Liebe einfach. Womit wir back on topic wären.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
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