Ein Fall für Banquet. Oder?
Ich stehe vor dir, doch du siehst mich nicht.
Ich gehe zu dir und will deine Hände in meinen spüren
, doch du fühlst mich nicht.
Ich sage dir etwas, doch du hörst mich nicht. Ich sagte dir, komm zur alten Brücke, denn (<- hier Komma weg) ich will springen, doch du reagiertest nicht, also ging ich und als ich dort war, wartete ich darauf, dass du kommst und sagst: "Spring nicht, ich liebe dich doch!" Aber du kamst nicht, also sprang ich. Kurze Zeit später standest du an der Brücke und schriest:
"Ich Liebe dich!"
Weshalb hat Dein Text diese Form? Für mich ist es ein Stück Prosa. Wenn es ein prosaisches Gedicht werden sollte, müsstest Du noch etwas an der Form arbeiten. Ich finde auch das Bild mit der Brücke ein bisschen platt und langweilig. Und ich frage mich sowieso, weshalb es verwandt wird.
Ich probiere es mal umzuschreiben. Mal sehen, was sich in aller Kürze basteln lässt:
Zu spät
Ich stehe vor dir,
doch du siehst mich nicht.
Ich berühr' deine Hand,
doch du fühlst mich nicht.
Ich rufe nach dir,
doch du hörst mich nicht.
Ich wollte nur dich,
denn ich lieb dich sehr,
mehr war es doch nicht,
mein einzig Begehr.
Und lang war der Weg
und müd war mein Sinn.
Die Brücke am Steg,
dort trieb es mich hin.
Ich stand dort vor dir
und doch ganz allein
und kalt wurde mir
es musste jetzt sein.
Doch als ich noch fiel,
warst du plötzlich da.
Was war denn dein Ziel?
Mich retten sogar?