
Zitat von
MonaLisa
Hallo miteinander,
während ich noch meinen Kollegen anschmachte, gehe ich mit anderen Männern aus, um mich abzulenken. Mich beschäftigt seit gestern aber wieder so eine blöde Frage.
Und zwar fing das so an... Ich ging vor Monaten mit jemandem aus, der wohl Interesse an mir hatte. Verliebt war er - so mein Eindruck - aber nicht, sondern fand wohl eher, dass ich seine Kriterien erfülle. Ich sagte ihm, dass ich nicht in ihn verliebt sei und es mir auch nicht vorstellen kann, mich in ihn zu verlieben. Er ist wirklich nicht mein Typ, gar nicht. Er schlug mir dann vor, wir könnten uns doch trotzdem zusammen tun. Sozusagen die "kleine Liebe leben", während ich auf die große Liebe warte. Allerdings sagte er dann gleich auch dazu, dass meine große Liebe ja doch nie kommen würde, weil ich so kopflastig sei und zu hohe Ansprüche stelle. Das habe ich natürlich von mir gewiesen, ich kenne mich ja schließlich besser. Ich glaube, er hat entweder von sich auf mich geschlossen oder suchte irgendeine Erklärung, warum ich mich nicht in ihn verliebe. Er meinte nämlich, ich sei zu kopflastig, um IHN an mein Herz zu lassen. Hm, hm. Ich fand dieses Angebot total unmoralisch! Die Bekanntschaft war ruckzuck zu Ende, als ich ihm erzählte, dass ich mich unsterblich in meinen Kollegen verliebt habe.
Gestern Abend hatte ich mal wieder ein Date mit jemandem, mit dem ich schon zwei Mal vorher aus war. Zwischendurch war Funkstille von seiner Seite. Zwischen den Zeilen habe ich herausgehört, dass er zwischendurch mit einer anderen geschlafen hat, die ihn dann abservierte und sich nicht mehr meldet. Außerdem hat er erzählt, wie seine Ehe kaputt ging. Sie hat ihn betrogen und er dann Schluss gemacht. Mein Eindruck ist, dass er ziemlich einsam ist, aber sich gerade gefühlsmäßig gar nicht auf große Liebe einlassen möchte. (Nur so mein Bauchgefühl.) Ich erzählte ihm - wie kamen wir eigentlich drauf? - von jenem Angebot damals und fand, dass so etwas eine sehr gute Idee sein kann. Ooops! Obwohl ich es mir irgendwie mit ihm vorstellen könnte, sich einfach zusammen zu tun und abzuwarten, was daraus wird, möchte ich mich auch nicht in Gefühlsschlamassel bringen.
Ich persönlich möchte so eine Zweckbeziehung nicht eingehen, außer ich habe irgendwann komplett die Nase voll von der Einsamkeit. Mir fallen aber gleich mehrere Gründe ein, warum eine Zweckgemeinschaft für mich nicht in Frage kommt:
- Das habe ich doch sieben Jahre lang gehabt und es hat mir nicht gereicht.
- Ich bin durchaus dazu fähig, mich ganz unsterblich, intensiv und bedingungslos zu verlieben. Wenn das wieder passiert, möchte ich gerne frei sein. Ich glaube nicht, dass mein Traummann das lustig findet, wenn ich mit jemandem ins Bett gehe, während ich auf meinen Seelenbruder warte.
- Ich befürchte, dass selbst wenn man anfangs sagt, das sei ja nur eine Zweckgemeinschaft und bis einer den/ die Richtige gefunden hat, befürchte ich, dass sich doch mindestens eine Person richtig verlieben könnte und dann haben wir den Salat. Großes Gefühlsdrama und alles.
Was denkt ihr von der Sache? Könntet ihr euch das vorstellen? Habt ihr schonmal sowas gehabt?
Ich hatte mal eine Beziehung, in die ich mich Hals über Kopf reinstürzte, um nicht länger allein zu sein. Blöd war halt, dass ich damit die schöne Freundschaft kaputt gemacht habe, die vorher zwischen uns bestand. Ich verliebte mich nämlich in ihn und er nicht umgekehrt. Und ich habe monatelang Rotz und Wasser geheult, als die Beziehung nach kurzer Zeit vorbei war. Es war trotzdem meine beste Beziehung überhaupt, eben weil wir Freunde waren und ganz ehrlich zueinander. Aber es funktionierte halt leider nur so kurz. *schnüff*
Eure Meinungen und Erfahrungen interessieren mich.
Liebe Grüße,
Mona