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kennt ihr das auch?

  1. #1
    stella86

    Standard kennt ihr das auch?

    Hallo ihr
    *


    In letzter Zeit habe ich das Gefühl, als hätte ich mich verändert. Nicht irgendwie vom optischen her oder so....eher von ganz tief da drinnen....ich genieße mein Leben wieder, ich bin nicht mehr so leicht aus der Ruhe zu bringen und irgendwie so...gelassen....
    Klar gibt es immer noch Tage, an denen bin ich traurig oder nachdenklich und es gibt Tage, an denen könnte ich alles an die Wand klatschen weil ich so wütend bin, aber es ist seltener geworden und auch nicht mehr so intensiv wie früher. Früher hat mich sowas dann noch wochenlang weiter runtergezogen, ich war nur noch übel gelaunt und einfach mies drauf. Heute ist das mal ein, zwei Tage so und dann ists aber auch wieder gut. Und in dieser Zeit ist es, wie gesagt, auch nicht mehr sonderlich intensiv.

    Ich erlebe viele Momente viel bewusster als früher. Früher habe ich die Dinge auch sehr intensiv wahrgenommen, aber jetzt ist es irgendwie anders. Ich kann es nicht beschreiben.
    Auch Sorgen und Nöte, die mich in der Vergangenheit in den Wahnsinn getrieben und mich immens belastet haben, sind heute zwar immer noch da, teilweise sogar die selben, allerdings geht es mir nicht mehr so nahe.

    Heute spricht aus mir auch nicht mehr der Neid, wenn ich glücklich verliebte Pärchen sehe beispielsweise oder wenn mir jemand erzählt, er hat ein tolles neues Auto geschenkt bekommen. Ich freu mich sogar richtig für diese Personen. Früher hätte ich bei sowas oft genug an die Decke hochgehen können vor Ärger, Wut und Neid.

    Mir macht es nicht mehr so viel aus, wenig Geld zu haben. Muss ich halt auf das ein oder andere verzichten, was solls. Das ist ein Punkt, der hat mich in der Vergangenheit enorm belastet und deshalb war ich oft übel drauf. Heute versuch ich, mit dem Geld das mir zur Verfügung steht, anständig über die Runden zu kommen und soviel wie möglich damit rauszuholen und genießen.

    Wenn ich heute einen sympathischen und ganz passabel aussehenden Mann kennenlerne, der mir gefällt und mit dem ich mir auch aufgrund seiner Art eine Beziehung vorstellen könnte, und ich erfahre, dass er vergeben ist, ärgert mich das nicht mehr so. Früher verfiel ich dann gleich in Depressionen a la "Warum sie und nicht ich??? - Ich finde nie einen! - War ja klar..!" usw... heute denk ich mir einfach "Ist zwar schade, aber vielleicht wird er ja irgendwann wieder solo und es klappt dann. Und wenn nicht, dann wird es schon mit einem anderen irgendwann mal klappen, vielleicht wird wenigstens eine gute Freundschaft daraus."

    Ich seh das alles nicht mehr so eng.
    Ich habe scheinbar gelernt, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind.

    Ich könnte noch viele solcher Beispiele aufzählen, aber das will ich gar nicht.

    Eigentlich will ich euch fragen, ob ihr sowas auch kennt und was ihr denkt, durch was diese Veränderung ausgelöst wurde?

    Noch vor 2, 3 Monaten war ich nämlich noch nicht so... hat das was mit dem sogenannten "Erwachsen werden" zutun?

  2. #2
    tarunto

    Standard

    Hi, erst einmal Herzlichen Glückwunsch!!! :-)
    kenne das auch, war aber ziemlich harte Arbeit für mich. Und du hast das alleine hingekriegt?
    Habe keine Ahnung, ob das mit dem Erwachsen werden zu tun hat. Man sagt ja, dass zumindest der Körper alle sieben Jahre eine Veränderung durchlebt, so dass bspw. Allergien nach sieben Jahren verschwinden können. Na ja und drei mal sieben ist halt dein Alter.

    Aber es interessiert mich schon, wie lange diese "Metamorphose" deiner Einstellungen gedauert hat, das ist doch nicht von heute auf morgen gekommen, oder?
    Hattest du Bilder von dir, wie du gerne sein möchtest - und dann "irgendwie" darauf hin gewirkt?

    viele Grüße
    Tarunto

  3. #3
    stella86

    Themenautor

    Standard

    Danke erstmal
    *


    Naja klar hatte ich gewisse "Bilder" von mir im Kopf, aber ich hab nie bewusst hingearbeitet, weil mich einfach mein Job die letzten Monate über viel zu sehr in Anspruch genommen hat, als das ich an mir hätte arbeiten können.
    Es war mir schon lange bewusst, das ich irgendetwas ändern muss weil ich so selbst noch irgendwann an dieser ganzen Wut kaputt gehe.

    Ich konnte mich selbst nicht leiden, meinen Körper nicht, mein Job war scheiße, Geld war sowieso zu wenig da, mein ganzes Umfeld hat mich genervt und auch, dass alle anderen scheinbar immer nur Glück haben und ich von einem Problem ins nächste rutsche.

    Kurzfristig ergab es sich dann aber, dass ich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder ein paar Tage in Urlaub fahren konnte. Die ersten Tage nach der Heimkehr waren schrecklich für mich, ich wollte nur noch weg, ein anderes Leben, ich hatte das Gefühl irgendetwas im Urlaub gefunden zu haben, was ich aber leider nicht von dort mitnehmen konnte. Es ging mir wirklich nicht gut, ich hatte einfach unglaubliches Fernweh (ich bin so eine typische Auswanderkandidatin, ich liebe das Meer und die Sonne).
    Als ich mich aber so nach ein, zwei Wochen wieder komplett gefangen hatte, ging es immer mehr bergauf. Ich hab viel nachgedacht, hab u.a. durch die Arbeit neue Leute kennengelernt und wieder mit vielen Leuten Kontakt aufgenommen, die früher in meinem Freundeskreis waren.
    Ich geh jetzt auch nicht mehr weg, in der Hoffnung meinen Mr. Right zu finden, mich freut es schon, wenn mich einfach nur jemand mal nett angrinst
    *

    Ich denke einfach, mir hat zum einen der Urlaub unglaublich gut getan, auch wenn es nur ein paar Tage Abstand waren. Zum anderen die Zeit danach war sehr wichtig. In meinem Freundeskreis sind einige inzwischen schon stolze Eltern geworden oder denken ans Heiraten. Irgendwie hat mir das alles die Augen geöffnet und mir war klar, dass sich etwas ändern muss und zwar so bald wie möglich. Aber wie gesagt, aktiv dafür getan hab ich nichts. Ich hab zwar wieder angefangen, Sport zu machen, mich wieder sehr oft mit (alten) Freunden zu treffen und etwas zu unternehmen, aber das wars dann weitestgehend auch schon. Ich hab im allgemeinen einfach das Gefühl. mich selbst wieder irgendwie gefunden zu haben. So genau sagen kann ich es aber leider nicht.

    Wahrscheinlich hast du Recht, das mit den 7 Jahren kommt gut hin (auch wenn ich bald 22 werd
    *
    ), das letzte Mal als ich mich verändert habe war auch so mit 14, 15.... Bin ich ja mal gespannt ob sich noch mehr tut und was die nächsten 7 Jahre bringen
    *


    LG

  4. #4
    lespoirconstant

    Standard

    @tarunto: stimmt das wirklich dass man alle 7 Jahre sich verändert? das wäre bei mir auch so, allerdings genau das Gegenteil von stella.
    aber is scho komisch...wo hast du das her tarunto???

    lg

  5. #5
    lespoirconstant

    Standard

    @tarunto: woher hast du das mit den 7 jahren? stimmt das wirklich? bei mir trifft das auch so, aber wirklich seit meinem 21 geburtstag...

  6. #6
    stella86

    Themenautor

    Standard

    Hi Lespoirconstant, hab grad eben mal gegoogelt deswegen und dir ein paar links dran gehängt....
    sind sehr widersprüchliche meinungen...aber wenn ich mal so ein bissl überschlag und mich zurückerinner, könnts bei mir fast stimmen (wobei cih jetzt in meinem alter das schlecht sagen kann)... aber kann was dran sein bin ich der Meinung...

    viel Spaß beim Lesen
    *



    *



    *



    *



    *

  7. #7
    Blumenkind

    Standard

    Das mit den 7 Jahren hängt auch mit den 7 Chakren (Energiezentren im feinstofflichen Körper) zusammen. Ist ein umfangreiches Thema.
    Leben ist was Dir geschieht, während Du etwas anderes planst...


  8. #8
    Chaoticle

    Standard

    Interessante frage, die da ursprünglich im Raum stand...
    ...einerseits kann man das klar als positiv sehen wenn man nicht mehr so leicht aus der ruhe zu bringen ist. Und sicher hat das etwas mit "erwachsen werden" also mit Lebenserfahrung zu tun.

    andererseits es auch sehr nachdenklich stimmen. Ich selbst wäre im Moment wohl froh etwas weniger "extrem" zu fühlen. Aber ist es nicht auch schade? Kann es nicht sein das die Menschen einfach "abgenutzt" werden? Durch reizüberflutung abstumpfen? Und immer monotoner werden, schlechter unterscheiden können zwischen "das ist schön" und "das ist nicht schön" und mit der Zeit in eine gewisse Gleichgültihkeit hinein steuern?


    An oben genanntes mit den 7 Jahren glaube ich jedenfals nicht. Klar werden Zellen erneuert. Aber die neuen übernehmen nur genau die Funktionen der alten. Erst recht im Gehirn wo unser Denken/Fühlen zusammenläuft.
    "Eigentlich sind sie gar nicht verrückt, weißt du... Sie sind nur Frauen" (Jim Stonem -Skins)

    http://www.thegatewars.de/recruit.php?uniqid=xq1265881706

  9. #9
    Patagonia

    Standard

    @Chaoticle
    Warst du denn die ganze Nacht im Forum, oder bist du in einer anderen Zeitzone?
    *

    Der Thread ist zwar schon ein wenig alt, aber du bringst was Neues rein, auf das es mir wichtig ist zu antworten.

    Natürlich hast du recht: Es kommt vor, dass Leute abgestumpft und gleichgültig werden, und das ist schade. Nicht nur für sie, sondern auch für die anderen, die mit ihnen zusammen leben.

    Was aber stella86 beschreibt, scheint mir doch etwas ganz anderes zu sein. Sie macht sich nicht zu, sondern öffnet sich der Welt:
    Ich erlebe viele Momente viel bewusster als früher. Früher habe ich die Dinge auch sehr intensiv wahrgenommen, aber jetzt ist es irgendwie anders. Ich kann es nicht beschreiben.

    Gelassenheit gewinnen bedeutet meistens nicht, dass man nicht mehr unterscheiden kann zwischen "das ist schön" und "das ist nicht schön". Es kann aber beinhalten, dass die nicht so schönen Augenblicke einen nicht mehr so fertig machen. Man behält die Kraft, einfach weiter zu gehen. Es kann auch beinhalten, dass sich die Grenzen verschieben, über welche Dinge man sich freut und über welche nicht. Nohcmal ein Zitat von stella86
    Heute spricht aus mir auch nicht mehr der Neid, wenn ich glücklich verliebte Pärchen sehe beispielsweise oder wenn mir jemand erzählt, er hat ein tolles neues Auto geschenkt bekommen. Ich freu mich sogar richtig für diese Personen.

    Der Unterschied könnte vielleicht auch so beschrieben werden: Abgestumpft sein impliziert, sich nicht mehr von den Dingen berühren zu lassen. Gelassenheit zu entwicklen impliziert, sich sehr direkt von den Dingen berühren lassen, und sich nicht im nächsten AUgenblick gleich in Neid, Wut oder übertriebener Euphorie zu verstricken - dann ist man nämlich schon wieder mit sich selbst beschäftigt und hat den Kontakt mit den Dingen fast ganz verloren.

    @stella86: Ich schliesse mich den Gratulationen an - und ist auch schön, dass du es so beschreiben kannst! Und ja, solche Phasen des Gelassenheitsgewinns habe ich auch schon bei mir erlebt und auch bei anderen Menschen. Es fühlt sich wie ein Reifeprozess an, aber wie andere schon gesagt haben, können sie zyklisch auftreten, nicht nur an der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsensein. Ich habe bei meiner Mutter etwas ähnliches beobachtet, als sie etwas 60 Jahre alt war, im Anschluss an eine schlimme berufliche Krise.
    Das Umgekehrte gibst übrigens auch: Wieder ein Stück Gelassenheit verlieren und in eher kindliche (oder jedenfalls ältere) Verhaltens- und Gefühlsmuster zurückfallen.

  10. #10
    Triwi

    Standard


    *
    Um dem allen einen Nahmen zu geben Reflektion das ist es und es ist gut !
    Liebe ! ist die Antwort auf all deine Fragen .
    " Liebe ist ES , wenn Treue Spass macht .. ! "


    Assistant Director of the blue Fox: ich habe den Schlüssel !!! http://www.youtube.com/watch?v=QYv4EUV_dD0


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