Hallo ihr
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In letzter Zeit habe ich das Gefühl, als hätte ich mich verändert. Nicht irgendwie vom optischen her oder so....eher von ganz tief da drinnen....ich genieße mein Leben wieder, ich bin nicht mehr so leicht aus der Ruhe zu bringen und irgendwie so...gelassen....
Klar gibt es immer noch Tage, an denen bin ich traurig oder nachdenklich und es gibt Tage, an denen könnte ich alles an die Wand klatschen weil ich so wütend bin, aber es ist seltener geworden und auch nicht mehr so intensiv wie früher. Früher hat mich sowas dann noch wochenlang weiter runtergezogen, ich war nur noch übel gelaunt und einfach mies drauf. Heute ist das mal ein, zwei Tage so und dann ists aber auch wieder gut. Und in dieser Zeit ist es, wie gesagt, auch nicht mehr sonderlich intensiv.
Ich erlebe viele Momente viel bewusster als früher. Früher habe ich die Dinge auch sehr intensiv wahrgenommen, aber jetzt ist es irgendwie anders. Ich kann es nicht beschreiben.
Auch Sorgen und Nöte, die mich in der Vergangenheit in den Wahnsinn getrieben und mich immens belastet haben, sind heute zwar immer noch da, teilweise sogar die selben, allerdings geht es mir nicht mehr so nahe.
Heute spricht aus mir auch nicht mehr der Neid, wenn ich glücklich verliebte Pärchen sehe beispielsweise oder wenn mir jemand erzählt, er hat ein tolles neues Auto geschenkt bekommen. Ich freu mich sogar richtig für diese Personen. Früher hätte ich bei sowas oft genug an die Decke hochgehen können vor Ärger, Wut und Neid.
Mir macht es nicht mehr so viel aus, wenig Geld zu haben. Muss ich halt auf das ein oder andere verzichten, was solls. Das ist ein Punkt, der hat mich in der Vergangenheit enorm belastet und deshalb war ich oft übel drauf. Heute versuch ich, mit dem Geld das mir zur Verfügung steht, anständig über die Runden zu kommen und soviel wie möglich damit rauszuholen und genießen.
Wenn ich heute einen sympathischen und ganz passabel aussehenden Mann kennenlerne, der mir gefällt und mit dem ich mir auch aufgrund seiner Art eine Beziehung vorstellen könnte, und ich erfahre, dass er vergeben ist, ärgert mich das nicht mehr so. Früher verfiel ich dann gleich in Depressionen a la "Warum sie und nicht ich??? - Ich finde nie einen! - War ja klar..!" usw... heute denk ich mir einfach "Ist zwar schade, aber vielleicht wird er ja irgendwann wieder solo und es klappt dann. Und wenn nicht, dann wird es schon mit einem anderen irgendwann mal klappen, vielleicht wird wenigstens eine gute Freundschaft daraus."
Ich seh das alles nicht mehr so eng.
Ich habe scheinbar gelernt, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind.
Ich könnte noch viele solcher Beispiele aufzählen, aber das will ich gar nicht.
Eigentlich will ich euch fragen, ob ihr sowas auch kennt und was ihr denkt, durch was diese Veränderung ausgelöst wurde?
Noch vor 2, 3 Monaten war ich nämlich noch nicht so... hat das was mit dem sogenannten "Erwachsen werden" zutun?


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