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Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die Neue Frau mein Weg?

  1. #31
    Klingel

    Standard

    Ohne blöd dastehen zu wollen, aber das ist ein aufregender Zustand, wenn man nicht mehr weiß, was einen erwartet.
    Schön und aufregend für dich ist es auch auf jeden Fall. Meistens leiden bei solchen Geschichten eh die Verlassenen als die Verlassenden. Ich freu mich für dich, dass du einen Neuanfang hast. Allerdings hat das auch einen bitteren Beigeschmack.

  2. #32
    MissMackie

    Standard

    Zusammenfassend hast du jetzt die einzig richtige Entscheidung getroffen.
    Und ja, prinzipiell spielt es auch keine große Rolle, was nun mit dir und Z wird. Du benötigst offenbar dringend mehr Freiraum, den du so in den letzten Jahren nicht hattest. Allerdings hast du ihn ja auch nie in Anspruch genommen, was sicherlich falsch war. Indem du dich von deiner Frau trennst, kannst du erst einmal dein eigenes Leben leben und herausfinden, wohin es dich führt.

    Eigentlich ist das ja auch ein Prozess, der stattfinden sollte, ehe man sich fest bindet. Aber gut, es läuft eben nicht immer alles nach Plan.
    Ich hoffe, dass du glücklich wirst. Ob nun mit Z oder vorerst allein, wird sich zeigen. Z ist immerhin weiter an der Seite ihres Mannes, und solange sie das nicht ändert, habt ihr ohnehin keine Zukunft. Und trotzdem wirst du dann dein Leben mehr genießen können als noch zuvor.
    "From then on I knew... God doesn't make the world this way. We do."


  3. #33
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    @ Klingel:
    Glaub mir. Zu wissen und daran zu denken, dass sich meine Frau nichts mehr auf der Welt wünscht, als dass ich meine Meinung wieder ändere und wir doch noch zusammen alt werden können... das bricht mir das Herz. Ich könnte fast schon nur deswegen sagen, lass uns den Ärger vergessen und es wirklich nochmal versuchen. Aber so einen Rückfall hatte ich schon öfter in meiner Vergangenheit.

    Wie gesagt, vielleicht erkenne ich auch irgendwann, dass ich gerade den Fehler meines Lebens mache. Aber im Moment zieht es mich unentwegt woanders hin, auch wenn ich viele der schönen Dinge vermissen werde. Es war ja wirklich nicht alles scheiße.


    @ MissMackie: Es ist wahr, dass ich meinen Freiraum nie in Anspruch genommen habe. Ich war eben dieser Mensch.

    Ich denke, dass unbewusst schon vorher ein Prozess stattgefunden hat, der jetzt lediglich in diesem "Tohuwabohu" gegipfelt ist. Ich hatte auch vor Monaten schon bemerkt, dass ich selber für meine Frau nicht mehr viel Leidenschaft oder Lust empfunden habe. So etwas kam bei mir noch NIE vor. Ich habe meine Frau immer angehimmelt und ihr das gezeigt. Auch, als es lange Zeit von ihr nicht zurück kam. Dann änderte es sich plötzlich. Vielleicht Resignation? Zumindest merkte ich, dass da schon etwas nicht stimmte, auch wenn wir uns nach wie vor super verstanden, unseren kranken Humor und unsere Wortspiele teilten und lachten, uns wohl fühlten, wenn wir nebeneinander einschliefen... usw.
    Trotzdem bin ich mit einem Schlag aus der Bahn geworfen worden vor einigen Wochen. Ohne Heirat wäre das auch passiert. Es war schlechtes Timing. Und am Ende ist eine Ehe nur etwas amtliches auf dem Papier.

    Ich bin gespannt, was Z tun wird. Wie gesagt macht sie sich seit meiner Trennung vermehrt nen Kopf, was sie nun tun könnte. Wahrscheinlich will sie mich noch mehr kennenlernen. Dann müsste ich aber eigentlich ihr die Frage stellen, die sie mir einmal gestellt hatte: Trennst du dich wegen mir oder tust du es für dich selber?

    Denn wenn sie mich weiter kennenlernen will, könnte sie das auch ohne ihren Mann. Aber ich sehe ihr ihre Verzweiflung auch an, bzw. erzählt sie mir davon. Auf Arbeit hält sie es kaum aus, wenn ich mal nicht da bin und versucht mich in den Pausen zu erhaschen. Die Sehnsucht tut ihr im ganzen Körper weh. Sie sagte auch bereits, dass sie gerne mit mir zusammen sein will. Und gestand mir sogar, sich insgeheim gewünscht zu haben, dass ich mich trenne und frei bin. Was sagt ihr dazu?

    Ich überlege gerade, ob es okay wäre sie zu fragen, was sie bei ihrem Mann hält, oder ob sie sich dadurch subtil unter Druck gesetzt fühlt. Das will ich ja nicht, auch wenn wir bisher offen reden konnten. Und ich will auch nicht so dastehen, als würde ich jetzt nur auf sie warten. Das wirkt alles blöd.
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

    You can’t start the next chapter of your life if you keep re-reading your last one.
    Doing something and getting it wrong is at least ten times more productive than doing nothing.
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  4. #34
    Flöckchen

    Standard

    Echt spannend Bring uns doch mal auf den neusten Stand Dan... ich bin neugierig, weil es in einigen Punkten meiner Situation ähnelt.

  5. #35
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Nun... ich für meine Person hatte Ende 2011 ein erneutes Gespräch mit meiner Frau, in dem ich meinen Standpunkt erneut vertreten habe. Und dass ich natürlich auch schon über einen Neuversuch nachgedacht hatte, aber mit dem Herzen einfach nicht dabei bin. Dass für mich auch unsere Welt zusammenbricht, so wie wir sie aufgebaut hatten und aufbauen wollten, sagte ich ihr auch. Zudem habe ich ihr gestanden, dass es eine andere gibt. Sie riet sogar richtig, als sie meine Kollegin Z ansprach, aber um eben diese auch ein wenig zu schützen, habe ich es verneint.

    Mittlerweile bin ich bei meinen Eltern untergebracht, weil meine Frau mich in unserer Wohnung nicht mehr sehen konnte und mir auch nahelegte, ich solle mir bitte eine Wohnung suchen. Also habe ich eine Wohnung besichtigt und will diese Anfang Februar beziehen. Leicht ist das alles nicht zur Zeit. Ich fühle mich oft unsicher meiner Entscheidung gegenüber, habe aber auch nicht das Bedürfnis die berühmte "Rolle rückwärts" zu machen. Um die jetzigen Erkenntnisse aufzuarbeiten und besser zu machen, fehlt mir die Kraft und auch etwas der Mut.

    Z ist im Übrigen noch mit ihrem Mann zusammen. Also mehr oder weniger. Sie sagt, dass sie mich liebt und bisher an mir alles passt, was sie so sehr mag und sie Dinge für sich entdeckt, die sie so noch nicht erlebt hat (was bei mir ihr gegenüber übrigens auch zutrifft). Wir haben in den letzten Wochen unglaublich viel Zeit miteinander verbracht, waren viel unterwegs, spazieren mit tollen Gesprächen, haben in Bars gesessen, in Clubs gefeiert und saßen am Ende immer ganz dicht kuschelnd oder wild küssend und beißend in einer Ecke. Ich bin sogar schon das Risiko eingegangen bei ihr in der Wohnung zu sein, wenn ihr Mann abwesend war. Zweimal hab ich sogar auf der Couch übernachtet (so auch gestern), offiziell als ihr Kollege und Kumpel natürlich, damit ihr Mann nicht zu blöd guckte, wenn er von seinen Kumpels oder von sonstwo wieder kam. Er hat mich ja auch schon kennengelernt und wir haben nett gequatscht. Blöde Situation allerdings!

    Zu Weihnachten haben wir uns mit süßen Kleinigkeiten beschenkt. Und aus ihrer Urlaubsreise, zu der sie mit ihrem Mann gar keine Lust hatte, hat sie mir viele SMS geschrieben, wie sehr sie mich vermisst und sie die Tage zählt. Silvester haben wir ohne ihren Mann (er war anderweitig mit seinen Leuten unterwegs) in einem Club verbracht. Danach war ich eben bei ihr zuhause. Es fing mit mit diesem innigen und liebevollen kuscheln und liebkosen an und endete irgendwann ekstatisch.

    Sie belügt ihren Mann und besorgt sich Alibis. Zwar fühlt sie sich selber nicht wohl dabei, weil sie so etwas noch nie getan hat und sich selber so nicht kennt, aber sie will einfach bei mir sein.

    Wir waren dieses Wochenende übrigens zum ersten Mal komplett ungestört, ohne uns Sorgen über plötzlichen Besuch machen zu müssen und dies sogar über Nacht. Dementsprechend haben wir zum ersten Mal miteinander geschlafen. Obwohl es sich nach zwei kurzen Nächten mit Alkohol, wenig Schlaf, meinen derzeit blank liegenden Nerven und meinem Hass auf Kondome als nahezu unmöglich gestaltete meine Manneskraft aufrecht zu erhalten . War schon etwas erschütternd, da mir das sonst nie passiert. Aber in meinem Zustand eigentlich verständlich. Wir hätten einfach früher loslegen sollen in der Nacht und nicht erst früh morgens beim Zubettgehen. Vor allem hatte sie "endlich das, was sie schon früher immer wollte" (weil sexuell läuft in ihrer Beziehung nicht wirklich etwas. Oder nur sehr sehr kurz.) und ich konnte ihr dies nicht geben. Blöde Biologie . Natürlich dachte sie anfangs, es läge an ihr. Aber ich habe ihr meine körperliche Erschöpfung erklärt. Am Ende haben wir darüber lachen können. Wobei ich ähnliche Probleme schon letztes Jahr bei mir bemerkt hatte. Eventuell ist bei mir doch einiges kaputt gegangen in Sachen Sexualität. Vielleicht ist mein Kopf zu blockiert durch die schlechten Erlebnisse und die Zurückweisung in der Vergangenheit.

    Sie wollte heute länger hier bleiben, aber zum ersten mal schien ihr Mann ihr das Alibi nicht ganz abzunehmen. Deswegen wollte sie heim. Als ich sie in die Nähe ihrer Wohnung gefahren hatte, sagte sie, sie würde ihrem Mann am liebsten einfach alles sagen. Ich meinte, dies sei natürlich der ehrlichste und klarste Weg, aber man brauche sehr viel Mut dazu. Natürlich hat sie ihm nichts gesagt und es gab auch bei ihr Zuhause keinen Ärger.

    Nun sitze ich hier, bin vom Wochenende totmüde, vermisse sie, freue mich aber über all unsere Erfahrungen.

    Sie sagt, dass sie mich und auch ihren Mann liebt. Vor allem habe er sich ja im Grunde nicht falsch benommen, etwa wie ein Arschloch. Deswegen fällt ihr das anscheinend alles so schwer. Dennoch sagt sie immer, dass ihr vieles in der jetzigen Beziehung fehlt und sie mich so sehr genießt, noch nie so eine Verbindung erlebt hat in ihrem Leben. Was sagt ihr dazu?
    Geändert von Dan Holland (08.01.2012 um 19:08 Uhr)
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  6. #36
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Nachtrag:

    Der Mann von Z hat sie heute darauf angesprochen, ob sie jemand anderen hat, weil sie in letzter Zeit so anders und komisch war. Sie hatte nicht den Mut ihm etwas zu sagen.
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  7. #37
    foxen

    Standard

    Jetzt bist Du weiter als Z: Du hast die Trennung durchgezogen. Z hat noch nicht den Mut, es ihrem Mann zu sagen.
    Wenn sie Dich wirklich so sehr mag, wie sie sagt, und wenn sie so konsequent ist wie Du, dann wird sie sich auch von ihm trennen.
    Allerdings kann das auch ein längerfristiger Prozess bei ihr sein. Sie ist jetzt erst an dem Punkt, den Du schon hinter Dir hast. Sie ist jetzt sozusagen in Zugzwang, dass sie sich entscheiden muss. Wie verhälst Du Dich jetzt?

    Eine Frage, die mich diesbezüglich bewegt: Wenn sich jemand von seinem Ehepartner trennt, weil die Ehe nicht mehr das Wahre ist und man einen neuen Menschen kennengelernt hat, mit dem man gern zusammen sein möchte - ist das von Nachteil für die neue Beziehung? Dass man sich der neuen Beziehung wegen trennt? Belastet das die Beziehung irgendwann? Du sagst, Du hast Dich getrennt um Deiner willen, nicht wegen Z. Bist also erst mal frei und kannst (notfalls) auch ohne Z leben.
    Muss man erst frei sein, um in einer neuen Beziehung glücklich zu werden?

  8. #38
    Flöckchen

    Standard

    Also Dan ich glaube fast dass du damit rechnen solltest, dass du die Nummer 2 hinter dem Ehemann bleibst. Außer.... er kommt euch auf die Schliche, was ja schon langsam vor sich geht. Ich hoffe nicht, dass er sie raus schmeißt oder dir eine auf die Zwölf haut, denn dann hat sie sich nicht wirklich für dich entschieden. Sie sagt, sie liebt beide, das gibt mir zu denken. Sie holt sich bei dir den Spaß und das kribbeln im Bauch, was ja auch schön ist, aber die Sicherheit hat sie bei ihrem Mann, den sie auch noch liebt.
    Trotzdem gönne ich dir alles und finde auch gut , dass du den Schritt für dich gemacht hast. Du bist in diesem Sinne frei und kannst auch locker ne Runde als Nummer 2 bleiben, aber nur so lange, wie du es mit deinen Gefühlen vereinbaren kannst, sonst lässt du dich gleich wieder verletzen vor lauter Liebe.

    @foxen
    wenn man sich sehr sehr sicher ist, dass man den Ehepartner nicht mehr liebt und es sich auch gründlich überlegt hat, kann die neue Beziehung nicht gefärdet werden. Sie kann lediglich schief gehen, wie jede andere Beziehung auch.
    Ich finde es aber trotdem besser, wenn man mal für eine Zeit alleine ist und dabei feststellt, dass man "die alte Beziehung" nicht vermisst. Der neue Partner kann normalerweise auch warten, wenn er dich liebt.

  9. #39
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    @ Foxen:
    Jepp, ich bin jetzt weiter. Und sie gerät langsam in die Situation, in der ich vorher war. Nämlich, dass sie sich von ihrem Mann entfernt. Sie sagte mir heute, dass es gestern bei ihr zuhause doch nicht ganz so "gemütlich" ablief, bzw. dass die Stimmung ziemlich scheiße war. Sie habe auf sein Verhalten nur neutral (emotionslos) reagiert.

    Ich verhalte mich so, dass ich ihr ehrlich gesagt habe, dass ich ihr jetzt nicht helfen kann, aber immer für sie da bin. Ich zieh mein Ding mit der Wohnung durch und werde einen Teufel tun mich in irgendeine Situation zu begeben, die etwas zu tun hat mit bitten/betteln oder unter Druck setzen. So bin ich nicht. Und es würde auch nach hinten los gehen, sie emotional wieder von mir weg drängen. Das habe ich aus einer Erfahrung in meiner Vergangenheit gelernt, in der ich obsessiv alles getan habe, um eine Frau für mich zu bekommen, was dann schief ging und in schrecklichem Liebeskummer endete. Da bleibe ich lieber souverän. Z meinte mittlerweile auch mehrmals, dass sie es beeindruckt, wie "cool" ich die ganze Zeit über wirke. Ich bedankte mich und meinte, dass das nicht heißt, es gehe mir nicht schlecht in meiner Trennungssituation. Meine Nerven liegen echt blank. Aber mich in ein Loch fallen zu lassen, bringt mir nichts.

    Ob man erst frei sein sollte, wird vielerorts bejaht. Und eventuell stimmt das auch. Aber wenn einen die Gefühle in solch eine Situation bringen, ist es sinnlos über richtig oder falsch nachzudenken. Z und ich lieben uns und wollen uns, dass haben wir einvernehmlich festgestellt. Natürlich hatte sie auch etwas mit meiner Trennungsentscheidung zu tun. Zumindest hat sie meine Erkenntnisse verstärkt und mir Türen geöffnet. Nun ist sie dran zu entscheiden, wofür ich ihr aber Zeit und jeden Weg offen lasse. Sie meinte einmal während eines Gespräches etwas, dass sich so anhörte, als hätte sie sich schon entschieden, was sie danach zwar verneinte, aber so klang, als würde sie die Entscheidung gegen ihren Mann natürlich für sich selbst, aber auch für mich treffen.

    Letztendlich braucht man selbstverständlich Zeit sich von der vorigen Partnerschaft, Partnerin und allem damit Verbundenen zu lösen. Das habe ich auch noch nicht 100%-ig getan. Aber vielleicht ist es nicht unbedingt schlecht sich da mit dem neuen Partner drüber zu unterhalten. Haben wir ja auch so schon getan. Da Z und ich eh sehr offen sind, scheint es nicht geschadet zu haben.

    @ Flöckchen:
    Das Szenario rechne ich mit ein. Kann passieren. Wie oben bereits gesagt, war ich schon mal in einer ähnlichen Situation, allerdings weniger intensiv von Seiten der Frau her. Z ist sich mir gegenüber um einiges sicherer und mir viel näher, als die Frau damals, welche dann zu ihrem Arschloch-Mann zurück kehrte, nur damit dieser ihr einige Zeit später den Laufpass geben konnte.

    Manchmal habe ich den Eindruck, Z hat sich schon entschieden, hat aber lediglich...
    - keine Ahnung, wie sie es anstellen soll und
    - nicht den Mut den Schritt zu wagen, bzw. Angst die Situation auszuhalten

    Sie meinte ja, sie würde ihrem Mann am liebsten einfach alles erzählen. Das finde ich schon interessant zu beobachten, wie es sich entwickelt. Auf jeden Fall beobachtet sie sich selber auch ganz genau, telefoniert viel mit ihrer guten Freundin (und will das intensivieren), schreibt lange Texte mit ihren Gedanken... es arbeitet in ihr. Fakt ist, wenn jetzt eine Mistrauenssituation bei ihr zuhause entsteht, wird sie sich, wie ich bei meiner Frau, emotional von ihrem Mann entfernen. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie um ihn und ihre Partnerschaft kämpfen würde, wie die Frau aus meiner damaligen Erfahrung.

    Ich denke auch, eine neue Beziehung ist nur dann gefährdet, wenn man den alten Partner weiterhin liebt und vermisst. Kommt natürlich auch darauf an, was man bei dem neuen Partner findet. Und bis jetzt, obwohl Z gerne mal Kleinigkeiten an Menschen findet, hat sie noch nichts an mir gefunden, was für sie gegen mich sprechen könnte. Ein tolles Kompliment!
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  10. #40
    Flöckchen

    Standard

    ich bleib am Ball, das ist schon fast wie ein gutes Buch, nur kann man hier seinen Senf dazu geben Der nächste Spannungsbogen ist, wenn Z es ihrem Mann sagt, weil das schlechte Gewissen an ihr nagt, oder er euch erwischt. Was ich euch natürlich nicht wünsche. Ich hoffe sie kann ganz in Ruhe und ganz sicher sagen, was sie für ihr Leben möchte und wenn das dann noch mit deinem Leben kollidiert... prima
    Ich kann mir gut vorstellen, dass sie nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt um mit der Sprache raus zurücken, das ging mir auch so. Ich wusste schon lange dass ich mich trennen möchte, aber ich wusste nicht wann man so etwas sagt. Beim Abendessen? Auf der Couch? Natürlich nicht wenn das Kind dabei ist, ich wusste einfach nicht wann und wie und habe mich dabei so blöd verhalten, bis er gefragt hat was los ist und die Gelegenheit habe ich dann genutzt. Wobei bei uns keine 3. Person eine Rolle spielt, sondern einfach wir zwei, wie bei deiner Ehe.

  11. #41
    foxen

    Standard

    Hallo, Dan: Ich finde Deine Haltung sehr interessant: geduldig warten und keinen Druck auf Z erzeugen. Sie hilft mir in meiner aktuellen Situation (im Prinzip ähnlich wie bei Euch), meinen neuen Partner besser zu verstehen. Im Gegensatz zu Euch redet er nur ungern über seine Gefühle. Ich weiß nicht so richtig, woran ich bei ihm bin.
    Auch Flöckchen ist ja der gleichen Meinung, dass der neue Partner wartet, wenn er mich wirklich liebt.
    (Ich will aber meine Geschichte nicht hier erzähle, um Dein "Buch" nicht zu stören, ich werde demnächst mal meine eigene Story erzählen, sie ist auch noch lange nicht am (evt. glücklichen) Ende.)

  12. #42
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Zitat Zitat von Flöckchen Beitrag anzeigen
    ich bleib am Ball, das ist schon fast wie ein gutes Buch, nur kann man hier seinen Senf dazu geben Der nächste Spannungsbogen ist, wenn Z es ihrem Mann sagt, weil das schlechte Gewissen an ihr nagt, oder er euch erwischt. Was ich euch natürlich nicht wünsche. Ich hoffe sie kann ganz in Ruhe und ganz sicher sagen, was sie für ihr Leben möchte und wenn das dann noch mit deinem Leben kollidiert... prima
    So ähnlich hatte ich auch schon gedacht mit dem Buch, hahaha.

    Ihr Mann ist sowieso schon misstrauisch und hat sie gefragt, ob sie einen anderen hat, weil sie in letzter Zeit so komisch ist. Es scheint mir manchmal so, als wolle sie die Beziehung am liebsten auslaufen lassen oder es darauf anlegen, dass es zwischen den beiden knallt.

    Z gab zu, dass sie bei ihrem Mann sehr die Aufmerksamkeit vermisst hat. Und bei dem Thema, über welches wir in Bezug auf unsere Beziehungen redeten (bei dem es auch darum ging, dass sie mittlerweile macht, was sie will, ohne viel über ihre Beziehung nachzudenken), fiel der Satz “Wir haben keine Liebesbeziehung.”, was ich interessant fand.

    Zitat Zitat von Flöckchen Beitrag anzeigen
    Ich kann mir gut vorstellen, dass sie nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt um mit der Sprache raus zurücken, das ging mir auch so. Ich wusste schon lange dass ich mich trennen möchte, aber ich wusste nicht wann man so etwas sagt. Beim Abendessen? Auf der Couch? Natürlich nicht wenn das Kind dabei ist, ich wusste einfach nicht wann und wie und habe mich dabei so blöd verhalten, bis er gefragt hat was los ist und die Gelegenheit habe ich dann genutzt. Wobei bei uns keine 3. Person eine Rolle spielt, sondern einfach wir zwei, wie bei deiner Ehe.
    Es gibt eigentlich nie den richtigen Zeitpunkt. Natürlich hätte Z die Situation nutzen können, als er gefragt hat, ob sie einen anderen hat und er sie bestimmt (angeblich) auch über weitere Dinge ausgefragt hat. Aber sie sagt, dass sie nicht mutig genug war. Der Wunsch scheint aber zu existieren.

    Zitat Zitat von foxen Beitrag anzeigen
    Hallo, Dan: Ich finde Deine Haltung sehr interessant: geduldig warten und keinen Druck auf Z erzeugen. Sie hilft mir in meiner aktuellen Situation (im Prinzip ähnlich wie bei Euch), meinen neuen Partner besser zu verstehen. Im Gegensatz zu Euch redet er nur ungern über seine Gefühle. Ich weiß nicht so richtig, woran ich bei ihm bin.
    Auch Flöckchen ist ja der gleichen Meinung, dass der neue Partner wartet, wenn er mich wirklich liebt.
    (Ich will aber meine Geschichte nicht hier erzähle, um Dein "Buch" nicht zu stören, ich werde demnächst mal meine eigene Story erzählen, sie ist auch noch lange nicht am (evt. glücklichen) Ende.)
    Ich denke, es ist der beste Weg. Und ich bin froh, dass ich ihn so gehen kann. Klar würde ich ihr am liebsten manchmal sagen, nun trenn dich doch einfach von ihm. In stark abgeschwächter Form habe ich so etwas auch schon angedeutet, nach dem Motto "Worauf wartest du? Du kannst alles tun, was du willst.".

    Aber ich will weder sie drängen, noch mich in eine hoffnungslose Lage manövrieren. Ich gehe immer davon aus, dass es auch ewig dauern oder nie passieren kann. Wobei ich das auch nicht so ganz glaube. Doch möglich ist alles. Zumindest hat ihr Urlaub mit ihrem Mann sie nicht zu ihm zurückkehren lassen, wie es z.B. bei meiner damaligen Liebe war. Nach dem Urlaub hatte diese sich wieder für ihren Kerl entschieden. Hier ist es ganz anders.

    Sicherlich könnte ich auch sagen:"Weißt du was, ich will nicht weiterhin die zweite Geige spielen. Lass es uns beenden, bis du für dich Klarheit hast." Aber damit würde ich auch Druck ausüben und mir würde dazu jede Menge entgehen. Oder was meint ihr?

    Liebe Grüße
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  13. #43
    Flöckchen

    Standard

    Ich finde auch, du solltest, die für dich geklärte Situation genießen und ohne Stress vorwärts gehen. Du für deinen Teil hast deinen Weg eingeschlagen, mit oder ohne Z. Und wenn du nicht ein unerträgliches Bindungsgefühl hast, dann lass es einfach so laufen und warte ab was passiert.
    Und vorallem... vergiss nicht es uns zu schreiben bis dann

  14. #44
    foxen

    Standard

    Zitat Dan: „Lass es uns beenden, bis du für dich Klarheit hast." Aber damit würde ich auch Druck ausüben und mir würde dazu jede Menge entgehen.

    Hallo, Dan, ich habe diese Antwort von meinem neuen Partner bekommen, in abgeschwächter Form. Er will unsere Beziehung auf Sparflamme weiterführen und erst mal auf schöne gemeinsame Nächte verzichten. Ich verstehe ihn nicht! Ich spüre doch, dass er Lust auf gemeinsame Nähe und Sex hat. Trotzdem verzichtet er freiwillig. Wir treffen uns fast jede Woche und gehen gemeinsam schön Abendessen, quatschen viel, kokettieren mit Worten über Sex, aber trotzdem fährt er dann allein nach Hause.
    Ich würde nicht sagen, dass er damit Druck auf mich ausübt. Eher dass er mir damit unfreiwilligen Verzicht auferlegt und mir damit weh tut, meine Seele leidet darunter.
    Andererseits kann ich ihn als Mann auch ein bisschen verstehen. Er ist seit Jahren geschieden, hat sicher manche Enttäuschung hinter sich. Ich bin noch verheiratet, im Trennungsjahr, das grad erst angefangen hat. Er will nicht, dass ich nur seinetwegen meine Ehe aufgebe. Ich versichere ihm zwar immer wieder, dass meine Ehe schon seit Jahren nicht mehr funktioniert, und dass ich sie deswegen beende. Trotzdem steckt da bei ihm im Kopf immer noch diese Furcht, ich tue es seinetwegen.
    Mir wäre es jedenfalls viel lieber, er würde sich und mir nicht diesen freiwilligen Verzicht auferlegen. Uns entgeht dadurch, wie Du treffend sagst, jede Menge. Außerdem weiß ich nicht, ob unsere Beziehung diese Zeit unbeschadet übersteht.

    Hat Z denn inzwischen ihrem Mann alles gebeichtet?
    Viele Grüße, Foxen.

  15. #45
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    @ Flöckchen:
    So werde ich es auch machen. Unerträglich ist das Gefühl tatsächlich nicht. Wobei ich heute Nacht, als ich sie nach Hause gebracht habe, schon sehr traurig war, sie nicht noch eine Nacht hier haben zu können, was von Freitag auch gestern der Fall war.

    Nun war ich aber eh ein bisschen am Boden zerstört. Von Freitag auf gestern hatten wir geilen Sex. Heute Nacht, bzw. heute Morgen hat mein Freund dann plötzlich wieder die Segel gestrichen, was für einen Mann - ich kann es jetzt nachvollziehen - echt das Schlimmste ist. Vorher ist mir sowas noch nie passiert. Und hey, ich bin noch jung. Da sollte körperlich alles okay sein. Wahrscheinlich ist es mein Kopf. Ich kann mich nicht fallen lassen, habe vielleicht sogar so etwas wie Leistungsdruck, was keinen Sinn ergibt. Denn ich kenne mich so nicht. Und Z ist wirklich scharf! Ich darf jetzt in keinerlei Teufelskreis geraten.

    @ foxen:
    Sprich es offen und ehrlich an. Sag ihm deine Bedenken und Bedürfnisse. Gerade jetzt am Anfang ist es sehr wichtig. Auf der einen Seite ist es natürlich schön zu spüren, dass es nicht nur um den Sex geht. Auf der anderen Seite, wenn man eh schon damit kokettiert, so wie wir es im Übrigen auch tun, sollte dem Sex nichts im Wege stehen. Wobei Z und ich, obwohl wir es könnten, auch nicht übereinander herfallen, sobald wir ungestört sind. In der letzten gemeinsamen Nacht haben wir auch Stunden mit anderen Dingen verbracht.

    Ich habe auch oft überlegt, ob Z und ich diese Situation unbeschadet überstehen, bzw. was ist, wenn wir beide tatsächlich einmal frei und ungebunden voreinander stehen würden. Aber ich versuche mir abzugewöhnen aus allem eine Kopfgeburt zu machen. Der Moment hier und jetzt zählt. Alles andere kommt von alleine.

    Mach doch ein eigenes Thema auf, in dem noch andere Leute etwas dazu sagen können.
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  16. #46
    DocBrown

    Standard

    Du bist vor vermutlich lösbaren Problemen geflüchtet, weil Du Lust auf eine andere hattest. Und die ist nichtmal frei. Du tust mir richtig leid, weil's dich einholen wird. Auch nach nur fünf Jahren hat man sich schon etwas aufgebaut, von dem man sich kaum noch lösen kann. Wenn man das mit einem anderen Menschen wiederholt, hat es etwas von einem 'Austausch'. Das alte Auto klappert, also muss ein neues altes her - eines mit anderen Macken, die man noch nicht kennt.

    Du hast so toll über deine Frau und eure Beziehung gesprochen, dass ich nicht denke, dass Du so einfach nochmal glücklich werden kannst. Denn mit jeder anderen wird's ebenfalls Probleme geben ... und dann erinnerst Du dich an das, was Du hattest. Oder Du kannst wirklich über Leichen gehen und organisierst dir fröhlich pfeifend die nächste Frau. Ich denke allerdings, Du stehst am Beginn einer Reihe kleiner und großer Katastrophen.
    Do be do be do -Sinatra

  17. #47
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Natürlich hatte ich total schöne Zeiten mit meiner Frau. Und ich bin auch lange nicht über den Berg, was meine vorige Partnerschaft angeht. Wie bereits geschrieben kann jetzt alles passieren. Auch, dass das derzeit Neue in die Brüche geht, bevor es richtig begonnen hat oder dass ich mir bewusst werde, was ich an meiner Frau hatte.

    Eventuell wären die Probleme lösbar gewesen. Unter anderen Umständen hätte ich es vielleicht sogar versucht. Die Umstände waren aber nicht anders und für meine Gefühle kann ich nichts.

    Sicherlich haben wir uns in den fünf Jahren sehr viel aufgebaut. Bei "Null" anzufangen ist kein so tolles Gefühl, aber an materiellen Dingen festzuhalten ist nicht unbedingt der richtige Weg. Und auch wenn es in einer neuen Beziehung neue Macken gibt, so kenne ich diese noch nicht, wie du schon sagst. Die Macken aus der alten Beziehung jedoch kenne ich und daher weiß ich, was ich NICHT möchte.

    "Fröhlich pfeifend" ist genau das Gegenteil von dem, wie es mir derzeit geht. Und wenn Z nie frei sein wird, werde ich für mich die Konsequenzen daraus ziehen, egal in welche Richtung. Das wird mir das Leben schon zeigen. Jetzt muss ich mich erstmal um mich selber kümmern und wieder Klarheit und Struktur in mein Leben bekommen. Das beginnt schon bei der eigenen Wohnung.
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  18. #48
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Ich kann nicht alles korrekt wiedergeben und auch nicht ausführlich, aber aufs Wesentliche zusammengefasst, sieht es im Moment so aus:

    Mittlerweile hab ich mit Z darüber geredet, dass wir uns zwar weiterhin woanders treffen könnten, ich es jedoch eigentlich nicht mehr gutheißen kann, ihrem Mann bei ihr zuhause gegenüberzutreten. So abgebrüht bin ich dann doch nicht. Begründet habe ich es damit, dass ich es doch ziemlich hart finde, dass sie ihn so lange in dieser Situation lässt, auch wenn er nicht wirklich etwas zu ahnen scheint (jedoch bemerkt hat, dass an ihr etwas anders ist, wie ich bereits erwähnte). Es wäre mir unangenehm an seiner Stelle zu sein, da ich auch nicht so behandelt werden wollen würde.

    Z sagte, dass ich Recht habe und sie wirklich nicht fair ihm gegenüber sei. Und was ich nur von ihr denken mag, was sie für ein Mensch ist. Obwohl sie so etwas noch nie zuvor getan hat. Ich sagte ihr, dass es natürlich fair wäre, sie würde mit ihm das Gespräch suchen. Entweder um die Probleme in ihrer Ehe zu bereden und die Ehe zu retten, oder um zu sagen, was nicht mehr stimmt, sie nicht mehr will und klar und fair einen Schlussstrich zu ziehen. Sie wurde sehr sehr nachdenklich und sagte, dass der Punkt irgendwann kommen wird. Und sie erwähnte, dass für ihren Mann in der Beziehung eigentlich alles stimmt. Für sie stimmt jedoch nicht alles. Ich fragte, was denn für sie wichtig sei, etwa das, was ihr Mann findet, oder sie selbst für sich. Und ob sie denn schon mal über Trennung nachgedacht habe. Sie erwiderte, dass sie das natürlich gemacht habe und zig Varianten durchgegangen wäre. Und wenn sie z.B. sagen würde, mit uns ist es vorbei, dann würde sie es definitiv bereuen. Dazu hätte ich bereits zu viel Einfluss auf sie. In erster Linie natürlich allgemein, aber schon wenn sie es alleine nur auf den Sex reduzieren würde, wüsste sie, dass sie mit ihrem Mann so nicht weiterleben könnte. Dafür hätte ich ihr schon zu sehr gezeigt, dass es mehr gibt als all das, was sie in ihrem Leben bisher erlebt habe und dachte, dass es da nichts weiter geben könnte. Klar würde er sich dann plötzlich bemühen, sagt sie, aber es könnte nie wirklich schön sein.

    Ich redete mit ihr auch darüber, dass es genauso sein könnte, dass sie sich trennt und dann merkt, dass sie in "Freiheit" gar nichts mehr mit mir anfangen wolle. Oder dass sie erst einmal ihre Freiheit genießen wollen würde, ohne sich gleich erneut fest zu binden. Sie meint ja selbst immer, dass im Prinzip alles sein könnte. Ich sagte ganz locker aber klar, dass ich in so einem Falle nicht ein halbes oder ganzes Jahr auf sie warten und mich für sie aufheben würde. Sie guckte ganz traurig und fragte leise:"Nicht?" Ich erwiderte:"Naja, was hätte ich davon?"

    Klingt jetzt alles ein bisschen nach Holzhammer. In Wirklichkeit war es aber ein ganz langes und relativ lockeres Gespräch, welches ich hier nur komprimiert habe.

    Ich bin derzeit heilfroh, dass ich es alles so locker und unverbissen sehen kann. Ohne schmerzenden Kloß im Bauch, den die meisten mit Liebe verwechseln. Neulich habe ich es auch genossen mit zwei anderen Frauen zu flirten. Daher glaube ich, dass jede Wendung des Blattes für mich verkraftbar sein sollte.

    Meinen neuen Mietvertrag habe ich übrigens unterschrieben. Jetzt gehts ans Eingemachte.
    Geändert von Dan Holland (29.01.2012 um 17:32 Uhr)
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  19. #49
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Im Moment plagen mich echt diese Was-wäre-wenn-Fragen. Diese beziehen sich im Übrigen auch auf meine Frau.

    Ich denke tatsächlich immer wieder darüber nach, was unter anderen Umständen passiert wäre (obwohl es keinen Sinn macht darüber nachzudenken, denn es ist nunmal so gekommen, wie es gekommen ist). Ob ich unter anderen Umständen auch nicht mehr genügend Gefühle für meine Frau gehabt und mich getrennt hätte. Oder eventuell nur etwas später. Vielleicht hätten wir noch Kinder bekommen und dann wäre es in die Brüche gegangen, eventuell sogar wegen einer anderen Frau. Hätte sich ohne dieses ganze Drama etwas an unserer Beziehung/Ehe gebessert, oder erst durch den ganzen Trennungsmist, wegen dem sie derzeit tatsächlich an sich selbst zu arbeiten scheint? Wäre es gut ihr noch einmal neutral zu begegnen und darüber nachzudenken? Andererseits vermisse ich sie nicht unbedingt, außer in einzelnen Momenten. Oder ist es eher die Gewohnheit? Sind es lediglich Situationen, die ich vermisse?

    Ich weiß zumindest, dass ich Z aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Tagen nicht gesehen habe. Wir haben nur getextet und telefoniert, vermissen uns jedoch gegenseitig sehr und können es kaum erwarten wieder beieinander zu sein, uns zu sehen, zusammen zu kuscheln, zu reden...
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  20. #50
    MissMackie

    Standard

    Da hat sich bei dir viel getan.
    Gerade deshalb glaube ich nicht, dass es sinnvoll wäre, noch einmal mit deiner Frau zu sprechen und mögliche Szenarien zu durchdenken. Dass sie dir in manchen Momenten fehlt, ist nach den gemeinsamen Jahren doch nur natürlich, aber allgemein vermisst du sie nicht - also belasse es bei dem, was ist. Wenn sie nun an sich zu arbeiten beginnt, ist das toll für sie. Halte es einfach genauso und schau in die Zukunft.

    Das Gespräch mit Z war überfällig, wenn du mich fragst, aber ich sehe das Gespräch nicht sonderlich positiv in Hinblick auf eventuelle Pläne, die du mit ihr haben könntest. Sie scheint sich mittelfristig nicht von ihrem Mann lösen zu wollen. Und du solltest daher auch nicht auf sie warten. Wie empfindest du denn aktuell für sie? Ja, du freust dich auf sie und sie fehlt dir, wenn du sie einige Tage nicht sehen kannst - aber wärst du so traurig, wenn ihr einander nicht mehr treffen würdet?

    Genieße auf jeden Fall weiterhin Flirts mit anderen Frauen. Du bist frei und solltest das genießen - wirklich genießen!
    Ich hoffe, mit der neuen Wohnung läuft alles gut und wie geplant und dass du dich dort bald wohl und zu Hause fühlst.
    "From then on I knew... God doesn't make the world this way. We do."


  21. #51
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Ich denke auch, dass jede Kehrtwendung früher oder auch später zum Scheitern verurteilt wäre. Und meiner Frau selbst geht es eigenen Aussagen zufolge im Moment echt gut.

    Ja, es war überfällig. Ich versuche es hinzubekommen, mich auf der einen Seite für Z offen zu halten, ohne dass es für mich wirklich unangenehm wird und auf der anderen Seite ebenso für den Rest der Welt offen zu sein. Wie beschrieben, hab ich es ja auch genossen mit anderen zu flirten. Bis jetzt scheine ich damit weiter umgehen zu können.

    Wie ich für sie empfinde? Ich habe Schmetterlinge im Bauch, wenn ich sie sehe. Ich betrachte sie, komme aus dem Lächeln nicht mehr raus und verliere zeitweise meine Sprache. Ich bewundere ihre Schönheit, ihre offene Art, ihren Humor und genieße diese enge Verbundenheit, wenn wir uns nahe sind, uns ansehen, berühren, riechen, küssen, reden, auf einer Wellenlänge sind. Insofern hat es mich schon ziemlich erwischt. Immer, wenn wir zusammen sind, denke ich: "Oh mann... sie ist es!" Zum Glück jedoch tut das Vermissen nur geringfügig weh, wenn sie nicht bei mir ist (obwohl es schon echt zieht in der Brust). Sollte doch alles schief gehen, wird es hoffentlich nicht doch noch schmerzhaft. Sicher bin ich mir da nicht.

    Im Moment allerdings stelle ich mir schon öfter die Frage, wie lange sie selbst das so machen kann. Was will sie? Ich habe den Eindruck, dass wir von Woche zu Woche mehr verbunden sind und sie sich immer mehr auf mich einlässt. Allerdings hat sie zuhause wirklich ziemliche Freiheit. Nicht so wie bei mir, wo meiner Frau sofort auffiel, dass etwas nicht stimmte und ich eigentlich gezwungen war, eine Entscheidung zu treffen. Z kann sich da mehr rausnehmen und auch oft mit mir Zeit verbringen, bzw. von ihrem Mann weg sein. Gut findet sie es ja eben nicht, was sie da tut. Aber warum dann so lange? Oder ist es eigentlich noch keine lange Zeit? Sie scheint ja Ende letzten Jahres auch aus einer Art "Schlaf" erwacht zu sein, als wir uns kennen lernten. Eventuell braucht sie länger, um wach zu werden?

    Gibt es hier nicht Frauen, die mir genau DAS mal erklären können? Dass dieser Zustand für sie nicht leicht ist und sie es nicht auf die leichte Schulter nimmt, weiß ich. Aber warum kommt sie aus ihrer Situation nicht raus? Hat sie echt zu viel Angst, die Harmonie zu ihrem Mann zu zerbrechen, eine Wunde zu verursachen, sich selbst ins Ungewisse zu stürzen?

    Danke übrigens wegen der Wohnung. Die Schlüssel bekomme ich diese Woche. Freu mich schon mich einzurichten!
    Geändert von Dan Holland (01.02.2012 um 21:44 Uhr)
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  22. #52
    nixe

    Standard

    Zitat Zitat von Dan Holland Beitrag anzeigen
    Gibt es hier nicht Frauen, die mir genau DAS mal erklären können? Dass dieser Zustand für sie nicht leicht ist und sie es nicht auf die leichte Schulter nimmt, weiß ich. Aber warum kommt sie aus ihrer Situation nicht raus? Hat sie echt zu viel Angst, die Harmonie zu ihrem Mann zu zerbrechen, eine Wunde zu verursachen, sich selbst ins Ungewisse zu stürzen?
    Nein, ich kann Dir nicht erklären, warum Z sich so verhält. Allerdings kann ich Dir erzählen, wie ich eine äußerlich ähnliche Situation erlebt habe - vielleicht kannst Du ja Parallelen sehen.

    Ich war damals knapp 30, ein Jahr verheiratet, davor ungefähr 6 Jahre mit dem Mann zusammen gelebt ... und dann passierte etwas, das mein Leben aus der Bahn warf. Mag jetzt keine Details schreiben, aber ich hatte damit ziemlich zu kämpfen - und bekam von meinem Mann keinerlei Unterstützung, nur die Aufforderung, mit dem Geheule aufzuhören und endlich wieder normal zu werden. Als ich das nicht konnte, ging er eben etwas auf Distanz ... und als ich dann so langsam wieder zu mir kam, hatte ich wenig Kraft, diese Distanz zu überbrücken. Bin allerdings nun mal ein Mensch, der lieben will und geliebt werden will - und so passierte es, dass ich eines Tages neben einem langjährigen guten Kumpel saß, und dann war da plötzlich dieses Kribbeln ... und ich brauchte einfach so dringend ein paar positive Gefühle. Ja, ich war bis über alle Ohren verliebt - und er war damals Mitte 30, seit 12 Jahren Single, und blühte sichtlich auf. Hätte er damals, in den ersten euphorischen Wochen, von mir verlangt, dass ich mich entscheiden soll - ich hätte mich wohl für ihn entschieden. Hat er aber nicht - und ich hab dann auch keinen Grund gesehen, etwas zu ändern. Mir ging es gut, mein Mann wurde wieder so versorgt, wie er es wollte, mein Lover war glücklicher als zuvor ... warum etwas ändern? Okay, die Lügerei war doof, irgendwann hab ich es meinem Mann dann gesagt. Er hat es nicht geglaubt, aber das war ja sein Problem ... ich war also nicht mal mehr ne Lügnerin. Tja, nur habe ich irgendwann dann klar gemerkt: wenn ich mich nicht für einen der Männer entscheiden will, oder es nicht kann, ist wohl keiner von beiden der Richtige. Also habe ich den Lover sanft fallengelassen (wir sind immer noch sowas wie Freunde, nur hat seine neue Frau was dagegen) - wenn er eh nicht der Richtige ist, kann ich ja auch mal einen anderen austesten. Irgendwann kam dann einer, der mich vor eine Entscheidung stellte - nicht etwa ein "er oder ich", sondern nur ein "wenn Du nichts Ernstes willst, dann treff ich mich eben nächste Woche mal mit Steffi". Dann wusste ich es ziemlich deutlich - von dem will ich mehr, das ist mehr als Verliebtheit. Und es lohnt nicht, den Mann, den ich liebe, am langen Band zu halten, nur um einen Mann, den ich nicht mehr liebe, nicht zu verletzen.

    Warum ich erst dann diese Entscheidung getroffen habe? Weil ich den Typen eben geliebt habe - in seine beiden Vorgänger war ich lediglich verliebt, und das ist eben nicht genug, um meinen Mann, der ja wieder glücklich mit seiner Lebenssituation war, verletzen zu wollen. Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn mich einer von denen vor die Wahl gestellt hätte - oder wenn mein Mann etwas gemerkt und eine Entscheidung verlangt hätte. Wahrscheinlich hätte ich mich dann auf jeden Fall gegen die Ehe entschieden - selbst bloße Verliebtheit ist einer lieblosen Ehe vorzuziehen. Aber es hat eben keiner von mir verlangt, mich zu entscheiden - und meine Gefühle waren erst im dritten Fall stark genug um zu sagen "nein, den will ich ganz haben - und wenn ich nicht teilen will, soll er es auch nicht müssen." Die beiden Herren davor habe ich hingegen ziemlich leichten Herzens an Jenny und Mandy abgegeben (okay, Mandy war ein Grenzfall, die war dumm und hässlich, gegen die ausgetauscht zu werden, kratzte schon an meinem Stolz ).

    Ach ja, der Vollständigkeit halber: besagter Lover Nr. 3 wurde dann Vater meiner Kinder, anschliessend mein zweiter Mann und nun mein Ex-Mann.
    Have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary. (Steve Jobs)
    Omnia vincit amor (Vergil). Zumindest, wenn sie gegenseitig ist. (ich)
    Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen. (Robert Goddard)

  23. #53
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Hi nixe. Danke für deine ausführliche Erfahrung. Interessant so etwas zu lesen.

    Z sagt ja mittlerweile selber, dass sie mich liebt, also mehr als nur verliebt ist. Ich hatte ja auch schon darüber nachgedacht, ob "leichter Druck" oder eine Art Entscheidungsfrage sie zum Handeln bewegen würde. Jedoch zweifel ich daran aus folgenden Gründen:

    1.) Ich habe irgendwo gelesen, dass so etwas bei längeren Beziehungen klappt. Bei kurzen Geschichten, in denen noch nicht so viel Bindung besteht, geht sowas tendenziell nach hinten los.
    2.) Z achtet ihre und anderer Menschen Freiheit und sagt dann eh nur, dass ich tun kann, was ich möchte, wenn es mir selbst gut tut. Auch wenn sie natürlich traurig darüber wäre. Jedoch hatte ich ihr ja bereits gesagt, dass ich mich nicht ewig für sie aufheben würde.

    Ich hatte jetzt am Wochenende eine etwas seltsame Situation, in der wir uns etwas mißverstanden hatten. Hoffentlich könnt ihr mir folgen. Wenn nicht, fragt bitte nach.

    Z und ich waren nachts unterwegs und hatten vor, den Abend allmählich zu beenden. Also gingen wir in Richtung Taxistand. Ich bin ja derzeit noch bei meinen Eltern einquartiert, solange bis ich meine Wohnung beziehen kann. Z sagte spontan, dass sie ja mit mir mitkommen könnte, was ein witziger Gedanke war und mich dazu bewegte es ebenso spontan ernster zu nehmen. Ich sagte also, sie solle doch wirklich einfach mitkommen. Ihre Antwort war ungefähr, dass sie tatsächlich darüber nachdenke, aber es nicht ginge. Ich fragte warum. Ihre merkwürdige Antwort war, sie sei - um es zu umschreiben - an einer Stelle ihres Körpers nicht zurecht gemacht. Ich blickte sie fragend an und erwiderte, ob das echt ihr Ernst sei, weil mich so etwas nicht stören würde und das kein Grund wäre. Sie sagte, doch, es sei natürlich auch ein Grund.

    Wir gingen ein Stück weiter. Sie fragte mich, ob alles okay sei, da ich etwas ruhiger geworden war. Ich gestand, dass ich jetzt schon etwas traurig darüber sei, dass sie nicht wirklich spontan mitkommen würde (schließlich dachte ich daran, wie oft sie mir sagt, dass sie mich liebt und vermisst und gerne bei mir wäre). Z meinte sie sei auch traurig, beziehungsweise sauer auf sich selber, dass sie so entscheidet. Ich meinte, sie könne sauer auf sich sein, wenn sie jetzt bereits zuhause wäre. Aber noch sei sie hier bei mir und könne ihre Entscheidung ändern. Sie druckste ein wenig unglücklich herum und kam wieder auf ihr "Körperthema". Ich wollte ihr vermitteln, dass ich diesen Grund albern finde und echt kein Problem mit sowas habe. Dann aber stand auch schon ein Taxi bereit. Ihr war bei gefühlten minus 15 Grad genauso kalt wie mir. Also verabschiedete sie sich total lieb, aber sehr schnell von mir, stieg ins Taxi und sagte aus der Tür heraus, ich solle nicht traurig sein. Ich erwiderte achselzuckend:"Was soll ich jetzt sagen?" Dann fuhr das Taxi davon, sie schickte mir per Hand einen Luftkuss und 30 Sekunden später eine SMS mit einem kleinen Zeichen ihrer Liebe zu mir.

    Ich antwortete nicht darauf, weil ich zu sehr mit der Situation und mir selber beschäftigt war. Auch als ich zuhause ankam, meldete ich mich nicht.

    Heute schrieb sie mir, dass sie weiß, dass etwas nicht stimmt und sie gerne darüber reden wolle. Also telefonierten wir. Ich erklärte ihr meine Irritation aus der Situation und sie konnte mich teilweise verstehen, sagte mir aber auch, dass sie einfach nicht hätte mitgehen können und nannte mir zwei bis drei Gründe, bei denen aber nicht wie erwartet ihr Mann drin vorkam. Nicht mal ansatzweise. Also schien er nicht von Bedeutung zu sein. Rückblickend machen ihre genannten Gründe nachwievor weniger Sinn, aber ich habe verstanden, dass ihr einfach nicht wohl bei der ganzen Sache gewesen wäre, so gerne sie auch mit mir gekommen wäre. Vielleicht auch, weil ich ja hier bei meinen Eltern nicht (mehr) alleine bin. Also akzeptierte ich es so.

    Ich merkte auch, dass sie sich bereits viele Gedanken gemacht hatte, was mich betraf. Sie sagte, sie wolle nicht, dass mir so etwas weh tut oder ich denke, sie würde mit mir spielen. Dem sei nicht so. Es sei auch nicht schöner, wenn sie bei sich zuhause wäre, eher im Gegenteil. Es sei blöd für sie zuhause. Sie fuhr fort, natürlich könnte sie jetzt entscheiden, dass wir es miteinander sein lassen. Ich fragte Z, ob sie dies aus eigenem Interesse entscheiden würde. Sie erwiderte, es sei auch ein wenig wegen ihr selbst, aber hauptsächlich wegen mir. Weil sie mir nicht weh tun wolle. Schließlich weiß sie, dass sie derzeit dieses Problem mit ihrer Ehe und einer Entscheidung hat. Und sie will mich da nicht in irgendetwas reinziehen. Sie könnte vielleicht irgendwann nicht mehr so "blöd" sein und endlich eine Entscheidung für sich selbst treffen. Und wenn ich dann noch da wäre (sie wurde ganz kleinlaut), würde sie sich bei mir melden wollen.

    Sie machte mir also verständlich, dass sie nicht weiß, was sie tun soll und nicht wolle, dass ich darunter leide. Und es klingt nicht danach, als wolle sie irgendetwas bei sich zuhause retten, sondern wüsste nur nicht, wie sie es anstellen soll sich zu trennen. Ich legte ihr nahe, dass ich sie verstehe. Sie wurde in der Kindheit aus ihrem Umfeld auch ein wenig so konditioniert, dass man heiraten und für immer zusammen bleiben solle. Sie bejahte, dies sei bestimmt auch ein Grund. Ich gab ihr zu verstehen, ich wisse, dass sie in dieser Situation fest steckt und einfach nicht weiß, wie sie raus kommt. Z stimmte zu. Ich merke ihr ihre Verzweiflung an. Sie findet es selber dumm, wie sie einfach nicht zurecht kommt mit dem, was ihr geschieht.

    Ich sagte, dass sie nicht weiter darüber nachdenken solle, was anderen gut tut oder was andere wollen, sondern was ihr selbst gut tut und was sie selbst will. Und da sie bereits mit einer Entscheidung zu kämpfen habe - die ihrer Ehe - , würde ich ihr die Entscheidung abnehmen, ob sie und ich miteinander weitermachen. Ich würde das aber nicht jetzt tun, sondern erstmal darüber nachdenken. Das schien sie weniger zu beruhigen, als sehr zu verunsichern oder sogar zu ängstigen.

    Der Rest des Gespräches verlief dann wieder locker und normal. Und es macht den Anschein, als würden wir uns demnächst mal darüber unterhalten, was ihrer Meinung nach die Gründe sind, weshalb sie in ihrer Entscheidungsituation feststeckt und was sie hemmt. Bin gespannt.

    Schließlich gab sie einer guten Freundin neulich Ratschläge, die sie am Ende auch auf sich selber hätte anwenden können, was ich ihr auch neckisch sagte.

    Welchen Eindruck bekommt ihr bei der ganzen Sache?
    Geändert von Dan Holland (06.02.2012 um 15:25 Uhr)
    Thema: Ist meine Ehe glücklich? Rettbar? Oder ist die neue Frau mein Weg?

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  24. #54
    Dan Holland

    Themenautor

    Standard

    Nachtrag (schade, dass ich den vorigen Text nicht mehr editieren kann):

    Ich war gerade beim Arzt, da ich immer noch nicht gesund bin. Z hatte mir vorhin eine ganz süße SMS geschrieben, wie es mir geht, dass sie an mich denkt und mich vermisst. Und ich war lediglich zu einer vollkommen neutralen Antwort in der Lage. Keine Ahnung, ob ich ein bisschen trotzig bin oder was auch immer der Grund war. Ich hab nicht viel drüber nachgedacht.

    Sie rief mich dann an, wir tauschten kurz Infos aus und sie sprach mich auf die kalte SMS an, wollte mich verstehen. Ich sagte ihr, dass ich nicht weiß, was ich sagen oder wie ich es ihr erklären soll. Eventuell sei ich noch etwas durcheinander. Trotzdem hätte ich mich über ihre liebe SMS gefreut. Z war sichtlich irritiert und unendlich traurig. Entsprechend war die Laune und sie merkte auch, dass wir uns gerade nicht viel sagen konnten. Also wollte sie lieber auflegen. Wir wünschten uns einen angenehmen Abend und verabschiedeten uns.

    Ich versuche echt mich zu beobachten, mich in der Situation zu analysieren. Was bewegt mich dazu? Habe ich doch zu sehr das Gefühl gehabt verarscht worden zu sein? Auch, wenn sie mir eindeutig erklärt hat, es sei niemals der Fall gewesen? Mache ich jetzt unbewusst den Fehler selbst ein dämliches Spiel daraus zu machen um zu sehen, was passiert? Fakt ist, ich hatte vorhin wirklich nicht die Muse ihr ebenso süß zu antworten. Und mich dazu zu zwingen ist ja auch Quatsch. Andererseits ärgere ich mich dennoch über mich selbst. Ich wollte so eine Situation eigentlich vermeiden.

    Hm... nee... ich merke gerade, es geht mir gar nicht gut dabei. Ich hab nicht vor hier einen Menschen mit Füßen zu treten. Deshalb werd ich sie nochmal anrufen.

    Nachtrag 2:
    Es war eine gute Entscheidung. Ich sagte ihr, dass ich mich gerade blöd fühle und nicht will, dass wir beide in dieser Situation hocken, weil ich sie dafür eh viel zu sehr in mein Herz geschlossen habe. Jetzt ist alles wieder okay. War ein schönes Gespräch. Hab ihr gesagt, dass ich sie liebe. Und sie, dass sie mich liebt. Sie war auch wieder glücklich.
    Geändert von Dan Holland (06.02.2012 um 18:45 Uhr)
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