Hallo zusammen,

ich bin neu hier im forum. das hat einen grund, weil ich noch nie hilfe in punkto beziehung gebraucht habe.
ich habe seit ca. einem halben jahr eine freundin. wir kannten uns schon lange vorher, die liebe kam aber erst dann. wir fuehren meiner ansicht nach eine fast perfekte beziehung. wir vertrauen uns voll, ich kann ueber alles reden und sie auch. ich fuehl mich voll bei ihr verstanden, sie beteurt mir das gleiche.
im moment verbringen wir beide eim jahr im ausland - getrennt. es laeuft aber gut, wir schreiben uns viele mails und halten gut ueber skype usw den kontakt. natuerlich gehts es mir / ihr nicht immer super, das vermissen ist auch stark, aber es haelt fest, und es herrscht irgendwie ein vertrauen und eine festigkeit, eine art seelenverwandtheit unabhaengig der liebe, als wenn wir dazu noch beste freunde und geschwister und auch platonische liebe waeren / haetten.

bis auf einen punkt, weswegen ich mich jetzt hier in einem forum oeffne:
es faengt an mit ihrer mutter. nicht ich mit ihr sondern sie schein ein problem mit ihr zu haben. sie kommt aus einem anstaendig haus, ihre eltern haben gute berufe, leben anstaendig und sind auch sonst nette menschen, beide.
nur ihre mutter hat einen charakter, der alles untergraebt. sie scheint im moment, vorallem da sie wegen des haushaltes nicht arbeitet, spychisch labil zu sein (wie es meine freundin auch beschrieben hat). dies wirkt sich auch auf meine freundin aus (da sie noch zuhause lebt): schon frueher hab ich schnell mitbekommen, dass wenn ihrer mutter etwas nicht ins bild passt (zb viel von zuhause wegsein / wegwollen, was aber normal fuer jugendlich mit vielen freunden ist), oder sie eher schlechtere laune hat (sie ist aber nicht launisch) sie aus der luft gegriffene hausarbeiten als verhinderungsgrund nimmt. als ich das mit zweifel aufgenommen hatte, meinte sie, es ist besser, sich vor ihrer mutter zu beugen und es einfach zu verdraengen, als sich mit ihr anzulegen. das mag auch bei ihrer mutter richtig sein.
aber dieses hat sie wohl ihr leben lang so gelernt, nach meinem eindruck, denn sie scheint das wohl auch auf andere bereiche als konflikte mit ihren eltern angewendet zu haben. sie hat meinem anschein nach ihr leben lang viele problem verdraengt und einfach akzeptiert ohne sie richtig anzugehen, und so zb lange in unsere klasse im hintergrund gelebt.
meiner meinung nach muss man aber alle missstaende angehen, denn nicht alle probleme gehen von alleine. das war schon immer ein konfliktpunkt zwischen uns, denn obwohl sie recht intelligent ist und wir auch philosophieren, hat sie meinen standpunkt noch nie eingesehen und glaubt an ihre methode.

jetzt, wo wir beide im ausland sind, scheint sich der konflikt mit ihrer mutter zu verschaerfen, denn ich glaube, ihre mutter kann damit nicht umgehen, dass ihr "kind" jetzt weg ist, und darunter leidet meine freundin sehr.
zum beispiel hatte ihre mutter ihr ein paeckchen geschickt, welches sie wegen bestimmter auflagen nicht abholen konnte, sie hat sich aber sehr bemueht. als antwort schreibt ihre mutter ihr eine mail, dass sie sich ja garnicht bemuehen wuerde und ueberhaupt nicht ueber den auslandsaufenthalt dankbar waere, was sie sehr mittnimmt und sie richtig aufgeloest war, was ich kaum mit ansehen konnte.
jetzt kommt der punkt, dass sie alles verdraengen zu scheint. ein weilchen spaeter, als wir darueber redeten, scheint sie sich sichtlich unwohl zu fuehlen. ich versuch mein bestes sie spychisch zu unterstuetzen. aber sie hat es ihr leben lang einige probleme fuer sich behalten, und gelernt damit zu leben, sodass sie jetzt aggressiv und kalt reagiert hat, und mir gesagt haette, das ginge mich nichts an, und dass sie es hasst, wenn ich darueber rede und was ich mich da einmischen wuerde. (bei mir war es bisher so dass ich alles mit ihr geteilt hab und sie eigentlich auch, sodass es mir total fremd war).
als naechsten schritt fing sie an ihre (nicht einzelne) kriese runterzuspielen. sie meinte ich dramatisier das ueber als ich ihr die ganze situation nochmal von aussen geschildert hatte und das waere vollkommen uebertrieben und das sei doch alles ganz normal.
sie war so kalt und hatte ueberhaupt kein verstaendniss oder zuneigung in ihrer stimme, wie sie dass immer sonst hatte...

ich hab mein bestes versucht, aber es hat es immer nur noch schlimmer gemacht. im nachhinein, hat sie es akzeptiert, dass ich ihr nur helfen wollte, aber sie war sichtlich gereizt und wollte das thema wechseln, aber fuer mich schwebt das als unangehme nicht geklaerte sache in der luft (sie scheint damit gelernt haben zu leben).
ich fuehl mich total hilflos. ich kann doch nicht dabei zusehen, wie die situation immer schlimmer und schlimmer wird, es scheinen sich alle verdraengten probleme in sie reinzufressen, aber sie redet sich ein, dass sie so gut leben kann.
was mich so stoert, dass wir ueber ihre probleme garnicht reden koennen, sie immer so komisch und anders wird. ich habe gelernt, dass es immer das beste ist, wenn man sich mit seinen probleme oeffnet und hilfe sucht, als wenn man immer versucht damit allein klarzukommen, genauso wie ich immer allen hilfe anbieten.
ich fuehl mich ein bisschen aussen vorgelassen und sie reagiert genervt auf versuchte hilfeangebote, andererseits kann ich nicht mit ansehen, wie sie an konflikten, wie mit ihrer mutter, langsam sich abmartert. und koennt mit diesem zustand nicht immer so weiterleben...
vielleicht seh ich das auch falsch, ich bin etwas ratlos...

das war jetzt ziemlich viel und sehr speziell. vielen dank schonmal fuer alle, die sich die muehe gemacht haben, dies zu lesen. das ist schon anspruchsvoll und vielen vielen dank fuer alle, die sich die muehe machen werden, etwas dazuzuschreiben.
ich wuerde mich uber ein paar antworten freuen..

lg nooke