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Ich setze mich unter Druck (auf der Arbeit)

  1. #1
    KleineJuli

    Unglücklich Ich setze mich unter Druck (auf der Arbeit)

    Hallo.

    Mich beschäftigt eine Sache, und zwar, daß ich mich auf der Arbeit zu sehr unter Druck setze.

    Vielleicht weiß ja jemand einen Rat.

    Ich bin die einzige Vollzeitbeschäftigte in einem Betrieb (neben meiner Filialleiterin) und damit ihre Vertretung. Alles andere sind "nur" Aushilfskräfte. Das heißt, daß ich überprüfen muß, ob sie ihre Arbeit richtig machen (ich natürlich auch, aber ich muß auch einen Blick auf die haben).

    Da ich vorher ebenfalls nur Aushilfe war, kennt mich meine Chefin und war hochzufrieden mit mir. Deswegen wollte sie mich als volle Kraft auch haben. Ich mag sie auch persönlich sehr. Und ja, ich will sie einfach nicht enttäuschen.

    Ich merke, daß ich auf der Arbeit unter Hochdruck arbeite und gleichzeitig auf Kleinigkeiten achte. Zum Beispiel, ob die Aushilfen heute morgen richtig geputzt haben und der Putzplan ausgefüllt ist. Aber dann habe ich vergessen, nachzusehen, ob der Kühlschrank auch sauber ist. Oder das Waschbecken gereinigt. Das sind Kleinigkeiten, die ich doch übersehe.
    Wenn viel Betrieb in unserem Geschäft ist (ich bin meistens grundsätzlich alleine), muß ich viel laufen und gleichzeitig Waren auffüllen. Dann muß ich noch überlegen, wo ich schauen kann, ob die Aushilfen richtig sauber machten und das gegebenenfalls nochmal machen.
    Und da kann es sein, daß ich wieder eine Kleinigkeit vergesse.
    Im Ganzen ist es nicht so schwer. Aber ich habe jetzt mehr Verantwortung als eine Aushilfe und darf mir nicht so viel Fehler erlauben. Das habe ich vorher schon getan.

    Gestern war folgendes:
    Meine Chefin sagte, daß ich im Geschäft etwas vergessen hatte zu machen (eine Kollegin hätte gemotzt). Okay, kein Weltuntergang. Aber ich bekam Tränen in den Augen. Meine Chefin schaute mich verdutzt an und sagte "Das war kein Angriff. Ich habe die Pflicht, es dir zu sagen, wenn andere sich beschweren. Aber das ist doch jetzt nichts Schlimmes."
    Dann nahm sie mich in den Arm. Und sagte: "Ich bin so froh, daß ich dich habe. Wenn ich dich nicht gewollt hätte, hättest du die Vollzeit nicht."
    Ich sagte, daß ich merke, daß ich mich sehr unter Druck setze. Weil ich sie nicht enttäuschen will. Und ich keine Fehler mehr machen darf.
    Sie sagte: "Wir sind alles Menschen. Ich mache auch Fehler. Und die Kollegin auch. Und aus Fehlern kannst du ja lernen."

    Im Grunde ist deswegen schon alles in Ordnung. Aber ich hoffe, daß ich bei den besagten Kleinigkeiten nicht versage. Ich übersehe prinzipiell sehr viel. Und ich arbeite sehr hektisch, damit ich nicht langsam bin. Ich bin eigentlich ein langsamer Mensch. Ich muß mich immer entscheiden: Langsam machen oder Fehler begehen? Den Mittelweg habe ich nicht raus.
    Ich hoffe, daß die Routine den Rest macht und lediglich der Anfang so ist.
    Ich will auch meinen Freund nicht enttäuschen. Ich war ein halbes Jahr arbeitslos. Und davor hatte ich nichts "gescheites" (hatte nur den Aushilfsjob). Und es muß mal sein, daß ich was "durchziehe".

    Gut, der Spaß soll ja auch nicht flöten gehen. Im Grunde liebe ich meine Arbeit.
    Aber wenn später eine spezielle Aushilfe (die morgens anfängt und Ware einräumt) und dies nicht richtig macht, kann ich das wieder nachholen, dann mein eigenes Zeug machen, und dann werde ich schon hektisch. Dann vergesse ich schnell, wo ich noch alles "überprüfen" muß.
    Nur damit ihr versteht, wie ich das meine mit den "Kleinigkeiten".
    Durch das viele Rumlaufen bei Stoßzeiten vergesse ich auch, was ich eben noch machen wollte -> Unkonzentration
    *


    Außerdem muß ich auf zwei Azubis "aufpassen", damit sie richtig putzen. Ich bin kein Typ, der gerne rumkommandiert. Ich will mir ja die Sympathien nicht verderben. Mir ist es wichtig, daß ich auf der Arbeit gemocht werde.

    Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich.

  2. #2
    meli

    Standard

    Hey ich kenne Dein Problem selber ganz gut,und kann Dir sagen das Regelt sich wenn Du mehr Routine hast von alleine.Wenn Du Dir vielleicht Zum Anfang aufschreibst was Du alles zu erledigen hast und zwischen durch draufschaust dann hast Du auch den Dreh irgendwann mal raus.So hab ich es jedenfalls gemacht
    Bleibe nicht an etwas hängen was dich verletzt, geh weiter& finde das was Dich glücklich macht


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