ACHTUNG, LANGER TEXT!!!!
Ich fühle mich wie in einem Käfig. Das ist schon seit ich denken kann so.
Meine Mutter war schon immer sehr fixiert auf mich und war immer in Sorge um mich. Kurz: Sie will mich vor allem möglichen beschützen, was mir passieren kann. Sie ist psychisch labil (Depressionen, Infantilismus) und wird schnell cholerisch und unkontrollierbar, wenn sie sich angegriffen fühlt oder etwas nicht nach ihrer Nase geht.
Als Kind habe ich immerwieder sehr heftige Streitereien zwischen meinen Eltern erlebt (wobei es nicht wirklich streitereien waren, sondern mehr Attacken meiner Mutter auf meinen Vater oder sich selbst). Ich habe ziemlich viel mitgemacht, aber das will ich nicht alles im Detail erklären.
Nun ist es so, dass mir immer verboten wurde, allein auf die Straße zu gehen, allein zu Freunden zu gehen und sogar, an manchen Tagen, zur Schule zu gehen. Als Kind hab ich mehr oder weniger aus Mitleid mit meiner Mutter oder, weil ich nicht wieder die ganzen Schreiereien hören wollte, gehorcht und nichts weiter gesagt.
So wurde ich zu einem einsamen Kind mit nur sehr wenigen Freunden, das den ganzen Tag nur im Haus rumsaß.
Heute ist es immernoch so. Für jeden 16-jährigen ist es selbstverständlich, alleine mal eben mit dem Fahrrad ins Stadtzentrum zu fahren oder shoppen zu gehen, doch ich darf noch nicht einmal um den Block spazieren gehen. Wenn ich bei Freunden bin, muss ich hingebracht und abgeholt werden und werde mindestens jede Stunde einmal angerufen. Ich kann froh sein, dass ich so Verständnisvolle Freunde habe.
Inzwischen ist es so, dass meine Mutter mich total unter psychischem Terror hat. Ich traue mich nicht, mich durch ihre Verbote hindurchzubrechen, weil ich Angst habe, dass Szenen wie vor wenigen Jahren sich wieder abspielen. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Mein Vater unterstützt mich, aber selbst gemeinsam können wir nichts gegen sie ausrichten. Man kann mit ihr nicht reden, Argumente bringen ihr nichts. Sie betont immer wieder, dass sie Angst hat, dass mir irgendwas passiert, aber inzwischen glaube ich ihr das nicht mehr. Ich denke, sie ist einfach nur egoistisch.
Demnächst steht wieder eine Klassenfahrt an. Ich möchte unbedingt mitfahren, weil ich in meinem ganzen Leben noch nie auf einer Klassenfahrt war. Meine Mutter ist strikt dagegen, aber mein Vater unterstützt mich. Ich habe oft darüber nachgedacht, heimlich aus dem Haus zu gehen und diesmal denke ich darüber nach, heimlich auf die Klassenfahrz zu fahren, aber das wird schwer und ich habe große Angst vor den Konsquenzen, die das haben könnte.


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