Mein Liebster,
was soll ich nur tun? Ich fühle mich verloren, zerschlagen, mein Innerstes ist aufgewühlt bei dem Gedanken an Dich. Du bist alles, woran ich denken kann in jeder Sekunde, in jeder Stunde, an jedem Tag. So viele Tränen habe ich deinetwegen schon vergossen, daß man meinen könnte, es gäbe nun nichts mehr zu beweinen. Und es gäbe sehr viel Schlimmeres als Herzweh. Aber ich glaube manchmal, ich verliere darüber noch meinen Verstand. Ich habe immer wieder dagegen angekämpft, aber ich konnte nur verlieren, weil ich von Anfang an verloren war. Den Schlüssel zur Heilung meiner Leiden hast allein Du in der Hand, aber Du benutzt ihn nicht, sondern verschaffst mir nur manchmal Linderung durch einen Blick, ein Lächeln, eine Berührung oder Umarmung, und sie ist immer nur von kurzer Dauer. Ich kämpfe und warte, und kämpfe, kämpfe weiter, und warte wieder. Voller Hoffnung, daß Du irgendwann erkennst, daß meine Gefühle für Dich aufrichtig sind, frei von Eigennutz und Erwartungen. Daß ich stark genug bin, Dich aufzufangen, wenn Du fällst. Ich bin es gewohnt zu kämpfen, und ich bin stärker als Du glauben magst.
Es ist Freude und Qual zugleich, Dich zu sehen. Ich bin Dir so nah und kann Dir doch nicht sagen, was mich so schmerzt, ich kann Dich nicht berühren, wie ich gerne möchte, und am Ende des Tages bin ich wieder allein. Ganz gleich wohin ich gehe, in allem und jedem sehe ich immer nur Dich, als hätte Dein Bild sich eingebrannt in dem Moment, als ich begann Dich zu lieben.


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