Und manchmal weiß ich selber nicht, wie mir der Kopf steht. Das ist dann, wenn er an meinem Fenster steht und Kirschkerne an die Scheibe klebt. Mit seinen Fingern, die so sehr nach frischen Erdbeeren riechen.
Und wenn der Junge lacht, dann verschwindet mein Herz in meine rechte Hosentasche. Die Alarmlichter gehen an und blenden meine Augen. Das ist immer dann, wenn seine Haare drohen im Wind zu wehen. Und er liegt jetzt neben mir in diesem Bett. Dieses Bett meiner Großtante, und ich würde gerne durch die Lattenroste hindurch fallen, im Boden verschwinden und nie mehr wiederkommen. Weil mich dieser Junge krank macht, mit seinen Bartstoppeln und den langen Wimpern. Den perfekten Augenbrauen und dem Geruch, der mich an warme Himbeermarmelade erinnert.
Und wenn er atmet, da fallen tausend Steine in mein Herz. Die Bäume knicken ab und ein See bohrt sich durch das Zimmer. An den Wänden hängen Worte aus Luft und die Sterne fallen vom Himmel. Sie nisten sich in seinen Augen ein und haben keine Zeit zu verlieren. Ob er das Meeresrauschen in meinem Kopf gehört hat? Und hat er die Tannenzapfen unter seinem Kopfkissen gefunden? Er ist Eis und ich die Schokosoße. Er die Wäsche und ich die Klammer. Er der Zahn und ich die Bürste. Er hat Flügel und ich die Federn.
Meine Augen fallen zu und ich kann purpurrote Vanillekugeln auf dem Berg dort hinten entdecken.
Sag, wenn du fliegst, nimmst du mich mit?


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