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Hat Pornosucht die Beziehung zerstört?

  1. #1
    BlueLine
    Gast

    Standard Hat Pornosucht die Beziehung zerstört?

    Ich glaube, ich habe ein größeres Problem und weiss nicht, wie ich es angehen soll, die Situation wieder in normale Bahnen zu lenken. Das Problem zieht sich jetzt schon 1 1/2 Jahre.

    Ich bin jetzt mittlerweile 2 1/2 Jahre mit meinem Freund zusammen und hab liebe ihn wirklich sehr. Er ist ein sehr lieber Mensch, hilfsbereit und hat eigentlich alles in die Beziehung mitgebracht, was sich eine Frau wie ich wünschen kann. Aber leider auch eine riesengroße Schattenseite.

    Im ersten Jahr fiel mir auf, dass er überdurchschnittlich viel über Pornos erzählte. Dabei handelte es sich um Bemerkungen, Erzählungen über Erfahrungen diesbezüglich (Wixgeschichten mit Dolly Buster mit drei Schwänzen intus, irgendwelchen Praktiken, die er gesehen hat etc.). Er machte sehr sehr oft anzügliche Witze, über ein Maß hinaus, das man witzig finden könnte, nämlich ständig. Es war jeden Tag Thema. Er erzählte mir, dass er quasi in der Arbeit mit einer Dauererektion herumlief, wenn Frauen in der Gegend waren.

    Es kam mir manchmal vor, als würde er sich eine Maske aufsetzen und blöde Kommentare loslassen. Er wirkte dann wie ein anderer Mensch.

    Er erzählte nie etwas von Pornokonsum oder dergleichen, obwohl ich jedes mal, wenn ich zu ihm kam, seinen Laptop mit angewichsten Tüchern auf der Couch liegen sah, was er dann schnell verschwinden ließ.

    Er band mich verbal in irgendwelche Pornofantasien ein. Nach einem Monat der Beziehung sprach er schon von sehr expliziten Wünschen, wie Starp On (was für mich etwas mehr Vertrauen und Zeit bedarf). Er sagte zu mir "ich und 2 Neger und er filmt uns dabei" oder schwärmte von Frauen mit gespreizten Beinen und Strümpfen, anstatt seine Wünsche mir gegenüber so zu artikulieren, dass sie auch als Wünsche ankamen (so wollte er den Wunsch äußern, dass ich für ihn Strümpfe anziehen sollte). Er nannte mich aggressive Schlampe und aggressives Luder, als ich ihn mal ein bisschen ärgerte.

    Als wir einmal unterwegs waren, erzählte er einem wildfremden Menschen von seiner Pornosammlung, die er mal hatte. Stolz war er darauf, dass diese Sammlung im Anfangsstadium um die 400 Stück betrug. Er schwärmte und sinnierte über Pornodarstellerinnen. Ich betrank mich an diesem Abend und ging ihm aus dem Weg, sprach auch nicht mehr darüber. Das morgendliche Erwachen war leider sehr schmerzvoll. Wieder einmal hatte er mit seiner Art geprotzt, hat stolz über Pornos erzählt und es war ihm egal, ob mir das vielleicht unangenehm sein könnte. Jedenfalls lag ich heulend im Bett. Er war währenddessen mit einem Erotikmagazin am Klo und als er ins Schlafzimmer kam, schmiss er es vors Bett und verschwand wieder.

    Ein anderes Mal hat er seinem Freund die Ohren vollgeschwärmt von seiner Pornosammlung und dergleichen. Er hat nicht gemerkt, dass es mir weh tat. Ich hab den Fehler gemacht und nichts gesagt. Ich hab ihn nur ignoriert, jedes Mal, wenn so etwas kam. Man kann auch nicht von Menschen voraussetzen, dass sie das verstehen. Aber ich war überfordert mit dieser Art. Es war mir völlig neu.

    Das mit der Schlampe war für mich der Punkt, als ich ihm nach einem Jahr erzählen musste, dass mich seine abgebrühte Art sehr oft verletzt. Genauer gesagt, war ich wirklich am Boden und am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Alles in allem war es zu viel geworden.

    Also sprachen wir viel darüber und es stellte sich heraus, dass er pornosüchtig war. Das hat er zumindest erzählt, als das alles aufkam. Er erzähltte mir, dass er sich wegen mangelndem Selbstbewusstsein eine Fassade aufgebaut hatte, und über Pornos protzte weil er nie eine Freundin hatte. Er hatte vor mir erst eine Freundin. Eine kurze (1 1/2 Jahre) Wochenendbeziehung, die sexuell sehr schlecht für ihn verlief. Er konnte nicht kommen, ohne der Frau auf die Brüste zu ornanieren und sie hat ihm deswegen Druck gemacht (nich absichtlich, aber sie war dadurch in ihrem Selbstwert auch nicht gerade bestätigt weil sie nicht wusste, warum das so war). Das mit der Unfähigkeit, auf normalem Wege einen Orgasmus zu haben war übrigens bei uns Anfangs auch lange Zeit der Fall und ich war natürlich irritiert, hab ihm aber keinen Stress deswegen gemacht. Es litt nur mein Selbstbewusstsein darunter.

    Der Sex zu Anfangs war sehr rauh, sehr stressig, hart. Ich kam mir einfach nur gefickt vor. Wir konnten auch keine gemeinsamen Orgasmen haben, weil er nicht kommen konnte. Ich kam mir sprichwörtlich vor wie in einem Porno.

    Er erzählte mir über seine Pornovergangenheit. Dass er Hardcorefilme sah. Jeden Tag. In der Arbeit, manchmal die ganze Nacht. Ich machte mir große Sorgen, dass er wieder in die Sucht zurückfallen könnte bzw. wird. Er beteuerte mir, dass er in mir seine sexuelle Erlösung gefunden hatte und keine Pornos mehr braucht und nichts mehr konsumiert, seit wir 2 Monate zusammen waren. Ich konnte ihm das nur schwer glauben, weil es ja ständig Thema war seinerseits.

    Seit gut einem Jahr hat sich der Spieß umgedreht, ich leide teilweise unter Angstzuständen. Wir haben so viel über dieses Thema gesprochen und er hatte sich immer wieder erklären wollen und Ausflüchte gesucht. Er wollte seine Weste rein waschen, indem er mir immer mehr Details erzählte, die mich sehr belasteten, um sich zu erklären.

    Ich hab bemerkt, dass er nach ca. 1 1/2 Jahren nach Pornodarstellerinnen gegoogelt hat. Er sagte, er wollte nur testen, ob er süchtig war und seitdem streitet er auch ab, dass er ein Problem damit hatte.

    Er sagte immer, er fände nichts mehr an Pornos bzw. Hardcorefilmen. Vor ein paar Wochen hatten wir eine heftige Diskussion, in der er behauptete, er wolle sich mit mir welche anschaun. Jetzt wiederum behauptet er wieder das Gegenteil. Das verwirrt mich sehr. In Diskussionen erzählt er mir leider oft mehr, als mir gut tut…. Es kommen Details zu Tage, die mir in dieser Situation schon zu viel sind weil ich ehrlich gesagt von diesem Thema einfach nur meine Ruhe haben würde. Im Eifer des mittlerweile 1 1/2 Jahre dauernden Gefechts wurden viele Fehler gemacht, die er bereut. Mich verwirrt nur seine sprunghaftigkeit in seinen Aussagen... Aber er war damit natürlich auch überfordert.

    Dieses Thema lässt uns aber beide nicht mehr los. Es hat sich festgefressen wie ein Krebsgeschwür und wir wissen beide nicht, was wir noch tun sollen. Er ist der Meinung, ich brauche eine Therapie. Ich denke, er braucht eine, weil es für mich auf der Hand liegt, dass er es mit einer Sucht zu tun hatte und die Auswüchse großen Schaden angerichtet haben. Zur Information, er ist jetzt 30 und der exzessive Konsum erstreckte sich über 10 Jahre.

    Das war jetzt viel, denke ich, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich die eine oder andere Meinung dazu hören könnte.

  2. #2
    Desertstrike

    Standard

    Er braucht die Therapie! Klares Suchtverhalten. Ich glaube auch, dass er über die Pornos seine Erktionsgrenze so hoch geschraubt hat, dass er jetzt beim "echten" Sex Probleme hat. Über Pronos redet man eigentlich nur unter Männern....wenn meine Freundin dabei war (habe ich das nie getan)....aber aiuch so nicht...egentlich nie....jeder Mann hat bestimmt 1 oder 2....aber man redet nicht drüber und wenn man seine Freundin dann mal 4 Wochen nicht sieht kann man sich dann mal Abholfe verschaffen....so ist das eben aber das ist normal...okay er hat 400 Pornofilme....ich habe "Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs ( extendet Version 4h)....ist dir schon mal der Gedanke gekommen : ICH KANN NICHT MEHR...mach Du Dir keine Sorgen.....er bracht die Therapie.....und wenn es Dir zuviel wird macht Schluss...lass Dich nicht kaputt machen......
    Angst ich spüre Du hast, vorsichtig sein Du musst, Angst führt zu Wut, und Wut führt zu Hass.... Hass ist der Weg zur dunklen Seite....

  3. #3
    Wissenmachtah!

    Standard

    Hum....nicht einfach. Aber ja ich würde es so versuchen.
    Schau Dir mit ihm Pornos an, frag ihn welche er am liebsten an und lebe genau die Phantaisen die Ihn am meisten antörnen
    mit Ihm aus. Ersetze Sie total und ohne grosse Kommentare für 2 Wochen.
    Danach fang an das einte oder andere abwertend und realitätsannäherend zu kommentieren.
    Beispiel: "OMG...schau Dir diese an...die hat ja nicht mal echte brüste. Komm lass uns eins anschauen mit echte Brüste"
    "OMG...der kriegt Ihn ja nicht einmal richtig hoch...schau...kommt immer wieder raus. Das ist ja ne niete"
    und dabei schaust Du dass Du aber immer schön nach seine Wünsche geigst.....
    Das machst Du so lang bis er herunter kommt.....
    weitere Beispiele "schau die hat sich ja nicht mal den Arsch rchtig rasiert...usw....immer schön abtörnend auf Sachen die er nie bemerken würde"
    Männer und Frauen schauen Pornos aus eine Totale andere Perspektive an.
    Aber ja es ist ein langsamer heilungsprozess bei Dem Du eine reale Rolle der Pornos warnimmst und Ihn auf die Realität herunterbeamst.
    Du bist sein Porno.
    Und dann kommst Stufe 2.
    Wenn er Dich zu heftig nimmt...sagst Du Ihn ganz süss "nimm mich langsämer so dass ich Dich besser spüren kann"
    oder "mahst mir so und oder so...".
    Endprodukt ist ein bodenständiger, realnaher Liebhaber wo Pornos noch als Phantasie warnimmt.

    IMHO ist der grösste Fehler wenn Du Ihn alleine vor der Glotze lässt.
    Und wenn er ins Badezimmer mit Zeitschriften geht....verfolgen....Zeitschrift weg und reiten....
    dabei sagen" Ist es so nicht besser? Jahhhh es ist es und du weisst es!!"

    Und so wenn er duschen geht oder sobald er von Pornos spricht.....
    "Das törnt mich so an....Machs mir". Immer und immer wieder......

    Er hört dann schon mal auf darüber zu sprechen, spätestens wenn er nicht mehr mag.


    Wäre mein Weg dies zu lösen.
    Libenter homines id, quod volunt, credunt/Memento mori/Ifix tchen tchen

  4. #4
    BlueLine
    Gast

    Standard

    Da smit der Erektionsgrenze glaube ich auch. Er sagt zwar, dass es ihm an Vertrauen gefehlt hat und er sich nicht fallen hat lassen können, weil er immer so konzentriert auf das Gegenüber war. Aber das kommt doch auch von wo her, oder? Wenn ich an sehr explizite Reize gewöhnt bin, dann gehts einfach irgendwann nicht mehr.

    Zur Info: Mittlerweile schaut er keine mehr. Dass wir uns gemeinsam welche ansehen, sehe ich für mich ehrlich gesagt nicht als Option, weil es schon zu viel Schaden angerichtet hat. In einem schwachen Moment wollte ich das einmal, aber das wollte er wiederum nicht.

    Er sagt, ich hab ihm die Angst genommen und das Gefühl geschenkt, sich fallen zu lassen. Das seh ich als sehr positiv. Mittlerweile geht es nicht mehr um Pornos an sich, sondern mit dem Umgang under der Bewältigung der Schäden, die sie angerichtet haben im ersten Jahr, als er seine Fassade noch lebte.

  5. #5
    Desertstrike

    Standard

    .....was meinst Du denn explizit mit den Schäden?
    Angst ich spüre Du hast, vorsichtig sein Du musst, Angst führt zu Wut, und Wut führt zu Hass.... Hass ist der Weg zur dunklen Seite....

  6. #6
    Wissenmachtah!

    Standard

    Zitat Zitat von BlueLine Beitrag anzeigen
    Da smit der Erektionsgrenze glaube ich auch. Er sagt zwar, dass es ihm an Vertrauen gefehlt hat und er sich nicht fallen hat lassen können, weil er immer so konzentriert auf das Gegenüber war. Aber das kommt doch auch von wo her, oder? Wenn ich an sehr explizite Reize gewöhnt bin, dann gehts einfach irgendwann nicht mehr.Zur Info: Mittlerweile schaut er keine mehr. Dass wir uns gemeinsam welche ansehen, sehe ich für mich ehrlich gesagt nicht als Option, weil es schon zu viel Schaden angerichtet hat. In einem schwachen Moment wollte ich das einmal, aber das wollte er wiederum nicht.
    Er sagt, ich hab ihm die Angst genommen und das Gefühl geschenkt, sich fallen zu lassen. Das seh ich als sehr positiv. Mittlerweile geht es nicht mehr um Pornos an sich, sondern mit dem Umgang under der Bewältigung der Schäden, die sie angerichtet haben im ersten Jahr, als er seine Fassade noch lebte.
    Prohibitionismus ist was Alkoholkonsum in den Sternen befördert hat....
    Mit dem kommst Du kein Muh weiter.....dann macht er es einfach heimlich!
    und trau mir. Er machts!
    Libenter homines id, quod volunt, credunt/Memento mori/Ifix tchen tchen

  7. #7
    BlueLine
    Gast

    Standard

    Mein Selbstwert hat sehr darunter gelitten weil er ständig davon gesprochen hat. Das Thema ist von uns beiden so groß geredet worden, dass es einfach nur mehr belastend ist. Er hat mich teilweise sehr schwach angeredet und die Schwärmereien gingen mir sehr an die Substanz. Auch die Details, die rauskamen, als wir darüber geredet haben. Da gings halt sehr viel um Vergleiche (ich habe mich verglichen, obwohl ich weiss, dass das völlig irrelevant ist, aber ich hatte das Gefühl, ihm nicht das geben zu können, was er braucht). Das ging so weit, bis er mir von Lieblngsdarstellerinnen erzählte. Das wollte ich gar nicht wissen... Er hat auch einmal in einem Forum geschrieben und unser Problem in 10 Sätzen geschildert. Es kamen Beiträge, ich sei die einzige mit einem Problem, sei frigide und unheilbar... Alles in allem geht das ganze Problem auf die Substanz.

  8. #8
    Desertstrike

    Standard

    Zitat Zitat von Wissenmachtah! Beitrag anzeigen
    Prohibitionismus ist was Alkoholkonsum in den Sternen befördert hat....
    Mit dem kommst Du kein Muh weiter.....dann macht er es einfach heimlich!
    und trau mir. Er machts!
    In den Staaten meinst Du....ja Verbote machen alles in der Regel reizvoller
    Angst ich spüre Du hast, vorsichtig sein Du musst, Angst führt zu Wut, und Wut führt zu Hass.... Hass ist der Weg zur dunklen Seite....

  9. #9
    BlueLine
    Gast

    Standard

    Ich verbiete ihm das nicht.

  10. #10
    Wissenmachtah!

    Standard

    Zitat Zitat von BlueLine Beitrag anzeigen
    Mein Selbstwert hat sehr darunter gelitten weil er ständig davon gesprochen hat. Das Thema ist von uns beiden so groß geredet worden, dass es einfach nur mehr belastend ist. Er hat mich teilweise sehr schwach angeredet und die Schwärmereien gingen mir sehr an die Substanz. Auch die Details, die rauskamen, als wir darüber geredet haben. Da gings halt sehr viel um Vergleiche (ich habe mich verglichen, obwohl ich weiss, dass das völlig irrelevant ist, aber ich hatte das Gefühl, ihm nicht das geben zu können, was er braucht). Das ging so weit, bis er mir von Lieblngsdarstellerinnen erzählte. Das wollte ich gar nicht wissen... Er hat auch einmal in einem Forum geschrieben und unser Problem in 10 Sätzen geschildert. Es kamen Beiträge, ich sei die einzige mit einem Problem, sei frigide und unheilbar... Alles in allem geht das ganze Problem auf die Substanz.
    OK. Ich sehe jetzt klarer. Du hast so getan als ob Du offen wärst und bist in realität total verklemmt.
    Du hast ihm das Gefühl gegeben dass es für dich i.O. war obwohl es nicht so war.
    Das weil Du entweder weil Du nicht nein sagen kannst oder unsicher bist und Angst hast Ihn zu verlieren.
    OK.
    Dann wechsle ich in anbetracht dieser neue Erkenntnisse mein Rat: trenne Dich von ihm ist mein neuen Rat.
    Das Spiel ist ne Nummer zu gross für Dich (Pokereinsatzt definitiv zu hoch) und der Zeitpunkt ist gekommen um den Tisch zu verlassen.
    Libenter homines id, quod volunt, credunt/Memento mori/Ifix tchen tchen

  11. #11
    BlueLine
    Gast

    Standard

    sorry, ich habdas nicht vollständig beschrieben. es geht nicht darum, dass ich frigide sei. das entspricht nicht der wahrheit. es ging darum, dass er das problem beschrieben hatte, aber leider viel dabei ausgelassen hat. die leute mussten schreiben, ich sei frigide und verklemmt weil er die geschichte nicht vollständig beschrieben hat. das mein ich damit - das nagt am selbstbewusstsein. man glaubt es anfangs selbst weil man fertig ist mit der welt. aber das hatte mit der realität nichts zu tun.

    also - er hatte sich auf meine kosten bestätigung gesucht.
    Geändert von BlueLine (24.01.2012 um 18:30 Uhr)

  12. #12
    nic99

    Standard

    Allein die Tatsache, dass euch eure Beziehung nach wie vor wichtig ist und dass du das mit den Pornos als ein Problem siehst, ist ein Grund für eine Therapie. Dass geklärt wird, was da vorliegt. Ob er zum Beispiel wirklich keine Fasade mehr aufbaut? Oder eine andere? Da ehrlich zu sich selber und zu dir ist? Warum du dich zunächt in Frage gestellt hast, wenn du keine Pornos sehen willst. Viele Frauen wollen keine oder kaum Pornos sehen und haben deshalb noch lange nicht ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität. Oder warum jetzt dein Selbstwertgefühl leidet.

    Solchen Fragen müsst ihr euch stellen. Das ist ein wichtiger Sinn einer Therapie. Und ob er oder du oder ihr zusammen eine Therapie machen sollt, muss dann der Therapeut als Fachmann entscheiden. Vermutlich beides.

    Aber eine Therapie macht nur einen Sinn, wenn ihr es beide wollt. Ja, ich will mir helfen lassen. Und dass ihr Geduld habt. Dass es dauern kann, bis sich etwas ändert.
    Ohne einen Schuss Sarkasmus ist die Wirklichkeit oft nicht zu ertragen.

    Ist Liebe das Bedürfnis zu geben, ohne zu erwarten?

  13. #13
    Wissenmachtah!

    Standard

    Zitat Zitat von BlueLine Beitrag anzeigen
    sorry, ich habdas nicht vollständig beschrieben. es geht nicht darum, dass ich frigide sei. das entspricht nicht der wahrheit. es ging darum, dass er das problem beschrieben hatte, aber leider viel dabei ausgelassen hat. die leute mussten schreiben, ich sei frigide und verklemmt weil er die geschichte nicht vollständig beschrieben hat. das mein ich damit - das nagt am selbstbewusstsein. man glaubt es anfangs selbst weil man fertig ist mit der welt. aber das hatte mit der realität nichts zu tun.also - er hatte sich auf meine kosten bestätigung gesucht.
    Niemand behauptet du seinst das unwort auch weil frigidität gar nicht existiert.
    Jede Frau ist ein Vulkan. Aber man muss die richtige Kombination anwenden.
    Es kann sein dass er Deine nicht gefunden hat.
    Und nicht jeder Mann knackt jede Frau, so begabt er sein mag.
    Umsomehr Zeit um ne Fliege zu machen.
    Libenter homines id, quod volunt, credunt/Memento mori/Ifix tchen tchen

  14. #14
    bard

    Standard

    ich denke mal, Hauptproblem ist das verletzende Verhalten des Mannes, der offensichtlich Frauen im allgemeinen und die TE insbesondere abwertet. Das äußert sich v.a. in Äußerungen.

    @BlueLine, du erwartet offensichtlich eine bessere sexuelle Harmonie und die scheint von seiner Seite zunehmend blockiert oder sogar unerwünscht, es klingt nach Suchtverhalten.

    Und die Geschichte mit dem Forum war unfair, evtl. solltest du da einfach mal eine Richtigstellung aus deiner Sicht posten, wenn er dir das schon gezeigt hat/davon erzählt hat. Das finde ich auch sehr seltsam. Ganz offensichtlich hat er die Geschichte inszeniert, um dich unter Druck zu setzen oder sich aus der Schuld zu reden. Diese Verteidigung durch Gegenangriff, das klingt nach einem weiteren Anzeichen für Sucht oder zumindest Verdrängung. Das sind Vorgänge, die sich verstärken werden, wenn er nicht ernsthaft anfängt, darüber nachzudenken, was er dir und sich antut.

  15. #15
    BlueLine
    Gast

    Standard

    wir haben kein sexuelles problem, ganz im gegenteil. es hat sich im laufe der zeit zu etwas entwickelt, das mehr als erfüllend ist - beiderseits. nur die beschäftigung mit der suchz und deren ausläufer, die ich sehr zu spüren bekam, belasten die beziehung leider immer noch.

  16. #16
    bard

    Standard

    Ok, dann gehts dir wohl eher um die Kommunikation. Hast du ihm das klar gesagt? Dass es dich belastet, wenn er Pornographie so offen dir und anderen gegenüber zum Thema macht?

  17. #17
    BlueLine
    Gast

    Standard

    Ich hab leider zu lange gewartet, bis ich etwas gesagt habe. Ich war mit der Situation total überfordert, es war vollkommen neu für mich (ich hatte davor schon Beziehungen und dass jemand das Thema so glorifiziert und ständig aufbringt ist mir noch nie passiert). Anfangs war es mir noch egal. Aber es hörte nicht auf und dann kamen eben Beleidigungen dazu. Es war seine Art, Witze zu machen, aber die gingen sehr weit unter die Gürtellinie. Es ist nach einem Jahr alles herausgebrochen. Anfangs hat er es nicht verstanden und es als seinen Charakter und seinen Humor in Schutz genommen. Mit der Zeit hat er verstanden, dass es sehr verletzend war. Dann kam eben auch die Sache mit der Sucht zu Tage, die er mittlerweile wieder abstreitet.

    Ich hab ihm gesagt, dass für mich sein Problem auf der Hand liegt, dass ich ihn aber auch verstehe, wenn er es nicht sieht. Kein Süchtiger gesteht sich seine Sucht ein. Auch, wenn sie vermeindlich überstanden ist. Habe ich zu Unrecht Angst, es könnte irgendwann wieder losgehen?

    Das mit dem Forum hat mich sehr niedergeschmettert. Als ich es gelesen hab, war es wie ein deftiger Schlag ins gesicht. Er hat unser Problem zwar beschrieben aber ohne all die Geschehnisse, die dazu geführt haben. Er hat es im Nachhinein bereut und die Dinge klar gestellt und alles löschen lassen. Was mich an dieser Aktion noch mehr gekränkt hat, als die Tatsache, dass ich als krankes, unheilbares, frigides Mädchen, mit dem niemand glücklich werden kann dargestellt wurde, war, dass er sich für all das auch noch bedankt hat. Er sagt – aus Höflichkeit...

  18. #18
    bard

    Standard

    Ich denke, du hast tatsächlich das ganze Problem erfasst und beschrieben. Als Fazit traue ich mir die Vermutung zu, dass dich vor allem seine herabwürdigende Haltung stört, die ihn in Oberhand in eurer Beziehung bringt. Gute Ansätze sind vorhanden: er bereut sein Verhalten, versucht seine Fehler zu korrigieren und seiner Sucht zu entsagen. Denke, wenn du es schaffst, in der Beziehung vorn zu bleiben und auch klar deine Wünsche und Gefühle vorbringst, könnte das klappen.
    Die Angst, dass es wieder losgeht, kann ich dir nicht nehmen. Völlige Entsagung ist vermutlich unrealistisch, der Trieb findet immer einen Weg, aber vielleicht schafft er oder Ihr es, seine Lust in eine geschmackvollere Richtung zu lenken, als die beschriebenen Machwerke. Ihm muss klar werden, dass er ein freier, erwachsener Mann ist und für sein Verhalten sich und dir gegenüber selbst verantwortlich ist, im Guten wie im Schlechten. Mit 30 gibts einfach keine Ausreden mehr.


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