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Einsam ohne allein zu sein

  1. #1
    Shirai
    Neuling

    Standard Einsam ohne allein zu sein

    Hallo liebe Lovehelp Gemeinde.


    Ich weiß ihr lest wahrscheinlich oft von irgendwelchen Personen die ihr nicht kennt, wie schrecklich
    ihr Leben doch ist und wie schlecht es ihnen geht.
    Ich hoffe ihr könnt, obwohl ihr sowas wohl sehr oft zu lesen bekommt, mein Problem trotzdem ernst nehmen.

    Und zwar geht es darum, dass es keinen Menschen in meinem Leben gibt, dessen
    Anwesenheit, dessen Freunschaft oder sogar dessen Liebe mich glücklich macht.
    Ich bin eigentlich kein bisschen gefühlskalt, wenn ich jemanden vertraue bin ich total
    warmherzig und offen und bin für wahre Freunde wäre ich IMMER da und würde ALLES tun
    (tja dumm das ich solche Leute nicht in meinem Leben habe).
    Ich kann auch im Gegensatz zu vielen anderen zu meinen Gefühlen stehen und versuche diese
    nicht immer zu überspielen.

    Aber trotzdem, existiert kein Mensch in meinem Leben der mich glücklich macht,
    der mir das gibt, was ich benötige um ein schönes Leben zu führen, keinen Menschen
    der mir das Gefühl gibt nicht einsam zu sein.
    Das ist das schlimmste an der Sache... ich fühle mich einsam obwohl ich nicht alleine bin
    und darum weiß ich nicht wie ich dieses Problem lösen könnte.
    Ich habe meine Mutter und den Rest meiner Familie und auch in der Schule habe ich Leute
    die nett zu mir sind und mit denen ich mich gut verstehe.
    Aber die Leute in der Schule sind auch nicht in der Lage dazu mir das Gefühl der Einsamkeit
    zu nehmen, auch wenn ich beinah jede Pause bei ihnen bin, ich fühle mich dennoch nicht glücklich
    und ihre Freundschaft bedeutet mir fast nichts.
    Auch bei meiner Familie bin ich mir nicht sicher, ohne Zweifel meine Familie liebt mich nur die Frage ist
    liebe ich denn auch meine Familie?
    Ich weiß es selbst nicht in meinem Kopf kämpfen die 2 Gedanken
    "Ich empfinde nichts für meine Familie, ich hab nichts gegen sie aber keiner von ihnen macht mich glücklich"
    und
    "Natürlich Liebe ich meine Familie, das ich in dem Alter (16) nicht so viel für sie empfinde ist doch nur
    natürlich, ich meine andere Jugendliche in meinem Alter sehen ihre Eltern in dem Alter doch auch nur als reinen
    Stressfaktor und finde sie nervig"

    Aber das ist es ja nicht. es ist nicht nur so dass ich sie als nervend betrachte, sondern auch dass
    es mir nichts bedeutet sie an meiner Seite zu haben, oder bedeutet es mir etwas und ich merke es nicht?
    Ich weiß es nicht, jedenfalls bin ich der Meinung dass auch meine Familie mir kein Gefühl von Freude
    vermitteln kann.
    Vielleicht will ich mich mit dem zweiten Gedanken ja nur vor mir selbst rechtfertigen, da ich auch der Meinung
    bin, dass es doch irgendwie unmenschlich ist seine Familie nicht zu lieben .

    Es ist auch nicht so als wüsste ich nicht was Liebe sei, oder sonstiges.
    Es gab ein paar, wenn auch sehr wenig, Menschen (zu denen ich jetzt aber keinen Kontakt mehr habe(n kann))
    deren Anwesenheit mich glücklich gemacht hat, bei denen ich immer froh war, wenn ich mit ihnen
    zusammen war.

    Dieses Jahr bin ich auf eine neue Schule gekommen.
    Ich war davor davon überzeigt, dass es gegen mein Gefühl der Einsamkeit nur ein Heilmittel gab und
    zwar die Zuneigung von anderen Menschen, Menschen zu haben die nett zu mir sind und mich respektieren
    wie ich bin.
    Aber anscheinend reicht das doch nicht aus um mir dieses Gefühl einsam zu sein zu nehmen.
    Anscheinend reicht es einfach nicht IRGENDJEMAND mich respektiert und achtet, anscheinend
    muss dieser Jemand ein ganz besonderer Mensch sein, damit er mich mit seiner Freundschaft glücklich machen kann.
    Aber wie finde ich einen solchen Menschen?
    Ich weiß ja nichtmal welche Eigenschaften diese Menschen zu der Art von Mensch machen,
    sodass diese in der Lage dazu sind mich glücklich zu machen.

    Wenn ich hier von Liebe schreibe, dann meine ich nicht Liebe in einer Beziehung sondern
    einfach Liebe bei Menschen unter sich, die Zuneigung und die schönen Gefühle die einem andere Menschen geben
    die einem wichtig sind.
    Natürlich wünsche ich mir auch eine Parnterin die ich lieben kann und die mich liebt wie ich bin,
    aber zuersteinmal ist es mir wichtig Menschen zu finden, die ich lieben kann und die mich auch zurücklieben.
    Ich will nur wie jeder andere Mensch einfach nur Menschen finden die mir etwas bedeuten, Menschen
    die mich glücklich machen, Menschen die ich beschützen möchte und Menschen für die ich alles tun würde...
    Ich habe eine solche Sehnsucht, nach diesen Menschen, doch ich finde einfach niemanden der mir wirklich
    so wichtig wird und dessen Zuneigung mich glücklich machen kann und wenn ich Menschen finde die wirklich
    dazu in der Lage sind die Sehnsucht oder zumindest einen Teil von ihr zu stillen, dann habe ich immer
    das unbeschreibliche Pech, dass ich bei diesen Menschen durch egal welche Begebenheiten, keine Chance habe
    sie wiederzusehen und wirklich eine Freundschaft aufzubauen, die ich mir so sehr wünsche.
    Ich hab mir schon mal überlegt ob einer AG beizutreten vielleicht die Lösung wäre?
    Dann würde ich eventuell solche Leute findenund hätte endlich Freunde mit denen ich Zeit verbringen kann und
    auch will und mit denen ich nach der Schule was unternehmen kann und auch bei den AG Aktivitäten mit ihnen
    Spaß haben könnte...
    Aber ich glaub meine Schule hat keine allzu große Auswahl an AGs und zweitens hab ich irgendwie
    im Gefühl dass das was ich mir Wünsche sowieso nicht eintreten wird

    Es ist auch oft so wenn ich mir Filme oder sonstiges anschaue, in denen man sieht
    was für wunderschöne Freundschaften die Personen in dieser Geschichte haben,
    dann werde ich total nachdenklich und fange an traurig zu werden oder diese
    Leute zu beneiden, obwohl mir klar ist, dass diese Geschichten erfunden sind.
    Sowas anzuschauen weckt in mir die Sehnsucht nach so einer Beziehung, sogar wenn in diesen Filmen
    etwas trauriges passiert, sodass diese Freundschaft oder Beziehung zum Beispiel durch irgendetwas
    zu Grunde geht, beneidige ich die Personen aus diesen Geschichten trotzdem dafür solche
    Menschen gefunden zu haben und das weil ich weiß dass das nicht nur in solchen Filmen möglich ist,
    weil ich weiß das es auch viele reale Menschen gibt die das Glück haben solche Menschen gefunden zu haben.
    Und mein Herz brennt dabei vor Eifersucht und immer wieder flammt dieser sehnsüchtige Wunsch
    Menschen zu finden für die ich auch so intesiv empfinden kann und die mich auch so glücklich machen können auf.
    (ich komm mir grade vor als würde ich ein Buch schreiben...)
    Ich weiß auch nicht ob das wirklich Eifersucht auf diese Personen ist, eventuell
    muss ich nur wenn ich soetwas ansehe insentiver als sonst daran denken und das löst dann
    diese Trauer und nachdenklichkeit in mir aus.

    Ich weiß nicht mehr was ich tun soll...
    Ich werde jeden Tage depressiver und lustloser, habe keinen Spaß mehr an Sachen
    mit denen ich mich früher gerne beschäftigt habe, sondern mache sie nur noch um überhaupt etwas
    zutun zu haben und manchmal schwänze ich vor lauter lustlosigkeit sogar die Schule.
    Die ganze Zeit quält mich die Frage
    "Werde ich Menschen finden, mit denen ich glücklich sein werden,mit denen ich nach der Schule Spaß haben kann,
    die mir das Gefühl der Einsamkeit nehmen und mit denen ich meine Tage endlich glücklich verbringen kann?
    Wenn ja, wie? Wie soll ich diese Menschen finden? Wieso kann mir nicht einfach jeder x-beliebige ausrreichen
    wieso habe gerade ich so verkorkste Ansprüche und habe ich vielleicht zu hohe Ansprüche von Freundschaft?
    Sogar wenn das so ist, ich kann nichts daran ändern letzendlich muss ich es schaffen solche Leute zu finden
    sonst werde ich so unglücklich bleiben und nichts wird sich ändern."

    Ich glaube nicht, dass ich es geschafft habe mit diesem Text wirklich gut zur erklären
    wie ich mich fühle, aber ich hoffe ihr versteht was ich meine :s.

    Ich weiß nicht wie ich überhaupt auf die Idee gekommen bin das hier zu schreiben, denn ich wüsste nicht
    wie mir jemand bei meinem Problem auch nur ansatzweise helfen könnte,
    aber mir fällt beim schreiben des Texts auf dass ein Teil meiner Trauer dabei verschwindet,
    auch wenn es nur ein kleiner ist und auch wenn ich dabei weiß dass es nur kurz ist...

  2. #2
    Resias

    Standard

    also ich hab jetzt nur überflogen, war sehr viel text^^
    also freundschaft kann man nicht erzwingen, aber mal ganz einfach, wie findet man freunde? Na in dem man raus geht und was macht, hobbys und sportvereine bieten sich sehr gut an. Du musst auf sie zu gehen und einfach mal fragen, von dir erzählen, sag z.b. es kommt ein geiler film nächste woche ob er/sie nicht mit wollen?!
    Du kannst nix erzwingen, selbstmitleid ist das schlimmste was du dir antun kannst, komm einfach raus, dann kommt das irgendwann von ganz allein, deine schönsten jahre kommen jetzt, verspreche ich dir
    Alles gute!

  3. #3
    Devilchen

    Standard

    Klingt so, wie wenn du dir selbst die Probleme machst.
    Wenn du schon gleich denkst, dass du sowieso keine Freunde finden wirst und nichts dafür tust, dann wird das auch nichts!
    Du kannst ja einfach mal mit irgendwelchen Bekannten Zeit verbringen (die nicht unbedingt die wahren Freunde sind,die du dir wünschst) und vielleicht versteht ihr euch irgendwann total gut oder du lernst über diese Bekannte andere Freunde kennen.
    Geh in ein Sportverein oder so...
    Du erinnerst mich irgendwie an meine Freundin. Die war auch immer leicht anders - philosophisch angehaucht.^^
    Pass nur auf, dass du deine neuen Freunde nicht gleich von anfang an mit deinen Problemen zujammerst. Das kann eigentlich nur besser werden

  4. #4
    Sweety85

    Standard

    Ich weiß genau was du meinst.
    Du bist mit 1000 Leuten umgeben, aber eigentlich bist du allein. Bei mir fing das in der Oberstufe an. Ich fühlte mich nirgends wohl, nirgendwo zu Hause- zu Hause bei der Familie am aller wenigsten.

    Es wurde immer schlimmer bis ich schließlich noch nicht mal mehr die Leute hatte, die ich als "falsche Freunde" ansah. Ich war alleine und mit mir undd er Welt unzufrieden. Traurig und sentimental.

    Vll kommt dir das bekannt vor?
    Ich habe Jahre gebraucht, bis ich aufgewacht bin und dachte "Mädchen, du musst leben"- dadurch hab ich viel Zeit verloren. Und es lag oft daran, dass ich mich nicht öffnen wollte, dass ich immer skeptisch gegenüber allen und allem war. Ich war nicht mehr fröhlich, nicht mehr ich.

    Ich weiß auch, dass es dir nicht hilft, wenn Ratschläge kommen wie "geh mal raus" blablabla.
    Das hat mir zumindestens nicht geholfen.

    Du musst zu dir selbst finden, zu dir selbst stehen und die Angst verlieren. Dann kannst du offen und ehrlich auf andere zu gehen.
    Bei mir klappt es auch noch nicht immer. Und das mit meiner Familie wird nie mehr so sein. Aber ich bin jetzt mehr unter Menschen. Suche mir meine Freunde selbst aus und kann selbst Menshen ansprevhen. Ich hab mich wieder gefunden. Und das musst du auch.


  5. #5
    Shirai
    Neuling
    Themenautor

    Standard

    Danke für die schnellen Antworten.

    Ich bin zur Zeit am Überlegen einer AG/ einem Club der Schule. einem Vereine oder sonstiges beizutreten, vllt auch ein Instrument zu lernen, am besten in Gruppenunterrich, Sweety hat zwar schon recht mit dem was sie sagt, aber trotzdem so wäre die Chance größer solche Leute zu finden und zudem hätte ich wenn ich ein Instrument lernen würde eine weitere Möglichkei mich abzulenken und würde mich denke ich nützlicher fühlen.


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