Hallo Leute,
ich hoffe, dass ich keinen alten Reifen hier aufwärme und das Thema gibt es schon, aber in meiner gewissen Verzweiflung suche ich nach einem Rat, der mich nicht mit quälender Sucherei überfordert. Also sorry schonmal:
Ich war selbst ein Burn-Out-Patient und leide immer wieder mal an mittelschweren Schüben von Depressionen. Meine Lebensgefährtin ist seit ca. 1,5 Jahren in Behandlung wegen Burn-Out und hat diese nun erstmal abgeschlossen.
Ich liebe meine Freundin natürlich und möchte natürlich diese Liebe in einer gesunden Sexualität wiederfinden. Jedoch erhalte ich immer wieder die Ansage, dass Sie keine Lust darauf hätte und allenfalls hilft Sie mir meinen innerlichen Drang mit "manuellen" Methoden abzubauen.
Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist, aber dies ist mir zu wenig intim. Ich fühle mich ihr dadurch nicht nah genug.
Ich habe ja allerbestes Verständnis dafür, aber monatelang auf "echten Sex" zu verzichten, ist nicht gerade leicht.
Es ist sogar soweit, dass eine kleine Schmuserei innerliche Hoffnung in mir aufkommen lässt, dass mehr passiert und ich darauf auch zusteuere. Das wird dann jäh unterbunden.
Dadurch will ich nicht mehr nur schmusen, weil ich sonst Angst vor meinen eigenen Hormonen habe, die mich zu weit gehen lassen.
Jetzt stehen doch meine Gefühle separat da, dass ich den Menschen vor mir liebe, aber alle Liebesbindung findet nur auf moralischer Ebene statt. Jedoch habe ich als Mensch das normale Verlangen nach Sex.
Ich bin auch absolut keiner, der morgens, mittags und abends danach verlangt und das braucht. Ich denke wenn ich 1x pro Woche oder sogar alle 2 Wochen ein gewisses Verlangen danach habe, bin ich eher im Durchschnitt.
Wir haben auch offen darüber gesprochen und das ging auch in die Therapie ein:
Sogar ein festgelegter Tag, wo man Sex haben könnte wurde schon geraten, aber das kann man doch nicht planen. Ich würde ihrerseits schon Panik kriegen, wenn ich wüsste, dass ich Sex haben muss, wenn er die Tür reinkommt.
Dann auch so Sachen wie, Petting helfen nur sehr kurz übern Berg.
Auch Selbstbefriedigung mach ich nur extrem widerwillig und erst dann wenn ich ganz kurz vor dem "sexuellen Kollaps" stehe. Irgendwie komm ich mir vor meine Freundin mit mir selbst oder einer "Vorlage" zu betrügen.
Für mich habe ich die Frage gestellt, ob ich nun ein Leben führen sollte nach der Facon: Eine Frau für meinen Kopf und eine andere Frau für meinen Sexdrang?
Da macht meine Moral aber absolut nicht mit. Die Frau, die ich in meinem Kopf liebe, die will ich auch mit meinem Körper lieben.
Und eine Frau nur für die Fleischeslust zu haben, finde ich voll schäbig.
Ihr seht sicher meinen Zwist. Hat jemand von Euch einen Rat?
LG
Ambiorix


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