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Das verflixte 7. Jahr...

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Frage Das verflixte 7. Jahr...

    Hallöchen!

    Ich bin total verzweifelt und weiß einfach nicht mehr weiter. Ich hab meinen (ex)-Verlobten vor 7 Jahren während eines Urlaubs kennen gelernt. Nach einem Jahr Fernbeziehung war es dann eigentlich schon klar, dass es so nicht weitergehen kann und ich hab mich entschlossen seinetwegen nach Deutschland zu ziehen obwohl ich damals kaum Deutsch konnte und meine Eltern anfangs ziemlich dagegen waren. Das erste Jahr in Deutschland wohnten wir zusammen in einer gemeinsamen Wohnung und alles lief super, danach musste ich allerdings studiumsbedingt in eine größere Stadt ziehen. Aus der Beziehung wurde wieder eine Fernbeziehung, wir sahen uns nur noch an WEn und verbrachten die Semesterferien entweder bei seinen oder bei meinen Eltern...Da wir ja beide Studenten waren hatten wir nie Geld für Urlaub, eine Tatsache die dazu führte, dass wir in den letzten 7 Jahren insgesamt gerade mal 7 Tage gemeinsam irgendwo ohne Eltern weg waren. Dies war natürlich für die Beziehung auch eine große Belastung aber damals machte es uns noch nichts aus. 2004 haben wir uns dann- nachdem ich schon das Thema fast täglich angesprochen habe- verlobt, mit der Hochzeit wollten wir noch warten bis wir beide mit der Uni fertig sind.
    Ich war ziemlich schnell mit meinem Studium fertig was dazu führte, dass ich auch ein ganzes Jahr früher fertig war als er doch in meinem letzten Uni-Jahr fingen dann die Probleme an. Ärger mit den Profs. , Bürokratie, Prüfungsstress, und auch privat gab es zahlreiche Probleme die überwunden werden sollten. Er war für mich bedingungslos da und die Beziehung hat alles überstanden. Er kam weiterhin jedes WE zu mir und wir haben uns trotz Dauerstress und Prüfungsphase die Zeit genommen ein paar schöne Momente zu erleben. (Nach meinem Abschluss arbeite ich nun in der selben Stadt, kann also nicht zu ihm ziehen...) Als er dann ein Jahr später auch zu der Prüfungsphase kam, hat er sich plötzlich extrem geändert. Er meinte schon 5 Monate vor seinen Prüfungen, dass er gaaaaanz viel lernen muss und er kam nur noch alle 3 Wochen zu mir. Wenn ich ihn fragte, ob ich lieber zu ihm soll damit ihm der lange Weg erspart bleibt lehnte er es kategorisch ab. Unsere Telefonate wurden immer kürzer, immer rarer und am Ende redeten wir nur noch 1x alle 2 Tage mit einander. Da alle meine Freunde aus meiner Heimat stammten und diese mittlerweile mit ihrem Studium fertig sind und natürlich zurück gezogen sind, blieb ich in meiner Stadt ganz allein, ohne Bekannten, ohne Freunde...es war eine sehr schwierige Periode für mich und gleichzeitig eine enorme Belastung, da mein (ex)Verlobter bis dann alles für mich gemacht hat was mit Bürokratie zu tun hat (unter dem Motto er sei der Muttersprachler und er könne es besser und schneller erledigen). Nun war ich also plötzlich ganz allein in einer riesen Stadt, ohne Freunde, ohne eine Bezugsperson und mein Verlobter kümmerte sich gar nicht mehr um mich. Ich erwartet natürlich keines Wegs, dass er mich unterhält aber sein Benehmen stoß schon an die Grenzen von Ignoranz. Irgendwann habe ich dann jemanden kennen gelernt mit dem ich öfters im Museum war und wir uns diverse Ausstellungen angeschaut hatten. Da wir eigentlich nie irgendwelche Geheimnisse vor einander hatten, wusste mein Ex natürlich davon ,es war eine ganz harmlose Sache. Aber im Laufe der Zeit wurde er immer misstrauischer, immer komischer und irgendwann hatten wir dann einen riesen Krach weil er meine Emails heimlich gelesen hat und er dort einige Sachen fand die ihm überhaupt nicht gefielen. Er hat mich darauf hin rausgeschmissen aber so ganz ernst meinte er es auch nicht denn er betonte immer wieder, dass er ja keine andere Wahl hätte, nur deswegen hatte er mich rausgeschmissen. Ich habe ihm in den letzten 7 Jahren nicht ein Mal betrogen obwohl man in einer Fernbeziehung eigentlich immer die Möglichkeit hat. Aber bei uns war Treue halt großgeschrieben. Auch diesmal habe ich ihn nicht betrogen aber er interpretiert tendenziell viel zu viel in Geschehnisse rein und will die Wahrheit gar nicht wirklich erfahren. Nachdem er mich rausgeschmissen hat, machte jeder ein paar Monate lang mit seinem eigenen Leben weiter. Ich hatte ein paar fehlgeschlagene Dates mit einem Typen aber ich hing immer noch viel zu viel an meinem Ex. Er hingegen konzentrierte sich auf seine Prüfungen und war happy, dass er in dem Sinne keine "Last" mehr hat. Wir schrieben weiterhin einander Mails (1x pro Woche), jedoch waren diese sehr kühl und könnten fast schon als offiziell bezeichnet werden. Es ging eigentlich nur darum, dass jeder weiß, dem anderen geht es gut, nichts weiter. Irgendwann, nachdem er ebenfalls mit seiner Uni fertig war, wurden dann die Mails wieder länger jedoch nicht viel "freundlicher". Die Telefonate- die früher immer im Streit endeten- wurde auch ruhiger... Momentan versucht er einen Job in meiner Stadt zu finden...meinetwegen wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dadurch, dass er mich rausgeschmissen hat, wurde ich zwangsweise selbständiger und selbstbewusster. Bedenke man nur die Tatsache, dass ich bis März dieses Jahres nie Deutsch gesprochen hab weil wir mit einander auf einer anderen Sprache kommunizierten und für mein Studium/ Job Deutsch keine Voraussetzung war/ist. Nun befürchte ich, dass diese positive Entwicklung aufhören würde wenn ich wieder mit ihm zusammenkäme. Aber auch er selbst weiß gar nicht was er von mir will. Wir wollten eigentlich bald heiraten, die Kirche haben wir schon ausgesucht, die Brautschuhe stehen immer noch in meinem Kleiderschrank...Das war noch alles vor seine Abschlussprüfungen. Aber nun meint er, er braucht 6!!! Monate um nachzudenken was er machen will, ob er mit mir eine Beziehung führen kann/ will. Er stellt mich dar als wäre ich ein Kindesmörder dabei war ich nur ein paar Mal mit einem (mittlerweile besten) Freund im Museum und da er nicht in meiner Stad wohnt, ist es schon mal vorgekommen, dass er bei mir übernachtet hat. Aber 6 Monate finde ich dann doch ganz schön übertrieben, doch Ausreden sind immer reichlich vorhanden. Was mich momentan am meisten stört ist jedoch seine Inkonsequenz denn es mag sein, dass er am einen Tag sagt: ja ich will zu dir ziehen (ich wohne in einer Einzimmerwohnung) und am nächsten Tag meinte er wieder er will 6 Monate Zeit. Die ganze Sache wurde zu einer Aktion-Reaktion Sache. Seine Stimmungsschwankungen lösen bei mir teilweise auch schlechte Laune aus doch ich kann ja nicht jede Meinungsänderung von ihm auch gut heißen denn ich bin schließlich auch 26 und hab die letzten 7 Jahre mit ihm (mal mehr mal weniger da Fernbeziehung) verbracht. Aber in meinem Land heiraten die Menschen im Durchschnitt schon mit 24 und mit 26 haben sie schon 1-2 Kinder. Die meisten meiner Ex-Klassenkameraden sind schon längst verheiratet und der Druck von Seite meiner Eltern, dessen Freunden und Bekannten wird natürlich auch immer größer denn so nach 7 Jahren Beziehung sollte man zumindest eine vage Vorstellung davon haben was man in seinem Leben machen will- sprich heiraten oder nicht. Ich würde nun auch gerne wissen wie ernst er das alles mit dem Neuanfang meint, würde gerne mal einfach wissen was Sache ist um mich auch daran zu orientieren. Wir sind immer noch nicht zusammen und ich habe auch keinen anderen, hätte ich jedoch einen, würde er sofort ausrasten. Er erwartet immer noch, dass ich ihm treu bin und ich will meine Chance bei ihm nicht dadurch kaputtmachen, dass ich mit jemanden date. Andererseits bin ich auch keine Nonne- mal abgesehen von den physischen Bedürfnissen, sehne ich mich am meisten nach Geborgenheit, Liebe und Verständnis was ich von ihm allerdings nicht bekomme. Die ganze Situation ist schon seit Januar so komisch, seit März ist es dann extrem geworden. So langsam denke ich er hatte eigentlich schon genug Zeit um sich zu entscheiden und will nun eine endgültige Antwort denn so von einem Tag zu dem anderen zu leben ist wirklich nervenaufreibend. Ich hab ihn schon bedroht, dass wenn er sich es noch lange überlegt, werde ich einfach mit meinem Leben weitermachen so wie es mir passt aber er weiß ganz genau, dass ich zu sehr an ihm hänge. Umgekehrt ist es allerdings genau so. Er macht zwar schon Schritte in meine Richtung- deswegen auch der Job in meiner Stadt- er spricht andererseits nie über eine Beziehung, fasst mich nie an wenn ich nicht explizit darum frage und Liebe machen wir auch nicht denn "wir sind ja nicht zusammen"...
    Ich stelle an Euch nun keine bestimmten Fragen, würde mich einfach interessieren was Ihr in so einer Situation machen würdet. Wir lieben uns und kommen dennoch nicht miteinander klar vor allem weil ich das gerne hätte was wir bis her hatten (Zuneigung, Nähe) und er das einfach nicht gibt was mich dann im Endeffekt an der Seriosität seiner Plänen zweifeln lässt und dann halte ich mich auch mit solchen Sachen zurück was wiederum dazu führt, dass er mir noch weniger Aufmerksamkeit und Zuneigung schenkt.

    Bitte entschuldigt mein schlechtes Deutsch!

    Ich danke Euch!

    LG: W.I.

  2. #2
    Strassenkatze

    Standard

    1.) Tut mir leid für Dich.
    2.) Würdest Du bitte Absätze einbauen - das ist wirklich nur sehr schwer zu lesen....
    3.) Liebe alleine reicht nunmal nicht - und wenn Du selber im grunde einsiehst, dass ihr nicht glücklich miteinander sein könnt, dann hilft eben nur zu versuchen damit abzuschliessen. Dazu ist es dann am besten den Kontakt ganz einzustellen - wenn möglich sogar irgendwo anders neu anzufangen, wenn die gefühle auf beiden Seiten noch da sind... sonst besteht die Gefahr, dass man aneinander hängen bleibt und immer wieder frustrierende Neuversuche startet und sich gegenseitig an einem glücklichen Leben hindert....
    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

  3. #3
    Unregistriert
    Gast

    Ausrufezeichen Hier noch mal mit Absätzen

    Hallo Strassenkatze!

    Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
    Hier also noch mal der Text mit Absätzen ;o)


    Hallöchen!

    Ich bin total verzweifelt und weiß einfach nicht mehr weiter. Ich hab meinen (ex)-Verlobten vor 7 Jahren während eines Urlaubs kennen gelernt. Nach einem Jahr Fernbeziehung war es dann eigentlich schon klar, dass es so nicht weitergehen kann und ich hab mich entschlossen seinetwegen nach Deutschland zu ziehen obwohl ich damals kaum Deutsch konnte und meine Eltern anfangs ziemlich dagegen waren. Das erste Jahr in Deutschland wohnten wir zusammen in einer gemeinsamen Wohnung und alles lief super, danach musste ich allerdings studiumsbedingt in eine größere Stadt ziehen.

    Aus der Beziehung wurde wieder eine Fernbeziehung, wir sahen uns nur noch an WEn und verbrachten die Semesterferien entweder bei seinen oder bei meinen Eltern...Da wir ja beide Studenten waren hatten wir nie Geld für Urlaub, eine Tatsache die dazu führte, dass wir in den letzten 7 Jahren insgesamt gerade mal 7 Tage gemeinsam irgendwo ohne Eltern weg waren. Dies war natürlich für die Beziehung auch eine große Belastung aber damals machte es uns noch nichts aus. 2004 haben wir uns dann- nachdem ich schon das Thema fast täglich angesprochen habe- verlobt, mit der Hochzeit wollten wir noch warten bis wir beide mit der Uni fertig sind.

    Ich war ziemlich schnell mit meinem Studium fertig was dazu führte, dass ich auch ein ganzes Jahr früher fertig war als er doch in meinem letzten Uni-Jahr fingen dann die Probleme an. Ärger mit den Profs. , Bürokratie, Prüfungsstress, und auch privat gab es zahlreiche Probleme die überwunden werden sollten. Er war für mich bedingungslos da und die Beziehung hat alles überstanden. Er kam weiterhin jedes WE zu mir und wir haben uns trotz Dauerstress und Prüfungsphase die Zeit genommen ein paar schöne Momente zu erleben. (Nach meinem Abschluss arbeite ich nun in der selben Stadt, kann also nicht zu ihm ziehen...)

    Als er dann ein Jahr später auch zu der Prüfungsphase kam, hat er sich plötzlich extrem geändert. Er meinte schon 5 Monate vor seinen Prüfungen, dass er gaaaaanz viel lernen muss und er kam nur noch alle 3 Wochen zu mir. Wenn ich ihn fragte, ob ich lieber zu ihm soll damit ihm der lange Weg erspart bleibt lehnte er es kategorisch ab. Unsere Telefonate wurden immer kürzer, immer rarer und am Ende redeten wir nur noch 1x alle 2 Tage mit einander. Da alle meine Freunde aus meiner Heimat stammten und diese mittlerweile mit ihrem Studium fertig sind und natürlich zurück gezogen sind, blieb ich in meiner Stadt ganz allein, ohne Bekannten, ohne Freunde...es war eine sehr schwierige Periode für mich und gleichzeitig eine enorme Belastung, da mein (ex)Verlobter bis dann alles für mich gemacht hat was mit Bürokratie zu tun hat (unter dem Motto er sei der Muttersprachler und er könne es besser und schneller erledigen).

    Nun war ich also plötzlich ganz allein in einer riesen Stadt, ohne Freunde, ohne eine Bezugsperson und mein Verlobter kümmerte sich gar nicht mehr um mich. Ich erwartet natürlich keines Wegs, dass er mich unterhält aber sein Benehmen stoß schon an die Grenzen von Ignoranz. Irgendwann habe ich dann jemanden kennen gelernt mit dem ich öfters im Museum war und wir uns diverse Ausstellungen angeschaut hatten. Da wir eigentlich nie irgendwelche Geheimnisse vor einander hatten, wusste mein Ex natürlich davon ,es war eine ganz harmlose Sache. Aber im Laufe der Zeit wurde er immer misstrauischer, immer komischer und irgendwann hatten wir dann einen riesen Krach weil er meine Emails heimlich gelesen hat und er dort einige Sachen fand die ihm überhaupt nicht gefielen. Er hat mich darauf hin rausgeschmissen aber so ganz ernst meinte er es auch nicht denn er betonte immer wieder, dass er ja keine andere Wahl hätte, nur deswegen hatte er mich rausgeschmissen.

    Ich habe ihm in den letzten 7 Jahren nicht ein Mal betrogen obwohl man in einer Fernbeziehung eigentlich immer die Möglichkeit hat. Aber bei uns war Treue halt großgeschrieben. Auch diesmal habe ich ihn nicht betrogen aber er interpretiert tendenziell viel zu viel in Geschehnisse rein und will die Wahrheit gar nicht wirklich erfahren. Nachdem er mich rausgeschmissen hat, machte jeder ein paar Monate lang mit seinem eigenen Leben weiter. Ich hatte ein paar fehlgeschlagene Dates mit einem Typen aber ich hing immer noch viel zu viel an meinem Ex. Er hingegen konzentrierte sich auf seine Prüfungen und war happy, dass er in dem Sinne keine "Last" mehr hat. Wir schrieben weiterhin einander Mails (1x pro Woche), jedoch waren diese sehr kühl und könnten fast schon als offiziell bezeichnet werden. Es ging eigentlich nur darum, dass jeder weiß, dem anderen geht es gut, nichts weiter. Irgendwann, nachdem er ebenfalls mit seiner Uni fertig war, wurden dann die Mails wieder länger jedoch nicht viel "freundlicher". Die Telefonate- die früher immer im Streit endeten- wurde auch ruhiger...

    Momentan versucht er einen Job in meiner Stadt zu finden...meinetwegen wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dadurch, dass er mich rausgeschmissen hat, wurde ich zwangsweise selbständiger und selbstbewusster. Bedenke man nur die Tatsache, dass ich bis März dieses Jahres nie Deutsch gesprochen hab weil wir mit einander auf einer anderen Sprache kommunizierten und für mein Studium/ Job Deutsch keine Voraussetzung war/ist. Nun befürchte ich, dass diese positive Entwicklung aufhören würde wenn ich wieder mit ihm zusammenkäme. Aber auch er selbst weiß gar nicht was er von mir will. Wir wollten eigentlich bald heiraten, die Kirche haben wir schon ausgesucht, die Brautschuhe stehen immer noch in meinem Kleiderschrank...Das war noch alles vor seine Abschlussprüfungen. Aber nun meint er, er braucht 6!!! Monate um nachzudenken was er machen will, ob er mit mir eine Beziehung führen kann/ will. Er stellt mich dar als wäre ich ein Kindesmörder dabei war ich nur ein paar Mal mit einem (mittlerweile besten) Freund im Museum und da er nicht in meiner Stad wohnt, ist es schon mal vorgekommen, dass er bei mir übernachtet hat. Aber 6 Monate finde ich dann doch ganz schön übertrieben, doch Ausreden sind immer reichlich vorhanden. Was mich momentan am meisten stört ist jedoch seine Inkonsequenz denn es mag sein, dass er am einen Tag sagt: ja ich will zu dir ziehen (ich wohne in einer Einzimmerwohnung) und am nächsten Tag meinte er wieder er will 6 Monate Zeit.

    Die ganze Sache wurde zu einer Aktion-Reaktion Sache. Seine Stimmungsschwankungen lösen bei mir teilweise auch schlechte Laune aus doch ich kann ja nicht jede Meinungsänderung von ihm auch gut heißen denn ich bin schließlich auch 26 und hab die letzten 7 Jahre mit ihm (mal mehr mal weniger da Fernbeziehung) verbracht. Aber in meinem Land heiraten die Menschen im Durchschnitt schon mit 24 und mit 26 haben sie schon 1-2 Kinder. Die meisten meiner Ex-Klassenkameraden sind schon längst verheiratet und der Druck von Seite meiner Eltern, dessen Freunden und Bekannten wird natürlich auch immer größer denn so nach 7 Jahren Beziehung sollte man zumindest eine vage Vorstellung davon haben was man in seinem Leben machen will- sprich heiraten oder nicht. Ich würde nun auch gerne wissen wie ernst er das alles mit dem Neuanfang meint, würde gerne mal einfach wissen was Sache ist um mich auch daran zu orientieren. Wir sind immer noch nicht zusammen und ich habe auch keinen anderen, hätte ich jedoch einen, würde er sofort ausrasten. Er erwartet immer noch, dass ich ihm treu bin und ich will meine Chance bei ihm nicht dadurch kaputtmachen, dass ich mit jemanden date. Andererseits bin ich auch keine Nonne- mal abgesehen von den physischen Bedürfnissen, sehne ich mich am meisten nach Geborgenheit, Liebe und Verständnis was ich von ihm allerdings nicht bekomme. Die ganze Situation ist schon seit Januar so komisch, seit März ist es dann extrem geworden. So langsam denke ich er hatte eigentlich schon genug Zeit um sich zu entscheiden und will nun eine endgültige Antwort denn so von einem Tag zu dem anderen zu leben ist wirklich nervenaufreibend. Ich hab ihn schon bedroht, dass wenn er sich es noch lange überlegt, werde ich einfach mit meinem Leben weitermachen so wie es mir passt aber er weiß ganz genau, dass ich zu sehr an ihm hänge. Umgekehrt ist es allerdings genau so. Er macht zwar schon Schritte in meine Richtung- deswegen auch der Job in meiner Stadt- er spricht andererseits nie über eine Beziehung, fasst mich nie an wenn ich nicht explizit darum frage und Liebe machen wir auch nicht denn "wir sind ja nicht zusammen"...

    Ich stelle an Euch nun keine bestimmten Fragen, würde mich einfach interessieren was Ihr in so einer Situation machen würdet. Wir lieben uns und kommen dennoch nicht miteinander klar vor allem weil ich das gerne hätte was wir bis her hatten (Zuneigung, Nähe) und er das einfach nicht gibt was mich dann im Endeffekt an der Seriosität seiner Plänen zweifeln lässt und dann halte ich mich auch mit solchen Sachen zurück was wiederum dazu führt, dass er mir noch weniger Aufmerksamkeit und Zuneigung schenkt.

    Bitte entschuldigt mein schlechtes Deutsch!

    Ich danke Euch!

    LG: W.I.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast

    Standard

    Dein Deutsch ist sehr gut. Besser als das mancher deutscher.

    Nun, meist erfass ich intuitiv, wenn ich etwas durchlese, was möglicherweise abläuft.

    Bei dir hingegen ist es mir auch nicht ganz klar. Insbesondere was überhaupt die ersten Auslöser waren für die Veränderung seines verhaltens.
    Beide bleibt ihr unklar...weil der andere unklar/unsicher ist.
    Es wäre gut wenn das einer durchbricht und eine durchgängig klare Haltung einnimmt.

    Das bedeutet, mitsamt den daraus folgenden Konsequenzen. Die müssen aber nicht unbedingt gleich Trennung bedeuten. Das kommt darauf an wie sehr du mit den Gegebenheiten zurecht kommst.

    Woher seid ihr denn? Sprecht ihr offen darüber, bzw. habt ihr das schon mal seit es so ist zwischen euch?

    P.s. : mit 26 musst du noch lange keine Torschlusspanik haben. Allerdings finde ich auch, dass es sich nach all der Zeit die ihr zusammen seid, nun in eine Richtung entwickeln sollte.

  5. #5
    Unregistriert
    Gast

    Ausrufezeichen

    Hallöchen!

    Naja, der Auslöser seines Verhaltens war seine panische Angst vor der Abschlussprüfungen an der Uni. Nur wenn man sich in einer Beziehung befindet kann man den anderen nicht einfach so "abstellen" weil es momentan nicht passt eine Beziehung zu haben. Ich meine wir sahen uns sowieso schon so selten und es war für uns beiden eine sehr schwierige Phase, ich ganz allein, der neue Job, keine Freunde, neue Wohnung und Alice-bedingt auch 5 Wochen lang ohne Telefon und Internet...er halt mit seinen Diplomprüfungen. Es hätte uns beiden gut getan uns intensiver zu sehen und für einander da zu sein aber er zog vor sich abzukapseln wofür ich kein Verständnis habe denn Du hast es schon angesprochen, man soll eine Entscheidung treffen und die Konsequenzen tragen. Eine Beziehung ist nicht nur ein Privileg sondern es gibt auch Pflichten...Ich ich denke nicht, dass es viel zu viel verlangt ist wenn sich man mit seinem eigenen Verlobten 1x pro Woche, zumindest für ein paar STündchen treffen will- Prüfungen hin oder her. Ich hatte damals auch für ihn Zeit und dazu noch einen Umzug, Besichtigungstermine und den ganzen anderen Kram, konnte trotzdem Zeit für ihn nehmen.

    Er hat übrigens nun einen Job in meiner Stadt bekommen, will dennoch in eine WG ziehen was ich sehr gut nachvollziehen kann denn in einer Einzimmerwohnung würden wir nur an einander prallen. Ich bin Wissenschaftler und arbeite sehr viel, dazu noch meistens in der Bibliothek und Abends zu Hause bis Mitternacht oder noch länger, er würde gerne fernsehen, Musik hören was nun mal in einer kleinen Wohnung nicht geht.

    Wir haben die ganze Sache schon so oft beredet, die ganze Situation obduziert, bis ins kleinste Detail analysiert und eine Lösung trotzdem nicht gefunden. Im Endeffekt haben wir beide Angst, er will mich nicht verlieren hat dennoch Angst da ich nun mal mit Männern einfach besser klar komme als mit Frauen und ich auf der Strasse nicht unbemerkt bleibe. Er ist sehr eifersüchtig, ohne jetzt eine Szene zu machen oder etwas zu sagen er versucht sich einfach nur zu beschützen von einer möglichen Enttäuschung. Ich hingegen habe ihn gerne im Hintergrund, ich liebe es mit ihm Zeit zu verbringen, ihn bei mir zu wissen doch fühle mich immer ganz schön kontrolliert. (Man bedenke nur die täglichen Telefonate mit nichtssagendem Inhalt. Egal ob ich aus der Un, Bibliothek oder vom Einkaufen nach Hause kam, rief er mich ständig an um sicher zu sein, dass mir nicht zugestoßen war.) Diese neue Unabhängigkeit, Selbständigkeit die ich durch die Trennung erfahren hab, ist mir einfach viel zu wertvoll um sie nun wieder zu verlieren. Denn er fällt auch wieder in das alte Verhaltensmuster zurück, egal wie oft er schon versprochen hat, dass er das nicht mehr macht.

    Ich bin einfach hin und her gerissen, weiss einfach nicht wofür ich mich entscheiden soll: einerseits eine langjährige Beziehung die schon ziemlich strapaziert ist, andererseits meine Selbständigkeit die ich so nach 6 Jahren in Deutschland wieder haben könnte. Denn anscheinend harmonieren diese beide Sachen doch nicht mit einander. Er war meine erste große Liebe, meine erste richtige Beziehung und mein erster und einzige Mann überhaupt. Ich hab wegen der Trennung sehr gelitten aber es wird nie wieder mehr das gleiche. Die Beziehung ist ausgekühlt und der bloße Wille scheint nicht zu reichen um diese Nähe zurück zu zaubern.

    Im Endeffekt kann ich nur sagen, dass es fast schon ein Wunder ist, dass diese Fernbeziehung 6 Jahre gehalten hat aber es war auch so eine Sache von Pflichtgefühl...Dadurch, dass ich seinetwegen nach Deutschland gekommen bin und mein altes Leben komplett aufgegeben habe, die Sprache nicht kannte, war ich auf ihn angewiesen und dies löste bestimmt so ein Pflichtgefühl sich um mich zu kümmern. Ich denke schon, dass es für ihn nicht ganz angenehmen war aber es kam bis her auch nie als eine Option vor, dass wir irgendwann getrennte Wege gehen würden.

    Liebe Grüße:W.I.


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