Mensch Lilie, da haste aber auch voll zu tragen.
So was wollte ich jetzt eigentlich nicht hören
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Ich weiß gar nicht, ob es gut ist, wenn ich dazu jetzt schreibe, was ich gerade gedacht habe. Ich versuch es trotzdem.
Also:
1. Ich kann Dich verstehen.
Danke.
2. Ich weiß, dass es Du nicht die einzige bist, der es so geht.
Danke, du stellst ja unten auch noch den Beleg mit ein.
3. Ich studiere gerade, also kann mir das Schicksal auch noch blühen, in der Vergangenheit ist es mir jedoch erspart geblieben. Ich wusste genau, welchen Ausbildungsberuf ich erlernen wollte, hab mich auch nur auf diesen beworben, ungefähr 25 Bewerbungen geschickt - und die erste Stelle, auf die ich mich beworben hatte, ist es geworden.
Bei mir war es etwas anders, in der zehnten Klasse waren es ca. 80 Bewerbungen, in der 11. Klasse (Höhere Handelsschule) ca. 160. Im Ausbildungsbetrieb bin ich durch Glück eingestiegen, gab sonst keine Möglichkeiten. Im Nachhinein betrachtet, ist dieser Beruf aber der mit dem meisten Zukunftspotential, sprich, wenig Einschränkungen.
Leider stellte sich während meiner Ausbildung heraus, dass die Zukunftsperspektive als deren Grundstein ich die Ausbildung erachtete, doch nix für mich ist. Totz ausgiebiger Information mit allen Möglichkeiten im Vorwege.
Hier jetzt der Knackpunkt, den Beruf "Bürokauffrau" lernt jedes zweite Mädchen (wurde mir zu Ausbildungsbeginn gesagt) und natürlich erschwert das die Chancen, später richtig einzusteigen. Aber hier ist eben auch das meiste Weiterbildungspotential ohne Belege da. Soll einfach heißen, dass ich die letzten Jahre als Einkäuferin gearbeitet habe, vorher als Assistentin des kaufmännischen Leiters. Ich bin nicht eingeschossen auf den Einzelhandel oder Großhandel oder Speditionen. Ist schon nicht schlecht, irgendwelche Bürotrullas braucht's immer.
Letztlich hab ich mich deshalb mit Ende 20 dann doch durchgerungen, zu studieren. Obgleich ich das eigentlich schon abgeschrieben hatte. Heute bin ich froh, dass ich es gemacht habe. Aber ich weiß, dass auch das kein Allheilmittel ist und mir deswegen jetzt eben auch nicht Tür und Tor weit offen stehen. Aber ich setzte auf Prinzip Hoffnung und darauf, dass nicht alle Türen zu sind und ich ne passende finden werde. Nein, eigentlich ist es schon keine Hoffnung mehr, es ist Überzeugung. War es auch vorher in meinem Berufsleben. Und bisher hat das ganz gut geklappt. Ich war überzeugt, ich krieg die Stelle, die ich suche, und hab die bisher auch immer bekommen. Wieso sollte es in Zukunft anders sein?
Das wäre Nix für mich, ich war immer mehr die Praktikerin, als die, die sich stundenlang hinsetzt und sich Theorie bis zum Erbrechen einbleut. (Gut, hat bei mir einen spez. Hintergrund, der dir wohl klar ist, s. auch Monas Thread) Ich bin total zufrieden mit meinem Job, ich geh darin total auf, im Gegensatz zum Privaten seh ich da meine Leistungen und DA strotze ich erstaunlicherweise nur so vor Selbstbewusstsein. Wurde mir auch kürzlich therapeutisch bestätigt
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Mir stehen in gewisser Weise schon viele Türen offen, irgendwann, ich kann es bis zur Bereichsleitung bringen, gehaltlich ist der Job auch nicht übel...
In dem Sinne kann man wohl sogar von mir sagen, dass da etwas Hoffnung ist.