Hey,
ich bin 22 Jahre alt und bin seit 3 Jahren in einer Beziehung mit meiner gleichaltrigen Freundin. Bisher war es eigentlich so, dass wir, ja es klingt kitschig, für einander geschaffen sind. Wir verstehen uns blind, haben die gleichen Grundpfeiler im Leben und sind grenzenlos füreinander da.
Nun ist seit einiger Zeit mehr und mehr Distanz von ihrer Seite aufgebaut worden und ich habe nicht wirklich was damit anfangen können...bis gestern
Ich hatte gestern nochmal ein Gespräch mit ihr und nun hat sie endlich einige Dinge klarer dargestellt, was mir die Situation gerade eigentlich nicht einfacher macht.
Sie steckt scheinbar in einer Phase in der sie unsicher ist, was sie möchte. Zitat: "Ich habe einfach Angst mich auf dich festzulegen, weil das im Umkehrschluss bedeuten würde, dass ich nie wieder mit einem anderen Mann zusammen sein könnte."
Ich habe ihr daraufhin gesagt, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt keine langfristige Bekenntnis zu mir verlange. Ich verlange lediglich Ehrlichkeit und Treue.
Sie scheint zwischen sonem "Ich will für mich alleine sein und keinem gegenüber Verantwortunge tragen müssen"-Willen und ner "Ich kann und will ihn nicht verletzen und verlieren"-Einstellung zu schwanken. Problem mehr oder weniger ist, dass sie sagt: Ich kann derzeit keine Entscheidung treffen. Entweder du forderst eine Entscheidung ein oder hälst die Situation aus und wir sehen was die Zeit bringt.
Ich habe nun auch vermehrt mit anderen Menschen gesprochen und bekomme teilweise son Feedback à la "das ist normal, dass in einer längerwährenden Beziehung an irgendnem Punkt so eine Situation auftaucht in der man sich fragt, ob das endgültig sein soll.
Ich habe mich dann gestern innerlich entschieden und ihr auch ne Mail geschickt in der ich gesagt habe, dass ich die Beziehung nicht aufgeben werde und ich keine Entscheidung treffen kann.
Ich hätte einfach zuviel Angst ihr mit einer jetzigen Forderung einer Entscheidung soviel Druck aufzulasten, dass sie sich gegen mich entscheidet. Ich würde mir im Nachhinein nur Vorwürfe machen, warum ich nicht länger Geduld gehabt habe, warum ich die Sache nicht ruhiger angegangen bin.
Und meine Unsicherheit wird einfach immer mehr durch solche Schwankungen geschürt: Sie sagt "mach dir keine Sorgen, das hat nichts direkt mit dir zu tun! Und nimm das alles nicht so böse und ernst..." oder "Ich weiss du tust mir in allen Belangen gut, aber ich kann grade keine Nähe zu dir aufbauen und mich anlehnen" und gleichzeitig krieg ich dann so infos wie die oben genannten, dass sie unter Umständen die Freiheiten eines Singles vermisst.
Gestern Abend war ich echt fertig mit der Welt und wusste weder ein noch aus. Als ich dann im Bett lag, hab ich die Entscheidung getroffen standhaft zu bleiben, immer für sie erreichbar zu sein und ihr so zu zeigen, dass ich sie nicht aufgegeben habe.
Ich weiss nicht, was ich sonst anderes tun kann. Ist das ne ganz normale Phase in einer längerwährenden Beziehung? Macht das jedes Pärchen durch und es ist logisch, dass irgendwann der Punkt kommt an dem man sagt: "Vielleicht verpasse ich in Zukunft auch irgendwas?".
Weiss zur Zeit nicht wie ich mich am besten verhalten soll.
Lg chrizzo


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